apollo567 wrote:Das ist aber schon sehr oldschool für einen Windows user.....

Du meinst, weil Windows ein eingebautes Defragmentierungstool hat?
In den meisten Fällen leistet das sicher eine guten Job, aber ich habe das mal vor einigen Jahren in den Grenzbereichen getestet (mit einer Mailserver-Anwendung), und das führte recht schnell zu einem System, welches sich nicht mehr defragmentieren lies. Die betreffenden Daten mußten auf eine andere Platte umkopiert werden, damit das wieder funktionierte. Kann sein, daß das in der Zwischenzeit verbessert wurde, aber seitdem stehe ich dieser Defragmentierung zumindest skeptisch gegenüber.
Alle mir bekannten Dateisysteme habe ein Problem mit der Fragmentierung von Dateien, wenn die häufig geändert werden, und die Auslastung nahe der Kapazitätsgrenze liegt. Daher wird z.B. empfohlen, ZFS-Dateisysteme nur zu 80% auszunutzen. Es gibt aber auch Situationen, bei denen zu 60% ausgenutzte Systeme mit signifikanter Fragmentierung reagieren.
Der Wikipedia-Artikel zum Thema Fragmentierung ist da übrigens ganz interessant:
https://de.wikipedia.org/wiki/Fragmenti ... teisystem)
Wie dem auch sei, ein Umkopieren der Daten ist durchaus ein effektiver Arbeitsschritt, um große Datenmengen auf beliebigen Dateisystemen zu defragmentieren.
apollo567 wrote:Dafür extra ein NAS zu kaufen/bauen ist dann aber schon aufwändig .....
Das kann sich so nicht stehen lassen. Ich habe
hier mal ganz aktuell eine sehr günstige Variante durchgerechnet. Ein Backup-System ist gar nicht so teuer, erspart einem aber viel Arbeit und Ärger.
Es kommt natürlich schon auf das Einsatzgebiet des NAS an. Nutzt man das NAS ausschließlich zum Abspeichern von Video-Rekorder-Daten, dann ist ein Backup-NAS sicher nicht zwingend notwendig, weil die Daten nicht besonders wertvoll sind.
Anders sieht es aus, wenn man auf seinem NAS Daten aufbewahrt, welche unersetzlich oder sehr wertvoll sind. Das können z.B. eigene Fotos (unersetzlich) oder geschäftliche Daten (existentiell wichtig) sein.
In diesen Fällen sollte man sich unbedingt um eine geeignete Backup-Lösung Gedanken machen.
Jetzt
könnte man diese Daten z.B, auf externe USB-Platten auslagern, aber es wäre viel besser, diese Daten auf ein anderes ZFS-System zu backuppen, weil nur dabei die Datenintegrität durchgehend gewährleistet ist.
Es geht nur darum, was man eigentlich will.
Ich habe z.B. ~1,25TB an eigenen Fotos, welche für mich sehr wertvoll und unersetzlich sind. Schon alleine um diesen Datenbestand zu bewahren, würde ich immer wieder ein paar hundert Euro investieren (so alle paar Jahre), um das System auf einem aktuellen technischen Stand zu halten, und dazu gehört halt auch ein Backup-System.
Daß damit auch meine weniger wichtigen Daten abgesichert sind, ist dabei ein angenehmer Nebeneffekt.