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Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung

Posted: 01 May 2014 23:38
by NKL
Moin,
meine neue Hardware ist da und auch erfolgreich eingebaut.
Dabei handelt es sich um:
ASRock C2550D4I
x64-embedded auf Intel(R) Atom(TM) CPU C2550 @ 2.40GHz
16 GB ECC RAM
5x 2TB Seagate Barracuda
2x 4TB WD RED
1x 250GB alte Festplatte

Nun geht es um die Einrichtung in der WebGUI. Ich möchte gerne die 5 x 2TB in ein RAIDZ-1(nennt man das so? Es soll eine Platte ausfallen können), sodass mir hinterher noch ca. 8TB freier Speicher bleiben. Dies ist mein Medienraid (aufgeteilt in Musik, Fotos, Filme, Sonstiges).
Die beiden 4TB WD RED sollen ebenfalls in ein RAIDZ1 konfiguriert werden, sodass mir 4TB freier Speicher entstehen. Das ist mein Backupraid (aufgeteilt in die verschiedenen Geräte die von mir manuell gesichert werden).
Die 250GB Platte wird für alle frei sichtbar im Netzwerk sein und mit UFS formatiert werden. Das ist eine Temp-Platte auf der nur mal kurz was zwischengespeichert wird.

Installiert habe ich N4F auf einem USB Stick in der embedded Variante ohne Data und Swap.
Es ist die letzte Version: 9.2.0.1 - Shigawire (Revision 972)

Was habe ich bisher gemacht:
- Admin-Benutzernamen und Passwort geändert
- Hostname geändert
- Zeitzone und NTP Server gesetzt
- Power-Daemon auf "hi-adaptiv"
- E-Mail konfiguriert
- im Festplatten-Management auf "Importiere Festplatten"
-> Dort werden auch alle Festplatten angezeigt
- Alle Festplatten bis auf die 250GB HDD auf ZFS formatiert
- im ZFS-Menü im Reiter "Virtuelles Gerät" diese Festplattenverbünde (wie oben beschrieben) mit der Einstellung "Single-Parity RAID-Z" angelegt. 4k Sektorformat habe ich nicht ausgewählt.
- im ZFS-Menü im Reiter "Management" die eben angelegten virtuellen Geräte zu einem Pool eingestellt. Dabei habe ich keine Einstellungen vorgenommen, sondern alles auf Default gelassen.

Das habe ich bisher gemacht und nun kommen einige Fragen ;)
1. Kann man bei dem Mainboard noch eine PC-Speaker anstecken? Ich habe keinen entsprechenden Steckplatz gefunden. Ich persönlich mag die Geräusche beim Hoch- und Runterfahren. Dann weiß man wann das NAS einsatzbereit ist.
2. Bis wieviel Grad sollte man die CPU und die HDDs laufen lassen? Meine CPU ist bloß passiv gekühlt.
3. Ist der Power-Daemon auf "hi-adaptiv" 'richtig'? Wie stark wirkt sich diese Energieeinstellung auf den Datendurchsatz aus?
4. Was genau macht der Admin den man in der Webgui setzen kann? Beim letzten Mal habe ich den ganz normal als meinen Standardnutzer benutzt. Nur konnte man mit dem nicht über SSH zugreifen wenn ich mich richtig erinnere. Dafür brauchte ich noch eine extra Nutzer. Wie handhabt ihr das? Benutzt ihr diesen Admin NUR für die WebGUI und habt sonst andere Nutzer?
5. Eine Auslagerungsdatei zu erstellen erschien mir auf einem USB-Stick keine gute Idee. Wie wichtig ist die Swap-Partition? Kommt man auch ohne aus?
6. Mein Mainboard hat noch einen zweiten LAN-Anschluss. Sollte ich diesen noch anschließen? Ich habe mal gehört, dass ein zweiter LAN-Anschluss Geschwindigkeitsvorteile bei zwei oder mehr gleichzeitigen Clients etwas bringen soll. Wenn die beiden Kabel jedoch über einen GBit-Switch gehen, dürfte das doch nicht wirklich was bringen oder? Muss man da viel konfigurieren? Lohnt sich das für mich? Das ist bei ein Ein-Personen Haushalt. Es kommt sehr sehr sehr selten vor, dass mehr als eine Person gleichzeitig auf die Daten zugreift.
7. Festplatten-Management: ZFS Platten soll man nicht in den Ruhezustand versetzen wird immer gesagt. Also sollte man das "Advanced Power Management" und den "Geräuschpegel" in den Festplatteneinstellungen deaktiviert lassen? SMART schalte ich selbstverständlich ein.
8. SMART: Welche Erfahrungswerte habt ihr bei den SMART Einstellungen eingetragen? Sprich Temperaturen (siehe Frage 2) oder das Überprüfungsintervall? Genauso die Einstellung im "Expertenmodus" ganz oben oder die Geplanten Selbst-Test. Ich würde ja so spontan alles auf Default lassen...
9. ZFS: Virtuelle Geräte und die Pools sind angelegt. Ich hoffe ich habe das soweit richtig gemacht. Da kam mir noch eine Frage zu den Datensätzen. Kann ich mir das so vorstellen, dass für jeden Datensatz in einem Pool ein Ordner angelegt wird der dann einzeln gemountet wird. Das ist besser als einfach einen normalen Ordner zu nehmen, da man sehr einfach Benutzerrechte, Kontingente, ... für jeden Datensatz einstellen kann?
Das wäre dann für mich evtl. sinnvoll für meinen Medien-Raid (Die 5x2TB Seagate). Dort könnte man schön die einzelnen Medien (Fotos, Musik, Filme, ...) aufteilen. So ließe sich der Kollege von den Urlaubsfotos aussperren, die Musik darf er aber durchstöbern.
Habe ich das richtig verstanden?
10. Was verbirgt sich hinter dem ZFS-Reiter "Datenträger" bzw. "Volume". Worin besteht der Unterschied zu den "Datensätzen" bzw. "Datasets"?
11. Snapshots speichern den aktuellen Zustand einer Festplatte, sodass alte Daten, selbst wenn sie in der Zwischenzeit gelöscht werden, wiederhergestellt werden können. Ist das richtig? Wenn ja, wieviel Speicherplatz belegen diese Snapshots? Funktionieren sie wirklich so gut?
12. Muss ich noch irgendwas bezüglich ZFS beachten? Virtuelles Gerät anlegen -> Pool anlegen -> evtl. Datasets anlegen -> Mountpoint setzen -> in die Freigabe bei SMB reinschmeißen? Einen passenden scrub-cron werde ich mir noch zulegen.
13. Beim Aktivieren von SSH kann ich alles auf Default lassen oder?
14. CIFS/SMB: Auch da würde ich bei der Aktivierung alles bis auf den Gastkonto Namen auf default lassen. Kenne mich da gar nicht aus, als das ich groß was ändern könnte. Die Programmierer von N4F werden sich bei den Default-Einstellungen schon was gedacht haben. Funktioniert eigl. mittlerweile das Asychronous I/O mit SMB? Ist beim Anlegen einer Freigabe noch etwas besonderes zu beachten?
15. Benutzer/Gruppen: Zu der Rechtevergabe komme ich später nochmal, da hab ich mir noch keine konkreten Fragen überlegt. Evtl. bekomme ich meinen Einsatzzweck mit dem Wiki eingerichtet.

Ich habe jetzt 4TB Daten ausgelagert. Diese werde ich über das Netzwerk zurück auf das NAS ziehen. Dabei muss ja für JEDE Datei eine Prüfsumme angelegt werden (ZFS). Da muss der Prozessor doch hinterher glühen oder? Es sind insgesamt gut knapp 2,5 Millionen Dateien (ihr denkt jetzt sicher: Oh mein Gott was hat der da? Ganz einfach: Es sind hauptsächlich Backups von Produktivmaschinen, vorallem im Programmierbereich. Die IDEs der verschiedenen Programmiersprachen bringen immer ein Haufen kleiner Dateien mit. Man sehe alleine Matlab mit gut 300 Tausend Dateien. Da ich auch 1 zu 1 Kopien von den Rechnern ziehe sind das sehr viele Dateien geworden).
Sollte ich beim Draufkopieren noch irgendwas beachten?
Habe ich noch irgendwelche wichtigen Einstellungen vergessen, die ich noch ändern sollte?
Zur Tuning für 16GB Ram, etc... komme ich auch später nochmal. Erstmal schauen wie es so läuft.

Viele, viele Fragen, aber dieses Mal möchte ich es gleich richtig machen, nicht so ein "Ach ich drück hier mal drauf und änder das"-Getue vom letzten Mal.
Schonmal vielen Dank für die Antworten!
Liebe Grüße, NKL


EDIT: Noch zu meiner CPU. Der Server läuft jetzt 47 Minuten. Angefangen hat die CPU-Temperatur bei ca 29°C und ist jetzt bei 37°C. Auf allen 4 Kernen. Auch liegt die Prozessorfrequenz dauerhaft bei 2,4 GHZ (maximal). Ich habe jedoch NICHTS mit dem Server gemacht. Er stand einfach nur eingeschaltet rum. Dabei habe ich doch oben die Energie auf "hi-adaptiv" geschaltet. Taktet er dann gar nicht mehr runter? Ist es normal, dass die CPU beim Nichtstun wärmer wird?

Re: Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung

Posted: 02 May 2014 00:41
by D@ve
Kann man bei dem Mainboard noch eine PC-Speaker anstecken? Ich habe keinen entsprechenden Steckplatz gefunden. Ich persönlich mag die Geräusche beim Hoch- und Runterfahren. Dann weiß man wann das NAS einsatzbereit ist.
Bin gerade mal durchs Handbuch gezappt... Sieht nicht so aus...
2. Bis wieviel Grad sollte man die CPU und die HDDs laufen lassen?
Hab da auch nach gegoogelt letztlich. Bei Festplatten hab ich überall werte von 30° gelesen... Bei der CPU ist das wohl bei jedem Prozessor anders. 37° ist aber auf garkeinen Fall ein Problem
Wie wichtig ist die Swap-Partition? Kommt man auch ohne aus?
Swap brauchst Du in der Regel nur, wenn der Speicher knapp ist. Hier wurde mir immer gesagt 1GB RAM pro TB Festplatte. Mit 16Gb solltest Du da auf der sicheren Seite sein
mein Mainboard hat noch einen zweiten LAN-Anschluss. Sollte ich diesen noch anschließen?
Ich hab den bei mir aktiviert, damit ich den nicht mal versehentlich falsch einstecke und dann drei Tage nach dem Fehler suche. Ob Du mehr Durchsatz brauchst, hängt auch stark von Deiner Infrastruktur ab. Bei mir hängt das meiste nur im WLan. Da macht es keinen Sinn noch mehr Bandbreite rauszuholen. Und Gigabit Lan wuppt schon ganz schön...
7. Festplatten-Management: ZFS Platten soll man nicht in den Ruhezustand versetzen wird immer gesagt. Also sollte man das "Advanced Power Management" und den "Geräuschpegel" in den Festplatteneinstellungen deaktiviert lassen? SMART schalte ich selbstverständlich ein.
Dieser Frage schließe ich mich an. Hier habe ich in den gängigen Foren heftige Diskussionen gesehen.
a) die Platten verschleißen durch das lange laufen, je weniger sie laufen desto weniger Verschleiß
b) die Platten verschleißen durch das anlaufen, je weniger Einschaltvorgänge desto weniger Verschleiß

Ich selber denke, dass die Wahrheit in der Mitte liegt. Ich schalte die Platten nach einer Stunde ab. Weil ich eigentlich kaum auf meinen Server zugreife. (vielleicht einmal am Tag)
Kann ich mir das so vorstellen, dass für jeden Datensatz in einem Pool ein Ordner angelegt wird der dann einzeln gemountet wird. Das ist besser als einfach einen normalen Ordner zu nehmen, da man sehr einfach Benutzerrechte, Kontingente, ... für jeden Datensatz einstellen kann?
Bei ZFS wird, wo wie ich das verstehe garnicht gemountet. Eine Dataset ist kein Ordner, taucht aber im Betriebssystem als ein Ordner auf. Hab mir heute sagen lassen, dass man für jeden Bereich, den man als Freigabe einrichtet auch ein Dataset nehmen soll. Hab das auch so wie Du gemacht:
Bei mir sieht es momentan so aus
Archiv: (das sind Dinge wie E-Books, Youtube-Videos, Scherz-Bilder, etc)
Videos: Eigene Videos
Fotos: Eigene Fotos
Software: Downloads
Backup: Händische Backups von Daten (z.B. von meinem Webserver oder dergleichen)
Musik: MP3s
TimeMachine: Dataset/Freigabe für die Backups der lokalen Rechner

So kann ich auch unterscheiden, was wie gesichert werden soll. Wenn das "Archiv" draufgeht, wäre das ärgerlich, aber damit könnte ich leben. Da sind nur Dinge drin, die ich mir irgendwoher wieder besorgen kann. Bei eigenen Fotos wird das schon schwieriger.
11. Snapshots speichern den aktuellen Zustand einer Festplatte, sodass alte Daten, selbst wenn sie in der Zwischenzeit gelöscht werden, wiederhergestellt werden können. Ist das richtig? Wenn ja, wieviel Speicherplatz belegen diese Snapshots? Funktionieren sie wirklich so gut?
Yep ist richtig. Das läuft soweit ich das verstanden habe auf Datei-Ebene (also ähnlich wie bei SVN und dergleichen): Wenn Du eine 100MB Datei und eine 10 MB Datei im Pool hast, einen Snapshot machst und eine Löschst, werden immer noch 110 MB verbraucht. Also wenn Du zwei Bytes in der 100 MB Datei veränderst sind es immer noch 110 MB, weil wohl die gesamte Datei "gesnapshotet" wird. Ist entsprechend praktisch bei vielen kleinen Dateien von denen nur wenige geändert werden. Ich werde das für meine PHP-Projekte nutzen.
Mountpoint setzen
Mountpoints brauchst Du nicht für ZFS
Auch da würde ich bei der Aktivierung alles bis auf den Gastkonto Namen auf default lassen
Da schließe ich mich der Frage an. Ich hab mir jetzt einen User für die Freigaben eingerichtet. So bin ich später flexibler

Re: Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung

Posted: 02 May 2014 02:45
by Princo
NKL wrote:- im ZFS-Menü im Reiter "Virtuelles Gerät" diese Festplattenverbünde (wie oben beschrieben) mit der Einstellung "Single-Parity RAID-Z" angelegt. 4k Sektorformat habe ich nicht ausgewählt.
Grober Fehler.
Du MUßT das 4k Sektorformat auswählen, wenn du Festplatten mit 4k Sektoren hast. Ansonsten geht die Übertragungsrate in den Keller.
NKL wrote:1. Kann man bei dem Mainboard noch eine PC-Speaker anstecken? Ich habe keinen entsprechenden Steckplatz gefunden. Ich persönlich mag die Geräusche beim Hoch- und Runterfahren. Dann weiß man wann das NAS einsatzbereit ist.
Das ist ein Server-Mainboard. Die können das idR nicht. Finde ich auch schade.
NKL wrote:2. Bis wieviel Grad sollte man die CPU und die HDDs laufen lassen? Meine CPU ist bloß passiv gekühlt.
Bei den Festplatten würde ich versuchen, unter 40°C zu bleiben. Lass einfach die Lüfter anfangs auf Maximum laufen, damit du siehst, was maximal möglich ist. Danach regelst du schrittweise runter, um ggfs. die Geräuschentwicklung zu reduzieren.
NKL wrote:3. Ist der Power-Daemon auf "hi-adaptiv" 'richtig'? Wie stark wirkt sich diese Energieeinstellung auf den Datendurchsatz aus?
Der Power-Dämon sollte auf "adapive" stehen. Die Einstellung regelt nur, wie schnell der Prozessor auf erhöhter Anforderungen reagiert. "adaptive" ist dabei die bessere Wahl.
NKL wrote:4. Was genau macht der Admin den man in der Webgui setzen kann? Beim letzten Mal habe ich den ganz normal als meinen Standardnutzer benutzt. Nur konnte man mit dem nicht über SSH zugreifen wenn ich mich richtig erinnere. Dafür brauchte ich noch eine extra Nutzer. Wie handhabt ihr das? Benutzt ihr diesen Admin NUR für die WebGUI und habt sonst andere Nutzer?
Bei SSH kan man einstellen, ober der admin (root) zugreifen kann. Bei der Einrichtung des Systems kann das hilfreich sein. Hinterher kann man das wieder abschalten.
NKL wrote:5. Eine Auslagerungsdatei zu erstellen erschien mir auf einem USB-Stick keine gute Idee. Wie wichtig ist die Swap-Partition? Kommt man auch ohne aus?
Sorge immer für genügend RAM. Ein Swap-Device bringt dir gar nichts.
NKL wrote:6. Mein Mainboard hat noch einen zweiten LAN-Anschluss. Sollte ich diesen noch anschließen? Ich habe mal gehört, dass ein zweiter LAN-Anschluss Geschwindigkeitsvorteile bei zwei oder mehr gleichzeitigen Clients etwas bringen soll. Wenn die beiden Kabel jedoch über einen GBit-Switch gehen, dürfte das doch nicht wirklich was bringen oder? Muss man da viel konfigurieren? Lohnt sich das für mich? Das ist bei ein Ein-Personen Haushalt. Es kommt sehr sehr sehr selten vor, dass mehr als eine Person gleichzeitig auf die Daten zugreift.
In dem von dir genannten Szenario bringt dir der zweite LAN-Anschluß nichts.
NKL wrote:7. Festplatten-Management: ZFS Platten soll man nicht in den Ruhezustand versetzen wird immer gesagt. Also sollte man das "Advanced Power Management" und den "Geräuschpegel" in den Festplatteneinstellungen deaktiviert lassen? SMART schalte ich selbstverständlich ein.
Bei "frischen" Festplatten sollte man hier immer die Maximaleinstellungen einrichten.
Der Geräuschpegel einer Festplatte hängt nicht davon ab, welche Einstellung du hier machst, sondenr wie geschickt du dich beim Einbau der Platte in ihrem Rahmen anstellst.
NKL wrote:8. SMART: Welche Erfahrungswerte habt ihr bei den SMART Einstellungen eingetragen? Sprich Temperaturen (siehe Frage 2) oder das Überprüfungsintervall? Genauso die Einstellung im "Expertenmodus" ganz oben oder die Geplanten Selbst-Test. Ich würde ja so spontan alles auf Default lassen...
Ich habe das auch auf Default gelassen, schaue aber ab und zu in die SMART-Sektion der Festplatten rein.
NKL wrote:9. ZFS: Virtuelle Geräte und die Pools sind angelegt. Ich hoffe ich habe das soweit richtig gemacht. Da kam mir noch eine Frage zu den Datensätzen. Kann ich mir das so vorstellen, dass für jeden Datensatz in einem Pool ein Ordner angelegt wird der dann einzeln gemountet wird. Das ist besser als einfach einen normalen Ordner zu nehmen, da man sehr einfach Benutzerrechte, Kontingente, ... für jeden Datensatz einstellen kann?
Den Begriff "Datensätze" gibt es bei ZFS nicht.
Es heißt "Datasets". Die Übersetzung ist hier fehlerhaft.
Das ist der Grund, weshalb man in der Web-GUI die Sprache auf "Englisch" belassen sollte.
NKL wrote:Das wäre dann für mich evtl. sinnvoll für meinen Medien-Raid (Die 5x2TB Seagate). Dort könnte man schön die einzelnen Medien (Fotos, Musik, Filme, ...) aufteilen. So ließe sich der Kollege von den Urlaubsfotos aussperren, die Musik darf er aber durchstöbern.
Habe ich das richtig verstanden?
Jein.
Zugriffsrechte lassen sich leicht auf Ordner-Ebene einstellen.
Datasets werden als Ordner angezeigt.
Man kann aber auch innerhalb eines Datasets unterschiedliche Zugriffrechte einstellen.
NKL wrote:10. Was verbirgt sich hinter dem ZFS-Reiter "Datenträger" bzw. "Volume". Worin besteht der Unterschied zu den "Datensätzen" bzw. "Datasets"?
ZFS-Volumes kann man als sog. Block-Devices einrichten, welche dann z.B. als iSCSI-Laufwerke exportiert werden können. Ist 'ne verdammt coole Sache, wenn man weiß, was man mit iSCSI-Laufwerken alles anstellen kann.
Wenn man das nicht weiß, dann sollte man keine ZFS-Volumes einrichten.
NKL wrote:11. Snapshots speichern den aktuellen Zustand einer Festplatte, sodass alte Daten, selbst wenn sie in der Zwischenzeit gelöscht werden, wiederhergestellt werden können. Ist das richtig? Wenn ja, wieviel Speicherplatz belegen diese Snapshots? Funktionieren sie wirklich so gut?
Der Snapshot an sich belegt keinen Speicherplatz. Die Daten im Snapshot allerdings schon.
NKL wrote:12. Muss ich noch irgendwas bezüglich ZFS beachten? Virtuelles Gerät anlegen -> Pool anlegen -> evtl. Datasets anlegen -> Mountpoint setzen -> in die Freigabe bei SMB reinschmeißen? Einen passenden scrub-cron werde ich mir noch zulegen.
Den Mountpoint brauchst du bei ZFS nicht setzen (obwohl es theoretisch möglich wäre). Es ist hier besser, mit den Default-Werten zu arbeiten.
NKL wrote:13. Beim Aktivieren von SSH kann ich alles auf Default lassen oder?
SSH benutze ich hauptsächlich zum Administrieren meines Pools. Daher setze ich den Haken bei "Permit root login".
Wenn das NAS über das Internet erreichbar ist, sollte man diese Einstellung natürlich nicht nutzen.
NKL wrote:14. CIFS/SMB: Auch da würde ich bei der Aktivierung alles bis auf den Gastkonto Namen auf default lassen. Kenne mich da gar nicht aus, als das ich groß was ändern könnte. Die Programmierer von N4F werden sich bei den Default-Einstellungen schon was gedacht haben. Funktioniert eigl. mittlerweile das Asychronous I/O mit SMB? Ist beim Anlegen einer Freigabe noch etwas besonderes zu beachten?
Kommt darauf an, ob du das NAS eher "offen" betreibst, oder die Benutzerverwaltung einsetzt.
Im "offenen" Betrieb (alles ist erlaubt, was nicht explizit verboten ist), bleibt der Guest-Account auf "ftp" und die Einstellung "Map to guest" auf "Bad user - non existing users".
Die Programmierer von N4F gehen übrigens davon aus, daß du über diese Dinge selber bescheid weißt, und die für dich richtgen Einstellungen selber vornehmen kannst. N4F ist kein Consumer-Produkt.
NKL wrote:15. Benutzer/Gruppen: Zu der Rechtevergabe komme ich später nochmal, da hab ich mir noch keine konkreten Fragen überlegt. Evtl. bekomme ich meinen Einsatzzweck mit dem Wiki eingerichtet.
Nö, das Wiki hilft dir nur bei speziellen Fragen. Über Themen wie "Rechtevergabe" solltest du bereits Bescheid wissen.
NKL wrote:Ich habe jetzt 4TB Daten ausgelagert. Diese werde ich über das Netzwerk zurück auf das NAS ziehen. Dabei muss ja für JEDE Datei eine Prüfsumme angelegt werden (ZFS). Da muss der Prozessor doch hinterher glühen oder?
No, denn die Prüfsummenbildung ist nicht gerade anspruchsvoll. ZFS ist ein sehr schnelles Dateisystem.

Knackig wird es erst, wenn du Kompression einsetzen möchtest.
NKL wrote:Es sind insgesamt gut knapp 2,5 Millionen Dateien (ihr denkt jetzt sicher: Oh mein Gott was hat der da? Ganz einfach: Es sind hauptsächlich Backups von Produktivmaschinen, vorallem im Programmierbereich. Die IDEs der verschiedenen Programmiersprachen bringen immer ein Haufen kleiner Dateien mit. Man sehe alleine Matlab mit gut 300 Tausend Dateien. Da ich auch 1 zu 1 Kopien von den Rechnern ziehe sind das sehr viele Dateien geworden).
Es mag dich überraschen, aber das wird hier niemanden besonders beeindrucken. :D
ZFS ist DAS Dateisystem für große Datenmengen. Daher gibt es hier viele User, für die das völlig normal ist.
Alleine in meinem Backup-Bereich tummeln sich ca. 21 Millionen Dateien.
NKL wrote:Sollte ich beim Draufkopieren noch irgendwas beachten?
Du solltest vorher mal deine Impfstatus checken, und ob du alle Versicherungen bezahlt hast :mrgreen:
Auf jeden Fall solltest du deinen Pool richtig mit dem 4k-Sektoren eingerichtet haben, sonst wird das echt kramfig.
NKL wrote:Habe ich noch irgendwelche wichtigen Einstellungen vergessen, die ich noch ändern sollte?
Ja, das Tuning für die 16GB RAM.
NKL wrote:Zur Tuning für 16GB Ram, etc... komme ich auch später nochmal. Erstmal schauen wie es so läuft.
Nunja, es wäre sicherlich sinnvoll, das Tuning durchzuführen bevor man eine große Datenmenge auf das NAS kopiert.
Findest du nicht auch?
NKL wrote:ZViele, viele Fragen, aber dieses Mal möchte ich es gleich richtig machen, nicht so ein "Ach ich drück hier mal drauf und änder das"-Getue vom letzten Mal.
Jetzt hast du auf jede einzelne Frage eine ausführliche Antwort bekommen.
Bin mal gespannt, ob es jetzt noch Rückfragen gibt. :mrgreen:
NKL wrote:EDIT: Noch zu meiner CPU. Der Server läuft jetzt 47 Minuten. Angefangen hat die CPU-Temperatur bei ca 29°C und ist jetzt bei 37°C. Auf allen 4 Kernen. Auch liegt die Prozessorfrequenz dauerhaft bei 2,4 GHZ (maximal). Ich habe jedoch NICHTS mit dem Server gemacht. Er stand einfach nur eingeschaltet rum. Dabei habe ich doch oben die Energie auf "hi-adaptiv" geschaltet. Taktet er dann gar nicht mehr runter? Ist es normal, dass die CPU beim Nichtstun wärmer wird?
Naja, wie schon oben erwähnt: du hast "hiadaptive" anstelle von "adaptive" eingestellt. Das ist wie an der Ampel stehen, und mit dem Gas spielen, wenn du verstehst, was ich meine.

Grüße
Princo

Re: Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung

Posted: 02 May 2014 07:18
by crowi
Den Antworten von Princo ist nicht mehr viel hinzuzufügen ausser:
6. Mein Mainboard hat noch einen zweiten LAN-Anschluss. Sollte ich diesen noch anschließen?
Du solltest ihn NICHT anstecken, ausser Du hast einen managed Switch, dann kannst Du im Switch und im NAS LACP aktivieren um den Durchsatz zu erhöhen.
Bringt aber in Deinem Fall nichts - wie Princo schon schrieb - nur wenn viele User auf die NAS zugreifen ist es sinnoll.

Ich habe noch (wieder nach Princo) auf dem selben Board diese Optimierung durchgeführt
viewtopic.php?f=29&t=5787#p32277
und konnte einiges an Gecshwindigkeit rauskitzeln.

EDIT--> Mir ist noch was aufgefallen:
Die beiden 4TB WD RED sollen ebenfalls in ein RAIDZ1 konfiguriert werden, sodass mir 4TB freier Speicher entstehen.
Diese beiden Platten solltest Du als 'Mirror' betreiben, Z1 geht nur ab 3 Platten.

@Princo: Danke für den Hinweis auf 'adaptive', das werde ich auch umsetzen :)

Das Board ist gut, viel Spaß damit :)

Re: Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung

Posted: 02 May 2014 08:57
by crowi
Und noch ein Nachtrag, vor allem an D@ve und an NKL:

Ihr habt Euch WD REDs zugelegt, also vorsicht wenn euch das noch nicht bewusst ist: der BEFH (Bastard engineer from hell) von WD hat wieder zugeschlagen und die teuflische 'sophisticated autodestruct timebomb` Funktion (genannt Intellipark) auch in der RED Linie vor einiger Zeit aktiviert. :twisted:

Betroffen ist (nach meinem derzeitigen Wissen) diese Serie:

WDC WDx0EFRX-68EUZN0

Achtet bei den SMART Werten auf den 'load cycle count', wenn der überraschend schnell ansteigt, wird es Zeit das Laufwerk zu flashen. Ansonsten habt ihr nicht lange Freude daran und die HDD wird sich wahrscheinlich kurz nach Ablauf der Garantiezeit verabschieden. ;)

Hier eine genauere Erklärung (Danke an b0ssman für den Link) und eine Anleitung, das Problem zu beheben:
http://forums.freenas.org/index.php?thr ... exe.18171/
und hier auf der deutschen WD Seite abrufbar:
http://support.wd.com/product/download. ... 01&lang=de

Gruß,
ich

Re: Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung

Posted: 02 May 2014 15:48
by NKL
Moin, vielen Dank für die schnellen Antworten.
Princo wrote:Grober Fehler. Du MUßT das 4k Sektorformat auswählen, wenn du Festplatten mit 4k Sektoren hast. Ansonsten geht die Übertragungsrate in den Keller.
Perfekt, danke für die Info. Und genau deshalb habe ich mit dem Draufkopieren noch gewartet, bis ich mal nachgefragt habe.
Ich habe mal nachgelesen, meine Festplatten habe alle 4K Sektoren.
Princo wrote:Das ist ein Server-Mainboard. Die können das idR nicht. Finde ich auch schade.
Sehr schade, eine andere Möglichkeit dieses Piepen zu simulieren gibt es vermutlich auch nicht. Mein Board hat ja nichtmal einen normalen Audioausgang.
D@ve wrote:Hab da auch nach gegoogelt letztlich. Bei Festplatten hab ich überall werte von 30° gelesen... Bei der CPU ist das wohl bei jedem Prozessor anders. 37° ist aber auf garkeinen Fall ein Problem
Na 30°C erscheinen mir doch sehr wenig für die Festplatten. Die 37°C der CPU kam nach 45 mins Laufen. Ich hab ihn dann heruntergefahren und bin ins Bett gegangen, mich wunderte nur, dass es nach so kurzer Zeit schon um 8°C heißer wurde. Was passiert dann erst, wenn Last draufkommt?
Princo wrote:Bei den Festplatten würde ich versuchen, unter 40°C zu bleiben. Lass einfach die Lüfter anfangs auf Maximum laufen, damit du siehst, was maximal möglich ist. Danach regelst du schrittweise runter, um ggfs. die Geräuschentwicklung zu reduzieren.
Gute Idee, aber ich schätze, dass meine Festplatten ausreichend gekühlt werden (diese sitzen in einem Wechselrahmen der auch nochmal einen eigenen Lüfter hat). Mir macht die CPU so ein bisschen Sorgen. crowi schrieb in einem anderen Thread mit dem gleichen Board etwas mit 55-60°C. Ist das echt noch tragbar?
D@ve wrote:Ich selber denke, dass die Wahrheit in der Mitte liegt. Ich schalte die Platten nach einer Stunde ab. Weil ich eigentlich kaum auf meinen Server zugreife. (vielleicht einmal am Tag)
Ist es dann bei dir nicht sinnvoller ihn einfach nur dann einzuschalten wenn du ihn benötigst? Spart auch Strom ;)
Princo wrote:Der Power-Dämon sollte auf "adapive" stehen. Die Einstellung regelt nur, wie schnell der Prozessor auf erhöhter Anforderungen reagiert. "adaptive" ist dabei die bessere Wahl.
Ah ok, das regelt gar nicht den normalen Betrieb sondern nur wenn richtig Arbeit kommt. Werde ich ändern.
Princo wrote:Bei SSH kan man einstellen, ober der admin (root) zugreifen kann. Bei der Einrichtung des Systems kann das hilfreich sein. Hinterher kann man das wieder abschalten.
Ok also nutzt die sonst andere Benutzer für Zugriffe über SMB, SSH, etc... und nutzt den WebGUI Admin dann auch nur für die WebGUI.
Princo wrote:Sorge immer für genügend RAM. Ein Swap-Device bringt dir gar nichts.
16GB dürften für meinen Datenbedarf reichen :)
Princo wrote:In dem von dir genannten Szenario bringt dir der zweite LAN-Anschluß nichts.
Ok, dann lasse ich den frei.
Princo wrote:Bei "frischen" Festplatten sollte man hier immer die Maximaleinstellungen einrichten.
Der Geräuschpegel einer Festplatte hängt nicht davon ab, welche Einstellung du hier machst, sondenr wie geschickt du dich beim Einbau der Platte in ihrem Rahmen anstellst.
Dass der Geräuschpegel nicht von der Einstellung abhängt war mir klar. Nur wird die Einstellung hier so genannt.
Ich lasse beides auf deaktiviert, so oft läuft mein NAS ja eh nicht.
Princo wrote:Ich habe das auch auf Default gelassen, schaue aber ab und zu in die SMART-Sektion der Festplatten rein.
Das heißt du lässt auch keine Selbst-Tests durchführen?
Princo wrote:Jein. Zugriffsrechte lassen sich leicht auf Ordner-Ebene einstellen. Datasets werden als Ordner angezeigt. Man kann aber auch innerhalb eines Datasets unterschiedliche Zugriffrechte einstellen.
Klingt gut. Dann werde ich mir für große Überordner jeweils Datasets anlegen. Dann lässt sich, wie D@ve oben schrieb, auch leichter ein Backup konfigurieren, wenn ich in meinem "Backup-Bereich" einige Rechner nicht noch separat auf dem Backup-NAS haben muss.
Princo wrote:Wenn man das nicht weiß, dann sollte man keine ZFS-Volumes einrichten.
Check :D
Princo wrote:Der Snapshot an sich belegt keinen Speicherplatz. Die Daten im Snapshot allerdings schon.
Ist das also so wie D@ve oben schrieb? Was passiert wenn ich Snapshots anlegen lasse und dann ein PC-Backup runterlösche (sprich mal eben 200 Tausend Dateien weg). Belegen die dann trotzdem noch Speicherplatz und ich müsste den Snapshot per Hand rauslöschen um den Speicher wirklich freizugeben?
Princo wrote:Den Mountpoint brauchst du bei ZFS nicht setzen (obwohl es theoretisch möglich wäre). Es ist hier besser, mit den Default-Werten zu arbeiten.
Alles Klar, werde ich so ausprobieren.
Princo wrote:SSH benutze ich hauptsächlich zum Administrieren meines Pools. Daher setze ich den Haken bei "Permit root login".
Wenn das NAS über das Internet erreichbar ist, sollte man diese Einstellung natürlich nicht nutzen.
Ok du machst wahrscheinlich noch deutlich mehr als ich in der Konsole. Ich fahre darüber hin und wieder mein NAS herunter. Habe mir da ein kleines Programm geschrieben, was eine SSH Verbindung aufbaut und dann über shutdown -p now den Server herunterfährt. Da spare ich mir die Klicks in der WebGUI. Wirklich mehr mache ich nicht :D Aus dem Internet erreichbar wird mein NAS nie sein. Das ist mir zu unsicher und brauche ich nicht. Meine Uploadleistung der Internetverbindung liegt bei 40kb/s, da braucht man gar nicht anfangen :)
Princo wrote:Kommt darauf an, ob du das NAS eher "offen" betreibst, oder die Benutzerverwaltung einsetzt.
Im "offenen" Betrieb (alles ist erlaubt, was nicht explizit verboten ist), bleibt der Guest-Account auf "ftp" und die Einstellung "Map to guest" auf "Bad user - non existing users".
Ich werde versuchen dieses Mal schon eine vernünftige Rechteverwaltung anzulegen. Letztes Mal war einfach Vollzugriff für alle, das konnte man relativ einfach kontrollieren, indem man schaut wer in der Wochnung ist. Netter ist es ja trotzdem mit verschiedenen Benutzern für Freunde, Gäste, ... Funktioniert denn Asychronous I/O mittlerweile mit SMB2? Unter meinem alten System lief das nicht.
Princo wrote:Die Programmierer von N4F gehen übrigens davon aus, daß du über diese Dinge selber bescheid weißt, und die für dich richtgen Einstellungen selber vornehmen kannst. N4F ist kein Consumer-Produkt.
Das ist mir klar, ist nur für jemanden der das sonst eher wenig braucht und beruflich nichts damit zu tun hat, relativ schwierig. Dafür gibt es ja aber das tolle Wiki (wo ja wirklich jede Funktion erklärt wird) und eben das Forum.
Princo wrote:No, denn die Prüfsummenbildung ist nicht gerade anspruchsvoll. ZFS ist ein sehr schnelles Dateisystem.
Klingt sehr gut. Ich werde das dann beim Kopieren mal im Auge behalten.
Wird denn der PC bei CPU Überhitzung hardwaremäßig heruntergefahren? Gibts da einen NotAus?
Princo wrote:Es mag dich überraschen, aber das wird hier niemanden besonders beeindrucken. :D
ZFS ist DAS Dateisystem für große Datenmengen. Daher gibt es hier viele User, für die das völlig normal ist.
Alleine in meinem Backup-Bereich tummeln sich ca. 21 Millionen Dateien.
Puuhhh, ok. Weil in meinem Bekanntenkreis bin ich da echt die Ausnahme :D
Princo wrote:Nunja, es wäre sicherlich sinnvoll, das Tuning durchzuführen bevor man eine große Datenmenge auf das NAS kopiert. Findest du nicht auch?
Ich dachte, dass das Tuning nur für Fehlerfindung und Feinabstimmung taugt. Wenn das generell immer was bringt ist das natürlich was anderes.
crowi wrote:Ich habe noch (wieder nach Princo) auf dem selben Board diese Optimierung durchgeführt
viewtopic.php?f=29&t=5787#p32277
und konnte einiges an Gecshwindigkeit rauskitzeln.
Super, das werde ich dann auch mal durcklicken. Hast du auch noch Werte für 16GB? Ist ja die gleiche Hardware wie bei dir.
crowi wrote:Diese beiden Platten solltest Du als 'Mirror' betreiben, Z1 geht nur ab 3 Platten.
Ah ok, habe ich dann denn noch die Vorteile von ZFS gemäß Scrub, ...? Ich habe die beiden nämlich als Single Parity RAID-Z eingerichtet. Das dürfte doch genau das sein, dass eine Platte ausfallen darf und die Daten nicht weg sind. Worin besteht jetzt der Unterschied zwischen Mirror und Single Parity RaidZ?
crowi wrote:Betroffen ist (nach meinem derzeitigen Wissen) diese Serie: WDC WDx0EFRX-68EUZN0
Achtet bei den SMART Werten auf den 'load cycle count', wenn der überraschend schnell ansteigt, wird es Zeit das Laufwerk zu flashen. Ansonsten habt ihr nicht lange Freude daran und die HDD wird sich wahrscheinlich kurz nach Ablauf der Garantiezeit verabschieden. ;)
Danke für den Hinweis. Ich habe zwei WD40EFRX-68WT0N0. Ich werd Smart mal überwachen.

Vielen Dank an Alle :!:
Grüße, NKL

EDIT: Was habe ich jetzt gemacht:
- Stromsparmodus auf "adaptiv"
- SMART aktiviert (Intervall 1800s, Expertenmodus "never", Differenz 0°C, Information 37°C, Kritisch 40°C, E-Mail eingetragen)
- Pools und Virtuelle Geräte gelöscht
- noch keine neuen angelegt (warte noch auf die Erklärung zu "Single Parity Raid-Z" vs. "Mirror")
- sämtliche Einstellungen vorgenommen die unter System|Advanced und CIFS/SMB standen (viewtopic.php?f=29&t=5787#p32277)

EDIT2: Unter SMB gibts die Einstellung "Use Sendfile: Activates SAMBA –with-sendfile-support switch, enhancing performance in most systems. Default is Enabled. " Bei mir ist das default disabled. Klingt so von der Beschreibung her ja auch nicht schlecht. Sollte ich das noch aktivieren?

EDIT3: Unter den Freigaben bei SMB gibts noch die folgenden Einstellungen:
Schattenkopie Aktiviere Schattenkopie Dies ermöglicht die Erstellung von Schattenkopien durch Auto-Snapshot. (Nur ZFS)
Schattenkopie-Format Das Format für das Abbild der Schattenkopie kann individuelle konfiguriert werden. Voreinstellung ist auto-%Y%m%d-%H%M%S ZFS Auto Snapshot.
ZFS ACL Aktivierung von ZFS ACL Dies wird ZFS ACL-Unterstützung bereitstellen. (Nur ZFS)
Diese werden auch im Wiki (http://wiki.nas4free.org/doku.php?id=do ... smb_shares) nicht erwähnt.
Die Schattenkopien werden war mit den Snapshots zu tun haben. Ich werde diese vermutlich eh nicht nutzen, daher ist das für mich relativ unerheblich. Evtl. kann das ja trotzdem kurz erklärt werden.
Wichtiger ist das ZFS ACL. Laut google hat das was mit der Dateirechteverwaltung im Dateisystem zu tun. Was genau verbirgt sich dahinter?

Re: Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung

Posted: 02 May 2014 16:34
by crowi
Hallo NKL,

Tuning:
meine loader.conf sieht momentan so aus (ich (bzw zfskerneltune) habe (hat) die Werte an 16Gb angepasst)
kernel="kernel"
bootfile="kernel"
kernel_options=""
kern.hz="100"
hw.est.msr_info="0"
hw.hptrr.attach_generic="0"
kern.maxfiles="65536"
kern.maxfilesperproc="50000"
kern.cam.boot_delay="8000"
autoboot_delay="5"
isboot_load="YES"
zfs_load="YES"
# ZFS kernel tune
vm.kmem_size="14336M"
vfs.zfs.arc_min="12288M"
vfs.zfs.arc_max="12288M"
vfs.zfs.prefetch_disable="0"
vfs.zfs.txg.timeout="5"
vfs.zfs.vdev.max_pending="10"
vfs.zfs.vdev.min_pending="4"
vfs.zfs.write_limit_override="0"
vfs.zfs.no_write_throttle="0"
vfs.zfs.l2arc_write_max="200MB"
vfs.zfs.l2arc_write_boost="380MB"
Temperatur:
a) Festplatten
laut einer großen Google Studie halten die Platten am längsten bei 30-40°C im Dauerbetrieb. Da Google schon ein paar Platten am laufen hat, glaube ich der Studie. Aber D@ve hat auch recht wenn ers schreibt:
je weniger Einschaltvorgänge desto weniger Verschleiß
denn am allerwenigsten verschleißen sie wenn sie überhaupt nie angeschaltet werden! :)
Da halten die Dinger ewig! (Na gut, nach 10-15 Jahren verharzt das Schmiermittel und sie laufen nicht an, aber das macht ja nichts weil eh keine Daten drauf sind) :)
Hardware muss funktionieren und laufen, wenn man was zum verhätscheln braucht, soll man sich ein Meerschweinchen zulegen ;)
Also lass sie laufen und schau dass sie unter 40°C bleiben...

b) CPU:
meiner ging bisher bis maximal bis 57-58°C, aushalten tut er kurzzeitig 80°C.
Wenn es ihm zu warm wird regelt er runter.
Verbinde den IPMI Port mit Deinen Switch und schau Dir ab und zu das BMC Eventlog an (unter Server health) da steht genau aufgelistet, wenn etwas kritisch wurde.

ZFS Mirror:
Ah ok, habe ich dann denn noch die Vorteile von ZFS gemäß Scrub
ja hast Du, ZFS ist ZFS, ob jetzt RAIDZ1 oder Mirror, die Funktionen sind da.
Mirror hat sogar den Vorteil dass er beim Lesen der Daten schneller als der Z1 Pool ist.

Viel Spaß beim weiterbasteln,
Crowi

Re: Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung

Posted: 02 May 2014 22:19
by NKL
crowi wrote:meine loader.conf sieht momentan so aus (ich (bzw zfskerneltune) habe (hat) die Werte an 16Gb angepasst)
Perfekt. Habe die Werte ab dem 'ZFS Kernel Tune Kommentar' über den Dateieditor der WebGUI unter meine sonstigen Kernelbefehle eingetragen.
crowi wrote:laut einer großen Google Studie halten die Platten am längsten bei 30-40°C im Dauerbetrieb. Da Google schon ein paar Platten am laufen hat, glaube ich der Studie.
Klingt logisch. Habe die Werte (siehe oben im Nachtrag/Edit) im SMART Dienst eingetragen.
crowi wrote:Denn am allerwenigsten verschleißen sie wenn sie überhaupt nie angeschaltet werden! :)
Da halten die Dinger ewig! (Na gut, nach 10-15 Jahren verharzt das Schmiermittel und sie laufen nicht an, aber das macht ja nichts weil eh keine Daten drauf sind) :)
Hardware muss funktionieren und laufen, wenn man was zum verhätscheln braucht, soll man sich ein Meerschweinchen zulegen ;)
Made my day! :mrgreen:
crowi wrote:meiner ging bisher bis maximal bis 57-58°C, aushalten tut er kurzzeitig 80°C. Wenn es ihm zu warm wird regelt er runter.
Super, das sind gute Infos. Ich hab eben auch mal richtig fleißig kopieren lassen um mal zu sehen wie sich die Daten verändern.
Übers Netzwerk komme ich jetzt auf ca. 60MB/s vor dem KernelTuning war ich noch bei 80MB/s. Hab ich da was falsch gemacht? Maximale Temperatur hatte ich bisher 48°C, da hielt sie sich dann auch konstant. Beim Kopiervorgang habe ich eine CPU-Auslastung von ca 30-35%, der RAM ist zu 85% ausgelastet. Sieht ja alles sehr sehr gut aus bis auf die Übertragungsrate extern.
Wenn kleine Dateien über das Netzwerk auf das NAS kopiert werden, komme ich auf ca. 45MB/s.
Vom NAS auf meine LaptopSSD komme ich lesens auf 100MB/s. Das ist spitze!
Getestet habe ich das ganze mit meinen 2x 4TB WD RED im ZFS-Mirror.
crowi wrote:Verbinde den IPMI Port mit Deinen Switch und schau Dir ab und zu das BMC Eventlog an (unter Server health) da steht genau aufgelistet, wenn etwas kritisch wurde.
Klingt gut, habe ich aber noch nie gemacht. Solch einen IPMI Port habe ich auch zum ersten Mal gesehen als das neue Mainboard ankam. Wenn große Kopiervorgänge laufen werde ich aber ein Auge drauf haben wies mit den Temperaturen,... aussieht. Zumindest jetzt am Anfang beim Erstabgleich.
crowi wrote:ja hast Du, ZFS ist ZFS, ob jetzt RAIDZ1 oder Mirror, die Funktionen sind da. Mirror hat sogar den Vorteil dass er beim Lesen der Daten schneller als der Z1 Pool ist.
Supi, habe ich soweit eingerichtet, allerdings schafft die Platte nur so ca. 60MB/s. Das ist eine ziemlich alte Festplatte, die ich ja hier auch nur als Zwischenspeicher nutze.

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Noch weitere Fragen:
Unter Festplattenmanagement ist auch mein USB-Stick unter da0 zu finden. Ist das normal? Das ist ja mein OS-Stick. Auch taucht er in der Mount-Liste auf.
Wirklich nutzen kann man den ja nicht? Oder könnte ich da cron-job Skripte drauf ablegen?
Wenn der sonst zu nichts zu gebrauchen ist, ist es normal, dass er in der Liste auftaucht? Kann man diesen Eintrag verstecken?

Ich habe noch eine Gruppe angelegt. Diese hat den Namen "Freunde". Ich wollte nun für jeden der mal Zugriff auf das NAS hat einen Benutzer anlegen und der Gruppe Freunde zuweisen. Das geht auch soweit ohne Probleme. Jetzt würde ich gerne noch meine angelegten Datasets mit Rechten belegen. Sprich: Mich als Überall Vollzugriff, alle Leute der Gruppe Freunde haben auf dem ein oder anderen Dataset Lese und auf manchen auch Schreibrechte. Dann noch ein Nutzer "Gast" aus der Gruppe "guest" hat nochmal andere Schreib/Leserechte.
Unter der alten N4F Version konnte man solche Rechte, wenn ich mich richtig erinnere im Dateimanager in der WebGUI anlegen. Ich finde aber den passenden Button nicht mehr. Wie wird das jetzt gemacht? Lasst mich raten: Nur noch über die Konsole möglich? :?

Ich habe Daten auf das NAS gespielt und habe diese über SSH-Zugriff wieder löschen wollen. Also mit cd in das Dataset geswitcht und dann mittels "rm -rfv *" alle Dateien darin gelöscht. Was mich verwundert, dass die Anzeige (ich lasse mir ja mit -v jede gelöschte Datei ausgeben) alle 3 Sekunden für ca. 15 Sekunden stehen bleibt. Dann rasen wieder für 3 Sekunden Dateien ohne Ende durch bis er wieder 15 Sekunden stehen bleibt. Liegt das nur an der Anzeige, dass er stehen bleibt oder macht er da noch irgenwas in der Zwischenzeit? Die CPU-Auslastung geht nämlich in dieser Wartezeit auf 0% runter...
Auch das war vor dem Kerneltuning soweit ich weiß nicht so... Müsste ich nochmal testen gleich...

Schönen Abend euch! :)
Grüße, NKL


EDIT: Sooooo, ich habe jetzt die ZFS KernelTune Zeilen wieder aus der loader.conf entfernt und komme auf schreibend 85MB/s von meine LaptopSSD auf den Mirror. Auch das Löschen läuft ganz sauber durch ohne mittendrin zu hacken. Allerdings ist die RAM-Auslastung nur bei ca. 25%.

Re: Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung

Posted: 03 May 2014 01:58
by Princo
NKL wrote:Ich lasse beides auf deaktiviert, so oft läuft mein NAS ja eh nicht.
Nein, du solltest das für jede Platte mindestens einmalig auf die Maximalwerte stellen, und neu starten. Danach kannst du die beiden Einstellungen wieder auf "deaktiviert" stellen. Das hat schon seinen Grund, weshalb ich das empfehle.
NKL wrote:Das heißt du lässt auch keine Selbst-Tests durchführen?
Richtig. Liegt aber daran, daß die Mail-Benachrichtigungen hier derzeit nicht funktionieren.
Daran muß/sollte man sich aber kein Bespiel nehmen.
NKL wrote:Dann lässt sich ... auch leichter ein Backup konfigurieren, wenn ich in meinem "Backup-Bereich" einige Rechner nicht noch separat auf dem Backup-NAS haben muss.
Jein, denn wenn du PCs auf das N4F backuppen möchtest, solltest du dafür einen eigenen Pool einrichten, also tatsächlich seperate Festplatten dafür vorsehen.
Die Gründe dafür jetzt einzeln aufzuzählen, würde das Posting hier sprengen. Demnächst/irgendwann will ich aber mal einen eigenen Artikel über die optimale Aufteilung eines N4F schreiben.
NKL wrote:Was passiert wenn ich Snapshots anlegen lasse und dann ein PC-Backup runterlösche (sprich mal eben 200 Tausend Dateien weg). Belegen die dann trotzdem noch Speicherplatz und ich müsste den Snapshot per Hand rauslöschen um den Speicher wirklich freizugeben?
Wenn sich die heruntergelöschten Dateien noch in einem Snapshot befinden, dann belegen sie weiterhin Platz, welcher erst frei wird, wenn du die betreffenden Snapshots löschst.
Das ist mit den Auto-Snapshots und einer sorgfältigen Platzberechnung aber sehr elegant durchführbar.
Wenn ich mich richtig erinnere, hatten wir uns vor einiger Zeit schon zu dem Thema unterhalten.
Ich habe hier eine PC-Backup-Lösung im Einsatz, welche die Möglichkeiten von N4F optimal ausnutzt, und auch tatsächlich funktioniert.
NKL wrote:Ok du machst wahrscheinlich noch deutlich mehr als ich in der Konsole.
Über die Konsole kann man ein paar sehr nützliche Dinge machen, die über das WEB-GUI nicht durchführbar sind. Zum Beispiel Unterdatasets erstellen. Die nutze ich bei meiner PC-Backup-Lösung.
NKL wrote:Funktioniert denn Asychronous I/O mittlerweile mit SMB2?
Ich habe es abgeschaltet, und kann trotzdem mit voller Geschwindigkeit über CIFS/SMB meine Daten übertragen.
NKL wrote:Wird denn der PC bei CPU Überhitzung hardwaremäßig heruntergefahren? Gibts da einen NotAus?
Das mußt du deinen Mainboard-Hersteller fragen. Von durchgeglühten CPUs habe ich in letzter Zeit aber nichts mehr gehört.
NKL wrote:Unter SMB gibts die Einstellung "Use Sendfile:
Bei SMB2 wird die Einstellung immer auf "deaktiviert" gesetzt.
NKL wrote:Unter den Freigaben bei SMB gibts noch die folgenden Einstellungen: Schattenkopie
Die deutsche Übersetzung ist hier grob fehlerhaft. Es geht nicht um das Erstellen, sondern um das Nutzen von Schattenkopien. Was damit gemeint ist, findet sich hier erklärt: https://blogs.oracle.com/amw/entry/usin ... rsions_to1
Ob das unter N4F aber tatsächlich funktioniert, habe ich noch nicht herausgefunden. Ich brauche das nicht, weil ich weiß, wie ich auf die Snapshot-Daten zugreifen kann.

Analog gilt das für die ZFS-ACLs. Die Einstellung soll es wohl ermöglichen, die ACLs per Windows-Client zu setzen.

Zu den ACLs hatte ich hier etwas geschrieben: viewtopic.php?f=29&t=4192
NKL wrote:Habe die Werte ab dem 'ZFS Kernel Tune Kommentar' über den Dateieditor der WebGUI unter meine sonstigen Kernelbefehle eingetragen.
Also hast du die Daten von crowi direkt in die loader.conf eingetragen, und bist nicht so vorgegangen, wie ich es hier beschrieben habe: viewtopic.php?f=29&t=5787#p32277 ???

Seufz.
NKL wrote:Sooooo, ich habe jetzt die ZFS KernelTune Zeilen wieder aus der loader.conf entfernt und komme auf schreibend 85MB/s von meine LaptopSSD auf den Mirror.
Tja, in viewtopic.php?f=29&t=5787#p32277 hatte ich noch sehr viel mehr dazu geschieben. Es sind nämlich noch ein paar weitere Einstellungen zu ändern.
NKL wrote:Unter Festplattenmanagement ist auch mein USB-Stick unter da0 zu finden. Ist das normal? Das ist ja mein OS-Stick. Auch taucht er in der Mount-Liste auf.
Tja, weil du anscheinend "Clear Config and import disks" ausgeführt hast. Wird zwar immer wieder im Forum empfohlen, sollte man aber nicht tun. Richtig wäre ein Disks|ZFS|Configuration|Synchronize gewesen.
Starte dein N4F neu, und lösche danach den Eintrag für da0 aus dem Diskmanagement raus. Dabei wird sich das N4F wahrscheinlich aufhängen. Das ist nicht schlimm, du kannst das N4F einfach resetten. Der Eintrag da0 wird danach verschwunden sein.

Re: Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung

Posted: 03 May 2014 09:31
by crowi
Also hast du die Daten von crowi direkt in die loader.conf eingetragen, und bist nicht so vorgegangen, wie ich es hier beschrieben habe:
Oooops, mea culpa, ich wollte die Werte eigentlich nur als Beispiel zeigen für die 16GB RAM Konfiguration, das hätte ich explizit erwähnen sollen, die nicht direkt zu übernehmen, sorry. Richtig ist das vorgehen nach Princo in dem erwähnten thread, nur eben die

Code: Select all

vm.kmem_size="14336M"
vfs.zfs.arc_min="12288M"
vfs.zfs.arc_max="12288M"
Werte für 16GB anpassen statt für 12 GB.
:)

Re: Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung

Posted: 03 May 2014 19:39
by NKL
Princo wrote:Nein, du solltest das für jede Platte mindestens einmalig auf die Maximalwerte stellen, und neu starten. Danach kannst du die beiden Einstellungen wieder auf "deaktiviert" stellen. Das hat schon seinen Grund, weshalb ich das empfehle.
Ah, ok. Deinen Satz oben hatte ich anders interpretiert. Werde ich machen! Ist das dafür, dass die Platte wenigstens einmal mit Vollspeed durchgedreht ist?
Princo wrote:Jein, denn wenn du PCs auf das N4F backuppen möchtest, solltest du dafür einen eigenen Pool einrichten, also tatsächlich seperate Festplatten dafür vorsehen.
Die Gründe dafür jetzt einzeln aufzuzählen, würde das Posting hier sprengen. Demnächst/irgendwann will ich aber mal einen eigenen Artikel über die optimale Aufteilung eines N4F schreiben.
Naja ich habe einen Pool namens "Backups". Da wollte ich jetzt jeweils ein Dataset anlegen für jedes Gerät was ich backupe. (Sprich Laptop, Smartphone, Dropbox, StandPC, Raspberry,...). Das sind die beiden 4TB Festplatten im Mirror.
Dann halt noch der Medienraid aus 5x2TB, mit Datasets für Filme, Musik, Fotos, .... Ist das mit deinem Post gemeint?
Princo wrote:Wenn sich die heruntergelöschten Dateien noch in einem Snapshot befinden, dann belegen sie weiterhin Platz, welcher erst frei wird, wenn du die betreffenden Snapshots löschst.
Das ist mit den Auto-Snapshots und einer sorgfältigen Platzberechnung aber sehr elegant durchführbar. Wenn ich mich richtig erinnere, hatten wir uns vor einiger Zeit schon zu dem Thema unterhalten.
Ich habe hier eine PC-Backup-Lösung im Einsatz, welche die Möglichkeiten von N4F optimal ausnutzt, und auch tatsächlich funktioniert.
Ja wir hatten in dem anderen Thread mal das Thema Backup behandelt, waren da allerdings noch auf keine genauen Verfahren eingegangen. Auch kann ich mich nicht erinnern, dass wir wirklich über die Details von Snapshots geredet haben.
Aber danke, das erklärt mir nochmal die Snapshot Funktion und wo man sie evtl. einsetzen könnte.
Princo wrote:Über die Konsole kann man ein paar sehr nützliche Dinge machen, die über das WEB-GUI nicht durchführbar sind. Zum Beispiel Unterdatasets erstellen. Die nutze ich bei meiner PC-Backup-Lösung.
Ah, ein Dataset in einem Dataset? Das ist natürlich auch sehr cool :)
Princo wrote:Analog gilt das für die ZFS-ACLs. Die Einstellung soll es wohl ermöglichen, die ACLs per Windows-Client zu setzen.
Zu den ACLs hatte ich hier etwas geschrieben: viewtopic.php?f=29&t=4192
Super danke, das werd ich mir mal anschauen. Da gehst du ja auch auf die Windowsfreigaben ein. Das war ja auch noch eine Baustelle bei mir.
Princo wrote:Also hast du die Daten von crowi direkt in die loader.conf eingetragen, und bist nicht so vorgegangen, wie ich es hier beschrieben habe: viewtopic.php?f=29&t=5787#p32277 ??? Seufz.
Ja mein Gedanke dahinter war, dass ich nicht wusste welche Werte ich genau da jetzt eintragen musste. Das waren ziemlich viele Einträge in crowis Post. Dafür wollte ich mir die Datei ansehen und schauen was schon drin steht. Der Pfad steht ja in der WebGUI unter den Einstellungen. Also reingeschaut und gesehen, dass für mich wohl nur die die Einträge ab ZFS Kernel Tune nötig sind. Da man dort ja auch direkt reinschreiben kann, habe ich das da gemacht.
Ich war natürlich ziemlich blöd, weil ich einfach übersehen habe, dass in deinem Post ja auch Werte für 16GB stehen. Also hätte ich einfach deine Anleitung durchmachen können... crowis Post wäre da nicht nötig gewesen.
Werde das gleich nachhole und strikt nach deinem Post vorgehen ;)
Princo wrote:Tja, weil du anscheinend "Clear Config and import disks" ausgeführt hast. Wird zwar immer wieder im Forum empfohlen, sollte man aber nicht tun. Richtig wäre ein Disks|ZFS|Configuration|Synchronize gewesen.
Starte dein N4F neu, und lösche danach den Eintrag für da0 aus dem Diskmanagement raus. Dabei wird sich das N4F wahrscheinlich aufhängen. Das ist nicht schlimm, du kannst das N4F einfach resetten. Der Eintrag da0 wird danach verschwunden sein.
Princo kann hellsehen :shock: Ja das habe ich tatsächlich gemacht :? Ist gut, ich werd ihn so rauslöschen.
crowi wrote:Oooops, mea culpa, ich wollte die Werte eigentlich nur als Beispiel zeigen für die 16GB RAM Konfiguration, das hätte ich explizit erwähnen sollen, die nicht direkt zu übernehmen, sorry. Richtig ist das vorgehen nach Princo in dem erwähnten thread, nur eben die
Absolut nicht deine Schuld!!! Es ist ja auch schon alles wieder rückgängig gemacht, also nichts passiert :P

Vielen Dank für eure Mühe :!:

Re: Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung

Posted: 03 May 2014 22:20
by NKL
Irgendwie bin ich jetzt baff... Ich habe deine Anleitung für das Kernel-Tuning strikt nach deiner Anleitung durchgeführt.
Und jetzt, tadaaaa habe ich Schreibend 90MB/s über SMB, Lesend 125MB/s und auch beim Löschen hackt nichts mehr in der Konsole.
RAM geht auf 85% hoch, CPU bis auf 40%.
Was mich jetzt verwundert, dass ich alles bis auf die Veränderungen an der loader.conf schon vorher gemacht hatte. Und nun sieht die loader.conf genau so aus, wie es mit dem Eintragen im Dateimanager war.
Bis auf die beiden Parameter mit dem Zusatz "l2arc" sind die Einträge genau so wie crowi schrieb...
Naja, alles ein wenig mysteriös für mich, aber jetzt rennt das Ding wie Schmitz Katze!
Vielen Dank Princo!

Auch habe ich die Platten gerade für den Test, als auch die anderen mal auf die Maximalwerte gestellt um sie so richtig durchdrehen zu lassen :)

Auch der USB-Stick ist nach dem Löschen aus der Festplatten Ansicht weg, das System hat sich dabei nicht aufgehängt.

Re: Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung

Posted: 04 May 2014 00:49
by NKL
So, ich habe mich heute Abend auch noch in die Rechteverwaltung eingearbeitet. Dein Thread (viewtopic.php?f=29&t=4192) war hier sehr hilfreich Princo.
Das was ich einrichten möchte ist folgendes (es geht hier erstmal nur um den Backup-Mirror):
- Ich habe Vollzugriff
- Benutzer der Gruppe "Freunde" dürfen auf den Pool lesend und ausführend zugreifen
- Benutzer der Gruppe "Gast" dürfen auf den Pool nichtmal lesend zugreifen

Dafür habe ich mit setfacl die everyone@ Berechtigung für /mnt/Backups/ entfernt und für Gäste entsprechend eine deny Berechtigung angelegt. Und tatsächlich, wenn ich im Windows-Explorer das Netzlaufwerk einbinde und mich mit einem Gastbenutzer anmelde, kann er das Laufwerk zwar anbinden, sobald ich es aber öffnen möchte kommt eine "Zugriff verweigert"-Meldung. Soweit so gut.
Jetzt möchte ich die Freunde-Berechtigung einstellen. Auch da habe ich wieder mit setfacl gearbeitet (setfacl -m g:Freunde:rx:fd:allow /mnt/Backups).
Das sieht jetzt so aus:
Image

Nur leider erhalte ich, wenn ich mich mit einem "Freunde"-Benutzer einlogge, die gleiche Zugriff verweigert Meldung wie mit Gast.
Ich fürchte ich habe da noch etwas nicht so ganz verstanden. Ist das einfach zu erklären wo mein Fehler ist? Ich selbst bin in der Admin Gruppe, komme also ohne Probleme auf den Pool.

Grüße, NKL

EDIT: Ja ich weiß, dass ich durch das Entfernen der everyone@ Berechtigung alle aus dem NAS aussperre, dem es nicht ausdrücklich erlaubt wurde. So soll das ganze auch sein. Nur jemand der mich nach nem Benutzer fragt soll Zugriff erhalten.
Und ja, die Gastberechtigung oben ist überflüssig, da ja eh keiner Zugriff hat. Das ganze soll aber für mich zum Verständnis beitragen, da das ganze auf dem Medienraid noch ein wenig komplizierter wird (dort hat der Gastbenutzer an manchen Stellen Leseberechtigung).

Re: Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung

Posted: 04 May 2014 01:44
by Princo
Nimm da mal die Gruppe Gast ganz raus.
Habe das jetzt nicht durchgetestet, aber man braucht idR. niemanden etwas explizit verbieten, auf was er sowie keine Rechte hat.

Lässt sich ja ganz einfach testen :mrgreen:

Zu den anderen Themen:
Ja, ich kann tatsächlich hellsehen :twisted:
Daher hatte ich zwischenzeitlich die Werte für 16GB in den alten Post mit eingetragen :D

Übrigens, der Grund dafür, weshalb man Werte niemals direkt in die loader.conf eintragen sollte, sondern nur über System|Advanced|loader.conf, liegt darin, daß die loader.conf bei einem Firmware-Update wieder auf die Standard-Werte gesetzt wird. Hat man den von mir beschriebenen Weg genommen, dann bleiben sie erhalten, und befinden sich sogar in der config,xml. Und wenn man von der immer schon ein Backup macht, kann nix mehr schief gehen.

Freut mich übrigens, daß du mit den richtigen Werten eine solche Verbesserung erzielen konntest.
Allerdings: Gechwindigkeit ist nicht alles, aber das wirst du auch noch herausfinden ;)

Grüße
Princo

Re: Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung

Posted: 04 May 2014 12:07
by NKL
Princo wrote:Nimm da mal die Gruppe Gast ganz raus.
Habe das jetzt nicht durchgetestet, aber man braucht idR. niemanden etwas explizit verbieten, auf was er sowie keine Rechte hat.
Lässt sich ja ganz einfach testen :mrgreen:
Wie ich im Edit schon schrieb war das wirklich doppelt gemoppelt. Ich habs rausgenommen und Gast hat immernoch keinen Zugriff.
Allerdings hat das leider noch nichts an der Zugriffsberechtigung für jemanden aus der Gruppe "Freunde" gebracht. Dort kommt immer noch "Zugriff verweigert" im Windows-Explorer.

Code: Select all

nas-server: /mnt # getfacl /mnt/Backups/
# file: /mnt/Backups/
# owner: root
# group: admin
     group:Freunde:r-x-----------:fd----:allow
            owner@:rwxp--aARWcCos:------:allow
            group@:rwxp--a-R-c--s:------:allow
Hast du da noch einen Tipp für mich? Ansonsten würd ich jetzt anfangen und das alles nochmal neu setzen. Sprich Benutzer und Gruppen entfernen, Pool löschen und neu anlegen und die Rechte wieder neu anlegen. Evtl. hab ich da bei meinen Versuchen irgendwas verhauen.
Hier nochmal meine Benutzer und Gruppenkonfiguration:
Image
Image

Noch eine Frage zum Verständnis: Das 'fd' in dem setfacl Befehl wird sonst nirgends benutzt. Hier (http://www.freebsd.org/cgi/man.cgi?quer ... &sektion=1) konnte ich mal die Bedeutung lesen. Stimmt es, dass dieses 'fd' dafür nötig ist, dass die Rechte für alle neu angelegten Dateien und Ordner in diesem Ordner genauso gesetzt werden? Also die Vererbung von den Rechten?
Princo wrote:Ja, ich kann tatsächlich hellsehen :twisted:
Daher hatte ich zwischenzeitlich die Werte für 16GB in den alten Post mit eingetragen :D
Ah du bist ja gemein. Und ich hab mich schon für verrückt erklärt, dass ich das übersehen hatte :lol:
Princo wrote:Übrigens, der Grund dafür, weshalb man Werte niemals direkt in die loader.conf eintragen sollte, sondern nur über System|Advanced|loader.conf, liegt darin, daß die loader.conf bei einem Firmware-Update wieder auf die Standard-Werte gesetzt wird. Hat man den von mir beschriebenen Weg genommen, dann bleiben sie erhalten, und befinden sich sogar in der config,xml. Und wenn man von der immer schon ein Backup macht, kann nix mehr schief gehen.
Ah ok, das klingt logisch. So ist das wirklich alles in der config gespeichert. Bin schon dabei mir die Rechteverwaltung die ich über die Konsole machen muss zu notieren, weil die ja nicht in der config gespeichert wird. Wenn man dann die Festplatte, aus welchem Grund auch immer, formatieren muss, o.Ä. darf man sich das sonst alles nochmal überlegen :(
Princo wrote:Freut mich übrigens, daß du mit den richtigen Werten eine solche Verbesserung erzielen konntest.
Allerdings: Gechwindigkeit ist nicht alles, aber das wirst du auch noch herausfinden ;)
Ich danke dir! Und ja Geschwindigkeit ist nicht alles, aber es macht dann einfach mehr Spaß ;-P

Grüße, NKL

Re: Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung

Posted: 04 May 2014 15:42
by Princo
Hi NKL,
gib mir kurz Zeit, dein Problem bei mir nachzustellen.
In der Zwischenzeit bräuchte ich noch die vollständige Gruppenliste von NKLadmin, oder sind es nur admin, sshd und wheel?

Grüße
Princo

Edit: Die verwendete NAS4Free-Version wäre auch interessant.

Re: Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung

Posted: 04 May 2014 17:20
by D@ve
Na 30°C erscheinen mir doch sehr wenig für die Festplatten
War die Empfehlung von mehreren Rechenzentren (weniger ist übrigens auch nicht optimal angeblich). Meine laufen bei 30.5° ohne zusätzlichen Gehäuselüfter (den schalte ich ggF im Sommer zu).
Ist es dann bei dir nicht sinnvoller ihn einfach nur dann einzuschalten wenn du ihn benötigst? Spart auch Strom
Klar, passiert ja auch. Ist aber einfach Bequemlichkeit. Hab den Rechner auf Energiesparen getrimmt. Bin jetzt bei 40 Watt mit drei (laufenden) Festplatten. Hochfahren dauert ein bis zwei Minuten. Die Festplatten brauche 5 Sekunden. Und ich will in Zukunft mehr auf den Server auslagern. evtl auch die Musik streamen und dergleichen.
denn am allerwenigsten verschleißen sie wenn sie überhaupt nie angeschaltet werden!
ich denke mit den Festplatten mit Laufzeit und Ein/Ausschaltvorgängen ist es wie bei Autos mit Alter und Kilometer.
Man kann nicht pauschal sagen, dass ein zwei Jahre altes Auto mit 350.000km besser ist als ein 30 Jahre altes Fahrzeuge mit 20.000km auf dem Tacho - oder andersrum. Ich denke, man sollte einfach Extreme Vermeiden. 10 Jahre Dauerbetrieb, aber auch die Platte jeden Tag 200 Mal ein und Auszuschalten.
Deswegen habe ich bei mir recht lange Zeiten zum Ausschalten gewählt (60 Minuten).

Ich habe noch eine Gruppe angelegt. Diese hat den Namen "Freunde". Ich wollte nun für jeden der mal Zugriff auf das NAS hat einen Benutzer anlegen und der Gruppe Freunde zuweisen
Warum legst Du da nicht einen Nutzer für alle an? Oder gehen die Leute bei Dir ein und aus, dass Du für jeden einzelnen Freund einen Account brauchst?

Re: Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung

Posted: 04 May 2014 18:49
by NKL
Princo wrote:In der Zwischenzeit bräuchte ich noch die vollständige Gruppenliste von NKLadmin, oder sind es nur admin, sshd und wheel?
Vielen Dank!
Das ist die vollständige Gruppeneinteilung. Mehr habe ich noch nicht brauchen können. sshd hatte ich gelesen ist gut für manche SSH-Befehle, wheel brauchte ich für das 'su' Kommando. Und admin klang gut :D
EDIT: Der NKLAdmin wird später vermutlich kaum noch genutzt. Er ist halt der einzige Nutzer der auf SSH zugreifen und das Benutzerportal bedienen darf. Für Freigaben wird der nicht genutzt.
Das ist der Account den man im Webportal unter "System|Allgemein" mit Name und Passwort setzen kann.

Habe bisher auch noch keine Erklärung zu den einzelnen Gruppen gefunden, was man mit den Gruppen dann für Berechtigungen erhält.
Die Version steht oben: 9.2.0.1 - Shigawire (Revision 972)
D@ve wrote:War die Empfehlung von mehreren Rechenzentren (weniger ist übrigens auch nicht optimal angeblich). Meine laufen bei 30.5° ohne zusätzlichen Gehäuselüfter (den schalte ich ggF im Sommer zu).
Joa bei mir sinds ca. 32°C im Moment, höher hab ich sie noch nicht gekriegt. Mal sehen, muss das dann mal im Betrieb in den nächsten Monaten im Auge behalten.
D@ve wrote:Klar, passiert ja auch. Ist aber einfach Bequemlichkeit. Hab den Rechner auf Energiesparen getrimmt. Bin jetzt bei 40 Watt mit drei (laufenden) Festplatten. Hochfahren dauert ein bis zwei Minuten. Die Festplatten brauche 5 Sekunden. Und ich will in Zukunft mehr auf den Server auslagern. evtl auch die Musik streamen und dergleichen.
Joa gut, muss man sich überlegen. Mein Server braucht zwar auch lange zum Hochfahren, ist aber über ne Desktop-Verknüpfung und WOL schnell getan. Und 40 Watt, musste mal ausrechnen was das pro Jahr sind ;)
D@ve wrote:Warum legst Du da nicht einen Nutzer für alle an? Oder gehen die Leute bei Dir ein und aus, dass Du für jeden einzelnen Freund einen Account brauchst?
Ich habe schon einige Leute die bei mir sind und dann halt auch mal auf den Server zugreifen. Vor denen möchte ich aber halt auch private Dinge schützen. Somit brauche ich eh eine Einschränkung über eine Gruppe und wieso dann nicht gleich für jeden einen Nutzer? Dann kann man sich nochmal überlegen ob evtl. Homeverzeichnisse sinnvoll sind, o.Ä.. Zumindest ist man hinterher viel flexibler mit dem Einsatzzweck, wenn man sich jetzt schonmal Gedanken drüber gemacht hat. Denn nachträglich die Berechtigungen für alle Dateien zu setzen ist, wenn ich das richtig gelesen habe, relativ aufwendig. Im Moment sind noch keine Daten drauf, das heißt man kann auch ein bisschen rumexperimentieren.

Re: Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung

Posted: 04 May 2014 22:47
by Princo
NKL wrote:EDIT: Der NKLAdmin wird später vermutlich kaum noch genutzt. Er ist halt der einzige Nutzer der auf SSH zugreifen und das Benutzerportal bedienen darf. Für Freigaben wird der nicht genutzt.
Das ist der Account den man im Webportal unter "System|Allgemein" mit Name und Passwort setzen kann.
Uff, die Info kommt jetzt etwas spät. Da muß ich jetzt noch etwas zusätzlich erklären.

Login Web-GUI (administrativ):
Der "admin" ist hier kein richtiger User. Es ist ein Alias für "root".
Daher darf man den "admin" nicht auf einen User ändern, den man in der Benutzerverwaltung eingerichtet hat.
Einfach einen ganz anderen Namen nehmen.

User NKLadmin:
Kann wegfallen.

User NKL:
Sollte nur die Gruppenmitgliedschaften "Freunde" und "wheel" haben.

Die Gruppen sshd und admin:
In diese Gruppen solltest du niemanden aufnehmen.

User Gast und die Gruppe Gaeste:
Sollten entfallen. Die Funktionalität (oder eher Nicht-Funktionalität), kann man anders besser umsetzen.

Rechtevergabe:
Die ZFS-ACLs, die ich in meinem Artikel beschrieben habe, brauchst du hier gar nicht. In meinem Artikel ging es um ein logisch komplexeres Szenario.

Du hast bei deinem Experiment die Zugrifssrechte direkt auf dem Pool "Backups" geändert. Das sollte man nicht so machen.
Zugriffsrechte sollten erst auf die Datasets in dem Pool gesetzt werden.
Um spätere Konfusionen zu vermeiden, solltest du daher den Pool löschen, und neu einrichten.

Richte dann ein Dataset, z.B. "Filme", in diesem Pool ein.

Bei den "Access Restrictions" machst du folgende Einstellungen:
Owner: NKL
Group: Freunde
Mode
Owner: Read, Write, Execute
Group: Read, Execute
Others: keine Haken setzen

Dann eine Freigabe auf "Filme" erstellen, und mit den verschiedenen Nutzern testen.

Das war schon alles.

Grüße
Princo

Re: Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung

Posted: 04 May 2014 22:56
by NKL
Ah perfekt, das geht viel einfacher so. Das ist natürlich super.
Vielen Dank für die Mühe, ich werde das morgen mal ausführlich testen und berichten, ist ja doch einiges zu ändern.
Schönen Abend noch und gute Nacht :)

Re: Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung

Posted: 05 May 2014 12:47
by D@ve
Und 40 Watt, musste mal ausrechnen was das pro Jahr sind
Komme auf 55 Euro bei 16 Stunden am Tag. Aber das ist extrem negativ gerechnet mit 365 Tagen. Durch Zeiten die ich einfach nicht zuhause bin, wird das deutlich weniger. Ich vermute mal, dass ich durch Abschaltung vielleicht 10 bis 15 Euro sparen könnte. Aber das ist mir dieser Luxus wert, schnell auf die Daten zugreifen zu können.

Re: Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung

Posted: 05 May 2014 23:50
by NKL
Der "admin" ist hier kein richtiger User. Es ist ein Alias für "root". Daher darf man den "admin" nicht auf einen User ändern, den man in der Benutzerverwaltung eingerichtet hat.Einfach einen ganz anderen Namen nehmen.
Das heißt dieser Admin ist nur für die Weboberfläche zuständig? Weil über SSH kann ich mich nicht mit ihm einloggen.
Mein Gedanke dahinter war halt, dass ich ->einen<- Admin-Account habe, der dann die Weboberfläche administrieren kann und auch über SSH zugreifen kann.
Ich selber wollte standardmäßig keinen Admin-Account nutzen (also keinen Login im Web oder SSH), sondern nur erweiterte Schreibrechte als "Freunde" besitzen.
Die Gruppen sshd und admin: In diese Gruppen solltest du niemanden aufnehmen.
Okay. Hast du eine Liste mit Besonderheiten dieser Gruppen? Woher soll man sonst wissen was die für Vorteile und Eigenschaften haben?

Die Berechtigungen funktionieren soweit perfekt. Vielen lieben Dank!!
Aber das ist mir dieser Luxus wert, schnell auf die Daten zugreifen zu können.
Gut gesprochen ;)

Grüße, NKL

Re: Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung

Posted: 07 May 2014 10:12
by NKL
Und es gibt leider noch ein Problem.
Ich wollte die neuen Platten nun mit Daten befüllen. Die alten Festplatten mit den Daten sind noch im Server.
Also über SSH eingeloggt und su-Rechte aktiviert. Dann cp -rv [Quelle] [Ziel]
Das ganze lief auch super bis in der Ausgabe plötzlich 'Killed' stand und der Kopiervorgang abgebrochen wurde. Es sollten ca. 1,2 TB Daten übertragen werden, bestehend aus sehr sehr vielen kleinen Dateien.
Konnte mir keinen Reim darauf machen und habs mit cp -rvn [Quelle] [Ziel] (das -n damit er nicht alle bisher kopierten nochmal machen muss) neu gestartet. Doch nach ca. 1 Stunde wieder 'Killed'.
Im Internet findet man dazu die Antwort, dass der RAM voll läuft und dann Prozesse willkürlich angehalten werden.
In der WebGUI finde ich auch tatsächlich folgende RAM Auslastung: 99% von 16107MiB

Das ist nicht normal oder? Liegt das am Tuning?

Grüße, NKL

Re: Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung

Posted: 07 May 2014 10:19
by b0ssman
versuch es erst mal mit rsync anstelle von cp.

und schau mal was den ganzen speicher belegt.

top -n -o res

Re: Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung

Posted: 07 May 2014 10:45
by NKL
Die Ausgabe von deinen top-Befehl sieht so aus:
Image
Das ist aber die Ausgabe ca. 30 Minuten nachdem der 'Kill' Abbruch kam.
Außerdem ist mir aufgefallen, dass die WebGUI abgestürzt ist. Es kommt immer die Meldung, dass keine Verbindung hergestellt werden kann.

Hab den Server jetzt mal neu gestartet und den Kopiervorgang mit 'rsync -avuP [Quelle] [Ziel]' gestartet. Mal schauen was passiert.
Danke schonmal :)


EDIT um 11:18: Rsync läuft bisher stabil mit 87% RAM Auslastung.
EDIT um 12:15: Rsync ist komplett durchgelaufen und hat alle restlichen Daten übertragen. Gab keinen Absturz mehr. Scheint wohl an cp zu liegen.

Re: Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung

Posted: 08 May 2014 01:33
by Princo
NKL wrote:Okay. Hast du eine Liste mit Besonderheiten dieser Gruppen? Woher soll man sonst wissen was die für Vorteile und Eigenschaften haben?
Nein, eine solche Liste habe ich nicht, und eigentlich braucht man die auch gar nicht.

Von den systeminternen Nutzern und Gruppen sind imho nur die Benutzer root, ftp und www, und die Gruppen wheel und transmission interessant.

Will man sein N4F rechtemäßig absichern (es also nicht komplett "offen" betreiben wollen), dann sollten innerhalb des Pools nur Rechte für die eigenen, selbst angelegten, User & Groups verwendet werden (bis auf die obigen Ausnahmen, die können rechtemäßig auch im Pool Anwendung finden).

Dabei sollte man nicht zu kompliziert vorgehen, und den Einsatz von ACLs sollte man nach Möglichkeit vermeiden.

Abhandlungen über Linux/Unix-Rechtevergaben finden sich tonnenweise im Netz. Sie dienen aber nur nur Verständnis des Rechtesystems, und sollten nicht als 1:1 Anleitungen betrachtet werden.

Bei dem Thema kommt es nämlich darauf an, daß diese Werkzeuge soweit beherrscht, daß man dann seinen eigenen Stil entwickeln kann.
Vergleichbar mit einer Jedi-Ritter-Ausbildung durch Meister Yoda :lol:

Grüße
Princo

Re: Einstellungen in der WebGUI -> Ersteinrichtung

Posted: 08 May 2014 07:54
by NKL
Ok die erwähnten Benutzer und Gruppen kenn ich soweit auch. Mir ging es um die anderen (z.B. admin, sshd,...).
Ist aber eine gute Richtlinie, wenn man nur eigens angelegte benutzt.
Princo wrote:Vergleichbar mit einer Jedi-Ritter-Ausbildung durch Meister Yoda :lol:
Viel üben ich werde, mein Meister! ;)

Grüße, NKL