gsavel wrote:dass er mir einen seiner Rackserver (nicht Blade wie geschrieben) von Dell (PowerEdge R310) geben würde. Und dessen Pendant - der HP D380 - besitzt 4, respektive 8 Hot-Plug-Einschübe
Hallo gsavel,
Du bist ein echter Knaller
auch nach dem zig-fachen Durchlesen deines Posts ist mir nicht klar, ob du jetzt einen PowerEdge R310 oder einen HP D380 verwenden wirst.
Um die daraus entstehende Verwirrung aufzulösen, liste ich den momentanen Sachverhalt aus meiner Sicht auf:
Du hast ein N54L, auf dem sich deine NAS-Daten befinden.
Für dieses NAS brauchst du ein Backup.
Es gibt grundsatzlich zwei Backup-Methoden:
1. Backup auf dem gleichen System.
2. Backup auf einem extra System.
Zu 1.:
Hierbei schließt man die Backup-Platten direkt an das zu sichernde System an (i.d.R. ein Drive-Expansion-System per eSATA).
Vorteil: kostengünstig.
Nachteil: Besonders beim Erstabgleich langsam, da der gesamte Datenstrom über einen einzigen eSATA-Anschluß läuft.
Kein echtes Ersatzsystem, obwohl die Daten korrekt dupliziert werden. Geht das Hauptsystem kaputt, hat man zwar die Daten in Kopie, aber kein System, um darauf zugreifen zu können.
Zu 2.: Hierbei befinden sich die Backup-Platten in einem extra System.
Vorteil: Echtes Ersatzsystem, volle Geschwindigkeit, kein Drive-Expansion-System nötig.
Nachteil: Dieses System liegt die meiste Zeit brach, da es nur während des Backups in Betrieb ist.
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Zwischenspiel:
In meinem Fall habe ich diese Dilemma auf folgende Art gelöst:
Mein
Haupt-NAS sichert seine Daten auf ein Drive-Expansion-System, welches per eSATA angeschlossen ist (Backup vom Haupt-NAS).
Mein
Backup-NAS ist für das Backup meiner PCs zuständig (also ungefähr das, was du mit deinen Time-Machine-Backups gemacht hast).
Ich arbeite also mit drei verschiedenen Pools auf zwei verschiedenen Systemen:
Daten: auf Haupt-NAS
Backup: auf Haupt-NAS, Drive-Expansion-System.
PCBackup: auf Backup-NAS.
Was ist jetzt das Besondere dabei?
Nun, man kann die Datenpools
kurzzeitig auch mal völlig anders umhängen:
Daten: auf Haupt-NAS
Backup: auf Backup-NAS
PCBackup: auf Backup-NAS, Drive-Expansion-System.
Bei dieser Konstellation kann man mit Full-Speed die Daten zwischen den Haupt-NAS auf das Backup-NAS übertragen. Auf dem Backup-NAS können weiterhin die Daten für PC-Backups empfangen werden, allerdings mit deutlich reduzierter Geschwindigkeit (weil alles über einen SATA-Anschluß läuft).
Das ist ein Szenario für einen typischen Erstabgleich des Haupt-NAS bei großen Datenmengen.
Nach diesem Erstabgleich kann man die Konfiguration wieder auf eine Haupt-NAS > Drive-Expansion-System Konfiguration zurückbauen.
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Ende Zwischenspiel.
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Das, was ich im "Zwischenspiel" beschrieben habe, ist eine konkrete Anwendung, wie ich sie bei mir umgesetzt habe.
Natürlich kann man das auch völlig anders handhaben, besonders dann, wenn man das zweite System möglichst vollwertig nutzen möchte.
Wenn das zweite System (also das Backup-System) , überwiegend für andere Aufgaben genutzt werden soll, dann empfehle ich, daß man während der anderen Nutzung die Festplatten für das Backup von N4F aus dem betreffenden System entfernt.
Das ist die sauberste Lösung.
Ein Dualboot-System wäre sicher theoretisch möglich, aber imho in diesem Fall nicht sinnvoll.
Legt man die gängigen Sicheheitsmaßstäbe an, dann wäre eine völlige galvanische Trennung des Backup-Systems vom Stromnetz angesagt, wenn nicht gerade ein Backup stattfindet.
Wenn man das Backup-Sytem also für anderweitige Tätigkeitn nutzen möchte, dann ist das Entfernen der Backup-Festplatten für diesen Zeitraum das Mittel der Wahl.
Alles andere wäre Blödsinn.
Der entscheidende Fakt ist die vollständige "galvanische Trennung" vom Netz.
Dabei kann man sich jetzt noch entscheiden, ob man dabei nur den Backup-Plattenstapel, oder auch gleich das komplette Backup-System betrachtet.
Hängt halt nur davon ab, was man im Ernstfall bereit ist zu "opfern".
Du kannst auf deinem Backup-System treiben was du möchtest, aber du solltest deine Backup-Platten auf jeden Fall davon raushalten.
Grüße
Princo