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rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 07 Jul 2017 13:19
by old-papa
Hallo Männers,

ich habe mir inzwischen ein zweites NAS (HP Microserver mit nas4free 11.0.0.4) als BackUp-Maschine zugelegt.

Kreuzberger schrieb ja mal dazu:
kreuzberger wrote:
16 May 2017 13:48
Tach old-papa, du Angeber,

die Daten kannst du nachdem du ein neues System betriebsbereit hast bequem mit rsync übertragen lassen. Wenn du das auf der Konsole mit angeschlossenem Bildschirm und Tastatur machst anstatt über das WebGui hast du eine Sichtkontrolle wie weit er ist und was er macht. Je nach Menge der Daten würde das ja eine Weile dauern. Im WebGui kann man das leider nicht verfolgen, was er so macht.
Das praktische ist, dass rsync alle Rechte korrekt überträgt.
Kreuzberger.
Schön schön.... Doch als bekennender Mausschubser tu ich mich damit noch schwer. Im Handbuch zu FreeBSD steht auch nur ein belangloser Satz dazu "... wird ähnlich wie rcp benutzt..." Aha! :roll:

Beide NAS hängen im Netzwerk, beide haben fest vergebene IP-Adressen.
Was möchte ich?
1. Täglich (oder wöchentlich am Sonntag) um x:y Uhr das Backup-NAS hochfahren (WOL)
2. Nach einer Gedenkpause (5Min) den Inhalt vom NAS auf das Backup-NAS synchronisieren (incementell)
3. Nach weiterer Gedenkpause das Backup-NAS wieder runter fahren.

Was brauche ich dazu? rsync kenn ich auch nur dem Namen nach :oops:

Oder gibbet intelligentere Lösungen?
Die letzten Jahre habe ich sporadisch auf USB-Platten gesichert, doch mitunter auch wochenlang überhaupt nicht. Bisher hatte ich Glück, aber wie lange?

Old-Papa

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 07 Jul 2017 14:34
by kreuzberger
Tach old-papa, du Angeber, (;-))

dir kann geholfen werden.

zunächst einmal ist rsync ein Programm, was nur über die Textkonsole zu starten ist. Jedoch bietet nas4free die Möglichkeit, das ganze per Maus im WebGui zu konfigurieren, was dann rsync im Hintergrund so machen soll. Das kann man dann leider nicht auf dem Bildschirm oder per SSH verfolgen.
Will man aber so wie du regelmäßige Backups damit machen ist die Konfiguration solcher Jobs per WebGui sinnvoll. Nur wenn man einmalig ggf. größere Datenmengen von A nach B schaufeln will ist die Konsole / SSH dafür zur Sichtkontrolle besser geeignet, da man da eben mitverfolgen kann, was rsync wirklich macht. So schicke Prozent-Balken gibt es hier eben nicht.

Es ist geschickt sich vorher zu überlegen welcher der beiden rechnet dann der rsync-Server und der rsync-Client sein sollte. Das hat nichts damit zu tun in welche Richtig dauen überragen werden sollen, sondern welcher der beiden rechnet die Aktion auslösen soll.
Ich habe bei mir das so eingerichtet, dass der Backup-Rechner, als das Ziel die ausführende Stelle ist, also der rsync-Client.
Die Backup-Quelle (rsync-Server) ist dann dein Server, auf dem di normal deine Daten hast.

1. Schritt - Auf dem rsync-Server ein sogenanntes "MODUL" einrichten.

Einstellungen

Ein Modul ist so etwas wie eine Freigabe, aber eben speziell nur für rsync. Du Gehst also in das Menü "DIENSTE" und auf "rsync".
Da erst mal den Dienst rechts oben einschalten (Freigeben).
Gleich hier musst du einstellen, welcher user für diese Backup-Aktionen genommen wird. Ich vermute du hast für dich selbst einen User eingerichtet, ich habe da auch mich selbst einfach genommen. Man kann aber auch einen extra User anlegen und den dazu benutzen. Dieser User muss aber die selben Rechte haben, bzw Leserechte für alles, was gesichert werden soll.

Module

Dem Modul einen markanten, sinnvollen Namen geben, (BILDER_MUTTI)
Zur Gedankenstürze eine Kurzbeschreibung (Alle Bilder von Mutti)
Und der Dateipfad wo die dann liegen. Es kann nur ein Pfad Pro Modul ausgewählt werden. Man kann aber Beliebig viele Module anlegen.
Liste: Modulauflistung Häkchen setzen.
Zugriffsmodus hab ich auf "nur Lesen"
Max. Verbindungen hab ich auf 0
Rest frei lassen.
Speichern.

2. Schritt - Auf dem rsync-Client ( also deinem Backup-Rechner) den Client Konfigurieren.

Hier einen User einrichten, der genau so heisst wie der auf dem Quellserver ausgewählte.

Auch hier dann Menü "DIENSTE", rsync.
Dann erst mal den Dienst rechts oben einschalten (Freigeben).
Wechseln von "Server" zu "Client"
Hier den Pfad auswählen wo die dauen hin sollen.
entfernter rsync-Server: ich hab hier immer die IP Adresse eingegeben. Das bedeutet, dass die Server immer eine feste IP haben. Wenn du ein Gut funktionierendes DNS hast kann man hier auch mit dem Namen weiter machen.
Remote-Modul: Der Name des Moduls auf dem Server (BILDER_MUTTI)
Wer: der auf dem rsync-Server gewählte User.
Synchronisationszeit (selbst erklärend)

Erweiterte Einstellungen

Rekursiv: Unterordner einbeziehen (JA)
Remote-rsync-Daemon: (NEIN)
Zeiten: (JA)
Komprimieren: (Optional) Macht Zuhause / Im Lokalen Netz kaum sinn.
Löschen: ACHTUNG, SEHR GEFÄHRLICH!!!!!!! ich hab es auf NEIN

alles weitere: NEIN

Hinzufügen, fertsch.

Irgendwo kann man dann an der Stelle auf "Sofort Ausführen" zum ausprobieren Klicken.


Die Verteilung von Server und Client ist auf diese weise deshalb sinnvoll, weil so der job nur dann angeworfen wird, wenn der backup-client eingeschaltet ist, denn er läuft ja auf diesem, und nicht auf dem Server. Er ist derjenige, auf dem rsync ausgeführt wird. Würde man es umgekehrt machen, würde alle Nase lang der rsync-Start gemacht werden und auf Fehler laufen, weil der Ziel-Rechenre nicht eingeschaltet ist.

Ich hab dann meinen Ziel-Rechner (rsync-Client) so konfiguriert, dass ein cron-Job den Rechner einfach nach 4 Stunden aus macht. Somit muss ich nur gelegentlich mal den Backup-Rechner einschalten, der arbeitet dann automatisch alle rsync-Jobs (Module) zeitgesteuert ab und schaltet einfach nach 4 Std. aus, weil er realistisch dann längst fertig ist. Die Ausschaltzeit kann man ja dann je nach Einschätzung anpassen. Große Datenübertragungen sind ja nur beim ersten mal zu erwarten. Danach wird ja nur noch eine Differenz-Sicherung gemacht. Die geht ja wesentlich schneller.

Anmerkung:

rsync kennt wesentlich mehr Parameter als in dieser Konfigurationsweise einstellbar. Wenn man das "mehr" haben will kann man sich auch einen cron-job für rsync anlegen und dort mit allen beliebigen Parametern ausführen lassen. Das ist aber nur für Fortgelaufene.

Kreuzberber

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 07 Jul 2017 15:05
by old-papa
Ok, das werde jch mal über das WE angehen.
Jetzt muss ich erstmal raus, Zelt aufbauen lassen, (25x35m ;)), Strom-, Licht- und Tontechnik verladen (leider ich selbst), morgen dieselbe aufbauen und ordentlich Mugge machen ;) Erwartet werden 500-700 Pax (Leute), Bier und Grillgut sind in der Gage mit drin ;) Mädels nicht (mehr) ;)
So, genug angegeben... ;)

Old-Papa

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 07 Jul 2017 16:15
by kreuzberger
ich könne auch wegen er Mädels helfen.

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 08 Jul 2017 03:52
by Princo
old-papa wrote:
07 Jul 2017 13:19
Beide NAS hängen im Netzwerk, beide haben fest vergebene IP-Adressen.
Was möchte ich?
1. Täglich (oder wöchentlich am Sonntag) um x:y Uhr das Backup-NAS hochfahren (WOL)
2. Nach einer Gedenkpause (5Min) den Inhalt vom NAS auf das Backup-NAS synchronisieren (incementell)
3. Nach weiterer Gedenkpause das Backup-NAS wieder runter fahren.
Vor dieser Vorgehensweise kann ich nur dringend abraten.
Ein "automatisches Backup" klingt immer sehr verlockend, aber wenn man sich etwas tiefer mit dieser Materie beschäftigt, dann merkt man, daß das der zweitgrößte Blödsinn ist, den man überhaupt machen kann (der größte Blödsinn wäre übrigens die Sicherung auf externen USB-Festplatten).
old-papa wrote:
07 Jul 2017 13:19
Oder gibbet intelligentere Lösungen?
Ja: viewtopic.php?f=29&t=5343&p=29406#p29406

Grüße
Princo

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 08 Jul 2017 09:32
by kreuzberger
Moin Princo, mein Held,

die von dir vorgeschlagenen Verfahrensweise setzt voraus

1.: dass alle Systeme mit ZFS laufen,
2.: das ganze ZFS hier in Zusammenhang mit nas4Free vernünftig auf Deutsch dokumentiert ist,
3.: der User die tiefen des ZFS Befehlssatzes auf der Kommandozeile beherrscht.

Da steht aber erst mal "für Dummies" und von ZFS ist in dieser Anfrage nicht die Rede.
Es mag sicher sein, dass dein Ansatz Technisch besser ist, aber dann sollte man das ganze auch mal bitte "für Dummies" gut in deutsch dokumentieren, damit man das auch anwenden könnte.

Danke

Kreuzberber

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 08 Jul 2017 09:47
by old-papa
@Princo,
die ganzen Konsoleneingaben könnte ich ja machen, würde ich wohl auch wuppen. Doch genau hier schlägt die menschliche Faulheit zu und so macht man das dann höchst ungern, also selten. Ich finde genau das die schlechteste Backupmethode. Zum erstmaligen Überspielen der Daten auf NAS-B gut, doch dann sollte irgendein Automatismus greifen.
Auf USB-Platten habe ich seit Jahren (Jahrzehnt?) gesichert, die Platten danach in einen feuerfesten Schrank (alter Panzerschrank in der Werkstatt) und gut ist. Den hat man sicher nicht immer im Haus, also anderweitig (und möglichst außerhäusig) gut gesichert aufbewahren.
So werde ich das auch weiterhin mit den Grunddaten machen, nur eben nicht täglich.

So, jetzt wieder ans Mischpult, Soundcheck....

Old-Papa

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 08 Jul 2017 16:22
by Digi-Quick
Princo wrote:
08 Jul 2017 03:52

Ein "automatisches Backup" klingt immer sehr verlockend, aber wenn man sich etwas tiefer mit dieser Materie beschäftigt, dann merkt man, daß das der zweitgrößte Blödsinn ist, den man überhaupt machen kann (der größte Blödsinn wäre übrigens die Sicherung auf externen USB-Festplatten).
Da muß ich doch mal reingrätschen!!!
Irgendwie wiedersprichst du gerade sämtlichen empfohlenen "Best Practices" in Bezug auf Backup!

1. ein automatisches Backup wird nicht vergessen oder aus beliebigen Gründen verschoben - i.d.R auf den "Sankt Nimmerleinstag"
Ganz nach dem Motto: Was du heute kannst besorgen verschiebe ruhig auf Morgen.

2. Aien ordentliches Backup hat auf externe Datenträger / Medien zu erfolgen, die bei Nichtgebrauch nach Möglichkeit aussehalb des Gebäudes zu lagern sind - mindestens in einem anderen Brandabschnitt.

Oder warum glaubst du sichern Unternehmen wie z.B. Unilever die Daten automatisch in einem 2. Rechenzentrum in einem anderen Gebäude und haben große automatisierte Tapelibraries

Wobei USB Platte(n) und automatisch sich quasi gegenseitig ausschliessen.

P.S. Ich sichere seit Jahren per Rsync vollständig automatisiert auf das 2. NAS
Vorteil: Ich kann auswählen was gesichert werden muß. Bei ZFSsend/receive geht nur der ganze Pool

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 08 Jul 2017 23:04
by old-papa
Digi-Quick wrote:
08 Jul 2017 16:22
.....
P.S. Ich sichere seit Jahren per Rsync vollständig automatisiert auf das 2. NAS
Vorteil: Ich kann auswählen was gesichert werden muß. Bei ZFSsend/receive geht nur der ganze Pool
Gib mal Hilfestellung zur Automatik.

Old-Papa

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 09 Jul 2017 09:41
by old-papa
@Princo,

die von Dir vorgeschlagene Methode (im Link oben) soll bei direkter Konsoleneingabe vorgenommen werden.
Dazu habe ich im Moment keine Möglichkeit (müsste ja 2x Monitor/Maus als Hardware installieren). Geht das nicht auch per Konsoleneingabe in der WegGUI? Gibt ja extra eine Funktion dafür.

Old-Papa

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 09 Jul 2017 12:00
by old-papa
So....
Ich habe das nun nach der Anleitung von Kreuzberger eingerichtet und gestartet, läuft! ;)

Allerdings sind in der n4f-11er Version (deutsch) die Menuepunkte deutlich verändert. Aber: etwas verhirnt klappte das dann auch. Gut 5TB werden heute geschaufelt, das dauert.....

Old-Papa

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 09 Jul 2017 19:37
by Princo
Hallo old-papa, hallo kreuzberger,

Es war mir völlig klar, daß die von mir präferierte Methode auf Unverständnis stößt, weil sie (auf den ersten Blick) von den üblichen Methoden abweicht.

Zum Hintergrund: ich habe einge Jahrzehnte als Administrator einer mittelgroßen Organisation gearbeitet, und war dort u.a. auch für das Backup zuständig.

Die von mir beschriebene Methode ist aber nur die eigentliche Kernlösung, d.h. ich habe hier nur das Grundprinzip beschrieben. Die Lösung ist jedoch sehr flexibel.

Natürlich läßt sich diese Methode auch automatisieren, und hier im Forum finden sich auch die entsprechenden Skripte dazu.
Ich rate dennoch von einer Automatisierung ab, dazu später mehr.

Es wurden von euch eine Reihe von Punkten angesprochen, und ich versuche darauf einzugehen.

USB-Platten
Hier sind nicht die Festplatten das Problem, sondern die USB-Chipsets in den Rechnern. Diese entsprechen meist nicht den Standards, was im normalen Betrieb oft nicht auffällt. Wenn man aber versucht 3TB Daten am Stück zu übertragen, kommt es oft zu Problemen. Zudem werden meistens auch keine S.M.A.R.T.-Informationen darüber übertragen. Es hat schon seinen guten Grund, weshalb USB-Platten bei FreeBSD stiefmütterlich behandelt werden, denn die Dinger haben im professionellen Bereich nichts verloren.

Im privaten Bereich sind sie die beste Methode seine Daten zu schreddern. Daher verwende ich für den externen Anschluß ganz einfach eSATA.

Das funktioniert ja nur mit ZFS
Richtig, denn NAS4Free setzt man ja auch gerade deswegen ein, weil man da ZFS hat.
Und wenn man ZFS hat, dann sollte man auch dessen Vorteile nutzen.
Und einer der Vorteile von ZFS sind die Snapshots, und die Möglichkeiten von zfs send/receive.

Der User muß dazu auf die Kommandozeile
Na und? NAS4Free ist kein Consumer-System. Wenn man weiß, was man tut, dann erhält man viel mehr Möglichkeiten, als es ein abgeschlossenes System bieten kann.

Außerdem läßt sich das auch mit Skripten automatisieren (wovon ich abrate).

Warum nicht rsync?
Ich liebe rsync, und setze es hier auch intensiv ein. Allerdings nutze ich es nur für den Abgleich zwischen NAS und PC-Clients. Für den Abgleich zwischen zwei NAS verwende ich zfs send/receive.

Dazu muß man wissen, wie rsync den Unterschied zwischen zwei Dateien ermittelt: Es wird nur verglichen, ob sich das Dateidatum und die Dateigröße unterscheiden. Gibt es da einen Unterschied, wird die Datei übertragen.

Für 99,9% der Dateien mag das ausreichend sein, aber es gibt tatsächlich Fälle, bei denen sich Größe und Datum der Datei nicht ändert, der Inhalt der Datei aber sehr wohl.

Welche Dateien das sind, und ob solche Dateien bei euch vorliegen, kann ich nicht wissen. Das hängt von euren Systemen ab.

Mir ist das erstmalig vor vielen Jahren bei Truecrypt-Containern aufgefallen. Damals war der TC-Client standardmäßig so eingestellt, daß er das Datum der Container-Datei nie geändert hat, auch wenn sich der Inhalt änderte. Das hatte zur Folge, daß rsync die Container-Datei nur ein einziges mal sicherte, und dann nicht mehr.

Nun, ein weiteres Beispiel wären Bilddateien, bei denen man das Dateidatum gerne auf dem Aufnahmedatum setzt. Ändert man jetzt die EXIF- oder IPTC-Informationen, und setzt das Datum der Datei wieder auf das Aufnahmedatum (das macht eure Verwaltungssoftware u.U. automatisch), so kann es sein, daß sich die Dateigröße nicht ändert, und diese Datei nicht neu gesynct wird.

Versteht mich nicht falsch, das sind nur zwei Beispiele aus meinem Bereich. Ihr mögt diese Szenarien bei euren Anwendungen für nicht relevant halten, aber für mich zählt schon alleine die prinzipielle Möglichkeit, daß das auftreten kann.

Natürlich kann man rsync so konfigurieren, daß die Dateien beim syncen inhaltlich verglichen werden (das wäre der Parameter -c), aber dann geht die Abgleichgeschwindigkeit rapide in den Keller.

In der Praxis mache ich daher immer zwei Abgleiche nacheinander. Der Erste ohne den Parameter -c, der Zweite dann mit. Dadurch habe ich sowohl Speed, als auch Integrität. Es ist übrigens erstaunlich, wie viele Dateien dann noch beim zweiten Abgleich übertragen werden.

Es gibt noch einen weiteren Nachteil bei der Verwendung von rsync: Man hat keinen klar definierten Stand des Datenbestandes, wenn während des Abgleichs weiter gearbeitet wird. Das mag für den Heimbereich irrelevant sein, in allen anderen Einsatzgebieten kann aber ein Problem darstellen.

Noch ein Nachteil von rsync gegenüber zfs send/receive:
Sender und Empfänger müssen gleichzeitig miteinander verbunden sein. Bei zfs kann die Übertragung auch asynchron erfolgen (z.B. mittels einer Transportfestplatte). Gerade das ist ein Feature, welches für den Heim-Einsatz relevant ist, wenn man zwar eine streng getrennte Aufstellung haben möchte, die Datenleitungen aber nicht genügend Geschwindigkeit aufweisen, und sich große Datenmengen ändern.

Noch ein Nachteil von rsync:
Die Datasets werden nicht übernommen. Sie werden nur als Verzeichnisse gespiegelt, aber Dinge wie eine eingestellte Kompression werden nicht übernommen.

Ein, nach der erwähnten Methode repliziertes Backup-NAS, kann jederzeit zum Haupt-NAS werden, da alles exakt so übertragen wird, wie es auf dem Haupt-NAS vorliegt. Und das auch noch mit wesentlich höherer Geschwindigkeit.

Wie sieht es mit der Geschwindigkeit aus?
Bei rsync geht die Geschwindigkeit runter, wenn viele kleine Dateien übertragen werden. Außerdem wird es sehr langsam, wenn die Datenintegrität geprüft wird.
Bei zfs send/receive müssen die zu übermittelnden Dateien nicht erst aufwendig ermittelt werden, und die Daten werden als Block übertragen. Dadurch können auch inkrementelle Abgleiche mit voller Bandbreite übertragen werden. Siehe Beispiel weiter unten.

Bei zfs send/receive kann nur der ganze Pool gesichert werden?
Falsch.
Bei zfs send/receive können nur ganze Datasets gesichert werden.
Es gibt zig verschiedene Methoden wie man das mit einer Auswahl der zu sichernden Datasets handhaben kann.
- man kann die zu sichernden Datasets im Skript angeben,
- oder die Dataset-Bezeichnungen aus einer Textdatei lesen,
- oder ein Attribut in den Datasets setzen, welches dann von den Skripten ausgewertet wird
- oder man kann die Datasets hierarchisch organisieren (Pool > Dataset > Unterdataset > Unterunterdataset), und dann nur einzelne Zweige davon abgleichen.

Und: Ja, das geht alles auch mit NAS4Free.

Warum widerspreche ich sämtlichen empfohlenen "Best Practices" in Bezug auf Backup?
Da tue ich nicht, denn in der Praxis lasse ich jeden Tag ein Autosnapshot auf meine Pool erstellen. Damit habe ich zumindest einen (oder beliebig viele) definierte/n gesicherte/n Stand/Stände, der/die mir z.B. bei versehentlich gelöschten Dateien hilfreich zur Seite stehen.

Das ist übrigens etwas, was mit rsync überhaupt nicht funktioniert (stimmt nicht ganz, ist aber nicht so einfach). Da habe ich nur den Stand vom Haupt-NAS, und den von Backup-NAS. Das macht genau zwei Datenstände.

"Best Practices" stellen zwar eine Grundlinie dar, aber wenn etwas noch besser geht, dann sollte man sich da auch weiter entwickeln.

Aber!

Wenn ich (so wie der old-papa) einmal in der Woche mein Haupt-NAS auf mein Backup-NAS synchronisiere, dann lasse ich das auf gar keinen Fall automatisch machen.

Was ist denn, wenn ich mir auf dem Haupt-NAS so einen Verschlüsselungstrojaner eingefangen habe (d.h. ein Client ist davon befallen, und verschlüsselt auch die Shares) und man bemerkt das nicht schnell genug? Dann wird u.U. der ganze schadhafte Datenbestand völlig automatisch auf das Backup-NAS gespiegelt.

Ein ganz tolles Konzept.

Das passiert übrigens gerade "den Besten der Besten": https://www.heise.de/security/meldung/R ... 57047.html

da sind sicher ganz viele Leute dabei, die sich sklavisch an die "Best Practices" gehalten haben.

Sorry, aber ich bin zu lange in dem Geschäft tätig, als daß ich mich an diesen "Best Practices" stur fest klammere. Ich habe mit den gängigen Backup-Systemen (ja, auch Bandsystemen) gearbeitet, und kenne die Vor- und Nachteile. Meine Rechner (nicht die privaten) stehen verteilt in Bunkern, haben autonome Stromversorgungen und Löschsysteme. Ich habe Sicherheitskonzepte entwickelt, umgesetzt, und erfolgreich im praktischen Einsatz, und dabei rede ich nicht von ein paar Dutzend Büro-PCs.

Mich hat es immer geärgert, daß es für den Heimbereich nichts richtig Passendes gab. Mit NAS4Free hat sich das geändert, auch wenn es dafür noch keine GUI gibt (was kein Nachteil ist).

Das, was ich oben beschrieben habe, bezieht sich darauf, daß man sich einmal in der Woche um den Abgleich kümmern muß. Dabei schaut man dann auch etwas genauer hin. So lasse ich mir zuerst anzeigen, wieviel Daten übertragen werden sollen.

Beispiel:
Mein Haupt-NAS hat gerade einen Datenbestand von 6.78TB
In der letzten Woche haben sich 5,25 GB verändert, oder sind neu hinzu gekommen. Das passt genau.
Auf dem System befinden sich hundertausende Verzeichnisse und Einzeldateien, welche in 31 Datasets organisiert sind, und irgendwo dazwischen gab es ein paar Veränderungen.

Ratet mal, wie lange der Abgleich dauert, wenn man es mit zfs send/receive macht.

Keine zwei Minuten.

Zwei Minuten!!!

Da denke ich doch nicht mal ansatzweise darüber nach, dafür rsync zu benutzen. Vor allem, weil bei ZFS auf jeden Fall auch die Datenintegrität gewährleistet ist.

Zwei Minuten!!!

Noch etwas:
Die Befehle müssen nicht direkt auf der Konsole eingegeben werden.
Man braucht dafür keine zwei Monitore und Tastaturen. Wofür der old-papa dann noch zwei Mäuse braucht, weiß ich allerdings nicht ;-)

Nee, das geht ganz einfach über zwei ssh-Sessions, und der Verwendung des tmux-Befehls.
Die Übertragung läuft dann vollständig und direkt zwischen den beiden NAS ab. Ein Monitor-PC ist nicht nötig.
Der Stand der Übertragung kann jederzeit angezeigt werden.

Irgendwas werde ich vergessen haben, aber das kommt dann noch.

Grüße
Princo

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 09 Jul 2017 22:04
by Mike
Bewundernswert, welche Mühe sich ein Profi gibt, Amateure auf den rechten Weg zu führen. Danke, von jemand, der seine Backup´s immer noch "händisch" macht!
Gruß Mike

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 09 Jul 2017 22:05
by Digi-Quick
seit wann ignorert rsync das Änderungsdatum?
Das Änderungsdatum sollte bei änderung niemals dem Erstellungsdatum entsprechen.
Zurücksetzen tut man allenfalls das Erstellungsdatum - auf das ursprüngliche Speicherdatum aus den Metadaten der Datei, z.B. dem Aufnahmedatum aus den EXIF Informationen.
Wenn man natürlich einer Anwendung sagt, sie soll bei Inhaltsänderung das Äderungsdaum nicht anpassen, sage ich mal selber Schuld! ;)

USB ist aber immer noch weiter verbreitet als eSATA und bietet darüberhinaus den Vorteil, daß man zumindest bei 2,5" HDDs kein extra Netzteil braucht, das hat man bei der Spezifikation von eSATA zu ziemlich komplett vergessen.
Das USB im professionellem Umfeld nichts verloren hat, kannst du ja mal den zigtausen kleinen und mittelständischen Betrieben mitteilen.
Daß ihre Backuplösung nichst taugt bzw. vielzu billig ist und sie sich doch gefälligst ein Bandlaufwerk anschaffen sollen.

Ich habe auch noch keine Daten durch USB verloren, das Festplatten kaputtgehen können bleibt davon unberührt. Daß USB Platten auf Grund der mechanischen Beanspruchung (Transport etc.) hier etwas anfällger sind, pfeiffen die Spatzen vom Dach.

Welcher USB Controller entspricht denn nicht der jeweiligen USB Spezifikation??
Das Microsoft stillschweigend ohen Rücksprache den Support für ein älteres Handshake Protokoll in den neueren Betriebssystemen cancelt bzw. nich aufnlmmt, dafür kann weder das USB Konsortium, noch der Herteller verantwortlich gemacht werden. Hier wurde einfach mal "die heilige Kuh Abwärtskompaibilität" geschlachtet

"Man hat keinen klar definierten Stand des Datenbestandes"
Doch hat man, wenn das Backup in einer Zeit liegt, wo nicht gearbeitet wird. Daß selbiges nicht in allen Konstellationen und allen Anwendungen möglich ist, steht af einem andern Blatt. Da muß man dan dafür Sorge tragen, daß dieser Definierte Zustand auch hier vorliegt. Datenbanken, E-mailserver etc. kann man z.B. nicht einfach per rsync sichern, Die vorher erstellten Sicherungsdateien sehr wohl.


SNAPSHOT:
Ein Snapshot ist per Definition kein Backup, denn ein Backup leigt auf einem anderen Datenträger in einem andern Gehäuse und ist räumlich vom Ursprungssystem getrennt
Ein Snapshot ist per Definition die lokale Kopie eines Datenstandes - voherige Dateiversion.
JA, der Autsnap ist eine wichtige Abwehr gegen Verschlüsselungstrojaner - daher zusätzlich aktiv.

Ich jedenfalls habe hgenau ein Dataset und das ist 128 TB Groß, da sehe ich jederzeit und immer sofort, wie Voll das ist (Explodierer, Total Commander).
Achja: per GUI kann man Datasets nur aucf einem Pool anlegen, aber nicht im Dataset - da sehe ich keine Möglichkeit für Kind- und Enkel- Urenkel- usw. -datasets.

Automatisieren:
1. Morgens um 7:00 startet mein kleinr HTPC im Wohnzimmer und startet beide NASen per Batch via IPMI bzw. WOL und fährt dann wieder runter

2. Auf dem Quell NAs (Sever) sind 3 RSync-Module eingerichtet
3. auf dem Ziel NAS (Client) sind 3 Rsync Jobs eingerichtet, die mit einem Zeiversatz von ca. 1h automatisch die 3 Targets synchen.

4. beide Systeme werden via Shutdownscript heruntergefahren - wird per Cron gestartet
viewtopic.php?f=70&t=4830

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 09 Jul 2017 22:53
by old-papa
Oha, viel zu viel Text für ein Tablet.... Also hier auf einem Linux-Rechner weiter. (und ehrlich: ich habe nicht alles gelesen, mir schwirt dabei die Birne :? )

@Princo:
Mag ja sein, dass Du das so im Profiumfeld so machst, ich bin Amateur (und bisher rsync-Dummie) mit 2x NAS (seit neuestem) und bisher einem Rudel USB-Festplatten.
Gesichert habe ich bisher auf USB-Platten, aber nie am NAS-Computer selber, nein, immer über angeschlossene Rechner. Die 2TB-Grenze ist ja auch nicht neu, darum hatte ich bisher nur 2TB-Platten in den USB-Gehäusen. Inzwischen habe ich aber auch welche, die diese Schallgrenze wieder übersprungen haben, nutze ich aber derzeit noch nicht. Der Chipsatz in den Computern ist mir ziemlich Banane, wichtig ist das Dateisystem auf den Platten. Bisher hatte ich NTFS benutzt. Und selbst wenn ein USB-Gehäuse abkackt, die Platte ist in anderem Gehäuse oder Rechner noch immer lesbar.
eSATA habe ich zwar an 2 meiner Rechner und an zwei der USB-Gehäuse, doch eigentlich nie genutzt. Das ist halt nicht P&P, fällt also für mich komplett aus.

Wie schon geschrieben, habe ich das nach der verständlichen Anleitung von Kreuzberger gemacht, hat bestens geklappt. Auf den NAS habe ich zwar viele Unterverzeichnisse, aber alle in einem Dataset. Dieses habe ich gesichert und gut ist. Wie geschrieben, ich bin Amateur mit einem Regal voller PCs (meist Notebooks) und einem riesigen Stapel an Fotos (etwa 100.000-200.000) aus den letzten 26 Jahren berufsbegleitender Fotoarbeit. Dazu dann noch gut 300.000 Musiktitel (von Abba bis Zappa, habe gerade ausgedünnt) für gelegentliche Muggen ;) Das Zeugs ist mir heilig und es kommt immer noch was dazu. Genau wie meine ganzen Sammlungen an Schaltunterlagen, Datenblättern, Projekten und Zeitschriften aus den Bereichen Elektronik, Metallbau, Maschinenrestauration und anderes.
Auf diesen ganzen Mist greife ich halt mit unterschiedlichen Rechnern zu, bei Musik auch mal von außerhalb (selbt vom Schiff aus)

Natürlich hat die Sicherung vorhin "etwas" mehr als 2 Minuten gedauert, aber alles ist mit korrektem Datum, Rechten und weis der Geier auf dem BackUp-NAS gelandet. Ich musste mich auch nicht mit 2x Monitor und Tastatur auf den Dachboden begeben, das ging ganz bequem vom Sofa aus ;)
Und irgendwelche Operationen mit Zwischenfestplatte wären für mich als Amateur (sagte ich das schon? :lol: ) Overkill ;)

Jetzt muss ich mich nur noch um automatischen Ablauf kümmern, im einfachsten Fall eine Schaltuhr :mrgreen:

Old-Papa

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 10 Jul 2017 01:26
by Princo
Digi-Quick wrote:seit wann ignorert rsync das Änderungsdatum?
Davon habe ich nichts geschrieben. Ich habe den Begriff "Dateidatum" verwendet, und dabei nicht zwischen dem Erstellungsdatum und dem Veränderungsdatum unterschieden. Unter unixoiden Betriebssystemen wird fast ausschließlich nur das Änderungsdatum betrachtet. Es gibt sogar sehr weit verbreitete OS, die das Erstellungsdatum gar nicht auswerten können (z.B. Ubuntu).

USB mag zwar weit verbreitet sein, aber es wurde ursprünglich zum Anschluß von Tastaturen und Mäusen entwickelt. Dadurch hat es einige Geburtsfehler, und das wäre beispielsweise die fehlende Übermittlung von S.M.A.R.T.-Werten.
Digi-Quick wrote:Welcher USB Controller entspricht denn nicht der jeweiligen USB Spezifikation??
Hier ein Artikel zum Einstig in die Problematik: http://kefk.org/blog/2010/09/23/smart_w ... b_auslesen

Hier eine Liste von USB-Devices, bei denen das nicht funktioniert: https://www.smartmontools.org/wiki/Supp ... tedDevices
Digi-Quick wrote:Das USB im professionellem Umfeld nichts verloren hat, kannst du ja mal den zigtausen kleinen und mittelständischen Betrieben mitteilen.
Daß ihre Backuplösung nichst taugt bzw. vielzu billig ist und sie sich doch gefälligst ein Bandlaufwerk anschaffen sollen.
Diese Aufgabe überlasse ich gerne den Verkäufern.

Eine gute Backup-Lösung muß nicht teuer sein. So ein HP Microserver kostet nur 200€ zzgl. Festplatten. Mit dem richtigen Konzept dazu, ist das schon eine gute Lösung.

Ein Verkäufer verkauft dir aber immer nur das, woran er selber gut verdient. Mich interessieren aber nur die wirklich guten Lösungen, und die lassen sich mit recht einfachen Mitteln erreichen.
Digi-Quick wrote:"Man hat keinen klar definierten Stand des Datenbestandes"
Doch hat man, wenn das Backup in einer Zeit liegt, wo nicht gearbeitet wird.
Richtig, deswegen hatte ich ja auch geschrieben, daß dieses Argument für den Heimeinsatz nicht ganz so relevant ist.
Digi-Quick wrote:Datenbanken, E-mailserver etc. kann man z.B. nicht einfach per rsync sichern, Die vorher erstellten Sicherungsdateien sehr wohl.
NAS4Free ist kein System, auf dem Datenbanken oder E-Mailserver betrieben werden sollten. Das steht auch so in der Doku.
Aber selbst wenn man es so betreiben würde, dann könnte man diese Dienste kurz herunterfahren, einen Snapshot machen, und die Dienste wieder aktivieren. Das würde nur wenige Augenblicke dauern. Das Backup könnte dann mit zfs send/receive laufen, ohne die Dienste zu beeinträchtigen.
Digi-Quick wrote:Ein Snapshot ist per Definition kein Backup, denn ein Backup leigt auf einem anderen Datenträger in einem andern Gehäuse und ist räumlich vom Ursprungssystem getrennt
Ich habe auch nicht behauptet, daß ein Autosnapshot ein Ersatz für ein räumlich getrenntes Backup ist. Allerdings wird man im Tagesgeschäft in 99,9% der Fälle nicht auf das echte Backup zurückgreifen müssen, da sich versehentlich gelöschte Dateien aus dem Snapshot wieder herstellen lassen werden. Selbst Microsoft hat das erkannt, und bietet diese Funktion als "Schattenkopie" an (und das funktioniert dann sogar mit NAS4Free zusammen).
Digi-Quick wrote:Achja: per GUI kann man Datasets nur aucf einem Pool anlegen, aber nicht im Dataset - da sehe ich keine Möglichkeit für Kind- und Enkel- Urenkel- usw. -datasets.
Nur weil es dafür keinen Extra-Menüpunkt gibt, heißt es nicht, daß diese Funktion nicht existiert.

Du suchst dir einfach ein bestehendes Dataset heraus, und legst ein neues Dataset mit folgender Namenskonvention an:

"Name des bestehenden Datasets"/"Unterdatasetname" (natürlich ohne die ")

Ja, so simpel ist das. Und da funktioniert das dann auch mit den rekursiven Snapshots.
Digi-Quick wrote:Ich jedenfalls habe hgenau ein Dataset und das ist 128 TB Groß, da sehe ich jederzeit und immer sofort, wie Voll das ist (Explodierer, Total Commander).
Ich habe auf meinen NAS-Systemen 30 und 40 Datasets, weil ich eine sehr strukturierte Ablage habe, und sich diese Einteilung als sehr sinnvoll erwiesen hat. Da sich die Datasets den gesamten Speicherplatz teilen, habe ich auch immer einen Überblick, wie voll mein Pool gerade ist. Ich kann aber jederzeit einzelne Datasets auf andere Systeme oder Pools transferieren, falls es mal eng werden sollte.
Hätte ich alle Daten nur in einem Dataset, wäre das etwas mühsamer.
Früher habe ich das genau so gemacht wie du.

Ich hoffe, daß ich auf deine Anmerkungen zufriedenstellend antworten konnte.

Es gibt aber eine Sache, die ich nicht so recht verstehe:
Kennst du überhaupt die Funktionsweise von zfs send/receive? Hast du das selbst schon mal ausprobiert?
Für mich kommt das gerade so rüber, als ob du vehement den Einsatz von rsync verteidigst, ohne aber den alternativen Einsatz von zfs send/receive zu kennen.

Natürlich hat rsync seine Berechtigung, wenn man zwischen zwei Systemen einen Abgleich durchführen möchte, und es keine bessere Lösung dafür gibt.
Aber bei ZFS gibt es eben diese bessere Lösung. Und die ist nicht nur ein wenig besser, sondern eklatant überlegen. Warum sollte man dann rsync vorziehen?

Grüße
Princo

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 10 Jul 2017 02:08
by Princo
old-papa wrote:
09 Jul 2017 22:53
@Princo:
Mag ja sein, dass Du das so im Profiumfeld so machst, ich bin Amateur (und bisher rsync-Dummie) mit 2x NAS (seit neuestem) und bisher einem Rudel USB-Festplatten.
Daß ich "Profi" bin, ist nur insofern relevant, daß ich dadurch einen etwas anderen Blickwinkel auf die Sache habe.
Auch als "Profi" kann ich in meinem privaten Heim-Einsatz nicht beliebig viel Hardware-Gedöns hinstellen.
Gerade bei deinem Verwendungszweck (mit den zigtausenden Bildern) ist die von mir beschriebene Sicherungsart nicht nur sinnvoll, sondern sogar zwingend notwendig.
Auch ich fotografiere sehr viel. Zwar noch nicht 26 Jahre lang, aber in den letzten 10 Jahren mit steigender Intensität. Gerade das war für mich der Grund, nach einem System zu suchen, welches mir die größtmögliche Datensicherheit zu vertretbaren Kosten bietet.

Dabei sind sämtliche Profi-Lösungen im NAS-Bereich bei mir durchgefallen. Erst bei NAS4Free (früher FreeNAS) habe ich etwas gefunden, was diesen Ansprüchen genügt.
old-papa wrote:
09 Jul 2017 22:53
Gesichert habe ich bisher auf USB-Platten, aber nie am NAS-Computer selber, nein, immer über angeschlossene Rechner. Die 2TB-Grenze ist ja auch nicht neu, darum hatte ich bisher nur 2TB-Platten in den USB-Gehäusen. Inzwischen habe ich aber auch welche, die diese Schallgrenze wieder übersprungen haben, nutze ich aber derzeit noch nicht. Der Chipsatz in den Computern ist mir ziemlich Banane, wichtig ist das Dateisystem auf den Platten. Bisher hatte ich NTFS benutzt. Und selbst wenn ein USB-Gehäuse abkackt, die Platte ist in anderem Gehäuse oder Rechner noch immer lesbar.
Als "Profi" habe ich leider immer wieder mit Leuten zu tun, bei denen das dann halt doch nicht so glatt funktioniert hat, und bei denen die externe Festplatte auf einmal leer war, obwohl sie nix daran gemacht haben.
old-papa wrote:
09 Jul 2017 22:53
eSATA habe ich zwar an 2 meiner Rechner und an zwei der USB-Gehäuse, doch eigentlich nie genutzt. Das ist halt nicht P&P, fällt also für mich komplett aus.
Plug and Play ist eine andere Baustelle, aber ich verstehe was du meinst.
old-papa wrote:
09 Jul 2017 22:53
Wie schon geschrieben, habe ich das nach der verständlichen Anleitung von Kreuzberger gemacht, hat bestens geklappt. Auf den NAS habe ich zwar viele Unterverzeichnisse, aber alle in einem Dataset. Dieses habe ich gesichert und gut ist. Wie geschrieben, ich bin Amateur mit einem Regal voller PCs (meist Notebooks) und einem riesigen Stapel an Fotos (etwa 100.000-200.000) aus den letzten 26 Jahren berufsbegleitender Fotoarbeit.
Sorry, aber die Unterscheidung zwischen "Profi" und "Amateur" ist hier nicht hilfreich. Für mich macht es keinen Unterschied, ob ein System die millionenschwere Dateien einer Firma sichert, oder die unersetzlichen Fotos eines Fotografen. Beides hat für mich den gleichen Stellenwert, und ich werde in beiden Fällen die gleiche sorgfältige Lösung vorschlagen, da sie sich finanziell auch gar nicht voneinander unterscheidet.
old-papa wrote:
09 Jul 2017 22:53
Natürlich hat die Sicherung vorhin "etwas" mehr als 2 Minuten gedauert, aber alles ist mit korrektem Datum, Rechten und weis der Geier auf dem BackUp-NAS gelandet.
Die zwei Minuten bezogen sich auch nicht auf einen Erstabgleich, sondern auf einen inkrementellen Abgleich. Das ist ein Unterschied.
old-papa wrote:
09 Jul 2017 22:53
Ich musste mich auch nicht mit 2x Monitor und Tastatur auf den Dachboden begeben, das ging ganz bequem vom Sofa aus ;)
Das wäre auch bei meiner Lösung so gewesen.
old-papa wrote:
09 Jul 2017 22:53
Und irgendwelche Operationen mit Zwischenfestplatte wären für mich als Amateur (sagte ich das schon? :lol: ) Overkill ;)
Das ist nur eine zusätzliche Option. Das muß man nicht machen. Aber in den Fällen, wo man das einsetzen MUSS, ist diese Möglichkeit bares Geld wert.
old-papa wrote:
09 Jul 2017 22:53
Jetzt muss ich mich nur noch um automatischen Ablauf kümmern, im einfachsten Fall eine Schaltuhr :mrgreen:
Und woher weißt du, daß der Backup-Job fertig durchgelaufen ist?

Grüße
Princo

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 10 Jul 2017 18:19
by old-papa
Princo wrote:
10 Jul 2017 02:08

Daß ich "Profi" bin, ist nur insofern relevant, daß ich dadurch einen etwas anderen Blickwinkel auf die Sache habe.
Auch als "Profi" kann ich in meinem privaten Heim-Einsatz nicht beliebig viel Hardware-Gedöns hinstellen.
Gerade bei deinem Verwendungszweck (mit den zigtausenden Bildern) ist die von mir beschriebene Sicherungsart nicht nur sinnvoll, sondern sogar zwingend notwendig.
Warum zwingend? Für mich ist das Backup als Sicherung wichtig. Welchen Weg ich einschlage ist doch dabei wurscht. Klappen muss es ;)
Princo wrote:
10 Jul 2017 02:08
Als "Profi" habe ich leider immer wieder mit Leuten zu tun, bei denen das dann halt doch nicht so glatt funktioniert hat, und bei denen die externe Festplatte auf einmal leer war, obwohl sie nix daran gemacht haben.
Also ehrlich: wer eine Diskette bespielen kann, sollte doch auch mit einer USB-Platte klarkommen. Defekte Platten kommen immer mal vor, doch im PC hatte ich schon mehr davon als im USB-Gehäuse (eigentlich noch nie).
Princo wrote:
10 Jul 2017 02:08
Sorry, aber die Unterscheidung zwischen "Profi" und "Amateur" ist hier nicht hilfreich. Für mich macht es keinen Unterschied, ob ein System die millionenschwere Dateien einer Firma sichert, oder die unersetzlichen Fotos eines Fotografen. Beides hat für mich den gleichen Stellenwert, und ich werde in beiden Fällen die gleiche sorgfältige Lösung vorschlagen, da sie sich finanziell auch gar nicht voneinander unterscheidet.
Ok, da geh ich mit. Allerdings muss das auch einfach händelbar sein. Wenn ich jedesmal zum BackUp erst in ManPages blättern muss, lass ich das ganz.
Princo wrote:
10 Jul 2017 02:08
Die zwei Minuten bezogen sich auch nicht auf einen Erstabgleich, sondern auf einen inkrementellen Abgleich. Das ist ein Unterschied.
Ok, hatte ich falsch verstanden ;)

Princo wrote:
10 Jul 2017 02:08
Und woher weißt du, daß der Backup-Job fertig durchgelaufen ist?
Grüße
Princo
Na wenn die "zwei Minuten" rum sind :mrgreen:
Im Ernst: Der Erstabgleich hat einige Stunden gedauert, gut 100MB/Sek. Der Folgeabgleich sollte nach normalem Datenabgleich keine Stunde dauern (eher wirklich zwei Minuten). Gebe ich der Kiste noch 1-2 Stunden Bedenkzeit ist alles im Lot.
Runterfahren per Cron-Job sollte ja klappen, nur zum festgelegten Termin wieder starten ist mir noch unklar. Beim Gen8 ginge da sicher was (iLO ist ja immer an) doch beim Gen7?.... Ich muss mich mal durchs BIOS wühlen (irgendwas mit ACPI?)

Old-Papa

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 10 Jul 2017 22:45
by Digi-Quick
@Princo,
kann man das mit den Kind Dasets auch nachträglich einrichten?
Ich habe im Prinzip 11 "Hauptverzeichnisse" (im Rootverzeichnis vom Dataset), von denen 3 gesichert werden, alle weiteren Verzeichnisse sind "unwichtig" (im Falle eines Falles brauche ich halt das Beißholz)

Dann hätte ich ein "Hindernis" aus dem Weg mich mit ZFS Sed/Receive zu befassen.

@papa
der G7 geht per WOL zu wecken - allerdings nicht mit 4F Version 11

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 11 Jul 2017 08:51
by spy0r
Da das Ganze sich hier in einer Backup-Grundsatzfrage entwickelt hat - Und wir hier offensichtlich Profis dabei haben - Wollte ich meine "Backupstrategie" auch mal zur Diskussion stellen. Ich lerne gerne.

Ich erstelle aktuell (automatisch) mitternächtliche Snapshots meines ZFS Pools, welche 30 Tage gültig sind. Desweiteren synchronisiere ich die Datasets nächtlich via rsync (automatisch, mit "-a") auf einen UFS Datenträger (im selben System).

Aus meiner Sicht habe ich folgende Nachteile:
- Alle Daten im selben System, d.h. Feuerschaden = alles weg. Um diese Wirkung zu schwächen, sichere ich händisch mit Hilfe eines Scripts empfindliche Daten auf mein Thinkpad (verschlüsselt)

Aus meiner Sich habe ich folgende Vorteile:
- Versehentliches Datenlöschen kann ich 30 Tage lang über die Snapshots wieder holen
- Verschlüsselungstrojaner kann ich 30 Tage lang über die Snapshots beseitigen
- Selbst wenn ich 30 Tage nichts merken sollte, habe ich noch mein Datengrab in Form der Archivfestplatte, welche nie irgendwas überschreibt, daher sollten dort jeweils auch noch varianten der unverschlüsselten Datei liegen
- Im Falle eines kompletten Pool-Crashes (warum auch immer) hab ich zumindest immer noch alle Daten auf der Archivfestplatte
- Sollte Archivfestplatte und Pool gleichzeitig crashen, hab ich noch die sensiblen Daten auf dem Thinkpad

Ich denke das ist für einen Heimanwender, dem es eigentlich auch hauptsächlich um Fotos geht, ausreichend und wesentlich mehr als der normale Consumer. Wie ist diese Strategie aus Profi-Sicht aus? Vernünftig oder No-Go?

Danke & Gruß

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 11 Jul 2017 09:28
by old-papa
Hallo,
wie Du ja selber feststellst, ist ein Backup innerhalb des selben Gerätes eher witzlos. Gerät weg (Feuer, geklaut, Blitzschlag...) Daten weg. Gegen eigene Blödheit (falsche Daten gelöscht) hilft ein Snapshot, das wars aber auch ;)
Ahf ein externes Gerät sichern ist also angesagt, doch auf einem solchen Gerät sollte nicht noch gearbeitet werden. (wegen eigener Blödheit und so... ;)) Das Teil gehört zumindest abgestöpselt irgendwo gut untergebracht. Ich nutze für sowas ordentliche HDs im USB-Gehäuse, klappt schon. Verschlüsselt habe ich privat noch nie was, warum auch? Dienstliche Daten hatte ich auch auf USB, diese dann allerdings verschlüsselt (erfolgte mit 256bit AES? im Gehäuse selber). Allerdings war auch dieser Rechner (Notebook) komplett verschlüsselt, vor allem wegen eventuellem Verlust ;)

Old-Papa

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 11 Jul 2017 10:02
by spy0r
Erst Mal danke für deine Meinung, zu den Punkten muss ich aber jeweils doch noch was los werden:
old-papa wrote:
11 Jul 2017 09:28
wie Du ja selber feststellst, ist ein Backup innerhalb des selben Gerätes eher witzlos. Gerät weg (Feuer, geklaut, Blitzschlag...) Daten weg.
Habe ich so weder geschrieben, noch gemeint - Ein Backup im gleichen System ist immer noch besser als kein Backup. Selbst ein ZFS-Pool kann sich in Luft auflösen.
Um dem zusätzlich entgegenzuwirken, gibt es ja noch das Thinkpad (verschlüsselt, weil ich es oft außer Haus dabei habe).
old-papa wrote:
11 Jul 2017 09:28
Gegen eigene Blödheit (falsche Daten gelöscht) hilft ein Snapshot, das wars aber auch ;)
Auch das will ich so nicht bestätigen, ein Snapshot kann eben auch gegen fremde Dummheit == Verschlüsselungstrojaner helfen (uvm).
old-papa wrote:
11 Jul 2017 09:28
Ahf ein externes Gerät sichern ist also angesagt, doch auf einem solchen Gerät sollte nicht noch gearbeitet werden. (wegen eigener Blödheit und so... ;))
Meiner Meinung nach darf auf einem derartigen Gerät, in meinem Falle das Thinkpad, durchaus gearbeitet werden. Dein Backupscript sollte nur clever genug sein, die Daten schreibzuschützen (chattr +i DATEI).
old-papa wrote:
11 Jul 2017 09:28
Ich nutze für sowas ordentliche HDs im USB-Gehäuse, klappt schon.
"Klappt schon" und "USB HDs" sind für meinen Geschmack zwei Fehler in diesem Satz


Offensichtlich gibt es tatsächlich einige Unterschiede in den jeweiligen Vorgehensweisen, daher bin ich auf die Rückmeldung von Princo gespannt ;)

Gruß,
Stefan

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 11 Jul 2017 10:58
by old-papa
Ja, ein Snapshot hilft noch gegen mehr, ohne Frage. (Blödheit war ja nur ein Beispiel aus eigener Erfahrung)

Wenn sich der ZFS-Pool auflöst, hilft da wirklich noch der Snap?

Verschlüsselungstrojaner: hatte ich (Gott seis getrommelt) noch nie. Hilft hier wirklich ein Snap?

Ein Backup gehört immer abgestöpselt irgendwo sicher aufbewahrt, das schließt gleichzeitiges Arbeiten auf diesem Gerät ja aus. Wenn die Backup&Arbeitskiste geklaut wird, abfackelt, vom Blitz getroffen,,,, wird, dann nutzt auch das verschlüsselte Backup darauf absolut nix. Dann kannst Du nur hoffen, dass nicht gleichzeitig Dein Datengrab (NAS) mit seinem Eigenbackup gehimmelt wird. Bei Feuer (und Löschwasser!), Blitzschlag usw. ist aber genau das sehr wahrscheinlich.
Nein, das Backup gehört immer auf separates Medium (kommen ja heute fast nur noch HDs infrage) und wenn man kann, sogar außer Haus. Ob die Daten auf dieses nun per USB, FW, eSATA oder mit der Schippe geschaufelt werden, ist dabei doch völlig Banane!
Früher war ich überzeugter DVD-RAM-Verfechter (heute auch noch), doch die Datenmengen sind bei mir irre angestiegen. Einiges habe ich daruf aber noch immer, ich hoffe die Lesegeräte halten durch.
Genau das ist immer ein Problem. Bei einer Festplatte kann das Lesegerät (also deren Elektronik) defekt gehen, ja, bei anderen Medien fehlt es meist irgendwann am Lesegerät. Ich habe noch stapelweise Quick- und DAT-Bänder, die Lesegeräte sind längst überflüssig (SCSI und IDE...) bzw. defekt.
Old-Papa

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 11 Jul 2017 11:07
by spy0r
old-papa wrote:
11 Jul 2017 10:58
Ja, ein Snapshot hilft noch gegen mehr, ohne Frage. (Blödheit war ja nur ein Beispiel auseigener Erfahrung)
Wenn sich der ZFS-Pool auflöst, hilft da wirklich noch der Snap?
Nein, aber die Backupplatte im gleichen System
old-papa wrote:
11 Jul 2017 10:58
Verschlüsselungstrojaner: hatte ich Gott seis getrommelt noch nie. Hilft hier wirklich ein Snap?
Ja!
old-papa wrote:
11 Jul 2017 10:58
Ein Backup gehört immer abgestöpselt irgendwo sicher aufbewahrt, das schließt gleichzeitiges Arbeiten auf diesem Gerät ja aus.
Prinzipiell geb ich dir hier recht, aber auch hier gehe ich irgendwie lieber das Risiko ein das regelmäßige Backup vom Backup (Regelmäßig manuell, aber einfach zu handhaben, weil ein Klick==Thinkpad) zu verlieren, geklaut zu bekommen, was auch immer, als zu faul zu sein die Backup-Datenträger aus dem Hochsicherheitstresor zu holen und das Backup auf den vielzitierten St. Nimmerleinstag zu verschieben.

Besser geht immer, aber wo hört Backup auf und fängt Paranoia an? Die Frage hab ich mir schon oft selber gestellt...

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 11 Jul 2017 11:23
by old-papa
spy0r wrote:
11 Jul 2017 11:07
....
Prinzipiell geb ich dir hier recht, aber auch hier gehe ich irgendwie lieber das Risiko ein das regelmäßige Backup vom Backup (Regelmäßig manuell, aber einfach zu handhaben, weil ein Klick==Thinkpad) zu verlieren, geklaut zu bekommen, was auch immer, als zu faul zu sein die Backup-Datenträger aus dem Hochsicherheitstresor zu holen und das Backup auf den vielzitierten St. Nimmerleinstag zu verschieben.
Genau darum möchte ich das ja per rsync (oder was auch immer) halbwegs automatisieren. Ja, das BackUp-NAS könnte ich in die Werkstatt stellen (separates Gebäude), doch dahin müsste ich erst LAN legen.... Also steht dieses (noch) im gleichen Haus und ist sozusagen das "NormalBackUp". Die wichtigsten Daten lagere ich dennoch auf HD außerhalb meines Hauses in altem "Panzerschrank" (sagte ich ja schon). Nicht wegen klauen, eher wegen feuer- und löschwasserfest (ja, nur halbwegs) :mrgreen:
spy0r wrote:
11 Jul 2017 11:07
Besser geht immer, aber wo hört Backup auf und fängt Paranoia an? Die Frage hab ich mir schon oft selber gestellt...
Das frage ich mich auch manchmal, meine Frau schüttelt den Kopf :lol:

Old-Papa

Übrigens:
Mit USB-Platte meine ich keine dieser billigen Platten, die den USB-Controller schon auf der HD-Platine haben, sondern ganz normale und solide externe 3,5" Gehäuse mit USB-Anschluss.

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 16 Jul 2017 13:57
by kreuzberger
Mahlzeit,

irgendwann habe ich aufgehört der Diskussion intensiv zu folgen. ich kann da nur den kopp schütteln.

vor allem: KEIENR HAT MICH WEGEN MEINER TOLLEN ANLEITUNG GELOBT. :cry:

@Princo:

Schreib uns doch bitte eine tolle anleitungmit allem dran und drum zu deinem Konzept mit ZFS, dann kann jeder der mag es ausprobieren und für sich entscheiden, ob es für seine Anwendung prima ist.
Kein Mensch hier kennt sich so perfekt mit dem ZFS aus dass man da solchen "speziell effects" hin bekommt. Auch ich nicht. Ich finde es interessant, aber ich kann es genau so wenig wie die meisten anderen hier wirklich beurteilen.

Ran an die Tasten, los gehts!

Kreuzberber.

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 16 Jul 2017 13:59
by kreuzberger
ach ja: man sollte die Diskussion nicht vermischen mit "händischem" Backup und Automatischem Backup MIT der Diskussion um ZFS Funktionalität und rsync. Das sind zwei verschiedene Schuhe.

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 16 Jul 2017 15:12
by old-papa
kreuzberger wrote:
16 Jul 2017 13:57
....
vor allem: KEIENR HAT MICH WEGEN MEINER TOLLEN ANLEITUNG GELOBT. :cry:
...
Kreuzberber.
Doch, ich bei #11, aber sparsam ;)

Allerdings habe ich noch mit der Zeit Probleme. Zum Test habe ich täglich um 11.00 Uhr eingestellt und das NAS ca. 15Min. vorher eingeschaltet. Nichts, es passiert einfach nichts! Die Uhrzeit ist im richtigen Format und auch die richtige Zeitzone (EU/Berlin). Nur wenn ich unten auf "Jetzt ausführen" klicke wird das gestartet. Aber eben "nur jetzt...." danach nie wieder.

Wo kann der Bug sein?

Old-Papa

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 16 Jul 2017 15:37
by kreuzberger
Hi Old-Papa,

puuu, du stellst Fragen........

1.: Guck im Bios/Setup welche Zeit BEIDE Rechner haben. Sie sollte eng beieinander sein.
2.: Das Einschalten der Rechner sollte ggf noch früher vor dem eingestellten Backup-Start liegen.
3.. Zeiteinstellungen noch mal kontrollieren. Ist Tag, Woche, Monat, Jahr etc sinnvoll?

Kreuzberber

Re: rsync? Anleitung für Dummies... ;-)

Posted: 16 Jul 2017 15:48
by kreuzberger
Und zur Backup-Sicherheit:

Ich schlage vor, dass es alle machen wie ich:

Meine Backup-Server stehen über einen Laserstrahl verbunden auf dem Mond. Da sie da wegen der Planetendrehung nur zeitweise erreichbar sind liegt noch eine Kupferleitung parat, die ich mit einem Plasma-Energie-Pfeil hoch schiessen kann.
Weitere Backupserver (falls jemand den Mond sprengt) habe ich bei Mutti in den Schrebergarten vergraben (neben den Erdbeeren, andere Stellen gern, wenn diese singfrei begründet werden), natürlich so einbetoniert, dass die Atom-Sicher gekapselt sind.

Natürlich habe ich bei einem Dienstleister mit einem Stillgelegten Bergwerk noch mal in 2000m Tiefe eine Speicherparzelle gemietet.

Und noch on the top habe ich einen 08/15 USB Stick an meinem Fahrradschlüssel.

So lassen sie die Katzenbildchen meiner Mutti am sichersten aufbewahren.

Kreuzberber