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FreeNAS durch Nas4free ersetzen - welcher Aufwand?

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thsh
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FreeNAS durch Nas4free ersetzen - welcher Aufwand?

Post by thsh »

Hallo,

ich bin bisher Nutzer von FreeNAS und habe da so meine kleinen Probleme. Vielleicht kann ja von euch eine Rückmeldung kommen, ob ich dann bei Nas4Free besser aufgehoben bin und ob ein Umstieg "einfach" oder "aufwändig" ist.

Mein Hardware: Ein HP Proviant N40L mit 8 GB RAM und originalem BIOS.
Ein Gigabit Netzwerk mit je einem Router im Keller und im Arbeitszimmer.
Als Client werkelt ein Mac Mini, ggf. können mal 2 Androiden aufs Netzwerk/NAS über WLAN (im Router eingebaut) zugreifen. Kein Windows im Haus.
Der Server verwaltet 5 HDDs mit 2/3/3/4/4 TB, wobei pro Jahr eine kleine Platte durch eine größere ersetzt wird (bin Hobbyfilmer und Vielfotografierer).

Der Zugriff auf den Server erfolgt per APF, weil bei SMB-Zugriff noch zu viele Altlasten (Mac Sonderzeichen und "/" im Dateinamen) häufig "Fehler -50" (Datei nicht gefunden) die Nutzung blockieren.

Meine Probleme mit FreeNas bisher:
Durchsatz 1: Bei vielen Ordnertiefen und Verschachtelungen muß ich manches Mal 5-8 Minuten warten bis eine Antwort kommt. (Info oder Zusammensammeln der Daten durch das Mac OS für ein Kopier/Loschvorgang, in der Zeit ist laut Anzeigen im Mac und vom Server auf der Leitung nichts los).

Durchsatz 2: Beim Kopieren von sehr großen Dateien (2-stellige Gigabyte je Datei) komme ich nur auf 500-600 Mbit/s, obwohl die Platten 90-110Mbyte/s schaffen (am internem S-ATA des Mac getestet). Auf der Leitung sollten somit 800-900MBits/s möglich sein. Aktuell sichere ich gerade 2,94 TB und das soll noch über 12 Stunden dauern. Anzeige vom WebGUI des Servers: 500MBit/s auf dem Netzwerk, 60-70MByte/s lesend von der HDD, [Mac OS] 50 - 70 MByte/s schreibend auf die HDD (FW800, es sind 80MB/s möglich).

Datenorganisation: Ich halte nicht von RAID im privatem Bereich, ich dupliziere mein Daten über Mac OS auf externe Firewire-Platten die im Banksafe liegen. Verschlüsseln muß ich auch nichts, meine Bilder und Filme sind auf youtube & Co zu sehen.

Bisher habe ich im Server als Dateisystem ZFS genommen, weil laut englischer Beschreibung der FreeNAS Möglichkeiten das am besten aussah. (Mein englisch ist nicht besonders). Ich habe mich bewußt für "1 Festplatte = ein Dateisystem = 1 Inhaltsverzeichnis = 1 ZFS-Pool" entschieden. Gibt es bei NAS4Free die Möglichkeit auch andere FS zu nutzen, vielleicht sogar HFS+? Oder würde UFS ausreichen? Ich habe da noch keine Info gefunden, was NAS4Free so anbietet.

Wenn ich auf NAS4Free umsteige, ist dann eine Installation des BS auf USB-Stick möglich? Falls ich beim ZFS bleibe: Werden die Datenplatten übernommen oder muß da wieder alles umkopiert werden? Gibt es eine verständliche Anleitung für die Installation (windows-frei), denn bei der FreeNAS-Anleitung gab es massiv Verständnisprobleme weil die auf englisch ist und trotz eines Mac-Abschnittes zu viel windows-Kenntnisse voraussetzt?

Thomas

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crowi
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Re: FreeNAS durch Nas4free ersetzen - welcher Aufwand?

Post by crowi »

Hallo Thomas,

wenn es Dir nur um die Zugriff- Lese- und Schreibgeschwindigkeit geht, ändert es sich durch eine Umstellung auf NAS4Free auch nicht unbedingt.
Deine aktuellen Werte von "60-70MByte/s lesend von der HDD, [Mac OS] 50 - 70 MByte/s schreibend" sind für einen N40L nicht schlecht, aber eben die Hardware des HP Microservers beschränkt die Geschwindgkeit, nicht das eingesetzte NAS-Betriebssystem.

Kurz gesagt, ein Umstieg auf N4F nur zur Steigerung der Geschwindigkeit ist nicht nötig bzw. sinnvoll.

Gruß,

Crowi
NAS 1: Milchkuh: Asrock C2550D4I, Intel Avoton C2550 Quad-Core, 16GB DDR3 ECC, 5x3TB WD Red RaidZ1 +60 GB SSD for ZIL/L2ARC, APC-Back UPS 350 CS, NAS4Free 11.0.0.4.3460 embedded
NAS 2: Backup: HP N54L, 8 GB ECC RAM, 4x4 TB WD Red, RaidZ1, NAS4Free 11.0.0.4.3460 embedded
NAS 3: Office: HP N54L, 8 GB ECC RAM, 2x3 TB WD Red, ZFS Mirror, APC-Back UPS 350 CS NAS4Free 11.0.0.4.3460 embedded

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Re: FreeNAS durch Nas4free ersetzen - welcher Aufwand?

Post by b0ssman »

check ob prefetch an ist

sysctl vfs.zfs.prefetch_disable
muss sein
vfs.zfs.prefetch_disable: 0

check das die speicherauslastung >60 % ist
Nas4Free 11.1.0.4.4517. Supermicro X10SLL-F, 16gb ECC, i3 4130, IBM M1015 with IT firmware. 4x 3tb WD Red, 4x 2TB Samsung F4, both GEOM AES 256 encrypted.

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Princo
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Re: FreeNAS durch Nas4free ersetzen - welcher Aufwand?

Post by Princo »

Hallo Thomas,
thsh wrote:Durchsatz 1: Bei vielen Ordnertiefen und Verschachtelungen muß ich manches Mal 5-8 Minuten warten bis eine Antwort kommt.
Das ist kein Problem des Datendurchsatzes, sondern eher in der Arbeitsweise deines Dateimanagers angesiedelt.
Möglicherweise hast du deine AFP-Freigabe direkt auf /mnt gelegt.
In diesem Fall könntest du Folgendes ausprobieren:
1. Lösche die AFP-Freigabe auf /mnt
2. Lege für jeden ZFS-Pool eine eigene AFP-Freigabe an (in deinem Fall also für jede Festplatte eine eigene Freigabe).
3. Teste, ob das Problem noch besteht.
thsh wrote:Durchsatz 2: Beim Kopieren von sehr großen Dateien (2-stellige Gigabyte je Datei) komme ich nur auf 500-600 Mbit/s, obwohl die Platten 90-110Mbyte/s schaffen (am internem S-ATA des Mac getestet). Auf der Leitung sollten somit 800-900MBits/s möglich sein. Aktuell sichere ich gerade 2,94 TB und das soll noch über 12 Stunden dauern. Anzeige vom WebGUI des Servers: 500MBit/s auf dem Netzwerk, 60-70MByte/s lesend von der HDD, [Mac OS] 50 - 70 MByte/s schreibend auf die HDD (FW800, es sind 80MB/s möglich).
Der crowi hat es bereits sehr treffend gesagt: Diese Werte sind für deine Hardware völlig normal.
Allerdings habe ich den Eindruck, daß du dir gerade das Leben unnötig schwer machst, und darauf werde ich in der nächsten Antwort näher eingehen.
thsh wrote:Datenorganisation: Ich halte nicht von RAID im privatem Bereich, ich dupliziere mein Daten über Mac OS auf externe Firewire-Platten die im Banksafe liegen.
...
Bisher habe ich im Server als Dateisystem ZFS genommen, weil laut englischer Beschreibung der FreeNAS Möglichkeiten das am besten aussah. (Mein englisch ist nicht besonders). Ich habe mich bewußt für "1 Festplatte = ein Dateisystem = 1 Inhaltsverzeichnis = 1 ZFS-Pool" entschieden.
Das ist der eigentliche Knackpunkt.
Du lehnst RAID im privaten Bereich ab (warum eigentlich?).
Ich vermute jetzt mal ins Blaue hinein: Dich stört, daß RAID alleine oft als "sicheres Backup" betrachtet wird, und du lieber noch "echte Backups" in Form von realen Festplatten haben möchtest.

Liege ich damit ungefähr richtig?

Der "Denkfehler" dabei ist: Du hast zwar ZFS auf dem NAS, tust aber alles, um die Vorteile von ZFS nicht nutzen zu können :( Du bist voll von der Zuverlässigkeit deiner einzelnen Festplatten abhängig. ZFS bringt dir in dieser Form gar nichts.

Deine derzeitige Vorgehensweise könntest du auch mit UFS durchführen.

Ich würde das aber nicht so machen.

Grüße
Princo
Meine Antworten beziehen sich immer auf die englischsprachige GUI. ECC-RAM ist Pflicht beim Einsatz von ZFS.

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