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Streßtest für CPU und RAM mit MPrime

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Streßtest für CPU und RAM mit MPrime

#1

Post by Princo » 08 Aug 2014 23:26

In dieser Anleitung wird beschrieben, wie man einen "Torture Test" auf NAS4Free durchführt.
Bei diesem Test werden CPU, Memory und die L1 und L2 Caches extrem belastet, um Temperatur und Stromverbrauch möglichst hoch zu treiben.
So kann man nicht nur die genannten Komponenten testen, sondern auch die Stromversorgung und die Lüftersteuerung.
Dabei kann es passieren, daß Systeme, welche schon jahrelang im Normalbetrieb gelaufen sind, bei diesem Test Fehler zeigen.
Das ist dann unbedingt ernstzunehmen. Diese Systeme sind tatsächlich fehlerhaft, und man muß die Ursache beseitigen.

Für diesen Test wird das Programm MPrime verwendet, welches ihr evtl. als prime95 kennt. Es wird gerne in der Overclockerszene eingesetzt, um die Systemstabilität festzustellen. MPrime ist wie prime95, nur ohne grafische Oberfläche. Es stammt vom gleichen Entwickler.

Eine deutschsprachige Beschreibung des Programms findet man in der Wikipediea: http://de.wikipedia.org/wiki/Prime95

Download und Installation von MPrime:
Hier kann man das Programm herunterladen: http://www.mersenne.org/download/
Für die aktuellen NAS4Free-Versionen ist dies die Datei p95v279.FreeBSD64.tar.gz

Kopiert diese Datei auf das NAS in ein eigenes Verzeichnis, und verbindet euch per ssh als root auf das NAS (mit Putty oder so).
Wechselt dann in das Verzeichnis, in das ihr die Datei kopiert habt.

Entpackt die Datei mittels

Code: Select all

tar xvf p95v279.FreeBSD64.tar.gz
Das Programm läßt sich jetzt noch nicht starten, da es die Datei /usr/local/lib/libcurl.so.6 nicht finden kann.
Das läßt sich ganz einfach dadurch beheben, daß man ihm die aktuelle Version der Datei libcurl unterjubelt.

Bei NAS4Free 9.1.0.1 revision 857 ist es die Datei /usr/local/lib/libcurl.so.7 (bei aktuelleren NAS4Free Versionen einfach in das Verzeichnis /usr/local/lib/ reinschauen, um zu sehen, wie die Datei dort heißt.

Code: Select all

ln -s /usr/local/lib/libcurl.so.7 /usr/local/lib/libcurl.so.6
erzeugt dann eine symbolischen Link auf die richtige Datei, damit man Mprime überhaupt starten kann. Bei der Embedded Version von NAS4Free muß der Link nach einem Bootvorgang natürlich neu angelegt werden, wenn man Mprime wieder nutzen möchte.

Erster Start von Mprime:
Terminal Sitzung, in das Verzeichnis von Mprime wechseln.

Code: Select all

./mprime -m
Danach kommen einige Abfragen:
Join Gimps? (Y=Yes, N=Just stress testing) (Y): N eingeben
Number of torture test threads to run (2): Wert übernehmen
Type of torture test to run (3): 2 eingeben
Accept the answers above? (Y): Enter

Der Test startet und kann mit STRG-C abgebrochen werden.
Dann landet man in einem Menu, wo man das Programm verlassen (Exit) oder neu starten kann (Torture Test).
In diese Menu landet man dann auch bei einem erneuten Start von mprime.

Während des Tests:
Die Ausgaben des Programms sind relativ unwichtig, es sei denn, es handelt sich um Fehlermeldungen.
Die interessante Information sieht man in der Web-GUI von NAS4Free. Dort beobachtet man, wie sich die CPU-Temperatur entwickelt.
Die grafische Anzeige des System Load ist uninteressant, die knallt einfach auf 100% hoch, und bleibt dort.
Möglicherweise kann man nach kurzer Zeit ein verändertes Lüftergeräusch beim NAS wahrnehmen. Das ist normal.

Das Ganze läßt man jetzt ein paar Stunden laufen, ohne auf die Daten des NAS zuzugreifen. Dafür ist übrigens ein heißer Sommertag am besten geeignet.

Wenn keine Fehlermeldungen kommen, das NAS sich nicht aufhängt, neustartet, panisch piept, oder in eine rauchenden Trümmerhaufen verwandelt hat, kann man z.B. einen Scrub-Lauf auf dem ZFS-Pool starten, dann liefern die Platten noch zusätzliche Wärme ins System.

Im Idealfall wird das NAS warm werden, die Lüfter werden rauschen, der Stromzähler wird rotieren, und die Platten werden ackern.
Das NAS sollte so aber stundenlang durchlaufen können.
Daß man bei solchen Aktionen ein aktuelles Backup seiner Daten haben sollte, erwähne ich nur ganz am Rande.
Meine Antworten beziehen sich immer auf die englischsprachige GUI. ECC-RAM ist Pflicht beim Einsatz von ZFS.

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