Lysander76 wrote:Princo dann gib mir doch mal nen tip wie ich den hp mit zwölf platten betreiben kann?
weil dann bräuchte ich in naher zukunft nicht zwei von den dingern.
Der N54L wird aktuell in der 4GB-ECC-RAM Version für 205€ angeboten (ohne Festplatte). Das ist ein Hammer-Preis.
Weshalb zwei von den Dingern?
Zum Einen hat man dadurch ein echtes Ersatz-Gerät vor Ort verfügbar.
Zum Anderen kann man dadurch seine Festplatten-Pools wesentlich besser an den tatsächlichen Bedarf anpassen.
Man braucht also seine Festplattenkapazität nicht gleich voll ausbauen.
Wenn man dabei noch ein zweites Gerät verfügbar hat, gehen bestimmte Umkopieraktionen sehr viel streßfreier vor sich.
Ausbau des N54L auf zwölf Festplatten:
Dazu braucht man ein SATA zu eSATA Kabel Stecker/Stecker (
Dieses hier)
Ein modifiziertes BIOS für das N54L, um die Port-Multiplier Funktion für die eSATA-Schnittstellen freischalten zu können.
und dann noch ein oder zwei Fantec QB-35US3 (jeweils 4 Festplatten, kostet 100€/Stück).
Ein Fantec-Gerät schließt man an den eSATA-Port des N54L an.
Das zweite Fantec Gerät schließt man mit dem o.a. Kabel an den internen CD-ROM-Anschluß (der eigentlich ein ganz normaler SATA-Port ist) an.
Und ZACK!, schon hast du 12 Festplatten im System.
Diese Lösung hat Vor- und Nachteile.
Vorteile:
Schrittweiser Ausbau möglich.
Die externen Fantec-Geräte können bei Nichtbedarf einfach mal ausgeschaltet bleiben. Dadurch sind echte Energieeinsparungen und weniger Verschleiß möglich.
Sehr hohe Flexibilität.
Keine zusätzlichen Controller nötig.
Simpler und unkomplizierter Aufbau. Keine großartige "Bastelei" nötig.
Durchgängige Nutzung von ZFS möglich.
Nachteile:
Die beiden Fantec-Geräte lassen jeweils vier Festplatten über einen einzigen eSATA-Port laufen. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Performance der betreffenden Platten. Allerdings kann man durch eine geschickte Anordnung/Organisation der Platten diesem Nachteil entgegenwirken, so daß im praktischen Betrieb dadurch kaum Einschränkungen entstehen.
Die genaue Umsetzung würde jetzt aber den Rahmen des Posts sprengen, deswegen soll das ja ein extra Artikel werden.
Was allerdings sehr viel wichtiger ist:
Eine genaue Analyse und Planung.
Hier im Forum schlagen viele Leute auf, die Probleme haben, weil sie ihr N4F völlig falsch aufgesetzt haben, und erst später merken, daß sie sich damit in eine Sackgasse begeben haben, da sie nicht darauf geachtet haben, daß die Flexibilität ein ganz wichtiger Faktor ist.
Im Prinzip ist dein Post ein Musterbeispiel dafür.
Wenn man ein NAS plant, dann gilt es folgende Faktoren unter einen Hut zu bringen: nutzbare Kapazität, Sicherheit, Geschwindigkeit, Flexibilität und Kosten.
Ein Laie ist da geneigt, einfach ganz viele Platten und Controller in ein Gerät zu packen, und sich eine riesige logische Platte zu erzeugen.
Bei drei oder vier Festplatten kann das noch gut gehen, aber bei mehr Festplatten wird das mit der Methode richtig kompliziert.
Um da gar nicht erst in die Falle zu tappen, muß man vorher zwingend seine Daten analysieren.
Dazu teilt man seine Daten in drei Kategorien ein:
1. Selbst generierte, unersetzliche Daten: z.B. Dokumente, selbstgemachte Fotos und Filme, usw.
2. Was man so "sammelt", aber nicht selbst erstellt hat: z.B. Filme, Musik.
3. ggfs. Backups seiner Rechner.
Je nachdem, wie die Ergebnisse ausfallen, kann man dann auch Empfehlungen für einen sinnvollen NAS-Aufbau geben.
Daraus läßt sich dann auch sehr einfach ein Backup-Konzept für das NAS ableiten.
Im Prinzip ist das keine Raketenwissenschaft. Das sind ganz simple Schritte, und als Ergebnis erhält man ein System, welches einen für viele Jahre keine großen Sorgen bereiten wird.
Grüße
Princo