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Schritt für Schritt

Posted: 22 Apr 2013 19:50
by seller
so jetzt habe ich meine Platten, Nas4Free ist auf dem Flashspeicher installiert, Netzverbindung steht.
Aber wie richte ich nun ein ZFS-Z1 ein, egal was ich mache immer heißt es ich soll erst den Pool einrichten, aber wie?
Hat jemand ne Schritt für Schritt Anleitung für mich? Alles was ich finde ist in englisch damit komm ich nicht weiter...

Gruß
Seller

Re: Schritt für Schritt

Posted: 23 Apr 2013 00:11
by Princo
Das mit den fehlenden Englischkentnissen ist leider ein echtes Problem. Ist da wirklich gar nichts vorhanden, oder bist du dir einfach nur unsicher?

Es gibt im Wiki eine recht gute Anleitung für die Einrichtung eines RaidZ1 (natürlich auf Englisch): http://wiki.nas4free.org/doku.php?id=do ... &s[]=iscsi

Der für dich relevante Part geht vom Anfang bis zu dem Punkt "Create an iSCSI target" (der nicht mehr relevant ist).

Danach kannst du Datasets einrichten.

Kommst du mit dieser Anleitung klar?

Re: Schritt für Schritt

Posted: 23 Apr 2013 16:16
by seller
@ Princo,
danke für den Tipp, dafür hat mein 40 Jahre altes Schulenglisch gerade noch gereicht :lol:
Soweit hab ich es jetzt, jetzt mache ich mich an die Freigaben, User und Gruppen, das wird schon irgendwie gehen.
Muss aber noch mal nachfragen mit dem ZFS Raidz1 bin ich jetzt soweit auf der sicheren Seite, dass eine Platte abrauchen kann und ich keine Daten verliere, ok?

:!:
Festplatten1.jpg
:!:
systeminfo1.jpg
Gruß
Seller

Re: Schritt für Schritt

Posted: 23 Apr 2013 19:19
by Princo
seller wrote:@ Princo,
danke für den Tipp, dafür hat mein 40 Jahre altes Schulenglisch gerade noch gereicht :lol:
Soweit hab ich es jetzt, jetzt mache ich mich an die Freigaben, User und Gruppen, das wird schon irgendwie gehen.
DATASETS!!! Du fängst mit Datasets an. Deine Daten solltest du nur in Datasets speichern. Du wirst später merken, warum das sinnvoll ist.
Muss aber noch mal nachfragen mit dem ZFS Raidz1 bin ich jetzt soweit auf der sicheren Seite, dass eine Platte abrauchen kann und ich keine Daten verliere, ok?
Höhö, das hättest du gerne :twisted:

Im Prinzip stimmt das, aber genau genommen hast du nur ein paar Wahrscheinlichkeiten positiv beeinflußt.
Wenn dir eine Platte abraucht, dann sind deine Daten noch da. Du solltest dafür jedoch alle paar Wochen/Monate mal einen Scrub-Lauf auf deinem Pool durchführen, damit das auch gewährleistet ist.

Sollte eine Platte abrauchen (und das kann tatsächlich passieren), dann würde ich das NAS erst wieder nutzen, wenn die Ersatzplatte da ist.

Den Austausch einer Platte sollte man irgendwann mal geübt haben. Zur Not mit Hilfe einer virtuellen Maschine. Das hilft im Ernstfall einen kühlen Kopf zu bewahren.

Ein RaidZ1 hilft gegen den Ausfall einer Festplatte, aber nicht gegen andere Widrigkeiten wie Feuer, Diebstahl, Wasserschaden, Blitzschlag/Überspannungen, oder auch die eigene Dusseligkeit.

Ein Raid ist kein Ersatz für ein Backup. Ich empfehle grundsätzlich den Betrieb eines Backup-NAS,

Grüße

Edit: Dein NAS kann mehr Speicher vertragen. Rüste das mal auf 8GB-RAM hoch, besser: Nimm gleich das Maximum, was dein Board verkraftet.

Re: Schritt für Schritt

Posted: 23 Apr 2013 20:42
by seller
Hi Princo,
dasmit den datsets habe ich nur soweit verstanden, dass das wohl sowas wie festgelgte verzeichnisse für user sind, stimmts?
Was für vorteile hat das?
Im moment ist mir nicht klar warum ich verschiedeneuser einrichten soll, denn hier muss/ will jeder auf alle daten zugreifen können.
Ich griege z. Zt. Nicht mal die netzverbindung hin, mein windows erkennt das nas4free als server aber das wars schon....???

Zu deinem vorschlag mit nem backupnas oder wie du in dem anderen post geschrieben hast sogar drei nas einzustzen werde ich in betracht ziehen, ist natürlich auch ne geldfrage.... Das kann ich nur langfristig umsetzen.

Im moment werde ich das risiko mit einem nas eingehen und ein zweites für backups planen

Ich muss aber so langsam wieder in die pötte kommen, meine scheffin will mal wieder vernünftig arbeiten ohne hin und herkopierei :D

Kannst du mir mit den datasets und einrichtung der user noch mal helfen?

Gruß
Seller

Re: Schritt für Schritt

Posted: 24 Apr 2013 02:46
by Princo
seller wrote:Hi Princo,
dasmit den datsets habe ich nur soweit verstanden, dass das wohl sowas wie festgelgte verzeichnisse für user sind, stimmts?
Nein, man "kann" sie zwar dafür benutzen, aber eigentlich haben sie eher den Charakter von Festplattenpartitionen. So kann man für die einzelnen Datasets unterschiedliche Attribute vergeben. Man kann sie z.B. individuell auf eine Maximalgröße beschränken, oder verschiedene Kompressionsgrade einstellen (wovon ich anfangs erstmal abraten würde).
Eine der wichtigsten Eigenschaften ist jedoch, daß man Datasets einzeln oder auch rekursiv snapshooten (einfrieren) kann.

Das mag dir jetzt noch nicht soviel sagen, und auch etwas verwirrend sein (weil die Datasets erstmal wie ganz normale Verzeichnisse aussehen), aber glaub mir, es ist sehr clever, seine Daten von Anfang an in Datasets zu organisieren.
Was für vorteile hat das?
Himmel, wo soll ich da nur anfangen?
Gut, ich versuche es: Zuallererst bringen dir die Datasets Struktur in deine Daten. Im Heimbereich würde man z.B. einzelne Datasets für Musik, Filme, Software, Downloads und persönliche Daten anlegen (nur als Beispiel). Da die Datasets wie Verzeichnisse aussehen, kann man auch leicht die einzelnen Freigaben darauf erstellen.
Nun kann man für die Datasets einstellen, ob sie überhaupt gemounted werden sollen.
Angenommen, man hat ein Dataset nur für "Erwachsenen-Filme" eingerichtet, dann kann man das halt bei Bedarf an- oder abknipsen. (Sorry für das Beispiel, aber so kann ich es am einfachsten erklären).

Oder ein anderes Szenario: Angenommen, du hast 6TB Kapazität auf dem NAS, und möchtest für das Backup deiner Wakstations 3TB reservieren. Wenn du nun ein Backup-System hast, was den ihm zugewiesenen Platz intelligent verwaltet, dann kannst du mit den Datasets sicherstellen, daß dir das Backup-System nicht das gesamte NAS vollschreibt.

Das sind jetzt nur einige Beispiele gewesen, es gibt noch viel mehr Szenarien, in denen die Organistation in Datasets Vorteile bietet. Es gibt allerdings kein Szenario, in denen dir Datasets Nachteile bringen werden.
Im moment ist mir nicht klar warum ich verschiedeneuser einrichten soll, denn hier muss/ will jeder auf alle daten zugreifen können.
Autsch, an dieser Stelle wird es gefährlich. NAS4Free ist mit den Standardeinstellungen als absolut offenes System eingerichtet. Das ist für den Heimbereich sehr bequem, weil man sich nicht mit Zugriffsrechten befassen muß, aber im geschäftlichen Einsatz kann das sehr böse enden.
Beispiel: Ihr habt einen sehr netten Kunden bei euch sitzen, der ganz höflich nach eurem WLAN-Passwort fragt, weil er mit seinem Laptop in Internet möchte, um seine Mails zu checken. Sobald der in eurem Netz ist, kann er auch auf alle Daten vom NAS zugreifen. Ist das gewollt?
Ich griege z. Zt. Nicht mal die netzverbindung hin, mein windows erkennt das nas4free als server aber das wars schon....???
Ich werde morgen mal ein paar Screenshots hochladen, die das beschreiben (momentan klappt das mit dem Upload hier nicht, weil die Bilder zu groß sind, und auch verkleinern nicht hilft)
Zu deinem vorschlag mit nem backupnas oder wie du in dem anderen post geschrieben hast sogar drei nas einzustzen werde ich in betracht ziehen, ist natürlich auch ne geldfrage.... Das kann ich nur langfristig umsetzen.
Ein 2tes NAS kommt so um die 300€, oder auch erheblich billiger, wenn man erstmal alte Hardware recycled. Du hast ja schon mitbekommen, welche Beträge für Datenrettung aufgerufen werden, und die Sache geht i.d.R. nicht so glimpflich aus, wie bei dir. Ich würde das nicht auf die lange Bank schieben.
Im moment werde ich das risiko mit einem nas eingehen und ein zweites für backups planen
Wir haben alle mal mit einem NAS angefangen :D
Ich muss aber so langsam wieder in die pötte kommen, meine scheffin will mal wieder vernünftig arbeiten ohne hin und herkopierei :D
Das Schlimmste hast du ja schon hinter dir, und wenn du dich etwas intensiver mit diesem System beschäftigst (und ein Backup-NAS einrichtest!!), wirst du feststellen, daß viele Dinge auf einmal ihren Schrecken verlieren. NAS4Free hat da ein riesiges Potential, um das nutzen zu können, muß man sich allerdings auch etwas reinknien. Die grafische Oberflache zeigt einem da derzeit nur einen relativ kleinen Teil der Möglichkeiten. Was mich dabei besonders fasziniert: unter der Haube ist das Ganze ein verdammt simples, aber extrem robustes System, und das finde ich besonders reizvoll und cool.
Kannst du mir mit den datasets und einrichtung der user noch mal helfen?
Ich werde das morgen nochmal mit überarbeiteten Screenshots probieren, das sollte aber kein Problem darstellen.

Grüße

Re: Schritt für Schritt

Posted: 24 Apr 2013 15:01
by seller
Halo Princo,
es wäre supernett von dir wenn du das tust und mir bei den einrichtungen hilfst, im moment komme ich nicht weiter....
gruß
seller

noch ne frage hinterher..
wieviel platz braucht denn so ein Snapshot weniger oder gleichviel wie die platte die man per Snapshot sicheren will?

Re: Schritt für Schritt

Posted: 25 Apr 2013 02:31
by Princo
So richtet man ein Dataset "Musik" ein (Bei mir heißt der Pool übrigens "Daten"):
nas4freea.local - DisksZFSDatasetsDatasetEdit 2013-04-25 02-17-28.gif

Re: Schritt für Schritt

Posted: 25 Apr 2013 02:32
by Princo
So richtet man den Dienst CIFS/SMB ein:
nas4freea.local - ServicesCIFSSMBSettings 2013-04-25 02-19-10.gif
Die Workgroup solltest du natürlich auf deine eigene Workgroup abändern.

Re: Schritt für Schritt

Posted: 25 Apr 2013 02:33
by Princo
So richtet man dann die Freigabe "Musik" ein:
nas4freea.local - ServicesCIFSSMBShareEdit 2013-04-25 02-20-33.gif
Zu deinen anderen Fragen schreibe ich morgen noch was.

Re: Schritt für Schritt

Posted: 25 Apr 2013 17:11
by seller
Hi Princo,
Danke für die Anleitung, damit hat es geklappt, aber wie immer jetzt habe ich das nächste Problem, in Windoofs wird das NAS angezeigt, das Datenset auch aber ich erhalte die Meldung
berechtigung (Kopie).JPG
Datensätze habe ich zwei angelegt
datensätze (Kopie).JPG
nur einer wird angezeigt
windows-explorer (Kopie) (Kopie).JPG

Bitte Hilfe

Re: Schritt für Schritt

Posted: 25 Apr 2013 19:25
by seller
sorry,
ich hatte wohl übersehen dass ich die Datasets nur mit Leserechten eingebunden habe, war blöd jetzt gehts, ich brauche aber noch Hilfe bei der Einrichtung /Berechtigung einer einzelnen Person denn der Platz für Klausi soll ja auch nur für Klausi sichtbar sein.

GrußSeller

Re: Schritt für Schritt

Posted: 27 Apr 2013 08:24
by seller
Hallo zusammen,
So meine Datasets klappen, jetzt habe ich Benutzer und Gruppen eingerichtet, und zwar für jeden Benutzer eine Gruppe gleiche Namens und habe jedem Benutzer zusätzlich die Gruppe "alle" gegeben.
Die Datasets habe ich folgendermaßen über die Freigaben verteilt: ein Dataset für "alle" und je ein Datatset für den jeweiligen Benutzer.
ist das so ok?
Der Zugriff von meinen "Arbeitstieren" erfolgt nun wie gewünscht, von allen Rechnern aus ist das Dataset für "alle" nutzbar und die Datasets der einzelnen Benutzer sind zwar alle sichtbar im Explorer aber nur nutzbar von jeweiligen Benutzer für den diese freigegeben wurden.
Bin ja richtig stolz, dass ich das hin bekommen habe. :D

Kann ich nun davon ausgehen, dass ein Kunde dem ich die Freigabe für meine W-Lan gebe nicht an alles dran kommt?
Wäre schön wenn einer der Könner, das mal unter die Lupe nehmen könnte. :?:


Gruß
Seller

Re: Schritt für Schritt

Posted: 27 Apr 2013 10:52
by shakky4711
Hallo,
Kann ich nun davon ausgehen dass ein Kunde dem ich die Freigabe für meine W-Lan gebe nicht an alles dran kommt?
Davon mal abgesehen dass ich mir eher ein Loch in die Kniescheibe schießen würde und eine Murmel durchrollen lassen würde, als irgendjemandem meine WLAN Zugangsdaten zu verraten, theoretisch kommt er nur an die Sachen die Du ihm mit seinem Benutzernamen und Gruppenzugehörigkeit freigegeben hast. Wenn Du natürlich vergessen hast die Berechtigungen der Heimatverzeichnisse auf 700 zu setzen, sondern auf 755 hast kann er sich deine ganzen Daten betrachten und runterladen.

Wenn Du von Kunden sprichst und hier in gewerblichen Bereichen werkelst dann richte Dir lieber noch ein zweites NAS fürs Geschäftliche ein, bedenke dass hier ggf.ganz andere rechtliche Dinge auf Dich zukommen die es zu beachten gilt...

Gruß
Shakky

Re: Schritt für Schritt

Posted: 27 Apr 2013 18:47
by seller
Hi shakky,
danke für,dennDenkanstoß, Ja so betrachtet hast Du recht!
Aber es gibt ja auch vertraute Menschen, denen man zwar das w-lan gibt, die man aber trotzdem von einigen daten fernhalten möchte.
Hört sich jetzt widersprüchlich an, ich möchte es aber so verstanden sehen, dass ich auch niemanden in Versuchung führen möchte.
Aber ich glaube ich werde so wie bei der Datensicherung einiges neu bedenken müssen.
Als erste reaktion habe ich ja nun im Nas schon nicht mehr alles für jeden zugänglich.
Deinen satz mit homeverzeichnis und 700 statt 755 verstehe ich nicht so ganz, zwar sind mit die zahlen von den freigaben im Web bekannt Apacheserver, aber wo wird das denn im Nas eingestellt?

Gruß
Seller

Re: Schritt für Schritt

Posted: 27 Apr 2013 22:42
by Princo
seller wrote:Halo Princo,
wieviel platz braucht denn so ein Snapshot weniger oder gleichviel wie die platte die man per Snapshot sicheren will?
Ein Snapshot braucht *Trommelwirbel*: gar keinen Platz.
Wenn man einen Snapshot erstellt, dann wird der derzeitige Stand des Dateisystems "eingefroren", und du kannst auf den eingefrorenen Zustand über das Verzeichnis ".zfs" in der obersten Ebene des Datasets zugreifen. Andern oder löschen kannst du diese eingefrorenen Daten erstmal nicht mehr, dazu müßtest du den Snapshot selbst löschen. Solltest du das ".zfs"- Verzeichnis unter Windows nicht sehen können, dann schalte im Explorer die Anzeige von versteckten Dateien ein.

An deinen normalen Daten kannst du natürlich weiterhin herumfummeln, wie du lustig bist. Die Erstellung eines Snapshots geht in Sekundenbruchteilen vor sich. Es werden keine Daten dafür umkopiert.

Über die Weboberfläche von NAS4Free kannst du nur automatische Snapshots einstellen. Das findest du unter Disks|ZFS|Snapshots|Auto Snapshot
Zum Üben legst du dort einen Autosnapshot-Job an, wählst dafür das Musik-Dataset aus, läßt die Ausführungszeit auf 20 Uhr stehen, setzt keinen Haken bei "rekursiv", und stellst eine Lebensdauer von 1 Woche ein.

Ab da wird das NAS jeden Tag um 20 Uhr einen Snapshot vom Musik-Dataset erstellen, und diesen Snapshot für eine Woche aufheben.

Es gibt natürlich noch sehr viel mehr Möglichkeiten, aber direkt über die Weboberfläche sind erstmal nur diese täglichen Snapshots konfigurierbar. Es würde aber jetzt zu weit führen, das alles hier anzusprechen.

Nochmal zum Platzverbrauch: Hier muß man sich echt umgewöhnen. Du warst es bisher gewohnt, deine Daten umzukopieren, um sie vor versehentlicher Veränderung zu schützen. Das fällt nun erstmal komplett weg.

Beispiel: Du hast ein leeres Dataset. Dann kopierst du 5GB Daten drauf. Das Dataset ist nun 5GB groß.
Dann erstellst du einen Snapshot. Das Dataset ist immer noch 5GB groß.
Nun gehst du hin, und löschst die ganzen Dateinen aus dem Dataset. Das Dataset ist immer noch 5GB groß, denn du hattest die Daten ja mit einem Snapshot eingefroren.
Jetzt kopierst du 3GB Daten auf das Dataset. Das Dataset ist nun 8GB groß (5GB im Snapshot, und die 3GB neue Daten).
Jetzt löscht du den Snapshot. Das Dataset ist nun nur noch 3GB groß (entsprechend den aktuellen Daten)

Das ist aber schon ein etwas extremes Beispiel. In der Regel hat man ja immer nur einen kleinen Teil der Bestandsdaten, die sich verändern.

Was allerdings sehr gewöhnungebedürftig ist: Es ist schwierig, festzustellen, wie viele Daten sich jetzt wirklich im Dataset befinden. Ein Dataset wird nämlich erstmal nicht kleiner wenn man eine große Datei löscht, welche sich bereits in einem Snapshot befindet. Die fällt erst dann raus, wenn auch der letzte Snapshot gelöscht wird, in dem sich diese Datei befindet.

Re: Schritt für Schritt snapshot

Posted: 28 Apr 2013 11:02
by seller
Hi Princo, man woher weißt Du das alles, ist ja genial!
So wie Du das erklärst, versteh ich es so, dass der zustand der Platte festgehalten wird und zwar so lange bis das Snapshot gelöscht wird.
was ich mir jetzt noch nicht vorstellen kann ist die Situation wenn ich Snapshots auf ein anderes nas sichere, und dann wiederherstellen will, kann ich dann nur das gesamte gesnapte Dataset wiederherstellen oder auch einzelne Dateien?
Und wenn doch ein Snpshot keine "Größe" hat, was speichere ich dann in einem Snapshot ab?
Und mal den schlimmsten Fall darzustellen, das nass stirbt! Ich habe einen Snapshot auf mein NAS zwei gesichert.
Wenn ich nun ein neues NAS aufsetze und dann das Snapshot (welches ja keine Größe hat) zurückspiele, ist dann alles wieder da? Wenn ja wäre toll, würde ich aber erst mal nicht verstehen.
Ist es denn so?

Gruß Seller

Re: Schritt für Schritt snapshot

Posted: 28 Apr 2013 15:33
by Princo
seller wrote:Hi Princo, man woher weißt Du das alles, ist ja genial!
Tja, es gehört zu meinem Job, mir solche Dinge anzueignen.
So wie Du das erklärst, versteh ich es so, dass der zustand der Platte festgehalten wird und zwar so lange bis das Snapshot gelöscht wird.
Richtig.
was ich mir jetzt noch nicht vorstellen kann ist die Situation wenn ich Snapshots auf ein anderes nas sichere, und dann wiederherstellen will, kann ich dann nur das gesamte gesnapte Dataset wiederherstellen oder auch einzelne Dateien?
Ja, es geht beides.
Und wenn doch ein Snpshot keine "Größe" hat, was speichere ich dann in einem Snapshot ab?
Das ist nicht so einfach zu erklären, denn je nach Sichtweise hat ein Snapshot entweder die Größe 0, oder die Größe des Datasets, oder nur die Größe der veränderten Daten zwischen zwei Snapshots. Klingt verwirrend, ist es aber nicht.
Und mal den schlimmsten Fall darzustellen, das nass stirbt! Ich habe einen Snapshot auf mein NAS zwei gesichert.
Wenn ich nun ein neues NAS aufsetze und dann das Snapshot (welches ja keine Größe hat) zurückspiele, ist dann alles wieder da? Wenn ja wäre toll, würde ich aber erst mal nicht verstehen.
Ist es denn so?
Du denkst da noch viel zu kompliziert.

Konkretes Beispiel:
NAS1 hat die Daten, und NAS2 ist noch leer.
Nun erstellt man auf NAS1 einen rekursiven Snapshot A vom gesamten Pool (d.h. es sind alle Datasets mit enthalten).
Mit einem speziellen Befehl kannst du nun diesen rekursiven Snapshot von NAS1 an NAS2 senden. Dabei werden sämtliche Daten von NAS1 übertragen. Das dauert natürlich, ist aber schneller als normales Umkopieren.
NAS2 stellst du dann erstmal in den Schrank, und auf NAS1 läßt du den rekursiven Snapshot stehen.
Dann arbeitest du mit NAS1 weiter.
Nach einer Woche, oder so, holst du NAS2 wieder aus dem Schrank.
Nun machst du auf NAS1 einen erneuten rekursiven Snapshot B vom Pool.
Nun wird mit einem speziellen Befehl die Differenz zwischen den beiden Snapshots A und B von NAS1 auf NAS2 übertragen. Das geht nun richtig schnell, und danach hat NAS2 wieder den kompletten Datenbestand von NAS1. "Differenz" bedeutet in diesem Fall, daß nicht nur Dateizugänge oder -veränderungen, sondern auch Löschungen korrekt mit übertragen werden. Nach dieser Übertragung haben NAS1 und NAS2 sowohl Snapshot A als auch Snapshot B und natürlich auch die darin befindlichen Daten.

Und das macht man dann immer so weiter, mit Snapshot C, D, E, F.... (Natürlich nimmt man keine Buchstaben zur Benennung der Snapshots, sondern besser das Tagesdatum + Uhrzeit)

Man kann auf NAS1 natürlich auch alte Snapshots löschen, darf dabei aber nicht den letzten zur Übertragung benutzten Snapshot erwischen, sonst geht die Kopplung zu NAS2 verloren. Bei der nächsten Übertragung werden übrigens auch auf NAS2 die bei NAS1 gelöschten Snapshots gelöscht, da NAS2 wie ein Spiegel genutzt wird.

Alles klar?

Re: Schritt für Schritt

Posted: 28 Apr 2013 16:13
by seller
Hi Princo
Danke für die Ausführungen.
Dann muss ich mir ein 2. Nas mit ner NFS-Poolgröße besorgen das mindestens dem aktuellen Datenbestand entspricht zzgl. dem was da noch kommt, korrekt?
Also besser gleich groß.
Würde also in meinem Besipielt NAS 1 hat 'nen zfs Pool von vier 2TB Platten, das NAS 2 diese auch benötigt oder?

Gruß
Seller

Ps.
Danke für den Tipp im anderen Threat mit dem einfachen Ausschalten, wenn man aus der Windowswelt kommt, ist sowas ja eher ungewöhnlich.

Re: Schritt für Schritt

Posted: 28 Apr 2013 16:55
by Princo
seller wrote:Hi Princo
Danke für die Ausführungen.
Dann muss ich mir ein 2. Nas mit ner NFS-Poolgröße besorgen das mindestens dem aktuellen Datenbestand entspricht zzgl. dem was da noch kommt, korrekt?
Also besser gleich groß.
"Gleich groß" wäre gut, aber gegen "größer" würde auch nichts sprechen. ;)
Würde also in meinem Besipielt NAS 1 hat 'nen zfs Pool von vier 2TB Platten, das NAS 2 diese auch benötigt oder?
Nein, das kann man auch anders machen.
Angenommen, du hast deine 4x2TB Platten zu einem RaidZ1 verbunden, dann hast du 6TB frei zur Verfügung.
Du könntest in deinem NAS2 aber 3x3TB Festplatten einbauen, hättest die gleiche Kapazität frei, dabei eine Festplatte gespart, und was wichtiger ist: du belegst einen Festplattenanschluß weniger.

Das zweite NAS ist i.d.R. das bessere NAS, weil man da genau weiß, auf was es ankommt. Es wird leiser, weniger stromhungrig und viel kompakter als das erste NAS sein. Wenn es soweit ist, kann ich da auch mit Tipps helfen.

Grüße
Princo

Re: Schritt für Schritt NAS2

Posted: 05 May 2013 11:14
by seller
neues NAS wird geplat sieh neuer Thread

Re: Schritt für Schritt

Posted: 21 Jun 2013 17:52
by gelo
Hallo zusammen.
Erst mal Danke an Princo für die ausführliche Information.
Ich bin eigentlich ein blütiger Anfänger in den Bereich NAS.
Ich wollte mal ein NAS selber zusammen bauen und einrichten.
Mit Hilfe COM! hat es auch bis zur Einrichtung gelungen.
Bei der Einrichtung habe ich mich auf Info http://wiki.nas4free.org/doku.php?id=do ... s_volume&s verlassen. Leider habe ich jetzt folgendes Problem
Screenshot1.png
. Kann mir da jemand Helfen :?: .
Vielen Dank im Voraus

Re: Schritt für Schritt

Posted: 21 Jun 2013 21:20
by Princo
OK, da du gerade erst bei der Einrichtung bist, kann nichts kaputtgehen :mrgreen:
Daher kannst du einfach die harte Methode probieren:
Gehe zu Disks|Management und lösche einfach mal alle dort aufgeführten Drives raus.
Dann läßt du dein N4F neu booten.
Danach gehst du auf Disks|ZFS|Configuration|Detected
Da müßte ein zusätzlicher Button in der Tabelle auftauchen (ähnlich wie detect ZFS-config on Disk)
Diesen Button anklicken.
Dann auf Disks|ZFS|Configuration|Synchronize gehen und den Button "Synchronize" anklicken.

Das sollte funktionieren.

Wenn nicht, dann einfach System|Factory defaults ausführen, und von vorne mit der Konfiguration beginnen.

Grüße
Princo

Re: Schritt für Schritt

Posted: 22 Jun 2013 10:35
by gelo
Hallo Princo,
danke für den Antwort.
Ich glaube es lag am USB_Stick. Beim Formatieren habe ich Stick mit Betriebssystem formatiert :oops: . Wo ich NAS4Free neu instaliert habe, ging es weiter.
Ich habe Schrit für Schrit alles so gemacht, wie es in der Anleitung steht. Leider kann ich auf Server nicht über Win. Explorer zugreifen. Ich kann ihm nicht mal sehen :cry: .
Hast du da mal eine Idee.
Vielen Dank im Voraus.
MfG
Gelo

Re: Schritt für Schritt

Posted: 23 Jun 2013 16:26
by Princo
gelo wrote: Ich habe Schrit für Schrit alles so gemacht, wie es in der Anleitung steht. Leider kann ich auf Server nicht über Win. Explorer zugreifen. Ich kann ihm nicht mal sehen :cry: .
Hast du da mal eine Idee.
Öhm, ja, habe ich: Schau mal auf die Überschrift deiner Anleitung.
Da geht es nämlich darum, wie man ein iSCSI-Target einrichtet, und nicht wie man eine Windows-Freigabe macht.
Dummerweise ist das aber auch eine gute Anleitung zur grundsätzlichen ZFS-Konfiguration.
Allerdings ist für dich alles ab "Create an iSCSI target" nutzlos.

Du müsstest stattdessen ein ZFS-Dataset anlegen, und darauf eine Freigabe erstellen.

Grüße
Princo

Re: Schritt für Schritt

Posted: 24 Jun 2013 12:39
by gelo
Hallo Princo,
Vielen Dank für dein Antwort.
War alles richtig eingerichtet. Das mit Dataset hab ich auch kopiert :idea: .
Es lag nur am meinen Firewall :oops: .
Langsam klappt es :D ,
Ich habe noch Fragen. Im meinem Server habe ich zwei Platten je 2TB. Die habe ich zu ZVS formatiert und dann einm virtuellen Pool als Mirror zugefügt. Ist das richtig?
Zweite Frage - kann ich einen Drucker instalieren und über Server im netzwerk freigeben, so dass jeder damit drucken kann?

MfG
gelo

Re: Schritt für Schritt

Posted: 25 Jun 2013 08:52
by seller
Den Drucker gibst du bei der Installation frei, wenn der Drucker einen Ethernetanschluss hat kannst Du den direkt am Rooter oder Switch anschließen, dann sollte das Drucken im Netzwerk klappen. Die meisten Installationsroutinen finden den Drucker automatisch bei der Installation

Gruß
Seller

Re: Schritt für Schritt

Posted: 26 Jun 2013 00:01
by Eldor1
seller wrote:Den Drucker gibst du bei der Installation frei, wenn der Drucker einen Ethernetanschluss hat kannst Du den direkt am Rooter oder Switch anschließen, dann sollte das Drucken im Netzwerk klappen. Die meisten Installationsroutinen finden den Drucker automatisch bei der Installation

Gruß
Seller
Hallo Seller,

denke es war eher gemeint, dass der Drucker an den N4F Rechner angeschlossen und so dem Netzwerk zur Verfügung gestellt werden soll. Soweit ich weiss ist dies nicht möglich out-of-the-box.

Gruß
Eldor

Re: Schritt für Schritt

Posted: 26 Jun 2013 03:35
by Princo
Der Eidor1 hat Recht, N4F ist erstmal als reines Storage-System ausgelegt.
Was der gelo nachfragt, ist allerdings ein klassischer Printserver.
Es kann sein, daß man diese Funktion mit Hilfe von Jails nachriüsten kann.
Allerdings dürfte es wesentlich einfacher sein, im "Fachhandel" nach "Printserver" zu suchen. Entsprechende Gadgets findet man dort für 20-30€.

Grüße
Princo

Re: Schritt für Schritt

Posted: 27 Jun 2013 12:51
by seller
Was bringt so ein Printserver?
ist das besser als den Drucker über den Router anzuschließen?
Gruß
Seller