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Frage zur Grundsätzlichen NAS-Konfiguration

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Frage zur Grundsätzlichen NAS-Konfiguration

Post by XPUser »

Hi Forum,
habe mir im Frühsommer ein Nas auf Basis des Asus E45M1-M Pro Boards mit 4GB Ram und Superleisem Bequiet 350W Netzteil erstellt und bin sehr zufrieden damit.
Es saugt unter Last mit 2x2TB und einer 1,5TB Festplatte 27W und man muss schon sehr nah rangehen um es überhaupt zu hören, soweit zum grundsätzlichen.
Habe bisher die Festplatten einfach befüllt und die Daten auf weiteren Festplatten gesichert, die ich seperat in einem anderen Zimmer des Hauses aufbewahre und monatlich
nur kurz zur Synchronation an das Nas anschliesse.
Nun ist aber eine der 2TB Platten mit meinen Filmen drauf fast voll und ich habe 2x3TB WD Red bestellt auf die ich nun warte.
Die Frage ist nun ob es nicht doch besser ist ein RAID system zu erstellen, obwohl ich mit der bisherigen Konfiguration eigentlich auch ganz glücklich war.
Gibt es eventuell Vorteile einer RAID Konfiguraton an die ich noch nicht gedacht habe???
Datensicherheit habe ich mit meiner bisherigen vorgehensweise eigentlich genug.

Vielen Dank im voraus für Eure Beiträge hierzu
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Re: Frage zur Grundsätzlichen NAS-Konfiguration

Post by Princo »

Wen ich dich richtig verstehe, dann nutzt du momentan die Platten einzeln, und hast sie mit dem UFS-Dateisystem formatiert.
Damit stehen dir jetzt 5,5TB zu Verfügung.
Richtig?
N4F unterstützt 2 Arten von Raid-Systemen, die sich allerdings stark voneinander unterscheiden: Soft-Raid und ZFS-Raid.
Soft-Raid sollte man heutzutage nicht mehr verwenden. ZFS-Raid ist wesentlich moderner und leistungsfähiger, und dein Board ist auch dafür geeignet.
Lies mal http://www.sysbus.eu/?p=4599 und achte besonders auf den Teil mit der Selbstheilung.
Bei einem Raid (ZFS-Raid) gibt es verschiedene Stufen: Striping, Mirroring, RaidZ1 - RaidZ3

In den meisten Fällen ist RaidZ1 die richtige Wahl. Dabei wird die Kapazität einer Festplatte im Verbund quasi "geopfert", dafür kann aber eine beliebige Festplatte im Raid-Verbund ausfallen, ohne daß man Daten verliert. Bei ZFS tauscht man die defekte Festplatte einfach aus, und startet die Wiederherstellung. Das ist vergleichsweise unkompliziert, und man kann die ganze Zeit auf seine Daten zugreifen.

Wenn ich an deiner Stelle wäre, dann würde ich folgendes machen:
Ich würde die beiden neuen 3TB Platten mit den beiden alten 2TB Platten in einen RaidZ1-Verbund schalten, u.U. auch mit der 1,5TB-Platte, aber das beschreibe ich weiter unten. Deine Daten müßtest du dann von Backup auf das RaidZ einspielen.
Später würde ich die beiden 2 TB Platten und die 1,5TB Platte durch 3TB Platten austauschen (wenn das Geld vorhanden ist). Dafür müssen die Daten aber nicht mehr ausgelagert werden (Inplace).

Da sich die nutzbare Kapazität eines Raid-Verbundes immer nach der kleinsten Platte im Verbund richtet, und eine Platte für die Ausfallsicherheit abgezogen werden muß, ergeben sich jetzt zwei Rechnungen:

Erstmal ohne die 1,5TB Platte:

2x3TB + 2x2TB ergeben (4-1) x 2TB = 6 TB nutzbare Kapazität.

Tauscht man später die beiden 2TB Platten aus, ergibt sich folgende Rechnung:
(4-1) x 3TB = 9 TB nutzbare Kapazität.

Warum schlage ich diese Vorgehensweise vor, obwohl ich im ersten Schritt auch mit den zusätzlichen neuen Festplatten nur ungefähr die gleiche nutzbare Kapazität erreiche, wie du sie auch bisher hattest?
Das liegt daran, daß man eine RaidZ-Konfiguration nur auf eine ganz bestimmte Art und Weise erweitern kann. Man kann diesem Verbund zwar keine weiteren Festplatten hinzufügen, aber man kann einzelne Festplatten durch größere ersetzen.
Ein riesiger Vorteil liegt darin, daß man ZFS nutzen kann, und daß man beim Inplace-Austausch der Platten die Daten nicht auslagern und zurück spielen muß

Da dein Board 5 interne SATA-Anschlüsse hat, und du ja auch noch eine 1,5 TB Platte hast, geht auch dieses Szenario (vorausgesetzt, daß deine 1,5TB Platte mit 4k Sektoren arbeitet):

2x3TB + 2x2TB + 1x1,5 TB ergeben (5-1) x 1,5TB = 6 TB nutzbare Kapazität.

Tauscht man jetzt die 1,5 TB Platte gegen eine 3TB Platte aus:

3x3TB + 2x2TB ergeben (5-1) x 2TB = 8 TB nutzbare Kapazität.

Tauscht man jetzt noch die beiden restlichen 2TB Platten gegen 3TB Modelle aus:

(5-1) x 3 TB = 12 TB nutzbare Kapazität. Das ist dann die maximale Ausbaustufe für dieses Board, und du solltest ihm dann auch mehr RAM spendieren. Das Board kann offiziell zwar nur 8GB maximal, aber ich glaube gelesen zu haben, daß auch 16GB RAM möglich sind.

Es gibt natürlich auch noch viele andere Möglichkeiten, aber wenn du auf die maximale Kapazität aus bist, dann ist die beschriebene Methode der optimale Weg dorthin.

Grüße
Princo
Meine Antworten beziehen sich immer auf die englischsprachige GUI. ECC-RAM ist Pflicht beim Einsatz von ZFS.

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Re: Frage zur Grundsätzlichen NAS-Konfiguration

Post by XPUser »

Hi Princo,
nachdem ich an anderer Stelle schon viel fundiertes von Dir gelesen hatte, habe ich ja insgeheim darauf gehofft, gerade von Dir guten rat zu erhalten.
Das dieser dann so ausführlich ausfällt hätte ich im Traum nicht erwartet, dafür erstmal herzlichen Dank.
Jedenfalls habe ich nun eine gute Entscheidungsgrundlage aufgrund derer ich mich entscheiden kann.
Aber schon jetzt sagt mir ein Bauchgefühl, dass ich Deinem Vorschlag folgen sollte.
Dafür müsste ich dann aber in Zukunft wahrscheinlich mit weiteren Fragen nerven.

Gruss XPUser
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Re: Frage zur Grundsätzlichen NAS-Konfiguration

Post by XPUser »

Hallo,
da ich nun eine Nacht drüber geschlafen habe, stelle ich mir das nun folgendermaßen vor.
In meinem Windows 7 Rechner habe ich neben der 120GB SSD noch 1x1TB 2x1,5TB und 2x2TB sowie einen ASUS U3S6 PCIE 4x Controller mit 2xUSB3.0 und 2xSATA mit 6Gb/s.
Im Zweitrechner sind noch diverse kleinere mit 750GB und kleiner, die ich für die Zwischenzeitliche Lagerung der Daten des Erstrechners nutzen könnte. Wahrscheinlich würde dies mein
größtes Problem sein.
Da im Endausbau des NAS die großen Festplatten eigentlich im Win7 Rechner überflüssig sind, habe ich folgenden Plan:
1: der ASUS Controller kommt auch ins NAS, könnte somit 7 Platten betreiben.(kann NAS4Free damit umgehen??)
2: die 2x3TB Platten sind eben angekommen sowie die vorhandenen 2x2TB und 1x1.5TB plus die 2x1.5TB des Win7 Rechners als Endausbau zum Start.
Wenn der Pool erstellt und mit Daten gefüllt ist kann ich ja nach und nach die 1.5TB Platten gegen größere austauschen.
Ist das so machbar oder sollte ich anders vorgehen?
Ich meine mich zu erinnern das in einem RAID die Festplatten gleich sein sollten, spielt das hier keine Rolle? So habe ich im Win7 Rechner eine 2TB SATA 3Gb/s und eine 2TB 6Gb/s
und die schon im NAS vorhandenen sind auch SATA 3Gb/s. Funktioniert das überhaupt.
Was ich nicht weiß, ob die Platten 4K Sektoren unterstützen, wie kann ich das herausfinden?
In meinem Win7 Rechner habe ich 2x8GB RAM, die gleichen die auch im NAS unterstützt werden, kann ich ja mal testen ob es funktioniert.

MfG XPUser
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Re: Frage zur Grundsätzlichen NAS-Konfiguration

Post by Princo »

Hi XPUser,

Erstmal Danke für dein nettes Lob, das hat mich ganz verlegen gemacht :oops:

Dein Gedanke, den Windows 7 Rechner um die ganzen Festplatten zu erleichtern, ist ein guter Weg.

Ich hätte da auch schon eine Idee, aber dafür bräuchte ich noch ein paar Angaben von dir.

Wie groß ist die Datenmenge, die von Anfang an auf das NAS kommt, also wenn du die Win 7 Platten auch mit leer machst?
Ich meine nicht, wie groß du dein NAS haben möchtest, sondern nur den Anfangsbestand.

Hast du nur diesen einen Rechner, oder auch noch weitere (z.B. Laptop, HTPC, o.ä)?

Hast du Daten, die quasi unwiederbringlich sind, wie z.B. selbst gemachte Fotos und Videos?

Grüße
Princo
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Re: Frage zur Grundsätzlichen NAS-Konfiguration

Post by XPUser »

Hi Princo,
der Anfangsdabenbestand dürfte bei ca.8TB liegen.
Im Heimnetz tummeln sich neben meinem Win7 Rechner noch der Win7 Rechner meiner Frau, mein Win7 zweitrechner (z.Z defekt aus ihm sind 3x750GB, 1x500Gb und 1x320GB die ich
im Moment als Zwischenlagerung für Daten meines Win7 Rchners nutze um eine 2TB und eine 1,5TB fürs NAS freizubekommen) sowie eine Dreambox mit 640GB Platte und ein alter AMD
Rechner in dem aber meine Videokarte zu Digitalisieren funktioniert, weil die Karte in neueren Rechnern nicht funktioniert. Darin sind eine 400GB SATA sowie 3x68GB SCSI Platten.
Meine unwiederbringbaren Fotos und Videos werden ca. 3TB ausmachen. Wegen der Videogeschichte werden diese Daten auch immer größer.

MfG XPUser
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Re: Frage zur Grundsätzlichen NAS-Konfiguration

Post by Princo »

Alter Schwede, das sieht ja fast genau so aus wie bei mir :D

Hatte ja schon so eine Ahnung, gut daß ich nochmal nachgefragt habe.

So, jetzt solltest du dich erst mal anschnallen, denn für das "Rundum-Sorglos-Paket" brauchst du genau drei NAS4Free-Systeme :ugeek: Keine Angst, du wirst gleich sehen, daß das durchaus sinnvoll ist.

Ich beschreibe einfach mal meine aktuelle Konfiguration:

NAS4Free1: Das ist das Haupt-NAS für meine Daten.

NAS4Free2: Das ist ein identisches Backup von NAS4Free1. Dieses NAS wird nur für das Backup angeschlossen, und kann auch an einem ganz anderen Ort stehen (z.B. ein anderes Haus), und es muß nicht einmal über ein Netzwerk verbunden sein. Dieses NAS hat mindestens die gleiche Kapazität wie NAS4Free1.

NAS4Free3: Das ist ein Backup-NAS für die PCs. Hier werden täglich sämtliche Workstation-Rechner gesichert.

Erklärung zu NAS4Free1 und NAS4Free2:
N4F hat mit ZFS-RaidZ zwar schon einen extrem hohen Level, was die physikalische Sicherheit der Daten betrifft, aber wenn du dich durch einige Artikel zu dem Thema liest, wirst du bemerken, daß immer darauf hingewiesen wird, daß ein Raid kein Ersatz für ein Backup ist. Ein Raid bietet Schutz vor bestimmten Festplattenfehlern, aber keinen Schutz vor Feuer, Wasser Überspannungen, Diebstahl oder der eigenen Dämlichkeit :? Gerade wenn man sehr viel eigenen und unersetzlichen Content auf seinem System hat, braucht man eine zusätzliche Sicherheit.

Man könnte jetzt auf die Idee kommen, seine Daten vom NAS wieder auf einzelnen USB-Platten zu sichern, aber das ist bei diesen Datenmengen ziemlich unpraktisch, und verlangt auch sehr viel Selbstdisziplin. Außerdem taugen externe USB-Festplatten einfach nichts.

Ich hatte dir in dem anderen Post geschrieben, daß sich ein einmal eingerichtetes RaidZ nur auf eine gewisse Weise erweitern lässt. Diesen Nachteil, und das Backup-Problem, kann man aber durch den Einsatz eines zweiten NAS sehr elegant beheben.
Man richtet das erste NAS am Anfang nicht nach der gewünschten Maximalkapazität aus, sondern nach der vorerst benötigten Datenmenge (plus einem sinnvollen Zuschlag). Bevor man das NAS erstmalig befüllt, sollte man seinen Datenbestand auf den verschiedenen Systemen überprüfen. Was ist unnötig, doppelt, veraltet oder gar kaputt? Sind dort Backup-Dateien enthalten? Das sollte man zumindest grob durchchecken, und evtl. dabei die Datenmenge schon erheblich eindampfen.
Dabei sollte man sich vornehmlich auf das Löschen konzentrieren, und nicht wild Daten umherkopieren, denn jeder Kopiervorgang birgt ein gewisses Risiko.
Ich sollte hier einschieben, daß deine Systeme für diesen Vorgang nach Möglichkeit per GB-Ethernet miteinander verbunden sein sollten.
Dann kann man einen Migrationsplan erstellen.
In diese Plan legt man fest, welche Datenmenge tatsächlich zu migrieren ist, und wie groß die Anfangskapazität des Haupt-NAS sein soll.
Man überlegt sich eine sinnvolle Struktur der Daten (das ist eigentlich schon ein eigenes Thema, wg. Datasets und Kompression).
Man ermittelt die zu übertragende Datenmenge jeder einzelnen Festplatte.
Zusätzlich braucht man noch die Information, ob die Festplatte mit 4k Sektoren arbeitet, denn wenn die Platten später in einem N4F System arbeiten soll, sollte man diese Eigenschaft nicht mit anderen Platten mischen.
Das erste Ziel ist, daß man auf seinen diversen Workstations nur noch relativ geringe Datenbestände hat, und dort dann auch nur relativ kleine Platten nutzt.
Das zweite Ziel ist, daß man bei der Migration freie Festplatten gewinnt, welche man in das zweite NAS (NAS4Free2) einbauen kann.
Wenn der Plan richtig aufgeht, dann liegen alle Daten auf FreeNAS1, und man hat ein FreeNAS2 welches als Backup agieren kann.
Braucht man dann mehr Kapazität auf NAS4Free1, dann baut man eine zusätzliche Festplatte ein, und kopiert die Daten von NAS4Free2 zurück. Dafür gibt es bei ZFS spezielle Befehle. Natürlich sollte man danach auch die Kapazität von NAS4Free2 erhöhen.
Der Vorteil bei dieser Methode ist, daß man immer nur so viele Festplatten im Einsatz hat, wie tatsächlich benötigt werden. Man muß kein 12TB Array aufbauen, wenn man derzeit nur 6 TB benötigt. Das ist gut für den Geldbeutel, und die CO2-Bilanz :mrgreen:

Erklärung zu NAS4Free3:
Zitat: "Daten, die nur an einer Stelle gespeichert werden, gelten als gelöscht"
Diesen Spruch hat jemand in einem FreeBSD-Forum gepostet, und da steckt ganz viel Wahrheit drin.
Ich setze hier zwar hauptsächlich Linux ein, aber für meine Fotosoftware benötige ich immer noch Windows auf diversen Clients. Linux ist ein System, welches sich sehr leicht backuppen lässt, bei Windows sieht das etwas anders aus.
Ich habe mir daher die verschiedenen Backup-Möglichkeiten genauer angeschaut, und getestet.
Das Ergebnis war, daß die gängigen Backup-Programme (auch die systeminternen) in der Realität gar nicht funktionierten. Was bringt mir ein Backup, welches ich nur auf exakt der gleichen Hardware zurückspielen kann?
Ich habe mir daher mit frei verfügbarem Tools ein Backup-System geschaffen, welches die Fähigkeiten des ZFS-Dateisystems optimal ausnutzt, und dabei Zeit- und Ressourcensparend ist.
Im Klartext bedeutet das: Jede Workstation kann in kürzester Zeit gesichert, und auch wieder hergestellt werden. Auch wenn sich die Hardware dabei ändern sollte, kann auf die alten Daten zugegriffen werden.

Anfangs habe ich die Backups auch auf mein Haupt-NAS gemacht. Allerdings hat sich gezeigt, daß das nicht besonders sinnvoll ist (weil dabei immense Datenmengen entstehen können), und es besser ist, diese Funktionalität mit einem eigenen NAS zu realisieren.

Hier sehe ich eine sinnvolle Verwendungsmöglichkeit für deine ganzen 1,5TB Platten.

Fazit:
Für die Sicherung deiner unersetzlichen Daten ist eine Kombination aus Haupt-NAS und Haupt-NAS-Backup sinnvoll.
Dabei kann man mit einer Mindestanzahl von Platten beginnen, und die Kapazität nach Bedarf erweitern.

Mit einem eigenen Backup-NAS für die PCs schaffst du dir eine zusätzliche Sicherheit für deine Systemumgebung.
Einen großen Teil der nötigen Hardware besitzt du bereits, und du könntest das System schrittweise aufbauen.

Um den Energieverbrauch bräuchtest du dir auch keine großen Gedanken machen, den 2 von den 3 Systemen würden immer nur sehr kurzzeitig in Betrieb sein, und beim Hauptsystem wäre nur die absolut notwendige Anzahl an Festplatten im Einsatz.

Ist ein etwas längerer Artikel geworden, und ich hoffe, daß ich dich damit nicht verschreckt habe :lol:

Grüße
Princo
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Re: Frage zur Grundsätzlichen NAS-Konfiguration

Post by XPUser »

Hi Princo,
vielen Dank für Deinen ausführlichen Ratschlag, werde ich auch nach und nach genauso umsetzen.
GB-Ethernet ist seit kurzem vorhanden, seit ich mit Schrecken feststellen musste dass das vor 6 Jahren währen der Renovierung verlegte Kabel nicht GB tauglich ist.
Zum Glück hatte ich zusätzlich aber noch nicht benutzte Kabelkanäle verlegt in die ich dann mit Cat7 Verlegekabel und Anschlussdosen alles neu verkabelt habe.
Hatte gestern schon die Platten alle ins NAS eingebaut und um keine alten Einstellungen zu übernehmen, habe ich auch NAS4Free auf Speicherkarte neu installiert.
Sieht jetzt so aus: 2x3GB 3x2GB und 2x1,5TB wird auch im BIOS des NAS so erkannt.
Aber wenn das NAS hochgefahren ist, werden mir die 2x1,5TB die am ASUS U3S6 Controller hängen nicht angezeigt. Habe gestern noch bei ASUS herumgesucht, aber Treiber
gibt es nur für Windows.
Aber nicht schlimm ich bau sie wieder aus. Gemäß Deinem Vorschlag würden auch die 2x3TB und 3x2TB erstmal reichen. Ob die aber alle mit 4K Sektoren arbeiten weiß ich nicht,
wie kann ich das feststellen?
Habe übrigens aus meinem Win7 Rechner die 16GB Ram ins NAS eingebaut, läuft bis jetzt ohne Probleme. Ist in NAS4Free vielleicht ein Memorytest möglich um dies im Stresstest
mal genauer zu untersuchen?
Dann gehts um die nächste Frage, der Struktur der Daten (Datasets) gibts dafür ein howto??
MfG XPUser
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Re: Frage zur Grundsätzlichen NAS-Konfiguration

Post by Princo »

Memory-Test: Dafür gehst du auf http://www.sysresccd.org und lädst das aktuelle ISO der SystemRescueCD herunter.
Hier wird beschrieben, wie man das dann auf einen USB-Stick installiert bekommt.

Wenn man dann von diesem Stick bootet, gibt es u.a. einen Memory-Test zur Auswahl. Die SystemRescueCD werden wir noch häufiger brauchen.

Ob deine Platten 4k-Sektoren haben, findest du am schnellsten raus, wenn du nach deren Modellbezeichnung und "sectorsize" googelst. Ab 2TB sollten die Platten eigentlich alle mit 4k-Sektoren daher kommen.

Als Name für den Pool empfehle ich einfach "Daten".
Für die Struktur der Daten (Datasets) gibt es eher keine HowTos, sondern mehr so ganze Religionen :mrgreen:

Für den Einstieg sind Datasets wie "Audio", "Bilder", "Filme", "Filme-HD", "Filme-Musik", "Filme-Kinder" und natürlich "XXX" ein guter Anfang.
Ein Dataset legt man über die Web-Gui an, vergibt einen Namen, setzt Access Time (atime) auf "Off" (das bringt Speed) und wählt bei Owner "ftp" aus. Alle anderen Einstellungen belässt man auf den Standard-Werten.
Die Web-Gui sollte übrigens auf "English" eingestellt sein. Das macht es einfacher.

Noch ein paar Fragen:

Willst du wirklich gleich mit 5 Platten im NAS beginnen? Alle Platten zusammen in einem RaidZ1-Pool? Ich frage nur zur Sicherheit, weil du damit zwar auf deine 8TB kommst, danach aber 3 Platten gegen 3TB Platten tauschen müßtest, damit sich kapazitätsmäßig wieder was tut.

Willst du auf dem NAS mit unterschiedlichen Benutzerrechten arbeiten, oder soll das erst mal "open for all" sein?

Grüße
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Re: Frage zur Grundsätzlichen NAS-Konfiguration

Post by XPUser »

Hi Princo,
das mit der Kapatität ist mir schon in Deinem ausführlichen ersten Beitrag aufgefallen, dass je mehr "kleinere" Festplatten mit "gösseren" zusammengelegt werden, umsomehr nicht
nutzbare Kapazität der "grösseren" ensteht. Ich plane da aber schon einen Schritt weiter in Richtung Endausbau von 5x3TB=12TB. Wenn dies dann steht, müsste ich einige Tage
Russisch Roulette spielen oder darauf hoffen wie man hier im Kölner Raum sagt: Et hät noch immer joot jejange. Dann hätte ich aber die drei 2TB sowie noch die 2TB aus meinem Win7
Rechner plus 2x2TB auf denen ich momentan mein NAS-BackUp habe frei, mit denen könnte ich dann mein zweites NAS erstellen.
Passt das so?? (Mir ist schon klar das ich mich dafür nach einem Board mit möglichst vielen SATA-anschlussmöglichkeiten umsehen müsste).
Wenn ich vorhandene Festplatten auch durch kleinere austauschen könnte, ginge auch folgendes: Nchdem das NAS mit den Daten befüllt ist, könnte ich die 2x3TB durch die momentan zur
Sicherung benutzten 2x2TB ersetzen, hätte die gleiche Kapazität und würde das 2. NAS mit 3TB Platten ausrüsten. Geht das??
Das mit den Benutzerrechten weiss ich noch garnicht, aber spielt eigentlich auch keine grosse Rolle, da hier nur im Haushalt von meiner Frau, von mir und der Dreambox aus
zugegriffen wird, über das Internet will ich garnicht darauf zugreifen. Aber darauf werde ich später nochmal zurückkommen wie man das NAS vom Internet Bombensicher abschottet.
MfG XPUser
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Re: Frage zur Grundsätzlichen NAS-Konfiguration

Post by Princo »

Die größeren Festplatten solltest du in diesem speziellen Fall durch kleinere tauschen können.

Extrem wichtig!: Wenn du Platten zwischen zwei aktiven ZFS-Pools wechseln möchtest, dann mußt du unbedingt einen Zwischenschritt machen, und die Platten entweder löschen (das geht mit der SystemRescueCD), was sehr lange dauern wird, oder du baust die Platte in einen anderen Rechner ein, und machst diesen Rechner kurzfristig zu einem N4F-System, legst auf dieser Platte einen eigenen Pool an, den du gleich wieder löschst. Damit "weiß" diese Platte jetzt, daß sie nicht mehr Mitglied eines Pools ist.

(Wenn jemand eine bessere Möglichkeit kennt: Nur her damit.)

Dieser Zwischenschritt ist nur nötig, wenn eine Platte zwischen zwei bestehenden Pools getauscht wird.
War die Platte noch nie Mitglied eines Pools, dann ist er nicht nötig.
Wird eine Platte aus einem aktiven Pool entnommen, und soll sie Bestandteil eines neu zu bildenden Pools (auf einer anderen Maschine) werden, dann ist der Schritt auch nicht nötig.

Grüße
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Re: Frage zur Grundsätzlichen NAS-Konfiguration

Post by XPUser »

das mit den 2 3TB Platten hat sich inzwischen erledigt, da ich diese beiden ausgebaut und durch 2x2TB getauscht habe womit NAS 1 mit 5x2TB bestückt ist.
Da ich ja erst gerade angefangen hatte das NAS zu befüllen war das auch kein grosser Mehraufwand. Aber inzwischen bin ich fast fertig damit und werde dann erstmal alles checken ob
ich nichts vergessen habe.
Viel wichtiger war mir die Option, die 2 3TB Platten schon mal für das geplante NAS 2 zu nutzen.
Habe mich schon umgesehen wegen passender Hardware hierfür, aber das Asus E45M1, welches ich eigentlich am liebsten genommen hätte scheint hier nicht mehr erhältlich zu sein.
1: Welche gut passenden Alternativen gibt es dazu?
2: Mit 3 zusätzlichen 3TB Platten plane ich dieses NAS 2 nach erfolgter Sicherung der Daten von NAS 1, danach als NAS 1 zu nutzen weil in diesem dann 5 spezielle NAS platten werkeln,
gegenüber der normalen Festplatten in (noch) NAS 1 von denen eine auch noch mit 7200Umdrehungen deutlich hörbar ist.
3: Muss NAS 2, da es ja nur kurz mal zur Sicherung benutzt wird trotzdem soviel Speicher haben der meistens brach liegt, oder täten es zur Not auch 8GB oder sogar nur 4GB.

Vielen Dank für Eure Anregungen
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Re: Frage zur Grundsätzlichen NAS-Konfiguration

Post by Princo »

Alternativ würde sich noch das Asus E2KM1I-DELUXE anbieten, das hat 5+1 SATA Anschlüsse. Allerdings weiß ich nicht, ob das Board mit NAS4Free funktioniert.
Ein absolutes Super-Board (aber teuer): http://www.asrock.com/server/overview.a ... l=C2750D4I
Ein sehr günstiges Board mit 4+1 SATA Anschlüssen wäre das ASRock E350M1

Zur Speicherfrage:
Schwierig zu beantworten. Es wird ja 1 GB RAM pro 1 TB ZFS empfohlen. Im schlimmsten Fall kann der ZFS-Pool nicht mehr gemountet werden, wenn zu wenig RAM vorhanden ist. Das kann man mit (realistischen) Testdaten ausprobieren.
Allerdings würde ich nach Möglichkeit einfach immer soviel RAM einbauen, wie es geht.
Ich sichere auch mein NAS1 auf mein NAS2. Sollte mein NAS1 "sterben", mache ich mein NAS2 zu NAS1. Daher ist mein NAS2 technisch ähnlich aufgebaut wie NAS1.
Grüße
Princo
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Re: Frage zur Grundsätzlichen NAS-Konfiguration

Post by XPUser »

Habe gestern bei Ebay ein paar monate altes, identisches Asus E45M1-M Pro ersteigert.
Brauche jetzt nur noch den Speicher und 2 oder 3 3TB-Platten.
Hatte Zwischenzeitlich die 16GB RAM wieder in meinen Win7 Rechner getan weil ich wegen dringender Videobearbeitung durch die 4GB RAM aus dem NAS doch arg ausgebremst wurde.
Da nur diese 4GB RAM nun wieder im NAS stecken, ist mir bisher von seiten des NAS nichts negatives aufgefallen.
Trotzdem werde ich das 2. NAS, dass ja danach mein 1. NAS werden soll mit 16GB RAM bestücken.

MfG XPUser
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Re: Frage zur Grundsätzlichen NAS-Konfiguration

Post by XPUser »

Hi Forum,
warte nun noch auf den Speicher und die 3TB Platten für das 2. NAS.
Wenn dies dann alles eingerichtet ist, wie bekomme ich dann möglischst bequem die Daten vom NAS 1 auf das zweite.
Einfach rüberkopieren oder gibt es eine Sychronisierungsfunktion?
Bitte möglichst ausführlich erklären. Vielen Dank.
MfG XPUser
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Re: Frage zur Grundsätzlichen NAS-Konfiguration

Post by Princo »

@XPUser,

die Synchronisierungsfunktion mittels zfs send/receive habe ich hier erklärt: viewtopic.php?f=29&t=5343&p=29406#p29406

Grüße
Princo
Meine Antworten beziehen sich immer auf die englischsprachige GUI. ECC-RAM ist Pflicht beim Einsatz von ZFS.

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Re: Frage zur Grundsätzlichen NAS-Konfiguration

Post by XPUser »

Hi,
Ist es für die Synchronisierungsfunktion mittels zfs send/receive zwingend erforderlich vorher einen Snapshot zu erstellen??
Hab ich bis jetzt noch nie gemacht.
MfG XPUser
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Princo
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Re: Frage zur Grundsätzlichen NAS-Konfiguration

Post by Princo »

Ja, zfs send/receive funktioniert nur mit Snapshots.

Grüße
Princo
Meine Antworten beziehen sich immer auf die englischsprachige GUI. ECC-RAM ist Pflicht beim Einsatz von ZFS.

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