Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung
Posted: 01 May 2014 23:38
Moin,
meine neue Hardware ist da und auch erfolgreich eingebaut.
Dabei handelt es sich um:
ASRock C2550D4I
x64-embedded auf Intel(R) Atom(TM) CPU C2550 @ 2.40GHz
16 GB ECC RAM
5x 2TB Seagate Barracuda
2x 4TB WD RED
1x 250GB alte Festplatte
Nun geht es um die Einrichtung in der WebGUI. Ich möchte gerne die 5 x 2TB in ein RAIDZ-1(nennt man das so? Es soll eine Platte ausfallen können), sodass mir hinterher noch ca. 8TB freier Speicher bleiben. Dies ist mein Medienraid (aufgeteilt in Musik, Fotos, Filme, Sonstiges).
Die beiden 4TB WD RED sollen ebenfalls in ein RAIDZ1 konfiguriert werden, sodass mir 4TB freier Speicher entstehen. Das ist mein Backupraid (aufgeteilt in die verschiedenen Geräte die von mir manuell gesichert werden).
Die 250GB Platte wird für alle frei sichtbar im Netzwerk sein und mit UFS formatiert werden. Das ist eine Temp-Platte auf der nur mal kurz was zwischengespeichert wird.
Installiert habe ich N4F auf einem USB Stick in der embedded Variante ohne Data und Swap.
Es ist die letzte Version: 9.2.0.1 - Shigawire (Revision 972)
Was habe ich bisher gemacht:
- Admin-Benutzernamen und Passwort geändert
- Hostname geändert
- Zeitzone und NTP Server gesetzt
- Power-Daemon auf "hi-adaptiv"
- E-Mail konfiguriert
- im Festplatten-Management auf "Importiere Festplatten"
-> Dort werden auch alle Festplatten angezeigt
- Alle Festplatten bis auf die 250GB HDD auf ZFS formatiert
- im ZFS-Menü im Reiter "Virtuelles Gerät" diese Festplattenverbünde (wie oben beschrieben) mit der Einstellung "Single-Parity RAID-Z" angelegt. 4k Sektorformat habe ich nicht ausgewählt.
- im ZFS-Menü im Reiter "Management" die eben angelegten virtuellen Geräte zu einem Pool eingestellt. Dabei habe ich keine Einstellungen vorgenommen, sondern alles auf Default gelassen.
Das habe ich bisher gemacht und nun kommen einige Fragen
1. Kann man bei dem Mainboard noch eine PC-Speaker anstecken? Ich habe keinen entsprechenden Steckplatz gefunden. Ich persönlich mag die Geräusche beim Hoch- und Runterfahren. Dann weiß man wann das NAS einsatzbereit ist.
2. Bis wieviel Grad sollte man die CPU und die HDDs laufen lassen? Meine CPU ist bloß passiv gekühlt.
3. Ist der Power-Daemon auf "hi-adaptiv" 'richtig'? Wie stark wirkt sich diese Energieeinstellung auf den Datendurchsatz aus?
4. Was genau macht der Admin den man in der Webgui setzen kann? Beim letzten Mal habe ich den ganz normal als meinen Standardnutzer benutzt. Nur konnte man mit dem nicht über SSH zugreifen wenn ich mich richtig erinnere. Dafür brauchte ich noch eine extra Nutzer. Wie handhabt ihr das? Benutzt ihr diesen Admin NUR für die WebGUI und habt sonst andere Nutzer?
5. Eine Auslagerungsdatei zu erstellen erschien mir auf einem USB-Stick keine gute Idee. Wie wichtig ist die Swap-Partition? Kommt man auch ohne aus?
6. Mein Mainboard hat noch einen zweiten LAN-Anschluss. Sollte ich diesen noch anschließen? Ich habe mal gehört, dass ein zweiter LAN-Anschluss Geschwindigkeitsvorteile bei zwei oder mehr gleichzeitigen Clients etwas bringen soll. Wenn die beiden Kabel jedoch über einen GBit-Switch gehen, dürfte das doch nicht wirklich was bringen oder? Muss man da viel konfigurieren? Lohnt sich das für mich? Das ist bei ein Ein-Personen Haushalt. Es kommt sehr sehr sehr selten vor, dass mehr als eine Person gleichzeitig auf die Daten zugreift.
7. Festplatten-Management: ZFS Platten soll man nicht in den Ruhezustand versetzen wird immer gesagt. Also sollte man das "Advanced Power Management" und den "Geräuschpegel" in den Festplatteneinstellungen deaktiviert lassen? SMART schalte ich selbstverständlich ein.
8. SMART: Welche Erfahrungswerte habt ihr bei den SMART Einstellungen eingetragen? Sprich Temperaturen (siehe Frage 2) oder das Überprüfungsintervall? Genauso die Einstellung im "Expertenmodus" ganz oben oder die Geplanten Selbst-Test. Ich würde ja so spontan alles auf Default lassen...
9. ZFS: Virtuelle Geräte und die Pools sind angelegt. Ich hoffe ich habe das soweit richtig gemacht. Da kam mir noch eine Frage zu den Datensätzen. Kann ich mir das so vorstellen, dass für jeden Datensatz in einem Pool ein Ordner angelegt wird der dann einzeln gemountet wird. Das ist besser als einfach einen normalen Ordner zu nehmen, da man sehr einfach Benutzerrechte, Kontingente, ... für jeden Datensatz einstellen kann?
Das wäre dann für mich evtl. sinnvoll für meinen Medien-Raid (Die 5x2TB Seagate). Dort könnte man schön die einzelnen Medien (Fotos, Musik, Filme, ...) aufteilen. So ließe sich der Kollege von den Urlaubsfotos aussperren, die Musik darf er aber durchstöbern.
Habe ich das richtig verstanden?
10. Was verbirgt sich hinter dem ZFS-Reiter "Datenträger" bzw. "Volume". Worin besteht der Unterschied zu den "Datensätzen" bzw. "Datasets"?
11. Snapshots speichern den aktuellen Zustand einer Festplatte, sodass alte Daten, selbst wenn sie in der Zwischenzeit gelöscht werden, wiederhergestellt werden können. Ist das richtig? Wenn ja, wieviel Speicherplatz belegen diese Snapshots? Funktionieren sie wirklich so gut?
12. Muss ich noch irgendwas bezüglich ZFS beachten? Virtuelles Gerät anlegen -> Pool anlegen -> evtl. Datasets anlegen -> Mountpoint setzen -> in die Freigabe bei SMB reinschmeißen? Einen passenden scrub-cron werde ich mir noch zulegen.
13. Beim Aktivieren von SSH kann ich alles auf Default lassen oder?
14. CIFS/SMB: Auch da würde ich bei der Aktivierung alles bis auf den Gastkonto Namen auf default lassen. Kenne mich da gar nicht aus, als das ich groß was ändern könnte. Die Programmierer von N4F werden sich bei den Default-Einstellungen schon was gedacht haben. Funktioniert eigl. mittlerweile das Asychronous I/O mit SMB? Ist beim Anlegen einer Freigabe noch etwas besonderes zu beachten?
15. Benutzer/Gruppen: Zu der Rechtevergabe komme ich später nochmal, da hab ich mir noch keine konkreten Fragen überlegt. Evtl. bekomme ich meinen Einsatzzweck mit dem Wiki eingerichtet.
Ich habe jetzt 4TB Daten ausgelagert. Diese werde ich über das Netzwerk zurück auf das NAS ziehen. Dabei muss ja für JEDE Datei eine Prüfsumme angelegt werden (ZFS). Da muss der Prozessor doch hinterher glühen oder? Es sind insgesamt gut knapp 2,5 Millionen Dateien (ihr denkt jetzt sicher: Oh mein Gott was hat der da? Ganz einfach: Es sind hauptsächlich Backups von Produktivmaschinen, vorallem im Programmierbereich. Die IDEs der verschiedenen Programmiersprachen bringen immer ein Haufen kleiner Dateien mit. Man sehe alleine Matlab mit gut 300 Tausend Dateien. Da ich auch 1 zu 1 Kopien von den Rechnern ziehe sind das sehr viele Dateien geworden).
Sollte ich beim Draufkopieren noch irgendwas beachten?
Habe ich noch irgendwelche wichtigen Einstellungen vergessen, die ich noch ändern sollte?
Zur Tuning für 16GB Ram, etc... komme ich auch später nochmal. Erstmal schauen wie es so läuft.
Viele, viele Fragen, aber dieses Mal möchte ich es gleich richtig machen, nicht so ein "Ach ich drück hier mal drauf und änder das"-Getue vom letzten Mal.
Schonmal vielen Dank für die Antworten!
Liebe Grüße, NKL
EDIT: Noch zu meiner CPU. Der Server läuft jetzt 47 Minuten. Angefangen hat die CPU-Temperatur bei ca 29°C und ist jetzt bei 37°C. Auf allen 4 Kernen. Auch liegt die Prozessorfrequenz dauerhaft bei 2,4 GHZ (maximal). Ich habe jedoch NICHTS mit dem Server gemacht. Er stand einfach nur eingeschaltet rum. Dabei habe ich doch oben die Energie auf "hi-adaptiv" geschaltet. Taktet er dann gar nicht mehr runter? Ist es normal, dass die CPU beim Nichtstun wärmer wird?
meine neue Hardware ist da und auch erfolgreich eingebaut.
Dabei handelt es sich um:
ASRock C2550D4I
x64-embedded auf Intel(R) Atom(TM) CPU C2550 @ 2.40GHz
16 GB ECC RAM
5x 2TB Seagate Barracuda
2x 4TB WD RED
1x 250GB alte Festplatte
Nun geht es um die Einrichtung in der WebGUI. Ich möchte gerne die 5 x 2TB in ein RAIDZ-1(nennt man das so? Es soll eine Platte ausfallen können), sodass mir hinterher noch ca. 8TB freier Speicher bleiben. Dies ist mein Medienraid (aufgeteilt in Musik, Fotos, Filme, Sonstiges).
Die beiden 4TB WD RED sollen ebenfalls in ein RAIDZ1 konfiguriert werden, sodass mir 4TB freier Speicher entstehen. Das ist mein Backupraid (aufgeteilt in die verschiedenen Geräte die von mir manuell gesichert werden).
Die 250GB Platte wird für alle frei sichtbar im Netzwerk sein und mit UFS formatiert werden. Das ist eine Temp-Platte auf der nur mal kurz was zwischengespeichert wird.
Installiert habe ich N4F auf einem USB Stick in der embedded Variante ohne Data und Swap.
Es ist die letzte Version: 9.2.0.1 - Shigawire (Revision 972)
Was habe ich bisher gemacht:
- Admin-Benutzernamen und Passwort geändert
- Hostname geändert
- Zeitzone und NTP Server gesetzt
- Power-Daemon auf "hi-adaptiv"
- E-Mail konfiguriert
- im Festplatten-Management auf "Importiere Festplatten"
-> Dort werden auch alle Festplatten angezeigt
- Alle Festplatten bis auf die 250GB HDD auf ZFS formatiert
- im ZFS-Menü im Reiter "Virtuelles Gerät" diese Festplattenverbünde (wie oben beschrieben) mit der Einstellung "Single-Parity RAID-Z" angelegt. 4k Sektorformat habe ich nicht ausgewählt.
- im ZFS-Menü im Reiter "Management" die eben angelegten virtuellen Geräte zu einem Pool eingestellt. Dabei habe ich keine Einstellungen vorgenommen, sondern alles auf Default gelassen.
Das habe ich bisher gemacht und nun kommen einige Fragen
1. Kann man bei dem Mainboard noch eine PC-Speaker anstecken? Ich habe keinen entsprechenden Steckplatz gefunden. Ich persönlich mag die Geräusche beim Hoch- und Runterfahren. Dann weiß man wann das NAS einsatzbereit ist.
2. Bis wieviel Grad sollte man die CPU und die HDDs laufen lassen? Meine CPU ist bloß passiv gekühlt.
3. Ist der Power-Daemon auf "hi-adaptiv" 'richtig'? Wie stark wirkt sich diese Energieeinstellung auf den Datendurchsatz aus?
4. Was genau macht der Admin den man in der Webgui setzen kann? Beim letzten Mal habe ich den ganz normal als meinen Standardnutzer benutzt. Nur konnte man mit dem nicht über SSH zugreifen wenn ich mich richtig erinnere. Dafür brauchte ich noch eine extra Nutzer. Wie handhabt ihr das? Benutzt ihr diesen Admin NUR für die WebGUI und habt sonst andere Nutzer?
5. Eine Auslagerungsdatei zu erstellen erschien mir auf einem USB-Stick keine gute Idee. Wie wichtig ist die Swap-Partition? Kommt man auch ohne aus?
6. Mein Mainboard hat noch einen zweiten LAN-Anschluss. Sollte ich diesen noch anschließen? Ich habe mal gehört, dass ein zweiter LAN-Anschluss Geschwindigkeitsvorteile bei zwei oder mehr gleichzeitigen Clients etwas bringen soll. Wenn die beiden Kabel jedoch über einen GBit-Switch gehen, dürfte das doch nicht wirklich was bringen oder? Muss man da viel konfigurieren? Lohnt sich das für mich? Das ist bei ein Ein-Personen Haushalt. Es kommt sehr sehr sehr selten vor, dass mehr als eine Person gleichzeitig auf die Daten zugreift.
7. Festplatten-Management: ZFS Platten soll man nicht in den Ruhezustand versetzen wird immer gesagt. Also sollte man das "Advanced Power Management" und den "Geräuschpegel" in den Festplatteneinstellungen deaktiviert lassen? SMART schalte ich selbstverständlich ein.
8. SMART: Welche Erfahrungswerte habt ihr bei den SMART Einstellungen eingetragen? Sprich Temperaturen (siehe Frage 2) oder das Überprüfungsintervall? Genauso die Einstellung im "Expertenmodus" ganz oben oder die Geplanten Selbst-Test. Ich würde ja so spontan alles auf Default lassen...
9. ZFS: Virtuelle Geräte und die Pools sind angelegt. Ich hoffe ich habe das soweit richtig gemacht. Da kam mir noch eine Frage zu den Datensätzen. Kann ich mir das so vorstellen, dass für jeden Datensatz in einem Pool ein Ordner angelegt wird der dann einzeln gemountet wird. Das ist besser als einfach einen normalen Ordner zu nehmen, da man sehr einfach Benutzerrechte, Kontingente, ... für jeden Datensatz einstellen kann?
Das wäre dann für mich evtl. sinnvoll für meinen Medien-Raid (Die 5x2TB Seagate). Dort könnte man schön die einzelnen Medien (Fotos, Musik, Filme, ...) aufteilen. So ließe sich der Kollege von den Urlaubsfotos aussperren, die Musik darf er aber durchstöbern.
Habe ich das richtig verstanden?
10. Was verbirgt sich hinter dem ZFS-Reiter "Datenträger" bzw. "Volume". Worin besteht der Unterschied zu den "Datensätzen" bzw. "Datasets"?
11. Snapshots speichern den aktuellen Zustand einer Festplatte, sodass alte Daten, selbst wenn sie in der Zwischenzeit gelöscht werden, wiederhergestellt werden können. Ist das richtig? Wenn ja, wieviel Speicherplatz belegen diese Snapshots? Funktionieren sie wirklich so gut?
12. Muss ich noch irgendwas bezüglich ZFS beachten? Virtuelles Gerät anlegen -> Pool anlegen -> evtl. Datasets anlegen -> Mountpoint setzen -> in die Freigabe bei SMB reinschmeißen? Einen passenden scrub-cron werde ich mir noch zulegen.
13. Beim Aktivieren von SSH kann ich alles auf Default lassen oder?
14. CIFS/SMB: Auch da würde ich bei der Aktivierung alles bis auf den Gastkonto Namen auf default lassen. Kenne mich da gar nicht aus, als das ich groß was ändern könnte. Die Programmierer von N4F werden sich bei den Default-Einstellungen schon was gedacht haben. Funktioniert eigl. mittlerweile das Asychronous I/O mit SMB? Ist beim Anlegen einer Freigabe noch etwas besonderes zu beachten?
15. Benutzer/Gruppen: Zu der Rechtevergabe komme ich später nochmal, da hab ich mir noch keine konkreten Fragen überlegt. Evtl. bekomme ich meinen Einsatzzweck mit dem Wiki eingerichtet.
Ich habe jetzt 4TB Daten ausgelagert. Diese werde ich über das Netzwerk zurück auf das NAS ziehen. Dabei muss ja für JEDE Datei eine Prüfsumme angelegt werden (ZFS). Da muss der Prozessor doch hinterher glühen oder? Es sind insgesamt gut knapp 2,5 Millionen Dateien (ihr denkt jetzt sicher: Oh mein Gott was hat der da? Ganz einfach: Es sind hauptsächlich Backups von Produktivmaschinen, vorallem im Programmierbereich. Die IDEs der verschiedenen Programmiersprachen bringen immer ein Haufen kleiner Dateien mit. Man sehe alleine Matlab mit gut 300 Tausend Dateien. Da ich auch 1 zu 1 Kopien von den Rechnern ziehe sind das sehr viele Dateien geworden).
Sollte ich beim Draufkopieren noch irgendwas beachten?
Habe ich noch irgendwelche wichtigen Einstellungen vergessen, die ich noch ändern sollte?
Zur Tuning für 16GB Ram, etc... komme ich auch später nochmal. Erstmal schauen wie es so läuft.
Viele, viele Fragen, aber dieses Mal möchte ich es gleich richtig machen, nicht so ein "Ach ich drück hier mal drauf und änder das"-Getue vom letzten Mal.
Schonmal vielen Dank für die Antworten!
Liebe Grüße, NKL
EDIT: Noch zu meiner CPU. Der Server läuft jetzt 47 Minuten. Angefangen hat die CPU-Temperatur bei ca 29°C und ist jetzt bei 37°C. Auf allen 4 Kernen. Auch liegt die Prozessorfrequenz dauerhaft bei 2,4 GHZ (maximal). Ich habe jedoch NICHTS mit dem Server gemacht. Er stand einfach nur eingeschaltet rum. Dabei habe ich doch oben die Energie auf "hi-adaptiv" geschaltet. Taktet er dann gar nicht mehr runter? Ist es normal, dass die CPU beim Nichtstun wärmer wird?



