Hallo kreuzberger,
Evtl. solltest du klarstellen, ob es jetzt ein BananaPi oder ein RasberryPi ist
Unabhängig davon:
Die Problematik mit dem eigenen DHCP und DNS Server habe ich hier auch. Einige Jahre lang konnte ich mit einer modifizierten Firmware (Freetz) für meine Fritz!Box das Problem ziemlich elegant lösen. Zusätzlich konnte ich damit die NAS ganz easy per WOL zeitgesteuert starten, um einen täglichen Snapshot zu einer festen Zeit machen zu können.
Diese Lösung hatte den Charme, daß dafür kein zusätzliches Gerät nötig war, und die Fritz!Box sowieso die ganze Zeit am Strom hängt.
Leider funktioniert das jetzt nur noch mit alten Firmwareständen der Fritz!Boxen, da eine neue EU-Verordnung dem einen Riegel vorgeschoben hat
Die Installation von dnsmasq als Extension auf meinem Haupt-NAS schied aus folgenden Gründen aus:
1. Meine NAS sollen nicht 24/7 durchlaufen, sondern werden nur bei Bedarf in Betrieb genommen.
2. N4F-Extensions müssen bei neuen Versionen von NAS4Free sehr oft erst noch angepasst werden (funktionieren also nicht gleich). Bei einem so wichtigen Dienst wie DNS ist das aber ein absolutes No-Go.
Es lief also doch auf ein weiteres externes Gerät hinaus. Da ich dann aber auch noch einen echten Mehrwert erzielen wollte, habe ich mich für einen BananaPi Router entschieden (genauer: ein
Lamobo R1). Der Mehrwert war hier die 5-Port-Switch, und die SATA-Schnittstelle.
Habe dort also das DNS und DHCP konfiguriert, und zusätzlich auch PXE-Dienste eingerichtet. Das lief dann auch ein dreiviertel Jahr ganz super, wurde dann aber mit einer neuen Debian-Version quasi zerschossen, weil die Switch aka die Netzwerkschnittstelle nicht mehr richtig unterstützt wurde. Leider ist das Gerät wohl so exotisch, daß sich da niemand richtig um das Problem gekümmert hat. Das Problem ist wohl mittlerweile behoben, aber das war für mich zu spät.
Schweren Herzens habe ich mir dann einen originalen
RaspberryPi 3 zugelegt, weil ich davon ausgehe, daß bei der breiten Userbasis solche Probleme nicht zum Tragen kommen werden.
Dieses Gerät hat zwar nur eine 100MB-Schnittstelle, aber das ist für DNS und DHCP völlig ohne Belang.
Nach eine Phase des Ausprobierens habe ich jetzt auch eine vernünftige Konfiguration, und auch einen echten Mehrwert dieses Geräts erlangt.
Als Distribution verwende ich
DietPi, und habe die Pakete
Pi-Hole und
Kodi darauf installiert.
Der echte Mehrwert dieses Geräts ist, daß es nicht nur DNS, DHCP und PXE macht, sondern am Fernseher als Mediaplayer wertvolle Dienste leistet.
Außerdem filtert es mir auf DNS-Ebene haufenweise unerwünschte Werbung heraus, und das gilt für das gesamte Netzwerk (also auch Tablets, Handies und TV).
Der einzige Nachteil: der RaspberryPi kann halt nur HD-Auflösung.
Habe das jetzt seit einigen Wochen im Einsatz, und bin positiv überrascht. Das System läuft sehr stabil, und macht was es soll.
Das Ganze würde übrigens auch auf deinem BananaPi laufen.
Eine NAS-Funktionalität könnte man dort natürlich auch problemlos einrichten.
Überlege mal, ob das nicht eine Alternative für dich darstellen könnte.
Grüße
Princo