Mike wrote:Hallo, ich hoffe, Du meinst mit "Test der Windows-Dateiexplorer" nicht den CDM-Test, das wäre dann falsch.
Nein, ich bezog mich auf das von dir im Eröffnungsposting beschriebene Szenario, wo du die Videodateien kopiert hast.
Der CDM-Test ist nochmal eine eigene Kategorie.
Beide Tests geben nur Aufschluss über die Gesamt-Performance des Systems. Für eine genauere Analyse sind sie leider nicht sehr hilfreich.
Daher hat dir der crowi auch den Hinweis auf den iperf-Test gegeben, mit dem man ganz exakt die theoretische Netzwerkübertragungsrate messen kann.
Diese Werte haben zwar nichts mit einer realen Datenübertragung zu tun, aber damit erkennt man sehr schnell, ob z.B. ein Verkabelungsfehler vorliegt, oder die Netzwerkkarten mit der falschen Geschwindigkeit betrieben werden. Dieser Test kann einem viel Zeit bei der Fehlersuche ersparen.
In deinem Fall lag der Fehler in einer leicht falschen Protokoll-Konfiguration, und du hast ihn glücklicherweise schnell finden können.
Meines Wissens nach, nutzt auch der CDM-Test die betriebssystemeigenen Caching-Routinen. Damit bekommt man zwar recht coole Werte angezeigt, die aber für eine grundlegende Optimierung kaum nützlich sind.
Bei der grundlegenden Optimierung geht es eher um ganz banale Sachen. Beispielsweise darum, ob die Festplatten im IDE- oder AHCI-Modus angesprochen werden. Das sind Sachen, die im BIOS eingestellt werden müssen.
Windows verhält sich da z.B. ziemlich zickig, wenn man die Einstellung ändert, unter Linux ist das kein Problem.
Zum Glück betrifft das nur eher ältere Hardware.
Worauf ich hinaus will: Fehlersuche und Optimierungen können "tricky" sein, und setzen sowohl umfangreiche technische Kenntnisse der Hardware, als auch der verwendeten Protokolle voraus.
Bei Experimenten in dieser Richtung, sollte man sich immer die Anzeige von" Status|Graph|System load" auf dem NAS anschauen. Hier werden einem die realen Übertragunsraten angezeigt.
Grüße
Princo