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Datensicherungskonzept
Moderators: b0ssman, apollo567, Princo, crowi
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Ironcurtain86
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Datensicherungskonzept
Hallo Leute,
im Kopf überlege ich mir seit einiger Zeit ein sinnvolles Datensicherungskonzept für die Clients in meinem Netzwerk. Ich würde euch meine Idee gerne vorstellen und von euch hören ob das so umsetzbar ist und vor allem ob es sinnvoll ist.
Als Hardware besitze ich einen HP N54L mit 8gb ECC Ram und einer Intel Gigabit Netzwerkkarte und ein HDD Wechselrahmen im Laufwerksschacht. Da der Server in Verbindung mit Nas4Free und 2 verbauten Platten bereits 40 Watt im Idle verbraucht, will ich möglichst wenig Platten verbauen und der Server soll nur laufen, wenn ein Client online ist. Ich plane mir dazu 3* 6 TB WD Red Platten zu kaufen. Zwei davon sollen fest im Server verbaut werden und die dritte 1mal wöchentlich in den HDD Wechselrahmen. Ich habe mich bereits im Internet etwas schlau gemacht und gelernt, dass man im Idealfall nie Daten auf nur einen Datenträger ablegen soll um Fehler aufgrund von Fehlerhaften Sektoren zu vermeiden. Deshalb habe ich mir überlegt die drei Platten zu einem raid z2 zusammen zu fassen, sodass ich letzendlich 6TB effektiv zur Verfügung habe. Während der Woche werden die Daten dann auf die beiden fest verbauten Platten gespielt und mit Snapshots sichergestellt, dass nichts ausversehen weg kommt. Am Sonntag verbaue ich dann die dritte Platte und die Daten wandern dann da drauf. Anschließend soll noch ein scrub durchgeführt werden.
Ich will dadurch vermeiden, dass:
1. Datenfehler aufgrund fehlerhafter Sektoren entstehen
2. Die Daten weiterhin auf der wechselbaren Platte vorhanden sind, wenn der Server mit den Platten durch einen Blitzeinschlag abraucht.
Sollten die 6TB irgendwann mal knapp werden, wandert die dritte Platte fest in den Server und ich muss mir einen zweiten Server aufbauen oder ein externes Raid System mit der gleichen Kapazität aufbauen und die Daten rüberspielen, um das Raid System zu vergrößern
Meine Fragen:
1. Ist das Konzept sinnvoll so wie ich mir das überlegt habe?
2. Reichen 8gb ECC Ram für die 3*6TB Festplatten im Raid?
3. Besitzt jemand diesen Server und hat Tipps wie man das ganze stromsparender hinbekommt? Es gibt ja die Möglichkeit die Platten schlafen zu legen, wobei das tödlich bei zfs sein soll?
Gruß
Ironcurtain
im Kopf überlege ich mir seit einiger Zeit ein sinnvolles Datensicherungskonzept für die Clients in meinem Netzwerk. Ich würde euch meine Idee gerne vorstellen und von euch hören ob das so umsetzbar ist und vor allem ob es sinnvoll ist.
Als Hardware besitze ich einen HP N54L mit 8gb ECC Ram und einer Intel Gigabit Netzwerkkarte und ein HDD Wechselrahmen im Laufwerksschacht. Da der Server in Verbindung mit Nas4Free und 2 verbauten Platten bereits 40 Watt im Idle verbraucht, will ich möglichst wenig Platten verbauen und der Server soll nur laufen, wenn ein Client online ist. Ich plane mir dazu 3* 6 TB WD Red Platten zu kaufen. Zwei davon sollen fest im Server verbaut werden und die dritte 1mal wöchentlich in den HDD Wechselrahmen. Ich habe mich bereits im Internet etwas schlau gemacht und gelernt, dass man im Idealfall nie Daten auf nur einen Datenträger ablegen soll um Fehler aufgrund von Fehlerhaften Sektoren zu vermeiden. Deshalb habe ich mir überlegt die drei Platten zu einem raid z2 zusammen zu fassen, sodass ich letzendlich 6TB effektiv zur Verfügung habe. Während der Woche werden die Daten dann auf die beiden fest verbauten Platten gespielt und mit Snapshots sichergestellt, dass nichts ausversehen weg kommt. Am Sonntag verbaue ich dann die dritte Platte und die Daten wandern dann da drauf. Anschließend soll noch ein scrub durchgeführt werden.
Ich will dadurch vermeiden, dass:
1. Datenfehler aufgrund fehlerhafter Sektoren entstehen
2. Die Daten weiterhin auf der wechselbaren Platte vorhanden sind, wenn der Server mit den Platten durch einen Blitzeinschlag abraucht.
Sollten die 6TB irgendwann mal knapp werden, wandert die dritte Platte fest in den Server und ich muss mir einen zweiten Server aufbauen oder ein externes Raid System mit der gleichen Kapazität aufbauen und die Daten rüberspielen, um das Raid System zu vergrößern
Meine Fragen:
1. Ist das Konzept sinnvoll so wie ich mir das überlegt habe?
2. Reichen 8gb ECC Ram für die 3*6TB Festplatten im Raid?
3. Besitzt jemand diesen Server und hat Tipps wie man das ganze stromsparender hinbekommt? Es gibt ja die Möglichkeit die Platten schlafen zu legen, wobei das tödlich bei zfs sein soll?
Gruß
Ironcurtain
- Princo
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Re: Datensicherungskonzept
Nein.Ironcurtain86 wrote:1. Ist das Konzept sinnvoll so wie ich mir das überlegt habe?
Bei einer solchen riesigen Festplattengröße (6TB) ist eine RaidZ2-Konfiguration auch schon bei nur drei Festplatten sinnvoll.
Es ist aber generell nicht sinnvoll, aus einem Raid-Verbund eine Festplatte herauszunehmen, um sie quasi als "Datensicherung" zu nutzen, wie du es beschrieben hast.
Mir ist bewusst, daß diese Methoden gerne in Foren als "Backup" propagiert werden, aber als jemand, der weiß, welche Probleme dadurch entstehen können, stehen mir die Haare zu Berge, wenn ich so etwas lese.
Da sollte man noch etwas genauer drüber reden.
Das käme auf einen sehr umfangreichen Versuch an. Ich würde das NAS eher gleich mit 16GB-ECC-RAM ausstatten.Ironcurtain86 wrote:2. Reichen 8gb ECC Ram für die 3*6TB Festplatten im Raid?
Ich habe sogar zwei dieser Geräte.Ironcurtain86 wrote:3. Besitzt jemand diesen Server und hat Tipps wie man das ganze stromsparender hinbekommt? Es gibt ja die Möglichkeit die Platten schlafen zu legen, wobei das tödlich bei zfs sein soll?
Die ZFS-Festplatten lege ich nicht schlafen, weil davor dringend gewarnt wird: http://wiki.nas4free.org/doku.php?id=warnings
Es gibt hier eine sehr umfangreichen Thread über den N54L: http://www.hardwareluxx.de/community/f1 ... 52079.html
Dort werden auch diverse Stromsparmöglichkeiten (z.B. Austausch des Netzteils gegen Pico-PSU) behandelt.
Solche Basteleien würde ich aber nicht vornehmen wollen, da diese Pico-PSUs sehr teuer, und zusätzliche Basteleien nötig sind. Außerdem holt man sich dadurch eine zusätzliche Fehlerquelle ins System. Und ob die teuren Pico-PSUs die Stromersparnis aufwiegen, sollte man erst mal nachrechnen.
Der Ansatz, nur so viele Platten zu verbauen, wie aktuell benötigt werden ist aber ein guter Ansatz, aber die Platten brauchen sowieso wenig Strom.
Grüße
Princo
Meine Antworten beziehen sich immer auf die englischsprachige GUI. ECC-RAM ist Pflicht beim Einsatz von ZFS.
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Ironcurtain86
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Re: Datensicherungskonzept
Hallo Princo,
ich hatte schon vermutet, dass meine Idee bei euch nicht gut ankommen wird, weil das Raid dann sogesehen ja die ganze Zeit mit einer fehlenden Platte unterwegs ist. Also würdest du auch sagen, dass der einzig sinnvolle Weg die Daten vor Blitzeinschlag zu schützen ist, ein zweites identisches System oder externes Raid System aufzubauen und die Daten dort 1mal die Woche rüber zu schieben? Einfach nur eine externe 6TB Festplatte zu nehmen reicht ja nicht, weil auf dieser Platte dann ja auch wieder Datenfehler entstehen können. Oder kann man nach dem rüberschieben einen scrub Vergleich zwischen dem internen Raid System und der externen Platte durchführen?
Gruß Ironcurtain
ich hatte schon vermutet, dass meine Idee bei euch nicht gut ankommen wird, weil das Raid dann sogesehen ja die ganze Zeit mit einer fehlenden Platte unterwegs ist. Also würdest du auch sagen, dass der einzig sinnvolle Weg die Daten vor Blitzeinschlag zu schützen ist, ein zweites identisches System oder externes Raid System aufzubauen und die Daten dort 1mal die Woche rüber zu schieben? Einfach nur eine externe 6TB Festplatte zu nehmen reicht ja nicht, weil auf dieser Platte dann ja auch wieder Datenfehler entstehen können. Oder kann man nach dem rüberschieben einen scrub Vergleich zwischen dem internen Raid System und der externen Platte durchführen?
Gruß Ironcurtain
- Princo
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Re: Datensicherungskonzept
Das hatte ich mal getestet.
Ich habe eine einzelne Platte mit ZFS eingerichtet und Daten aufgespielt. Dabei zeigten sich viele Fehler. Die Fehler ließen sich durch nichts beseitigen. Löschen und neu aufspielen brachte nichts, und auch eine Neuformatierung half nicht. Die Platte läßt sich aber problemlos im RaidZ-Verbund betreiben, und verursacht dort auch keine Fehler.
Um deine Problematik abzufangen, und dir sinnvolle Hinweise geben zu können, ist es an diesem Punkt erfahrungsgemäß zielführend, wenn du mal kurz schilderst, was du mit dem NAS vorhast (also z.B. welche Datenarten du dort hauptsächlich ablegen möchtest), und welche Datenmengen du aktuell dort speichern möchtest.
Es gibt da verschiedene Arten der Umsetzung. Je genauer du dein Einsatzszenario beschreibst, desto bessere Tipps kann man dann geben.
Grüße
Princo
Ich habe eine einzelne Platte mit ZFS eingerichtet und Daten aufgespielt. Dabei zeigten sich viele Fehler. Die Fehler ließen sich durch nichts beseitigen. Löschen und neu aufspielen brachte nichts, und auch eine Neuformatierung half nicht. Die Platte läßt sich aber problemlos im RaidZ-Verbund betreiben, und verursacht dort auch keine Fehler.
Um deine Problematik abzufangen, und dir sinnvolle Hinweise geben zu können, ist es an diesem Punkt erfahrungsgemäß zielführend, wenn du mal kurz schilderst, was du mit dem NAS vorhast (also z.B. welche Datenarten du dort hauptsächlich ablegen möchtest), und welche Datenmengen du aktuell dort speichern möchtest.
Es gibt da verschiedene Arten der Umsetzung. Je genauer du dein Einsatzszenario beschreibst, desto bessere Tipps kann man dann geben.
Grüße
Princo
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Ironcurtain86
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Re: Datensicherungskonzept
Ich plane den Server als Zentralen Punkt für die Datenablage einzusetzen. Bedeutet, dass die Festplatte in meinem Rechner z.B. rausfliegt (nur noch SSD) und ich meine Dateien direkt in das Netzlaufwerk (N54L) einstelle. Auch eingescannte Sachen wie Rechnungen, Garantien etc. sollen dort eingestellt werden. Es können dort also mit der Zeit viele kleinere Dateien abgelegt werden. Auch private Aufnahmen (Fotos, Videos) werden dort abgelegt und allen Clients zur Verfügung gestellt. 1mal wöchentlich will ich eine Systemsicherung an allen Clients durchführen und auf das Nas ablegen. Am Anfang ein volles Backup, danach nur noch differentielle. Man kann also den Dateien keine bestimmte größe zuweisen, das wird eine bunte Mischung. Mit Snapshots will ich dann auch gelöschte Dateien (nicht Systemsicherungen) bis zu einem halben Jahr sichern.
Zu den Clients die gesichert werden sollen gehören:
Rechner 1: 512gb SSD, 1TB hdd
Rechner 2: 1 hdd 750gb
Laptop 1: 128gb SSD, 500gb hdd
Laptop 2: 320gb hdd
Handy: 64gb microsd
Zurzeit plane ich meinen N54L mit einem raid z2 aus zu statten und 16gb Ram. Später will ich ein identisches System aufbauen und den Rechner bei meinen Eltern aufstellen. 1mal die woche werde ich meinen Server einpacken und den Datenabgleich der beiden Server Vorort über das Netzwerk durchführen. Allerdings ist dies mit hohen kosten verbunden. Deshalb werde ich zunächst den einen Server ausstatten und später dann einen zweiten aufbauen. Wenn jemand eine gute Idee mit deutlich weniger aufwand hat, hätte ich auch nichts dagegen.
Gruß
Ironcurtain
Zu den Clients die gesichert werden sollen gehören:
Rechner 1: 512gb SSD, 1TB hdd
Rechner 2: 1 hdd 750gb
Laptop 1: 128gb SSD, 500gb hdd
Laptop 2: 320gb hdd
Handy: 64gb microsd
Zurzeit plane ich meinen N54L mit einem raid z2 aus zu statten und 16gb Ram. Später will ich ein identisches System aufbauen und den Rechner bei meinen Eltern aufstellen. 1mal die woche werde ich meinen Server einpacken und den Datenabgleich der beiden Server Vorort über das Netzwerk durchführen. Allerdings ist dies mit hohen kosten verbunden. Deshalb werde ich zunächst den einen Server ausstatten und später dann einen zweiten aufbauen. Wenn jemand eine gute Idee mit deutlich weniger aufwand hat, hätte ich auch nichts dagegen.
Gruß
Ironcurtain
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Re: Datensicherungskonzept
Hi Ironcurtain,
Das hört sich prima an, und damit kann man ein richtig gutes System basteln.
Vorweg eine recht wichtige Frage: Was für einen Router (DSL-Router) nutzt du? Ist dieses Gerät auch für die IP-Adressvergabe in deinem Netz zuständig?
Du wirst später merken, warum ich das frage.
Im Prinzip hast du die gleichen Aufgabenstellungen zu bewältigen, wie sie auch bei mir vorliegen. Auch bei mir sollen wichtige Daten (besonders Fotos) sicher abgespeichert werden, und auch meine ganzen Rechner sollen vollständig gesichert werden können.
Mit dem ZFS-Dateisystem gibt es dafür ein paar ganz fantastische Möglichkeiten.
So wirst du für den Abgleich bei deinen Eltern nicht dein ganzes N4F mitschleppen müssen, sondern nur eine (kleine) Transportfestplatte benötigen. ZFS bringt die entsprechenden Befehle mit, um eine vollständige Synchronisation zweier nicht direkt miteinander verbundenen Systeme durchzuführen. Ja, auch das mit den Dateilöschungen wird dabei berücksichtigt.
Aber das kommt später.
Als ich mit N4F und ZFS vor einigen Jahren anfing, habe ich dort anfangs nur die wichtigen Daten (z.B. Fotos) gespeichert, und später mit Backups meiner Rechner experimentiert. Dabei ist mittlerweile ein System herausgekommen, welches ausgesprochen gut funktioniert, und die technischen Möglichkeiten von N4F mit ZFS sinnvoll ausnutzt.
Dabei hat sich herausgestellt, daß es gut ist, wenn man das Backup der PCs (ich nenne das PC-Backup) von den anderen NAS-Daten trennt.
Das kann ein eigenes N4F sein, oder ein eigenes RaidZ im Haupt-NAS, oder eine spezielle Organisation der Datasets im Haupt-NAS.
Alle diese Lösungen haben ihre Vor- und Nachteile.
Das Wichtigste ist aber, daß man die PC-Backups nicht noch ein weiteres mal backuppen muß (weil sie ja bereits ein Duplikat darstellen).
Dies hast du schon erkannt, denn diese Daten sollen ja später nicht auf dein Backup-NAS (Eltern) repliziert werden.
Das hat natürlich Auswirkungen darauf, wie man seine NAS-Welt idealerweise einrichtet.
Wenn ich mir deine Client-Auflistung ansehe,
dabei berücksichtige, daß die meisten der dort abgespeicherten Daten konsequent auf das NAS verschoben werden,
deine 1TB hdd abziehe,
das Ganze mit meinem Bauchgefühl und Erfahrungswerten kombiniere,
komme ich
*TROMMELWIRBEL*
zu folgendem Ansatz
nochmal *TROMMELWIRBEL*
Du bleibst mit deinem reinen Datenbestand (nicht mit den PC-Backups) derzeit unter 3TB.
In der Summe (also mit den PC-Backups) entspricht das ja den 6TB, mit denen du schon kalkuliert hast.
Du hast dabei jedoch mit 6TB-Platten gerechnet, die derzeit noch exorbitant teuer sind (~250€/Stk).
Wenn man das jetzt etwas auseinanderdröselt, dabei die Unterschiede zwischen dem PC-Backup und den normalen Daten berücksichtigt, das Ganze in Relation zu den aktuellen Festplattenpreisen setzt, kommt dabei Folgendes heraus (dabei bezeichnet BACKUP eine vollständige Sicherung von DATEN):
Alternative 1 (einfache Sicherheit):
PC-BACKUP mit 2x3TB, ZFS-MIrror, nutzbar 3TB.
DATEN mit 2x4TB, ZFS-Mirror, nutzbar 4TB.
BACKUP, 2x4TB, nutzbar 4TB.
Alternative 2 (höhere Verfügbarkeit):
PC-BACKUP mit 3x3TB, ZFS-RaidZ1, nutzbar 3TB.
DATEN mit 3x4TB, ZFS-RaidZ2, nutzbar 4TB.
BACKUP mit 2x4TB, ZFS-Mirror nutzbar 4TB.
Alternative 3 (paranoide Sicherheit);
PC-BACKUP mit 4x3TB, ZFS-RaidZ2, nutzbar 3TB.
DATEN mit 3x4TB, ZFS-RaidZ2, nutzbar 4TB.
BACKUP mit 3x4TB, ZFS-RaidZ2 nutzbar 4TB.
Wenn du dir diese Alternativen genau anschaust, wirst du sehen, das es sich dabei immer um die gleichen nutzbaren Plattenkapazitäten handelt.
Dabei ist die "Alternative 1" bereits eine sehr vernünftige Basis, die ich auch selbst so betreibe.
Worauf ich hinaus will:
Schau dir deine Daten dahingehend an, was davon alles auf das NAS transferiert (verschoben) werden kann.
Sorge dafür, daß eventuelle Dateiduplikate von deinen Rechnern verschwinden.
Dein Haupt-NAS sollte auf ein Backup-NAS gesichert werden.
Deine Rechner sollten auf ein PC-Backup gesichert werden.
Lass dich nicht irritieren. Die Begriffe Haupt-NAS, Backup-NAS und PC-Backup bedeuten nicht zwangsläufig drei verschiedene Systeme.
Man kann das mit einem, zwei, oder drei Systemen umsetzen.
Ich mache das mit zwei Systemen, aber dazu später mehr.
Uhm, jetzt bin ich wieder in so ein Monster-Posting gelaufen.
Daher ganz kurz zusammengefasst:
Wie viele Daten wandern von den PCs auf das NAS?
Wie viele Daten bleiben danach auf den PCs übrig?
(Witzigerweise ist dieser Wert in der Praxis recht konstant, anders als erwartet)
Vorab-Fazit:
Ich denke, daß du mit einer Kombination aus 3TB und 4TB Platten derzeit noch wesentlich günstiger fährst, und dir mit der Ersparnis zu den 6TB-Platten eher ein zusätzliches N54L leisten kannst.
Die 6TB-Platten bringen dir zwar viel Kapazität, schränken dich aber in der Flexibilität derzeit ein, weil du in den jeweiligen Bereichen gar nicht so viele Daten hast.
Ich erwähne das hier nur kurz, kann aber gerne auch genauer ausführen.
Grüße
Princo
Anhang:
Nur mal so als Beispiel: Mein PC-Backup-Bereich besteht aus 4x1TB RaidZ1, nutzbar 3TB. Darauf speichere ich sechs PCs, sowohl als Image-, als auch als File-by-File-Backup ab, und habe immer noch genügend Platz. Dabei haben 3 PCs sogar zwei verschiedene Betriebssysteme installiert, und von zwei PCs fahre ich sogar zwei komplett verschiedene Stände.
Von jedem PC kann ich den täglichen Zustand der letzten sieben Tage wieder herstellen.
Dafür muß ich nicht einmal eine erneute OS-Installation vornehmen, das geht schon per Menü-Eintrag auf eine nackte Platte.
Jepp, das fällt sicher in die Kategorie Backup-Pr0n, aber das hat mir halt schon öfters den Allerwertesten gerettet
Das hört sich prima an, und damit kann man ein richtig gutes System basteln.
Vorweg eine recht wichtige Frage: Was für einen Router (DSL-Router) nutzt du? Ist dieses Gerät auch für die IP-Adressvergabe in deinem Netz zuständig?
Du wirst später merken, warum ich das frage.
Im Prinzip hast du die gleichen Aufgabenstellungen zu bewältigen, wie sie auch bei mir vorliegen. Auch bei mir sollen wichtige Daten (besonders Fotos) sicher abgespeichert werden, und auch meine ganzen Rechner sollen vollständig gesichert werden können.
Mit dem ZFS-Dateisystem gibt es dafür ein paar ganz fantastische Möglichkeiten.
So wirst du für den Abgleich bei deinen Eltern nicht dein ganzes N4F mitschleppen müssen, sondern nur eine (kleine) Transportfestplatte benötigen. ZFS bringt die entsprechenden Befehle mit, um eine vollständige Synchronisation zweier nicht direkt miteinander verbundenen Systeme durchzuführen. Ja, auch das mit den Dateilöschungen wird dabei berücksichtigt.
Aber das kommt später.
Als ich mit N4F und ZFS vor einigen Jahren anfing, habe ich dort anfangs nur die wichtigen Daten (z.B. Fotos) gespeichert, und später mit Backups meiner Rechner experimentiert. Dabei ist mittlerweile ein System herausgekommen, welches ausgesprochen gut funktioniert, und die technischen Möglichkeiten von N4F mit ZFS sinnvoll ausnutzt.
Dabei hat sich herausgestellt, daß es gut ist, wenn man das Backup der PCs (ich nenne das PC-Backup) von den anderen NAS-Daten trennt.
Das kann ein eigenes N4F sein, oder ein eigenes RaidZ im Haupt-NAS, oder eine spezielle Organisation der Datasets im Haupt-NAS.
Alle diese Lösungen haben ihre Vor- und Nachteile.
Das Wichtigste ist aber, daß man die PC-Backups nicht noch ein weiteres mal backuppen muß (weil sie ja bereits ein Duplikat darstellen).
Dies hast du schon erkannt, denn diese Daten sollen ja später nicht auf dein Backup-NAS (Eltern) repliziert werden.
Das hat natürlich Auswirkungen darauf, wie man seine NAS-Welt idealerweise einrichtet.
Wenn ich mir deine Client-Auflistung ansehe,
dabei berücksichtige, daß die meisten der dort abgespeicherten Daten konsequent auf das NAS verschoben werden,
deine 1TB hdd abziehe,
das Ganze mit meinem Bauchgefühl und Erfahrungswerten kombiniere,
komme ich
*TROMMELWIRBEL*
zu folgendem Ansatz
nochmal *TROMMELWIRBEL*
Du bleibst mit deinem reinen Datenbestand (nicht mit den PC-Backups) derzeit unter 3TB.
In der Summe (also mit den PC-Backups) entspricht das ja den 6TB, mit denen du schon kalkuliert hast.
Du hast dabei jedoch mit 6TB-Platten gerechnet, die derzeit noch exorbitant teuer sind (~250€/Stk).
Wenn man das jetzt etwas auseinanderdröselt, dabei die Unterschiede zwischen dem PC-Backup und den normalen Daten berücksichtigt, das Ganze in Relation zu den aktuellen Festplattenpreisen setzt, kommt dabei Folgendes heraus (dabei bezeichnet BACKUP eine vollständige Sicherung von DATEN):
Alternative 1 (einfache Sicherheit):
PC-BACKUP mit 2x3TB, ZFS-MIrror, nutzbar 3TB.
DATEN mit 2x4TB, ZFS-Mirror, nutzbar 4TB.
BACKUP, 2x4TB, nutzbar 4TB.
Alternative 2 (höhere Verfügbarkeit):
PC-BACKUP mit 3x3TB, ZFS-RaidZ1, nutzbar 3TB.
DATEN mit 3x4TB, ZFS-RaidZ2, nutzbar 4TB.
BACKUP mit 2x4TB, ZFS-Mirror nutzbar 4TB.
Alternative 3 (paranoide Sicherheit);
PC-BACKUP mit 4x3TB, ZFS-RaidZ2, nutzbar 3TB.
DATEN mit 3x4TB, ZFS-RaidZ2, nutzbar 4TB.
BACKUP mit 3x4TB, ZFS-RaidZ2 nutzbar 4TB.
Wenn du dir diese Alternativen genau anschaust, wirst du sehen, das es sich dabei immer um die gleichen nutzbaren Plattenkapazitäten handelt.
Dabei ist die "Alternative 1" bereits eine sehr vernünftige Basis, die ich auch selbst so betreibe.
Worauf ich hinaus will:
Schau dir deine Daten dahingehend an, was davon alles auf das NAS transferiert (verschoben) werden kann.
Sorge dafür, daß eventuelle Dateiduplikate von deinen Rechnern verschwinden.
Dein Haupt-NAS sollte auf ein Backup-NAS gesichert werden.
Deine Rechner sollten auf ein PC-Backup gesichert werden.
Lass dich nicht irritieren. Die Begriffe Haupt-NAS, Backup-NAS und PC-Backup bedeuten nicht zwangsläufig drei verschiedene Systeme.
Man kann das mit einem, zwei, oder drei Systemen umsetzen.
Ich mache das mit zwei Systemen, aber dazu später mehr.
Uhm, jetzt bin ich wieder in so ein Monster-Posting gelaufen.
Daher ganz kurz zusammengefasst:
Wie viele Daten wandern von den PCs auf das NAS?
Wie viele Daten bleiben danach auf den PCs übrig?
(Witzigerweise ist dieser Wert in der Praxis recht konstant, anders als erwartet)
Vorab-Fazit:
Ich denke, daß du mit einer Kombination aus 3TB und 4TB Platten derzeit noch wesentlich günstiger fährst, und dir mit der Ersparnis zu den 6TB-Platten eher ein zusätzliches N54L leisten kannst.
Die 6TB-Platten bringen dir zwar viel Kapazität, schränken dich aber in der Flexibilität derzeit ein, weil du in den jeweiligen Bereichen gar nicht so viele Daten hast.
Ich erwähne das hier nur kurz, kann aber gerne auch genauer ausführen.
Grüße
Princo
Anhang:
Nur mal so als Beispiel: Mein PC-Backup-Bereich besteht aus 4x1TB RaidZ1, nutzbar 3TB. Darauf speichere ich sechs PCs, sowohl als Image-, als auch als File-by-File-Backup ab, und habe immer noch genügend Platz. Dabei haben 3 PCs sogar zwei verschiedene Betriebssysteme installiert, und von zwei PCs fahre ich sogar zwei komplett verschiedene Stände.
Von jedem PC kann ich den täglichen Zustand der letzten sieben Tage wieder herstellen.
Dafür muß ich nicht einmal eine erneute OS-Installation vornehmen, das geht schon per Menü-Eintrag auf eine nackte Platte.
Jepp, das fällt sicher in die Kategorie Backup-Pr0n, aber das hat mir halt schon öfters den Allerwertesten gerettet
Meine Antworten beziehen sich immer auf die englischsprachige GUI. ECC-RAM ist Pflicht beim Einsatz von ZFS.
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Mike
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Re: Datensicherungskonzept
Sehr interessanter Beitrag, habe ich mal abgespeichert
, leider kann ich eine 24/7-Lösung zur Zeit nicht aufbringen, 17TB in WD red werden teuer, vor allem: was mache ich dann mit den WD green? Damit kann ich z.Z. nur neidisch auf solche Lösungen blicken
Gruß Mike
Gruß Mike
- shakky4711
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Re: Datensicherungskonzept
Hallo,
ich möchte gerne etwas zum Thema Backup in die Runde einwerfen.
Der eine oder andere schießt profimäßig Fotos und fabriziert da jeden Tag 200GB neue RAW Dateien, meine Digicam macht hingegen nur 5MB kleine JPEG Fotos.
Ich denke letzteres ist die Regel, wenn ich von Fotos oder Briefen lese kommt da in aller Regel ein überschaubares Volumen von Daten bei normalen Heim-Usern zusammen.
Neben Festplatten haben für sehr wichtige Daten auch andere Medien ihre Berechtigung. Auch wenn optische Laufwerke aus vielen Netbooks verbannt wurden sind die meisten Laptops doch noch damit ausgerüstet.
Viele dieser Geräte können mit DVD-RAM Medien umgehen. Diese Medien sind im gegensatz zur DVD oder CD für das 100.000 fache Beschreiben ausgelegt, sind von Beginn an auf lange Haltbarkeit ausgelegt und enthalten keine Bestandteile die altern. Dazu noch ein Defektmanagement wie Festplatten wo defekte Sektoren bereits beim Schreiben erkannt und gekennzeichnet werden. Mit dem Dateisystem UDF lassen sich solche Datenträger wie ein Wechselmedium handhaben und per Drag-and-Drop Dateien kopieren.
Als einen Baustein meiner Datensicherung sind alle unersetzlichen Fotos und digitalisierten Akten/Dokumente neben NAS, Backup Platten und Tapes noch zusätzlich auf DVD-RAM gesichert und exern gelagert. Dazu immer eine md5 Prüfsummendatei um die gesicherten Dateien auf Integrität prüfen zu können.
Gruß
Shakky
ich möchte gerne etwas zum Thema Backup in die Runde einwerfen.
Der eine oder andere schießt profimäßig Fotos und fabriziert da jeden Tag 200GB neue RAW Dateien, meine Digicam macht hingegen nur 5MB kleine JPEG Fotos.
Ich denke letzteres ist die Regel, wenn ich von Fotos oder Briefen lese kommt da in aller Regel ein überschaubares Volumen von Daten bei normalen Heim-Usern zusammen.
Neben Festplatten haben für sehr wichtige Daten auch andere Medien ihre Berechtigung. Auch wenn optische Laufwerke aus vielen Netbooks verbannt wurden sind die meisten Laptops doch noch damit ausgerüstet.
Viele dieser Geräte können mit DVD-RAM Medien umgehen. Diese Medien sind im gegensatz zur DVD oder CD für das 100.000 fache Beschreiben ausgelegt, sind von Beginn an auf lange Haltbarkeit ausgelegt und enthalten keine Bestandteile die altern. Dazu noch ein Defektmanagement wie Festplatten wo defekte Sektoren bereits beim Schreiben erkannt und gekennzeichnet werden. Mit dem Dateisystem UDF lassen sich solche Datenträger wie ein Wechselmedium handhaben und per Drag-and-Drop Dateien kopieren.
Als einen Baustein meiner Datensicherung sind alle unersetzlichen Fotos und digitalisierten Akten/Dokumente neben NAS, Backup Platten und Tapes noch zusätzlich auf DVD-RAM gesichert und exern gelagert. Dazu immer eine md5 Prüfsummendatei um die gesicherten Dateien auf Integrität prüfen zu können.
Gruß
Shakky
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Mike
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Re: Datensicherungskonzept
Vor Jahren war ich auch DVD-Ram-Fan, da war aber Festplattenkapazität noch teuer. Außerdem sind die Dinger grottenlangsam, und auf wieviel Ramscheiben sollte ich meinen Datenbestand von ca. 5TB speichern? Wenn die angegebene Haltbarkeit stimmen sollte, ist es etwas für die Ururenkel, um sich ausgewählte! Daten anzuschauen. Ob die allerdings noch DVD-Ram lesen können...
Gruß Mike
Gruß Mike
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Re: Datensicherungskonzept
Wie kommst du auf 24/7Mike wrote:... leider kann ich eine 24/7-Lösung zur Zeit nicht aufbringen, 17TB in WD red werden teuer, vor allem: was mache ich dann mit den WD green? Damit kann ich z.Z. nur neidisch auf solche Lösungen blicken![]()
Meine NAS laufen nicht 24/7. Sie werden nur bei tatsächlichen Bedarf eingeschaltet.
Was meinst du mit "17TB in WD red"
Meine Frage war, welche Datenbestände bei dir aktuell vorliegen.
Mit diesen Informationen kann man dann einen konkreten Konfigurationsvorschlag geben.
Wenn du bereits Festplatten für dein NAS angeschafft hast, solltest du das natürlich auch erwähnen.
Mein Posting ist wahrscheinlich etwas missverständlich (und viel zu lang) gewesen.
Meiner Meinung nach, läßt sich das bei dir alles sogar recht kostengünstig realisieren.
Nur zu, ich finde das Thema sehr spannend.shakky4711 wrote:Ich möchte gerne etwas zum Thema Backup in die Runde einwerfen.
Nun, 200GB RAW-Dateien kommen da eher nicht zusammen. Irgendwas in der Gegend von 5-20GB ist da realistischer. Das hängt von der Kamera und der Arbeitsweise ab.shakky4711 wrote:Der eine oder andere schießt profimäßig Fotos und fabriziert da jeden Tag 200GB neue RAW Dateien, meine Digicam macht hingegen nur 5MB kleine JPEG Fotos.
Einspruch, euer Ehren!shakky4711 wrote:Ich denke letzteres ist die Regel, wenn ich von Fotos oder Briefen lese kommt da in aller Regel ein überschaubares Volumen von Daten bei normalen Heim-Usern zusammen.
Das kann man so nicht voraussetzen. Deshalb frage ich hier immer nach der Zusammensetzung der Datenarten, und den einzelnen Datenmengen.
Jemand, der z.B. massenhaft Filme aus dem Internet herunter lädt, braucht eine völlig andere Konfiguration, als jemand der sehr viele eigene Fotos und Videos ablegen will.
Unterm Strich spart man mit der richtigen Konfiguration immer einige hundert Euro, und bekommt dafür ein passendes System.
Guter Einwurf, den ich gerne aufgreife.shakky4711 wrote:Neben Festplatten haben für sehr wichtige Daten auch andere Medien ihre Berechtigung.
...
Viele dieser Geräte können mit DVD-RAM Medien umgehen.
Bei mir gibt es eine Kiste, in der ich die Heilsbringer der Langzeitdatenspeicherung aufbewahre.
Dort finden sich z.B. Zip-Drives, diverse Tape-Drives, kiloweise CDROMs und DVDs, und ein paar Lochkarten habe ich auch noch (kein Witz).
Spaß beiseite:
Das ist mittlerweile nutzloses Zeug. Alles, was nicht auf aktuelle Datenträgersysteme umkopiert wurde, ist verloren.
Fotos und Dokumente kann man ausdrucken, und das wird evtl. über eine längeren Zeitraum noch ansehbar sein können, aber bei digitalen Daten sieht das relativ schlecht aus, wenn man das nicht permanent an die aktuellen technischen Mittel anpasst.
Und da ist nicht nur DVD-RAM ein totes Gleis.
Grüße
Princo
Meine Antworten beziehen sich immer auf die englischsprachige GUI. ECC-RAM ist Pflicht beim Einsatz von ZFS.
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Mike
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Re: Datensicherungskonzept
Hallo, zu 24/7: Wenn man auf Daten sofort zugreifen will, sollte der Server laufen.Natürlich könnte man in der Nacht das Ding runterfahren, aber hier muß jeder selbst entscheiden. Der Server meines Sohnes läuft 24/7, ich kann also jederzeit darauf zugreifen. Ich unterscheide hier zwischen Backupsystem, das kann bei Bedarf gestartet werden, und Zugriffssystem. Bei mir ( und bei vielen anderen) ist ja über die Zeit festplattenmäßig aufgerüstet worden, und das meist auf mehreren Pc´s, was aber unökonomisch ist. Also alles ins NAS, manche booten daraus,aber das bedingt eben ein anderes Datensicherheitssystem. Die Festplatten, die ich z.Z. in meinen NAS einsetze, liefen fast alle in irgend einem PC bei mir, das sind die 17TB! Das waren aber eben keine Serverplatten.
Gruß Mike
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Ironcurtain86
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Re: Datensicherungskonzept
Hallo,
Princo erstmal vielen Dank für deinen ausführlichen und informativen Beitrag.
.
Alternative 1 (einfache Sicherheit):
Nas-Home:
- PC-BACKUP mit 2x3TB, ZFS-MIrror, nutzbar 3TB.
- DATEN mit 2x4TB, ZFS-Mirror, nutzbar 4TB.
Nas-Eltern:
- PC-BACKUP mit 2x3TB, ZFS-MIrror, nutzbar 3TB.
- DATEN mit 2x4TB, ZFS-Mirror, nutzbar 4TB.
Würdest du sagen, dass dafür 16gb Ram jeweils in beiden Server-Systemen schon sinnvoll sind? Was kann passieren wenn ich nur 8gb habe? Steigt dabei die Wahrscheinlichkeit eines Datenverlustes oder wird einfach die Übertragung irgendwann langsamer? Dann könnte ich es ja erstmal mit 8 gb ausprobieren, weil ich die ja schon verbaut habe.
Ich werde mir nun erstmal die Platten besorgen und wahrscheinlich auch 16gb Ram und dann geht es ans einrichten und konfigurieren. Dann werde ich hier sicherlich noch die ein oder andere Frage stellen
Vielen Dank.
Mfg Ironcurtain
Princo erstmal vielen Dank für deinen ausführlichen und informativen Beitrag.
Ich besitze einen Tp-Link TL-WR 1043nd Router der auch die Ip-Adressvergabe übernimmt. Warum du das gefragt hast, ist mir leider nicht klar gewordenPrinco wrote:Vorweg eine recht wichtige Frage: Was für einen Router (DSL-Router) nutzt du? Ist dieses Gerät auch für die IP-Adressvergabe in deinem Netz zuständig? Du wirst später merken, warum ich das frage.
Das klingt interessant, allerdings kann ich mir das noch nicht so richtig vorstellen. Ist diese eine externe Platte dann nicht auch eine potenzielle Gefahr, weil sich auf dieser auch defekte Sektoren befinden und die Daten dadurch fehlerbehaftet auf das 2te Nas landen können? Könntest du mir das näher erläutern oder mir Links zukommen lassen, wo diese Funktionsweise erklärt wird?Princo wrote:So wirst du für den Abgleich bei deinen Eltern nicht dein ganzes N4F mitschleppen müssen, sondern nur eine (kleine) Transportfestplatte benötigen. ZFS bringt die entsprechenden Befehle mit, um eine vollständige Synchronisation zweier nicht direkt miteinander verbundenen Systeme durchzuführen. Ja, auch das mit den Dateilöschungen wird dabei berücksichtigt.
Im Haus meiner Eltern stehen ein paar von mir genannte Clients, dessen Systemsicherungen dann auch auf das Backup-Nas(Eltern) kommen sollen. Allerdings wollte ich für diese Systemsicherungen keine Snapshots einrichten. Weil ich zwischendurch ein paar differentielle Sicherungen rausschmeissen will und die nicht in irgendwelchen Snapshots hängen bleiben sollen. Um die Systemsicherungen auch vor einem Blitzeinschlag zu schützen, halte ich es eigentlich schon führ sinnvoll, dass diese als Backup dann auf mein Nas in meiner Wohnung landen.Princo wrote:Das Wichtigste ist aber, daß man die PC-Backups nicht noch ein weiteres mal backuppen muß (weil sie ja bereits ein Duplikat darstellen).
Dies hast du schon erkannt, denn diese Daten sollen ja später nicht auf dein Backup-NAS (Eltern) repliziert werden.
Ich denke auch, dass diese Alternative ausreichend ist. Wenn ich allerdings die Backups auch auf beiden Nas-Systemen haben möchte, dann würde meine Alternative ja eher so aussehen:Princo wrote: Alternative 1 (einfache Sicherheit):
PC-BACKUP mit 2x3TB, ZFS-MIrror, nutzbar 3TB.
DATEN mit 2x4TB, ZFS-Mirror, nutzbar 4TB.
BACKUP, 2x4TB, nutzbar 4TB.
Alternative 1 (einfache Sicherheit):
Nas-Home:
- PC-BACKUP mit 2x3TB, ZFS-MIrror, nutzbar 3TB.
- DATEN mit 2x4TB, ZFS-Mirror, nutzbar 4TB.
Nas-Eltern:
- PC-BACKUP mit 2x3TB, ZFS-MIrror, nutzbar 3TB.
- DATEN mit 2x4TB, ZFS-Mirror, nutzbar 4TB.
Würdest du sagen, dass dafür 16gb Ram jeweils in beiden Server-Systemen schon sinnvoll sind? Was kann passieren wenn ich nur 8gb habe? Steigt dabei die Wahrscheinlichkeit eines Datenverlustes oder wird einfach die Übertragung irgendwann langsamer? Dann könnte ich es ja erstmal mit 8 gb ausprobieren, weil ich die ja schon verbaut habe.
Gesichert werden soll ja eigentlich alles. Ich habe das mal grob überschlagen. An Daten sind das zur Zeit ca. 2,4 TB und ca. 1 TB Systemsicherungen.Princo wrote: Wie viele Daten wandern von den PCs auf das NAS?
Wie viele Daten bleiben danach auf den PCs übrig?
Das sehe ich nun auch so. Mein Nas soll auch nicht 24/7 laufen, sondern nur bei Bedarf eingeschaltet werden. Dies wird automatisiert, sobald ein Client online geht und dann fällt das mit den Stromkosten auch nicht so sehr ins Gewicht. Außerdem kann ich später meinen Raid Pool einfach vergrößern, wenn die Anzahl an Festplatten von Beginn an berücksichtigt wurde.Princo wrote: Ich denke, daß du mit einer Kombination aus 3TB und 4TB Platten derzeit noch wesentlich günstiger fährst, und dir mit der Ersparnis zu den 6TB-Platten eher ein zusätzliches N54L leisten kannst.
Ich werde mir nun erstmal die Platten besorgen und wahrscheinlich auch 16gb Ram und dann geht es ans einrichten und konfigurieren. Dann werde ich hier sicherlich noch die ein oder andere Frage stellen
Vielen Dank.
Mfg Ironcurtain
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Re: Datensicherungskonzept
Ja, weil mit "später" dieses Posting hier gemeint warIroncurtain86 wrote:Ich besitze einen Tp-Link TL-WR 1043nd Router der auch die Ip-Adressvergabe übernimmt. Warum du das gefragt hast, ist mir leider nicht klar geworden
Es gibt ein paar Funktionen, wie zeitgesteuertes Aufwecken per WOL, und die Bereitstellung von DHCP Boot, welche man vom Router durchführen lassen kann.
Bei meiner eigenen Lösung nutze ich diese Funktionen, und N4F-Funktionen um Auto-Snapshots erstellen zu lassen, ohne daß das N4F 24/7 durchlaufen muß.
Die Frage nach dem Router ergibt sich dadurch, daß die meisten Router diese Funktionen nicht können, oder besser gesagt: nicht über die normalen Menüs zur Verfügung stellen.
In solchen Fällen kann man oft durch ein Umflashen der Router mit einer anderen Firmware diese Funktionen erhalten.
Bei den Fritz!Boxen von AVM gibt es dafür das Freetz-Projekt.
Für deinem Router gibt es OpenWRT und DD-Wrt.
Wenn man vor einem Umflashen des Routers zurückschreckt, kann man diese Funktionen auch mit Kleinstrechnern wie z.B. dem Raspberry Pi bereitstellen.
Da hast du gut mitgedacht.Ironcurtain86 wrote:Das klingt interessant, allerdings kann ich mir das noch nicht so richtig vorstellen. Ist diese eine externe Platte dann nicht auch eine potenzielle Gefahr, weil sich auf dieser auch defekte Sektoren befinden und die Daten dadurch fehlerbehaftet auf das 2te Nas landen können? Könntest du mir das näher erläutern oder mir Links zukommen lassen, wo diese Funktionsweise erklärt wird?
Ich hätte dir die Methode nicht empfohlen, wenn es keine Lösung für dieses Problem gäbe.
Bei einer Transportfestplatte, die einen eigenen Pool darstellt, definiert man die Pool-Einstellungen so, daß jede Datei mindestens doppelt abgelegt wird.
Damit halbiert sich natürlich die Kapazität der Transportfestplatte, man gewinnt dafür aber die nötige Redundanz.
Hier ein Artikel, welcher das erklärt: https://blogs.oracle.com/relling/entry/ ... protection
Solche Features sind es übrigens, welche mich bei ZFS geradezu begeistern. Vieles, was sonst einen hohen Aufwand bedeutet, funktioniert hier bereits auf Dateisystem-Ebene.
Da fehlt mir jetzt aber 2xBACKUP,Ironcurtain86 wrote:Im Haus meiner Eltern stehen ein paar von mir genannte Clients, dessen Systemsicherungen dann auch auf das Backup-Nas(Eltern) kommen sollen. Allerdings wollte ich für diese Systemsicherungen keine Snapshots einrichten. Weil ich zwischendurch ein paar differentielle Sicherungen rausschmeissen will und die nicht in irgendwelchen Snapshots hängen bleiben sollen. Um die Systemsicherungen auch vor einem Blitzeinschlag zu schützen, halte ich es eigentlich schon führ sinnvoll, dass diese als Backup dann auf mein Nas in meiner Wohnung landen.
...
dann würde meine Alternative ja eher so aussehen:
Alternative 1 (einfache Sicherheit):
Nas-Home:
- PC-BACKUP mit 2x3TB, ZFS-MIrror, nutzbar 3TB.
- DATEN mit 2x4TB, ZFS-Mirror, nutzbar 4TB.
Nas-Eltern:
- PC-BACKUP mit 2x3TB, ZFS-MIrror, nutzbar 3TB.
- DATEN mit 2x4TB, ZFS-Mirror, nutzbar 4TB.
nämlich dein BACKUP, welches bei deinen Eltern landet, und
das BACKUP deiner Eltern, welches dann bei dir landet.
OK, das liegt anscheinend daran, daß ich bisher von einer für mich "idealen"-Konfiguration ausgegangen bin, da ich nicht wußte, daß das NAS deiner Eltern auch sonst voll genutzt wird, also nicht nur der Hüter deines BACKUPs sein wird.
Habe ich das so richtig verstanden? Nutzen deine Eltern das NAS auch zur eigenen Datenablage, oder nur für das Backup ihrer PCs?
Diese Fragen sind insofern wichtig, weil in meiner Konfiguration BACKUP nach dem Abgleich immer eine identische Kopie von DATEN ist, d.h. alles was zwischendurch auf BACKUP gespeichert wird, wird übergebügelt.
Es ist also ein Backup in nur eine Richtung. Dabei wird das Backup dann im Ernstfall (Totalverlust von DATEN) auch nicht zurückgespielt, sondern das BACKUP (also die Platten) wird einfach als DATEN umbenannt und ganz normal weitergenutzt.
Ein Backup "über Kreuz" ist natürlich auch realisierbar, muß aber genau geplant werden. Einfach mal schnell Platten kaufen ist da evtl. keine gute Idee.
Datenverlust sollte es bei zuwenig Speicher nicht geben. Im schlimmsten Fall läßt sich der ZFS-Pool bei zuwenig Speicher nicht mehr mounten. Eigene Erfahrungen in dieser Richtung habe ich allerdings noch nicht gemacht. Vielleicht probiere ich das demnächst mal mit nur 2GB-ECC-RAM bei meinem BACKUP aus.Ironcurtain86 wrote:Würdest du sagen, dass dafür 16gb Ram jeweils in beiden Server-Systemen schon sinnvoll sind? Was kann passieren wenn ich nur 8gb habe? Steigt dabei die Wahrscheinlichkeit eines Datenverlustes oder wird einfach die Übertragung irgendwann langsamer? Dann könnte ich es ja erstmal mit 8 gb ausprobieren, weil ich die ja schon verbaut habe.
Der Tipp, die Rechner auf 16GB-ECC-RAM aufzurüsten, hat auch damit zu tun, daß dieser RAM in einigen Jahren möglicherweise nur schwer und teuer zu bekommen sein wird, und dann auch eine Plattenaufrüstung erschwert wird.
Aber deine 8GB-ECC-RAM sollten erst einmal ausreichen.
Es gibt aber noch ein paar Sachen, die ich jetzt nur kurz anreißen kann:
Meine Konfigurations-Alternativen bezogen sich auf EIN System, welches auf EIN ANDERES System gesichert wird.
Die Aufteilung in die Bereiche DATEN, BACKUP und PC-BACKUP habe ich vorgenommen, weil sich der Sync-Vorgang von DATEN nach BACKUP mittels einer Transport-Festplatte durchführen lassen wird (bei halbwegs normalen Datenveränderungen/-zuwächsen).
Nimmt man jetzt PC-BACKUP mit dazu (sprich: man macht die PC-Sicherungen einfach in DATEN, so habe ich das früher ja auch gemacht), dann wird das natürlich eine erheblich größere Datenmenge für die Transportfestplatte. Das bedeutet nicht nur eine größere Transportfestplatte, sondern auch erheblich mehr Zeit. Die Tatsache, daß man dabei nicht jeden Zwischensnapshot mitnehmen muß, habe ich dabei bereits berücksichtigt (Ja, bei den PC-Backups kannst du daher ruhig immer mit Snapshots arbeiten).
Daraus ergibt sich folgende Änderung in der Betrachtungsweise:
Alternative 4 (Kreuzbackup):
Nas-Home:
- DATEN_deine mit 2x4TB, ZFS-Mirror, nutzbar 4TB.
- BACKUP_Eltern mit 2x4TB, ZFS-Mirror, nutzbar 4TB.
Nas-Eltern:
- DATEN_Eltern mit 2x4TB, ZFS-Mirror, nutzbar 4TB.
- BACKUP_deins mit 2x4TB, ZFS-Mirror, nutzbar 4TB.
Hinzu käme noch eine Transportfestplatte von 4TB (dazu gibt es noch Einiges zu sagen).
Ob sich dieser Konfigurationsvorschlag halten läßt, hängt von einer genaueren Betrachtung der Datenmengen bei dir und bei deinen Eltern ab (standortbezogen).
Bei dieser Alternative wird nur mit 4TB-Platten gearbeitet. Dadurch ergeben sich allerdings für dich zusätzliche Möglichkeiten, deren Beschreibung ungefähr so umfangreich wie das aktuelle Posting werden würde.
Ist mal wieder ein Monster-Posting geworden. Sorry.
Grüße
Princo
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Re: Datensicherungskonzept
Für NAS4Free braucht man keine Serverplatten. Ich habe hier auch WD-Green-Platten im Einsatz, welche völlig problemlos laufen. Man sollte sich natürlich über die "Macken" einiger Plattentypen informieren (z.B. das Head-Parking-Problem), und diese nach Möglichkeit beheben.Mike wrote:Hallo, zu 24/7: Wenn man auf Daten sofort zugreifen will, sollte der Server laufen.Natürlich könnte man in der Nacht das Ding runterfahren, aber hier muß jeder selbst entscheiden. Der Server meines Sohnes läuft 24/7, ich kann also jederzeit darauf zugreifen. Ich unterscheide hier zwischen Backupsystem, das kann bei Bedarf gestartet werden, und Zugriffssystem. Bei mir ( und bei vielen anderen) ist ja über die Zeit festplattenmäßig aufgerüstet worden, und das meist auf mehreren Pc´s, was aber unökonomisch ist. Also alles ins NAS, manche booten daraus,aber das bedingt eben ein anderes Datensicherheitssystem. Die Festplatten, die ich z.Z. in meinen NAS einsetze, liefen fast alle in irgend einem PC bei mir, das sind die 17TB! Das waren aber eben keine Serverplatten.
Gruß Mike
Zu 24/7: Natürlich klingen 3-4 Minuten Bootzeit für ein NAS unendlich lang. Allerdings ist eine Instant-On Lösung bei allen Betriebssystemen immer ziemlich tricky. Am besten klappt das mit Windows, weil dort die Treiberunterstützung durch die Hersteller gegeben ist.
Bei industriell hergestellten NAS-Systemen ist das evtl. auch noch gegeben, aber bei Selbstbau-NAS-Systemen auf Linux/Unix-Basis ist das schon sehr viel schwieriger.
Nach meiner persönlichen Erfahrung stellt diese Bootzeit aber kein praktisches Problem dar. Diese paar Minuten Wartezeit pro Tag lassen sich verkraften.
Deine 17TB Platten lassen sich übrigens vollständig in dein N54L integrieren. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Falls du interessiert bist, sag Bescheid.
Grüße
Princo
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Re: Datensicherungskonzept
Hallo, nun 3x3 TB laufen ja im N54L als Raidz1, 2x4 TB als Raid1 im E350. Das ist sicher aus Deiner Sicht keine optimale Lösung, aber ich will es erst mal so lassen. Grund ist, daß ich die Möglichkeiten von ZFS noch nicht so verinnerlicht habe, daß ich ohne fremde Hilfe Herr über diese Anordnung bin. Die Merkfähigkeit läßt leider auch nach, außerdem wird es mir schon langsam peinlich, hier mit zum Teil simplen Fragen ( siehe Ac loss Power on ) die Experten zu belästigen.
Für mich ist es schon ein Erfolg, nach fast einem Vierteljahrhundert Windows
und etwas Ubuntuspielerei ein NAS zum Laufen gebracht zu haben.Ohne dieses Forum wäre es allerdings viel viel schwerer geworden.
Gruß Mike
Für mich ist es schon ein Erfolg, nach fast einem Vierteljahrhundert Windows
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Re: Datensicherungskonzept
Es ist völlig OK, wenn man hier nur die Sachen macht, welche man sich auch zutraut.Mike wrote:Das ist sicher aus Deiner Sicht keine optimale Lösung, aber ich will es erst mal so lassen. Grund ist, daß ich die Möglichkeiten von ZFS noch nicht so verinnerlicht habe, daß ich ohne fremde Hilfe Herr über diese Anordnung bin.
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Ironcurtain86
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Re: Datensicherungskonzept
Hallo Leute,
sorry dass ich mich so lange nicht zurück gemeldet habe, hatte viel zutun und bin bischer nicht dazu gekommen, mein Backup System aufzubauen. Aber nun habe ich zugeschlagen und mir ein paar Festplatten besorgt
Es soll zunächst bei einem N54L bleiben, weil ich noch bei meinen Eltern wohne und ein zweiter Server nur in Frage kommt, wenn dieser an einem anderen Ort steht (eigene Wohnung). Als Festplatten habe ich nun:
2* 2TB Samsung HD204UI (die hatte ich schon)
4* 4TB WD Green
Meine 1. Frage ist nun wie ich diese Konstellation sinnvoll aufteile. Die 2* 2TB Samsung Platten werde ich wahrscheinlich in einem ZFS-Mirror für Client Backups (Systemsicherungen) betreiben. Keine weiteren Sicherungen vorgesehen.
Bei den 4*4 TB Platten bin ich mir noch unsicher. Ich könnte 3*4 TB in den N54L packen und daraus ein raidz2 machen (Daten-Backup). Diesen Raid würde ich dann wöchentlich auf die letzte 4 TB extern sichern. Da ich keinen zweiten Server besitze, favorisiere ich allerdings folgende Konstellation. Ich verbaue 2*4 TB in den N54L als zfs mirror. Die anderen beiden Platten wandern jeweils in ein externes Gehäuse. Eine externe sichert Daten-Backup 1x wöchentlich an allen geraden Kalenderwochen, die andere an den ungeraden. So werden die Daten alternierend auf zwei externen Platten gesichert. Sollte mir der N54L abrauchen, kann ich einen neuen aufbauen und die Daten über die beiden externen Platten sicher auf den neuen Server spielen. Bei zwei externen Fetplatten sehe ich den Vorteil, dass die Wahrscheinlichkeit ziemlich gering ist, dass ein Dateifehler bei einer Datei auf beiden Datenträgern vorliegt und ich somit die Möglichkeit habe die Daten Fehlerfrei (scrub Vergleich mit Hilfe von beiden externen Platten???) auf den neuen Server zu übertragen. Für mich klingt das nach einem ziemlich sicheren Konzept aber ich würde gerne eure Meinung dazu lesen. Zwar habe ich so am Ende nur 6 TB zur Verfügung aber damit eine hohe Datensicherheit erreicht.
Meine 2. Frage ist, wie sollte ich die externen Platten am besten anschließen. An den hinteren externen Sata Port (dann brauche ich zwei externe Festplatten Cases) oder kann ich auch eine USB 3.0 Karte verbauen (USB 3.0 HDD Cases vorhanden) und darüber sichern? Ich meine mal irgendwo gelesen zu haben, dass sich über einen USB Port mehr Fehler bei der Übertragung einschleichen können als über Sata (Fehlerkorrektur wie über tcp/ip?). Oder kann ich nach jeder wöchentlichen Sicherung direkt einen Scrub vergleich zwischen den internen und externen Daten anstoßen und dadurch die Datenintegrität sicherstellen?
Bei meiner 3. Frage geht es um das Thema Verschlüsselung. Am liebsten würde ich die Daten (Dokumente, Videos, Fotos) auf dem Raid Daten-Backup verschlüsseln um mich auch vor einem möglichen Diebstahl abzusichern. Dabei stelle ich mir vor, dass der Server bei jedem aufwecken nach einer Datei sucht (dem key) und die Daten entschlüsselt, wenn der key "online" ist. Der key kann sich auf meinem Raspberry PI befinden oder auf meinem Handy. Um die Daten durchgehend verschlüsselt zu haben, müsste ich natürlich auch die externen Platten verschlüsseln. Nas4Free bietet eine Verschlüsselung der Platten an. Funktioniert dort auch alles wie Snapshots, Scrubs etc. wie bei unverschlüsselten Platten? Kann ich die externen Platten an jeden Nas4Free Server anschließen und mit dem key entschlüsseln? Ich Frage mich auch, ob das was ich mir da ausgedacht habe auch ohne Probleme umsetzbar ist und es dazu evtl. Anleitungen gibt?
Meine Letzte Frage geht um die Version von Nas4Free die ich einsetzen soll. Über die neueste Version 9.3.0.2.1349 habe ich gelesen, dass diese mehr Rechenleistung benötigt. Außerdem lese ich bei den ganzen Signaturen hier im Forum immer wieder, dass noch die "alte" 9.2.0.1.972 zum Einsatz kommt. Was würdet ihr mir empfehlen?
Sind wieder einige Fragen und ich hoffe ihr könnt mir helfen.
Gruß
Ironcurtain
sorry dass ich mich so lange nicht zurück gemeldet habe, hatte viel zutun und bin bischer nicht dazu gekommen, mein Backup System aufzubauen. Aber nun habe ich zugeschlagen und mir ein paar Festplatten besorgt
Es soll zunächst bei einem N54L bleiben, weil ich noch bei meinen Eltern wohne und ein zweiter Server nur in Frage kommt, wenn dieser an einem anderen Ort steht (eigene Wohnung). Als Festplatten habe ich nun:
2* 2TB Samsung HD204UI (die hatte ich schon)
4* 4TB WD Green
Meine 1. Frage ist nun wie ich diese Konstellation sinnvoll aufteile. Die 2* 2TB Samsung Platten werde ich wahrscheinlich in einem ZFS-Mirror für Client Backups (Systemsicherungen) betreiben. Keine weiteren Sicherungen vorgesehen.
Bei den 4*4 TB Platten bin ich mir noch unsicher. Ich könnte 3*4 TB in den N54L packen und daraus ein raidz2 machen (Daten-Backup). Diesen Raid würde ich dann wöchentlich auf die letzte 4 TB extern sichern. Da ich keinen zweiten Server besitze, favorisiere ich allerdings folgende Konstellation. Ich verbaue 2*4 TB in den N54L als zfs mirror. Die anderen beiden Platten wandern jeweils in ein externes Gehäuse. Eine externe sichert Daten-Backup 1x wöchentlich an allen geraden Kalenderwochen, die andere an den ungeraden. So werden die Daten alternierend auf zwei externen Platten gesichert. Sollte mir der N54L abrauchen, kann ich einen neuen aufbauen und die Daten über die beiden externen Platten sicher auf den neuen Server spielen. Bei zwei externen Fetplatten sehe ich den Vorteil, dass die Wahrscheinlichkeit ziemlich gering ist, dass ein Dateifehler bei einer Datei auf beiden Datenträgern vorliegt und ich somit die Möglichkeit habe die Daten Fehlerfrei (scrub Vergleich mit Hilfe von beiden externen Platten???) auf den neuen Server zu übertragen. Für mich klingt das nach einem ziemlich sicheren Konzept aber ich würde gerne eure Meinung dazu lesen. Zwar habe ich so am Ende nur 6 TB zur Verfügung aber damit eine hohe Datensicherheit erreicht.
Meine 2. Frage ist, wie sollte ich die externen Platten am besten anschließen. An den hinteren externen Sata Port (dann brauche ich zwei externe Festplatten Cases) oder kann ich auch eine USB 3.0 Karte verbauen (USB 3.0 HDD Cases vorhanden) und darüber sichern? Ich meine mal irgendwo gelesen zu haben, dass sich über einen USB Port mehr Fehler bei der Übertragung einschleichen können als über Sata (Fehlerkorrektur wie über tcp/ip?). Oder kann ich nach jeder wöchentlichen Sicherung direkt einen Scrub vergleich zwischen den internen und externen Daten anstoßen und dadurch die Datenintegrität sicherstellen?
Bei meiner 3. Frage geht es um das Thema Verschlüsselung. Am liebsten würde ich die Daten (Dokumente, Videos, Fotos) auf dem Raid Daten-Backup verschlüsseln um mich auch vor einem möglichen Diebstahl abzusichern. Dabei stelle ich mir vor, dass der Server bei jedem aufwecken nach einer Datei sucht (dem key) und die Daten entschlüsselt, wenn der key "online" ist. Der key kann sich auf meinem Raspberry PI befinden oder auf meinem Handy. Um die Daten durchgehend verschlüsselt zu haben, müsste ich natürlich auch die externen Platten verschlüsseln. Nas4Free bietet eine Verschlüsselung der Platten an. Funktioniert dort auch alles wie Snapshots, Scrubs etc. wie bei unverschlüsselten Platten? Kann ich die externen Platten an jeden Nas4Free Server anschließen und mit dem key entschlüsseln? Ich Frage mich auch, ob das was ich mir da ausgedacht habe auch ohne Probleme umsetzbar ist und es dazu evtl. Anleitungen gibt?
Meine Letzte Frage geht um die Version von Nas4Free die ich einsetzen soll. Über die neueste Version 9.3.0.2.1349 habe ich gelesen, dass diese mehr Rechenleistung benötigt. Außerdem lese ich bei den ganzen Signaturen hier im Forum immer wieder, dass noch die "alte" 9.2.0.1.972 zum Einsatz kommt. Was würdet ihr mir empfehlen?
Sind wieder einige Fragen und ich hoffe ihr könnt mir helfen.
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Ironcurtain
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Re: Datensicherungskonzept
USB 3.0 wird von BSD nicht wirklich gut unterstützt, aber der N54L hat einen eSATA port.Frage ist, wie sollte ich die externen Platten am besten anschließen. An den hinteren externen Sata Port (dann brauche ich zwei externe Festplatten Cases) oder kann ich auch eine USB 3.0 Karte verbauen (USB 3.0 HDD Cases vorhanden) und darüber sichern? I
Wenn Du Dir das modifizierte BIOS installierst, kannst Du sogar die portmultiplier Funktion der SATA/eSATA Ports freischalten und externe Gehäuse mit mehreren Einschüben dranhängen, z.B. das da für zwei Platten:
http://www.fantec.de/produkte/speicherp ... mr_35dus2/
oder das für 4 Platten.
http://www.fantec.de/produkte/speicherp ... _qb_35us3/
Damit kannst Du den N54L fast beliebig erweitern.
Den internen Sata-Port kannst Du auch nach aussen als eSata verlegen...
Zur Version:
Mir persönlich erscheint die 9.3.x.x. noch etwas unausgereift und ich habe momentan weder Zeit noch Lust mich mit dem Update eines perfekt funktionierendem 9.2. Systems zu quälen
NAS 1: Milchkuh: Asrock C2550D4I, Intel Avoton C2550 Quad-Core, 16GB DDR3 ECC, 5x3TB WD Red RaidZ1 +60 GB SSD for ZIL/L2ARC, APC-Back UPS 350 CS, NAS4Free 11.0.0.4.3460 embedded
NAS 2: Backup: HP N54L, 8 GB ECC RAM, 4x4 TB WD Red, RaidZ1, NAS4Free 11.0.0.4.3460 embedded
NAS 3: Office: HP N54L, 8 GB ECC RAM, 2x3 TB WD Red, ZFS Mirror, APC-Back UPS 350 CS NAS4Free 11.0.0.4.3460 embedded
NAS 2: Backup: HP N54L, 8 GB ECC RAM, 4x4 TB WD Red, RaidZ1, NAS4Free 11.0.0.4.3460 embedded
NAS 3: Office: HP N54L, 8 GB ECC RAM, 2x3 TB WD Red, ZFS Mirror, APC-Back UPS 350 CS NAS4Free 11.0.0.4.3460 embedded
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Re: Datensicherungskonzept
Ich möchte mal was zum Thema Spindown ZFS sagen.
Ich habe hier aktuell 3 Pools.
Z1 3x8TB (ca 2Monate)
Z2 4x3TB (ca 1 Jahr, davor ca 2 Jahre 4x1.5TB)
Mirror 2x2TB(ca 3Jahre)
Bei diesen benutze ich schon immer Spindown, und konnte noch kein einziges Problem feststellen bis jetzt.
Ich habe hier aktuell 3 Pools.
Z1 3x8TB (ca 2Monate)
Z2 4x3TB (ca 1 Jahr, davor ca 2 Jahre 4x1.5TB)
Mirror 2x2TB(ca 3Jahre)
Bei diesen benutze ich schon immer Spindown, und konnte noch kein einziges Problem feststellen bis jetzt.
XigmaNAS 12.0.0.4 (6625)@PROXMOX 5.V - Supermicro X8DTH-6F | 2x Xeon L5640 | 96GB ECC | LSI 9210-8i|LSI 9500-8e|LSI 9201-16i | 40GBe IB Mellanox |
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Re: Datensicherungskonzept
Also könnte ich die beiden 2* 4TB Platten in das FANTEC QB-35US3 stecken und an den externen Sata Port klemmen. Die beiden Platten würden direkt an den N54L weitergegeben und ich könnte über nas4free ein zfs mirror aufsetzen?crowi wrote: USB 3.0 wird von BSD nicht wirklich gut unterstützt, aber der N54L hat einen eSATA port.
Wenn Du Dir das modifizierte BIOS installierst, kannst Du sogar die portmultiplier Funktion der SATA/eSATA Ports freischalten und externe Gehäuse mit mehreren Einschüben dranhängen, z.B. das da für zwei Platten:
http://www.fantec.de/produkte/speicherp ... mr_35dus2/
oder das für 4 Platten.
http://www.fantec.de/produkte/speicherp ... _qb_35us3/
Damit kannst Du den N54L fast beliebig erweitern.
Den internen Sata-Port kannst Du auch nach aussen als eSata verlegen...
Zur Version:
Mir persönlich erscheint die 9.3.x.x. noch etwas unausgereift und ich habe momentan weder Zeit noch Lust mich mit dem Update eines perfekt funktionierendem 9.2. Systems zu quälen
Dann bleibt noch die Fragen mit der Verschlüsselung offen. Ich habe gelesen, dass dabei die Übertragungsrate stark einbricht, weil die CPU des N54L zu schwach dafür ist. Aber solange die Übertragung noch bei 20-30mb/s liegt, wäre ich wahrscheinlich damit zufrieden, weil mir der Schutz meiner Daten wichtiger ist. Ich Frage mich nur, ob ich überhaupt in der Lage bin das alles umzusetzen was ich mir vorstelle. Daran wird es wahrscheinlich scheitern
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Re: Datensicherungskonzept
Hi Ironcurtain86,
Zu deinen drei Fragen vom 17.03.2015:
1. Aufteilung der Platten:
An deiner Stelle würde ich ins N54L die 2x4TB und die 2x2TB einbauen (jeweils als ZFS-Mirror).
Dazu würde ich mir das FANTEC QB-35US3 besorgen, und dort die anderen 2x4TB (ZFS-Mirror) als Backup einbauen.
In dieser Konstellation (und zwar nur in dieser), könnte man darüber nachdenken, daß du die beiden Festplatten im externen FANTEC-Gehäuse wechselseitig bespielst.
Das würde ich aber nur mit einem ZFS-System machen, und auch nur, wenn die Backups mittels zfs send/receive erfolgen.
So richtig doll empfehlen kann ich das eigentlich nicht, aber es ist auf jeden Fall eine bessere Lösung, als das, was du in deiner Frage erwähnt hast.
Der Nachteil bei dem Konzept ist, daß es nur mit einem Mirror im Backup-System funktioniert. Sobald du mehr Festplatten einbinden mußt, geht das nicht mehr.
2. USB-Festplatten:
Das, was Crowi gesagt hat. USB-Festplatten spielen bei NAS4Free keine Geige, und das ist auch gut so.
Ein Scrub kann übrigens nicht zwischen interrnen und externen Daten einen Vergleich durchführen. Ein Scrub prüft die Datenintegrität eines RaidZ-Systems, und korrigiert dabei Plattenfehler. Falls eine Korrektur mangels Redundanz nicht möglich ist, zeigt er die betroffenen Dateien an. Dazu sollte man es aber gar nicht erst kommen lassen. Es ist besser, immer genügend Redundanz zu haben (dann gibt es auch keine kaputten Dateien).
3. Verschlüsselung:
Ja, das funktioniert. Snapshots, Scrub, usw. funktionieren ganz normal.
Eine Anleitung gibt es dafür nicht. Es gibt Dutzende verschiedener Möglichkeiten, das umzusetzen. Eigentlich ist die Lösung relativ trivial. Man muß nur wissen, wie man bei NAS4Free mit ssh-Schlüsseln umgeht, und wie man per ssh Kommandos auf dem NAS ausführen lässt.
Zur Geschwindigkeit bei verschlüsselten Dateisystemen auf dem N54L: Was du da gelesen hast, ist Blödsinn. Natürlich ist die Geschwindigkeit etwas langsamer, wenn das Dateisystem verschlüsselt ist. Aber es hängt natürlich auch davon ab, ob z.B. noch eine Kompression eingeschaltet ist.
Ich hatte die Verschlüsselung auch getestet, weiß aber nicht mehr, wie die exakten Ergebnisse waren. Was ich aber noch weiß: Das NAS war völlig brauchbar. Wenn du von 20-30MB/s ausgehst, dann ist das durchaus realistisch. Die Rate wird sogar eher höher liegen. Von einem starken Einbruch würde ich nicht reden wollen.
Aber:
Die Entscheidung, ein verschlüsseltes System zu betreiben, macht das ganze Handling sehr viel komplexer, als es auf den ersten Blick erscheinen mag.
Und nicht nur das Handling wird komplexer, sondern es ergeben sich noch einige weitere Fragen daraus, z.B.:
Wer soll, außer dir, noch Kenntnis über die nötigen Passworte haben?
Ist derjenige tatsächlich in der Lage, das System in Betrieb zu nehmen?
Welche Konsequenzen hat es, wenn auf die Daten nicht mehr zugegriffen werden kann?
Welche Konsequenzen kann es haben, wenn die unverschlüsselten Daten in falsche Hände gelangen?
Sind die Rechner, die auf das NAS zugreifen, auch verschlüsselt?
Über diese Fragen läßt sich trefflich stundenlang philosophieren, und das sollte man für sich selbst wenigstens einmal komplett durchspielen. U.U. kommt dabei sogar raus, daß die Verschlüsselung mehr Nach- als Vorteile bringt.
Grüße
Princo
Zu deinen drei Fragen vom 17.03.2015:
1. Aufteilung der Platten:
An deiner Stelle würde ich ins N54L die 2x4TB und die 2x2TB einbauen (jeweils als ZFS-Mirror).
Dazu würde ich mir das FANTEC QB-35US3 besorgen, und dort die anderen 2x4TB (ZFS-Mirror) als Backup einbauen.
In dieser Konstellation (und zwar nur in dieser), könnte man darüber nachdenken, daß du die beiden Festplatten im externen FANTEC-Gehäuse wechselseitig bespielst.
Das würde ich aber nur mit einem ZFS-System machen, und auch nur, wenn die Backups mittels zfs send/receive erfolgen.
So richtig doll empfehlen kann ich das eigentlich nicht, aber es ist auf jeden Fall eine bessere Lösung, als das, was du in deiner Frage erwähnt hast.
Der Nachteil bei dem Konzept ist, daß es nur mit einem Mirror im Backup-System funktioniert. Sobald du mehr Festplatten einbinden mußt, geht das nicht mehr.
2. USB-Festplatten:
Das, was Crowi gesagt hat. USB-Festplatten spielen bei NAS4Free keine Geige, und das ist auch gut so.
Ein Scrub kann übrigens nicht zwischen interrnen und externen Daten einen Vergleich durchführen. Ein Scrub prüft die Datenintegrität eines RaidZ-Systems, und korrigiert dabei Plattenfehler. Falls eine Korrektur mangels Redundanz nicht möglich ist, zeigt er die betroffenen Dateien an. Dazu sollte man es aber gar nicht erst kommen lassen. Es ist besser, immer genügend Redundanz zu haben (dann gibt es auch keine kaputten Dateien).
3. Verschlüsselung:
Ja, das funktioniert. Snapshots, Scrub, usw. funktionieren ganz normal.
Eine Anleitung gibt es dafür nicht. Es gibt Dutzende verschiedener Möglichkeiten, das umzusetzen. Eigentlich ist die Lösung relativ trivial. Man muß nur wissen, wie man bei NAS4Free mit ssh-Schlüsseln umgeht, und wie man per ssh Kommandos auf dem NAS ausführen lässt.
Zur Geschwindigkeit bei verschlüsselten Dateisystemen auf dem N54L: Was du da gelesen hast, ist Blödsinn. Natürlich ist die Geschwindigkeit etwas langsamer, wenn das Dateisystem verschlüsselt ist. Aber es hängt natürlich auch davon ab, ob z.B. noch eine Kompression eingeschaltet ist.
Ich hatte die Verschlüsselung auch getestet, weiß aber nicht mehr, wie die exakten Ergebnisse waren. Was ich aber noch weiß: Das NAS war völlig brauchbar. Wenn du von 20-30MB/s ausgehst, dann ist das durchaus realistisch. Die Rate wird sogar eher höher liegen. Von einem starken Einbruch würde ich nicht reden wollen.
Aber:
Die Entscheidung, ein verschlüsseltes System zu betreiben, macht das ganze Handling sehr viel komplexer, als es auf den ersten Blick erscheinen mag.
Und nicht nur das Handling wird komplexer, sondern es ergeben sich noch einige weitere Fragen daraus, z.B.:
Wer soll, außer dir, noch Kenntnis über die nötigen Passworte haben?
Ist derjenige tatsächlich in der Lage, das System in Betrieb zu nehmen?
Welche Konsequenzen hat es, wenn auf die Daten nicht mehr zugegriffen werden kann?
Welche Konsequenzen kann es haben, wenn die unverschlüsselten Daten in falsche Hände gelangen?
Sind die Rechner, die auf das NAS zugreifen, auch verschlüsselt?
Über diese Fragen läßt sich trefflich stundenlang philosophieren, und das sollte man für sich selbst wenigstens einmal komplett durchspielen. U.U. kommt dabei sogar raus, daß die Verschlüsselung mehr Nach- als Vorteile bringt.
Grüße
Princo
Meine Antworten beziehen sich immer auf die englischsprachige GUI. ECC-RAM ist Pflicht beim Einsatz von ZFS.
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Ironcurtain86
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Re: Datensicherungskonzept
Hi Princo,
vielen Dank mal wieder für deinen ausführlichen und informativen Beitrag.
Die Konsequenzen wären erheblich, weil dann alle privaten Aufnahmen, Dokumente weg wären, deshalb müsste das verschlüsselte System genauso problemlos funktionieren wie ein unverschlüsseltes.
Wenn die Daten in falsche Hände gelangen, würde das bei mir erstmal ein ungutes Gefühl hinterlassen, wenn ich weiß, dass er ohne Probleme dran kommt. Außerdem hat er einen Einblick in eingescannte Rechnungen, Kundendaten etc. und könnte daraus evtl. weitere Betruegsversuche starten.
Die Rechner die auf das Nas zugreifen sind unverschlüsselt. Allerdings sollen die Daten nur auf dem Nas legen und von dort aus direkt geöffnet, gespeichert und bearbeitetet werden. Deshalb ist es meiner Meinung nach auch nicht notwendig die Rechner auch zu verschlüsseln oder?
Gruß
Ironcurtain86
vielen Dank mal wieder für deinen ausführlichen und informativen Beitrag.
Das verstehe ich nicht so richtig. Da ich ja dann zwei identische zfs mirror's besitze, könnte ich doch jederzeit eins auflösen und stattdessen ein raidzX aufbauen und anschließend aus dem anderen mirror die Daten rüberkopieren. Bin aber jetzt schon am überlegen, mir ein zweites System zu bauen und dort das zweite zfs-mirror zu verbauen. Wieder ein N54L oder ein T20? XDPrinco wrote:So richtig doll empfehlen kann ich das eigentlich nicht, aber es ist auf jeden Fall eine bessere Lösung, als das, was du in deiner Frage erwähnt hast.
Der Nachteil bei dem Konzept ist, daß es nur mit einem Mirror im Backup-System funktioniert. Sobald du mehr Festplatten einbinden mußt, geht das nicht mehr.
Könntest du das evtl. noch etwas genauer erklären? So wie ich das bisher herausgelesen habe, müssen die Daten bei jedem hochfahren mit einem Passwort für jede Platte entschlüsselt werden. Das ist die größte Hürde. Ab dann läuft aber alles wie gewohnt (Snapshots, Scrubs etc. passieren auf der unverschlüsselten Ebene). Die Passwörter könnte ich ja in einem File auf meinem Handy hinterlegen. Das Handy weckt auch den Server automatisch wenn ich nach Hause komme und mich ins WLAN einlogge. Dann könnte ich in einem zweiten Schritt auch den ftp Zugriff (oder was dafür notwendig ist) auf mein Handy ermöglichen um das keyfile auszulesen. Als zusätzliche Sicherheit könnte ich die Key's in einer verschlüsselten Datei auf meinem Computer ablegen (Keepass). Es geht mir nicht darum, mich von der NSA zu schützen (ich glaub die Zeiten sind vorbei). Falls jemand die Kisten mit nimmt, soll er nicht sehen können was da drauf ist.Princo wrote:Die Entscheidung, ein verschlüsseltes System zu betreiben, macht das ganze Handling sehr viel komplexer, als es auf den ersten Blick erscheinen mag.
Ich hoffe, dass ich noch ein paar Jahre Lebe XD. Aber wenn das System läuft, könnte ich es meinem Vater beibringen, auch durch manuelle Eingabe der Passwörter im Webinterface Zugriff auf die Daten zu bekommen.Princo wrote:Und nicht nur das Handling wird komplexer, sondern es ergeben sich noch einige weitere Fragen daraus, z.B.:
Wer soll, außer dir, noch Kenntnis über die nötigen Passworte haben?
Ist derjenige tatsächlich in der Lage, das System in Betrieb zu nehmen?
Welche Konsequenzen hat es, wenn auf die Daten nicht mehr zugegriffen werden kann?
Welche Konsequenzen kann es haben, wenn die unverschlüsselten Daten in falsche Hände gelangen?
Sind die Rechner, die auf das NAS zugreifen, auch verschlüsselt?
Die Konsequenzen wären erheblich, weil dann alle privaten Aufnahmen, Dokumente weg wären, deshalb müsste das verschlüsselte System genauso problemlos funktionieren wie ein unverschlüsseltes.
Wenn die Daten in falsche Hände gelangen, würde das bei mir erstmal ein ungutes Gefühl hinterlassen, wenn ich weiß, dass er ohne Probleme dran kommt. Außerdem hat er einen Einblick in eingescannte Rechnungen, Kundendaten etc. und könnte daraus evtl. weitere Betruegsversuche starten.
Die Rechner die auf das Nas zugreifen sind unverschlüsselt. Allerdings sollen die Daten nur auf dem Nas legen und von dort aus direkt geöffnet, gespeichert und bearbeitetet werden. Deshalb ist es meiner Meinung nach auch nicht notwendig die Rechner auch zu verschlüsseln oder?
Gruß
Ironcurtain86