This is the old XigmaNAS forum in read only mode,
it will taken offline by the end of march 2021!
I like to aks Users and Admins to rewrite/take over important post from here into the new fresh main forum!
Its not possible for us to export from here and import it to the main forum!
it will taken offline by the end of march 2021!
I like to aks Users and Admins to rewrite/take over important post from here into the new fresh main forum!
Its not possible for us to export from here and import it to the main forum!
Snapshots - Verständnisfragen
Moderators: b0ssman, apollo567, Princo, crowi
-
XPUser
- experienced User

- Posts: 119
- Joined: 04 Nov 2013 16:45
- Location: Bei Köln
- Status: Offline
Snapshots - Verständnisfragen
Für den Erstabgleich von NAS-B auf mein Haupt-NAS-A hatte ich am 22.9 sowie am 29.9 jeweils rekursive Snapshots erstellt, mit denen der Erstableich gemacht wurde.
Habe zwar in den vergangenen Wochen viel im Oracle Handbuch gelesen, aber bin nicht zum Ergebnis gekommen.
Konkret beht es mir um folgendes:
In diesen Snapshots waren Daten enthalten wie neu Digitalisierte Videos, um zu Überprüfen ob ich diese evtl Qualitativ besser hinbekomme als schon vorhandene.
In wenigen Fällen war das auch so. Alles andere wurde gelöscht und anschliessend auch aus dem Papierkorb gelöscht. Auch andere Verzeichnisse wurden durchforstet
und alles nicht mehr benötigte ebenso gelöscht.
So wie ich es verstanden habe sind diese gelöschten Daten ja über die Snapshots wiederherstellbar und somit noch gesichert und belegen unnötig Platz.
Würde ich jetzt einen neuen Snaoshot erstellen würde ich diesen unnötigen Speicherplatz ja immer weiter mit herumschleppen obwohl er definitiv gelöscht werden kann.
Ich schätze das es um die 500GB waren.
Wie kann ich diesen Speicherplatz endgültig wieder freigeben? Danach würde ich dann einen neuen, aktuellen Snapshot erstellen.
Grusse
XPUser
Habe zwar in den vergangenen Wochen viel im Oracle Handbuch gelesen, aber bin nicht zum Ergebnis gekommen.
Konkret beht es mir um folgendes:
In diesen Snapshots waren Daten enthalten wie neu Digitalisierte Videos, um zu Überprüfen ob ich diese evtl Qualitativ besser hinbekomme als schon vorhandene.
In wenigen Fällen war das auch so. Alles andere wurde gelöscht und anschliessend auch aus dem Papierkorb gelöscht. Auch andere Verzeichnisse wurden durchforstet
und alles nicht mehr benötigte ebenso gelöscht.
So wie ich es verstanden habe sind diese gelöschten Daten ja über die Snapshots wiederherstellbar und somit noch gesichert und belegen unnötig Platz.
Würde ich jetzt einen neuen Snaoshot erstellen würde ich diesen unnötigen Speicherplatz ja immer weiter mit herumschleppen obwohl er definitiv gelöscht werden kann.
Ich schätze das es um die 500GB waren.
Wie kann ich diesen Speicherplatz endgültig wieder freigeben? Danach würde ich dann einen neuen, aktuellen Snapshot erstellen.
Grusse
XPUser
NAS-A HP N54L 16GBECC-Ram 4x4TB WD-Red RaidZ1 XigmaNAS 12.1.0.4.7542 embedded
NAS-B HP N54L 8GBECC-Ram 4x4TB WD-Red RaidZ1 XigmaNAS 12.1.0.4.7542 embedded
NAS-B HP N54L 8GBECC-Ram 4x4TB WD-Red RaidZ1 XigmaNAS 12.1.0.4.7542 embedded
- Princo
- Forum Moderator

- Posts: 1080
- Joined: 15 Jul 2012 01:21
- Location: Berlin, Germany
- Status: Offline
Re: Snapshots - Verständnisfragen
Gelöschte Daten in Datasets belegen noch so lange Speicherplatz, wie sie Bestandteil eines Snapshots sind.
Ein per zfs send/receive abgeglichenes Backup-System muß durch mindestens einen gemeinsamen Snapshot verbunden bleiben.
Aus rein logischer Sicht ist das die komplette Antwort auf deine Frage.
Hilft dir das weiter?
Grüße
Princo
Ein per zfs send/receive abgeglichenes Backup-System muß durch mindestens einen gemeinsamen Snapshot verbunden bleiben.
Aus rein logischer Sicht ist das die komplette Antwort auf deine Frage.
Hilft dir das weiter?
Grüße
Princo
Meine Antworten beziehen sich immer auf die englischsprachige GUI. ECC-RAM ist Pflicht beim Einsatz von ZFS.
-
XPUser
- experienced User

- Posts: 119
- Joined: 04 Nov 2013 16:45
- Location: Bei Köln
- Status: Offline
Re: Snapshots - Verständnisfragen
Hi Princo,
Hintergrund meiner Frage war folgendes:
In meinem letzten Beitrag "Nochmal HP Microserver" hattest Du mir so quasi als Übung für mein NAS-B geraten, es noch einmal neu aufzusetzen wegen nicht korrekter 4K Blöcken.
Dies hatte ich noch nicht gemacht weil ich zuerst auf NAS-A aufräumen wollte. Anschliessend würde ich dann einen neuen Snapshot erstellen mit dem ich dann,
nach korrekter Neueinrichtung des NAS-B, einen erneuten Abgleich von NAS-A auf NAS-B durchführen würde.
Ich habe schon versucht die Snapshots zu löschen, das ging aber nicht.
Wie sollte ich vorgehen?
Grüsse
XPUser
Hintergrund meiner Frage war folgendes:
In meinem letzten Beitrag "Nochmal HP Microserver" hattest Du mir so quasi als Übung für mein NAS-B geraten, es noch einmal neu aufzusetzen wegen nicht korrekter 4K Blöcken.
Dies hatte ich noch nicht gemacht weil ich zuerst auf NAS-A aufräumen wollte. Anschliessend würde ich dann einen neuen Snapshot erstellen mit dem ich dann,
nach korrekter Neueinrichtung des NAS-B, einen erneuten Abgleich von NAS-A auf NAS-B durchführen würde.
Ich habe schon versucht die Snapshots zu löschen, das ging aber nicht.
Wie sollte ich vorgehen?
Grüsse
XPUser
NAS-A HP N54L 16GBECC-Ram 4x4TB WD-Red RaidZ1 XigmaNAS 12.1.0.4.7542 embedded
NAS-B HP N54L 8GBECC-Ram 4x4TB WD-Red RaidZ1 XigmaNAS 12.1.0.4.7542 embedded
NAS-B HP N54L 8GBECC-Ram 4x4TB WD-Red RaidZ1 XigmaNAS 12.1.0.4.7542 embedded
- Princo
- Forum Moderator

- Posts: 1080
- Joined: 15 Jul 2012 01:21
- Location: Berlin, Germany
- Status: Offline
Re: Snapshots - Verständnisfragen
Hi XPUser,
Du meinst sicher dieses Posting.
Eigentlich steht da alles komplett drin.
Wie hast du denn versucht, die Snapshots zu löschen?
Grüße
Princo
Du meinst sicher dieses Posting.
Eigentlich steht da alles komplett drin.
Wie hast du denn versucht, die Snapshots zu löschen?
Grüße
Princo
Meine Antworten beziehen sich immer auf die englischsprachige GUI. ECC-RAM ist Pflicht beim Einsatz von ZFS.
-
XPUser
- experienced User

- Posts: 119
- Joined: 04 Nov 2013 16:45
- Location: Bei Köln
- Status: Offline
Re: Snapshots - Verständnisfragen
Hi Princo,
denke das ich mal wieder falsch vorgegangen bin. Habe es im GUI von N4F unter advance/command eingegeben,
aber wahrscheinlich muss ich die Eingabe direkt am NAS über die Konsole machen.
Aber ich habe noch eine weitere Frage:
unter ZFS/Snapshots/Informationen bekomme ich im GUI angezeigt, aber neben Daten@2014-09-22 sowie der vom 29.09 werden mir auch snapshots auch mit diesen beiden Datum
von den jeweiligen Datasets angezeigt.
Heisst das etwa das ich auch einzelne Datasets ohne die anderen auf einen früheren Stand zurücksetzen kann?? Das wäre nämlich toll.
Grüsse
XPUser
denke das ich mal wieder falsch vorgegangen bin. Habe es im GUI von N4F unter advance/command eingegeben,
aber wahrscheinlich muss ich die Eingabe direkt am NAS über die Konsole machen.
Aber ich habe noch eine weitere Frage:
unter ZFS/Snapshots/Informationen bekomme ich im GUI angezeigt, aber neben Daten@2014-09-22 sowie der vom 29.09 werden mir auch snapshots auch mit diesen beiden Datum
von den jeweiligen Datasets angezeigt.
Heisst das etwa das ich auch einzelne Datasets ohne die anderen auf einen früheren Stand zurücksetzen kann?? Das wäre nämlich toll.
Grüsse
XPUser
NAS-A HP N54L 16GBECC-Ram 4x4TB WD-Red RaidZ1 XigmaNAS 12.1.0.4.7542 embedded
NAS-B HP N54L 8GBECC-Ram 4x4TB WD-Red RaidZ1 XigmaNAS 12.1.0.4.7542 embedded
NAS-B HP N54L 8GBECC-Ram 4x4TB WD-Red RaidZ1 XigmaNAS 12.1.0.4.7542 embedded
- Princo
- Forum Moderator

- Posts: 1080
- Joined: 15 Jul 2012 01:21
- Location: Berlin, Germany
- Status: Offline
Re: Snapshots - Verständnisfragen
Du kannst diese Eingaben auch über eine ssh-Terminalsession machen (z.B. mit Putty).
Dazu mußt du auf N4F nur den ssh-Dienst aktivieren, und dabei einen Haken bei "Permit root login" setzen.
Einloggen tust du dich dann per Benutzer root und dem N4F Passwort.
Dabei muß man die meist gar nicht wirklich zurücksetzen, sondern man kann einfach auf die Datenstände früherer Snapshots zugreifen, weil die ganz simpel in versteckten Verzeichnissen liegen.
Wenn man das richtig konfiguriert, kann man das sogar mit der Windows-Funktion "vorherige Dateiversionen"(?) nutzen.
Grüße
Princo
Dazu mußt du auf N4F nur den ssh-Dienst aktivieren, und dabei einen Haken bei "Permit root login" setzen.
Einloggen tust du dich dann per Benutzer root und dem N4F Passwort.
Richtig. Genau so ist das.XPUser wrote:Heisst das etwa das ich auch einzelne Datasets ohne die anderen auf einen früheren Stand zurücksetzen kann?? Das wäre nämlich toll.
Dabei muß man die meist gar nicht wirklich zurücksetzen, sondern man kann einfach auf die Datenstände früherer Snapshots zugreifen, weil die ganz simpel in versteckten Verzeichnissen liegen.
Wenn man das richtig konfiguriert, kann man das sogar mit der Windows-Funktion "vorherige Dateiversionen"(?) nutzen.
Grüße
Princo
Meine Antworten beziehen sich immer auf die englischsprachige GUI. ECC-RAM ist Pflicht beim Einsatz von ZFS.
-
XPUser
- experienced User

- Posts: 119
- Joined: 04 Nov 2013 16:45
- Location: Bei Köln
- Status: Offline
Re: Snapshots - Verständnisfragen
Hi Princo,
habe nun NAS-B neu aufgesetzt, korrekte 4k-Blöcke kontrolliert, und anschliessend mit zfs send von NAS-A einen Datenabgleich durchgeführt.
Die übertragungszeit hat sich dadurch nicht wie erwartet deutlich verringert, war aber immerhin mit 21,5STD um eine Stunde geringer als vorher.
Nach ein paar Anpassungen im GUI und Neustart habe ich auf NAS-B nun einen scrub laufen, hoffe das es ohne Probleme ausgeht.
Grüsse
XPUser
habe nun NAS-B neu aufgesetzt, korrekte 4k-Blöcke kontrolliert, und anschliessend mit zfs send von NAS-A einen Datenabgleich durchgeführt.
Die übertragungszeit hat sich dadurch nicht wie erwartet deutlich verringert, war aber immerhin mit 21,5STD um eine Stunde geringer als vorher.
Nach ein paar Anpassungen im GUI und Neustart habe ich auf NAS-B nun einen scrub laufen, hoffe das es ohne Probleme ausgeht.
Grüsse
XPUser
NAS-A HP N54L 16GBECC-Ram 4x4TB WD-Red RaidZ1 XigmaNAS 12.1.0.4.7542 embedded
NAS-B HP N54L 8GBECC-Ram 4x4TB WD-Red RaidZ1 XigmaNAS 12.1.0.4.7542 embedded
NAS-B HP N54L 8GBECC-Ram 4x4TB WD-Red RaidZ1 XigmaNAS 12.1.0.4.7542 embedded
-
XPUser
- experienced User

- Posts: 119
- Joined: 04 Nov 2013 16:45
- Location: Bei Köln
- Status: Offline
Re: Snapshots - Verständnisfragen
Hi Princo,
nachdem ich auch auf NAS-A noch einen srcub habe durchlaufen lassen ist hier alles im grünen Bereich, keine Fehler auf beiden NAS vorhanden.
Lag mit meiner einschätzung von ca500GB Einsparung durch gelöschte Daten aber grob daneben. Tatsächlich waren es etwas mehr als 200GB,
aber das ist ja auch schon eine Menge.
Gibt es evtl, trotz Snapshot irgendeine möglichkeit, wenn eine Datei definitiv gelöscht werden soll oder es sich um ein Duplikat mit anderem Namen handelt
und gelöscht werden soll, diese auch direkt aus dem Snapshot zu entfernen??
Grüsse
XPUser
nachdem ich auch auf NAS-A noch einen srcub habe durchlaufen lassen ist hier alles im grünen Bereich, keine Fehler auf beiden NAS vorhanden.
Lag mit meiner einschätzung von ca500GB Einsparung durch gelöschte Daten aber grob daneben. Tatsächlich waren es etwas mehr als 200GB,
aber das ist ja auch schon eine Menge.
Gibt es evtl, trotz Snapshot irgendeine möglichkeit, wenn eine Datei definitiv gelöscht werden soll oder es sich um ein Duplikat mit anderem Namen handelt
und gelöscht werden soll, diese auch direkt aus dem Snapshot zu entfernen??
Grüsse
XPUser
NAS-A HP N54L 16GBECC-Ram 4x4TB WD-Red RaidZ1 XigmaNAS 12.1.0.4.7542 embedded
NAS-B HP N54L 8GBECC-Ram 4x4TB WD-Red RaidZ1 XigmaNAS 12.1.0.4.7542 embedded
NAS-B HP N54L 8GBECC-Ram 4x4TB WD-Red RaidZ1 XigmaNAS 12.1.0.4.7542 embedded
- Princo
- Forum Moderator

- Posts: 1080
- Joined: 15 Jul 2012 01:21
- Location: Berlin, Germany
- Status: Offline
Re: Snapshots - Verständnisfragen
Hi XPUser,
Daß sich deine Übertragungszeit um eine Stunde verringert hat, liegt weniger an den 4k-Blöcken, sondern eher an der dabei durchgeführten Defragmentierung deiner Dateien.
Das Problem mit den nicht richtig eingerichteten 4k-Blöcken tritt auch nicht beim Lesen, sondern beim Schreiben auf. Da du aber zuerst von einem "nicht 4k-System" auf ein "korrektes 4k-System" übertragen hast, und danach das "nicht korrekte 4k-System" in ein "korrektes 4K-System" umgewandelt, und die Daten dorthin zurück übertragen hast, kam der Performance-Nachteil gar nicht zum Zuge
Das Hinterhältige an der 4k-Problematik ist, daß sie auf den ersten Blick nicht auffällt. Ein NAS, welches diesbezüglich "falsch" eingerichtet wurde, ist immer noch relativ schnell beim Schreiben von Daten.
Der Hammer fällt aber spätestens dann, wenn hier mal eine Festplatte ausgetauscht werden muß. Das Resilvering dauert dann extrem lange, und sowas ist gar nicht gut.
Daher ist es viel besser, die Platten gleich mit der richtigen Blockgröße zu betreiben.
Diese 4k-Blockgröße hat allerdings auch einen Nachteil, den ich nicht unerwähnt lassen möchte: Dateien werden dabei in ganzzahligen Vielfachen von 4K gespeichert, d.h. wenn man sehr viele und sehr kleine Dateien speichert, hat man dabei einen realen Verlust an Speicherkapazität.
Zur Erinnerung: bei dem "alten" Schema wurden Dateien in Blöcken zu 512 Bytes gespeichert. Damit hatte man weniger Overhead/Verschnitt bei der Speicherbelegung.
Ist das doof?: Ja.
Kann man daran etwas ändern?: Nein.
Und wenn man die 4k-Platten einfach im "alten Modus" betreibt?: Dann hat man zwar in gewissen Szenarien mehr Speicherplatz, fängt sich dafür aber im Fehlerfall verdammt viel Ärger ein. Das lohnt sich nicht.
Aber man kann die Datei "normal" löschen, einen neuen Snapshot erstellen, eine Abgleich durchführen, und dann die alten Snapshots auf dem Haupt-NAS löschen. Damit wäre dann die Datei auf dem Haupt-NAS eliminiert. Beim nächsten Abgleich auf dem Backup-NAS wäre sie dann auch dort gelöscht.
Ich tue mich gerade etwas schwer mit der Beantwortung dieser Frage, weil ich die dahinter liegende Gründe nicht kenne.
Evtl. liegen bei dir ja diese Szenarien vor:
1. Du willst eine bestimmte Datei unbedingt los werden, weil sie z.B. virenverseucht ist.
2. Du erzeugst regelmäßig sehr große Dateien (z.B. Image-Backups), welche dir dein System zumüllen.
3. Irgendetwas, auf das ich jetzt nicht komme.
Je nachdem, um welches Szenario es sich handelt, gibt es unterschiedliche Strategien.
Grüße
Princo
Daß sich deine Übertragungszeit um eine Stunde verringert hat, liegt weniger an den 4k-Blöcken, sondern eher an der dabei durchgeführten Defragmentierung deiner Dateien.
Das Problem mit den nicht richtig eingerichteten 4k-Blöcken tritt auch nicht beim Lesen, sondern beim Schreiben auf. Da du aber zuerst von einem "nicht 4k-System" auf ein "korrektes 4k-System" übertragen hast, und danach das "nicht korrekte 4k-System" in ein "korrektes 4K-System" umgewandelt, und die Daten dorthin zurück übertragen hast, kam der Performance-Nachteil gar nicht zum Zuge
Das Hinterhältige an der 4k-Problematik ist, daß sie auf den ersten Blick nicht auffällt. Ein NAS, welches diesbezüglich "falsch" eingerichtet wurde, ist immer noch relativ schnell beim Schreiben von Daten.
Der Hammer fällt aber spätestens dann, wenn hier mal eine Festplatte ausgetauscht werden muß. Das Resilvering dauert dann extrem lange, und sowas ist gar nicht gut.
Daher ist es viel besser, die Platten gleich mit der richtigen Blockgröße zu betreiben.
Diese 4k-Blockgröße hat allerdings auch einen Nachteil, den ich nicht unerwähnt lassen möchte: Dateien werden dabei in ganzzahligen Vielfachen von 4K gespeichert, d.h. wenn man sehr viele und sehr kleine Dateien speichert, hat man dabei einen realen Verlust an Speicherkapazität.
Zur Erinnerung: bei dem "alten" Schema wurden Dateien in Blöcken zu 512 Bytes gespeichert. Damit hatte man weniger Overhead/Verschnitt bei der Speicherbelegung.
Ist das doof?: Ja.
Kann man daran etwas ändern?: Nein.
Und wenn man die 4k-Platten einfach im "alten Modus" betreibt?: Dann hat man zwar in gewissen Szenarien mehr Speicherplatz, fängt sich dafür aber im Fehlerfall verdammt viel Ärger ein. Das lohnt sich nicht.
Nein, ein Snapshot ist "eingefroren", daraus kann man keine Daten selektiv entfernen. Dieses Verhalten ist eigentlich auch erwünscht.XPUser wrote:Gibt es evtl, trotz Snapshot irgendeine möglichkeit, wenn eine Datei definitiv gelöscht werden soll oder es sich um ein Duplikat mit anderem Namen handelt und gelöscht werden soll, diese auch direkt aus dem Snapshot zu entfernen??
Aber man kann die Datei "normal" löschen, einen neuen Snapshot erstellen, eine Abgleich durchführen, und dann die alten Snapshots auf dem Haupt-NAS löschen. Damit wäre dann die Datei auf dem Haupt-NAS eliminiert. Beim nächsten Abgleich auf dem Backup-NAS wäre sie dann auch dort gelöscht.
Ich tue mich gerade etwas schwer mit der Beantwortung dieser Frage, weil ich die dahinter liegende Gründe nicht kenne.
Evtl. liegen bei dir ja diese Szenarien vor:
1. Du willst eine bestimmte Datei unbedingt los werden, weil sie z.B. virenverseucht ist.
2. Du erzeugst regelmäßig sehr große Dateien (z.B. Image-Backups), welche dir dein System zumüllen.
3. Irgendetwas, auf das ich jetzt nicht komme.
Je nachdem, um welches Szenario es sich handelt, gibt es unterschiedliche Strategien.
Grüße
Princo
Meine Antworten beziehen sich immer auf die englischsprachige GUI. ECC-RAM ist Pflicht beim Einsatz von ZFS.
-
XPUser
- experienced User

- Posts: 119
- Joined: 04 Nov 2013 16:45
- Location: Bei Köln
- Status: Offline
Re: Snapshots - Verständnisfragen
Hi Princo,
zuerst mal spielt der grössere Overhead bei 4K-Blöcken doch eigentlich bei heutigen Festplattengrössen, zumindest für mich, keine grossartige Rolle mehr.
Womit Du Dich schwertust bei der beantwortung der Frage ist eigentlich ganz profan: da ist nichts Virenverseuchtes und auch keine Image-Backups,
wir gehen einfach zurück nach viewtopic.php?f=29&t=7081#p41062 sowie meiner darauffolgenden Antwort.
Genau Dabei behindern mich die Snapshots etwas, aber natürlich möchte ich auch andererseits auf die Vorteile von Snapshots nicht verzichten.
Hatte für mich schon überlegt, na gut dann mache ich halt sagen wir halbjährlich, neue komplette Datenabgleiche zwischen beiden NAS um damit gelöschtes zu eliminieren.
Oder gibt es eine elegantere Lösung um gelöschtes wegzubekommen?
Übrigens habe ich bis jetzt noch nie irgendwelchen gelöschten Dateien nachgetrauert, wenn ich etwas lösche dann kann es auch weg.
Aber für die Zukunft weiss man ja nie, kann ja doch mal vorkommen und deshalb werde ich auf Snapshots auch nicht verzichten wollen.
zuerst mal spielt der grössere Overhead bei 4K-Blöcken doch eigentlich bei heutigen Festplattengrössen, zumindest für mich, keine grossartige Rolle mehr.
Womit Du Dich schwertust bei der beantwortung der Frage ist eigentlich ganz profan: da ist nichts Virenverseuchtes und auch keine Image-Backups,
wir gehen einfach zurück nach viewtopic.php?f=29&t=7081#p41062 sowie meiner darauffolgenden Antwort.
Genau Dabei behindern mich die Snapshots etwas, aber natürlich möchte ich auch andererseits auf die Vorteile von Snapshots nicht verzichten.
Hatte für mich schon überlegt, na gut dann mache ich halt sagen wir halbjährlich, neue komplette Datenabgleiche zwischen beiden NAS um damit gelöschtes zu eliminieren.
Oder gibt es eine elegantere Lösung um gelöschtes wegzubekommen?
Übrigens habe ich bis jetzt noch nie irgendwelchen gelöschten Dateien nachgetrauert, wenn ich etwas lösche dann kann es auch weg.
Aber für die Zukunft weiss man ja nie, kann ja doch mal vorkommen und deshalb werde ich auf Snapshots auch nicht verzichten wollen.
NAS-A HP N54L 16GBECC-Ram 4x4TB WD-Red RaidZ1 XigmaNAS 12.1.0.4.7542 embedded
NAS-B HP N54L 8GBECC-Ram 4x4TB WD-Red RaidZ1 XigmaNAS 12.1.0.4.7542 embedded
NAS-B HP N54L 8GBECC-Ram 4x4TB WD-Red RaidZ1 XigmaNAS 12.1.0.4.7542 embedded
- Princo
- Forum Moderator

- Posts: 1080
- Joined: 15 Jul 2012 01:21
- Location: Berlin, Germany
- Status: Offline
Re: Snapshots - Verständnisfragen
Hi XPUser,
Kann es sein, daß du überlesen hast, daß man alte Snapshots auf dem Haupt-NAS löschen kann (bis auf den Letzten, der die Verbindung zum Backup-Server darstellt)?
Damit verschwinden dann auch die zwischenzeitlich gelöschten Dateien.
Das Ganze wird leichter verständlich, wenn du jetzt einfach regelmäßig den inkrementellen Abgleich zwischen deinem Haupt- und den Backup-NAS machst, z.B. einmal pro Woche. Das dauert idR nur wenige Minuten, je nach veränderter Datenmenge.
Deine Befürchtungen bzgl. der gelöschten Dateien treffen nicht zu.
Die Snapshots werden dich keinesfalls behindern, wenn du den Umgang mit ihnen erst mal gelernt hast. Das ist auch keine Raketenwissenschaft, sondern sogar ziemlich primitiv.
Die Methode ist übrigens ziemlich elegant und sehr universell anwendbar, aber man kann sie derzeit nur über die Kommandozeile durchführen.
Ich kann das gerne noch etwas genauer erklären, falls da noch Unklarheiten bestehen.
Grüße
Princo
Kann es sein, daß du überlesen hast, daß man alte Snapshots auf dem Haupt-NAS löschen kann (bis auf den Letzten, der die Verbindung zum Backup-Server darstellt)?
Damit verschwinden dann auch die zwischenzeitlich gelöschten Dateien.
Das Ganze wird leichter verständlich, wenn du jetzt einfach regelmäßig den inkrementellen Abgleich zwischen deinem Haupt- und den Backup-NAS machst, z.B. einmal pro Woche. Das dauert idR nur wenige Minuten, je nach veränderter Datenmenge.
Deine Befürchtungen bzgl. der gelöschten Dateien treffen nicht zu.
Die Snapshots werden dich keinesfalls behindern, wenn du den Umgang mit ihnen erst mal gelernt hast. Das ist auch keine Raketenwissenschaft, sondern sogar ziemlich primitiv.
Die Methode ist übrigens ziemlich elegant und sehr universell anwendbar, aber man kann sie derzeit nur über die Kommandozeile durchführen.
Ich kann das gerne noch etwas genauer erklären, falls da noch Unklarheiten bestehen.
Grüße
Princo
Meine Antworten beziehen sich immer auf die englischsprachige GUI. ECC-RAM ist Pflicht beim Einsatz von ZFS.
-
XPUser
- experienced User

- Posts: 119
- Joined: 04 Nov 2013 16:45
- Location: Bei Köln
- Status: Offline
Re: Snapshots - Verständnisfragen
Hi Princo,
so langsam Dämmert es mir. Nachdem ich heute nachmittag ausgiebig zu verschiedenen Begriffen recherchiert hatte um zumindest nicht über falsche
Begriffsverständnisse zu stolpern, reifte in mir die Erkenntnis an welcher Stelle ich von falschen annahmen ausgegangen bin.
Ich hatte erwartet, dass wenn ich einen Snapshot erstelle, dieser auf dem vorherigen aufbaut und neu hinzugekommene Daten in den neuen Snapshot aufnimmt.
Aus diesem Grund würde ich somit gelöschte Daten immer weiter beibehalten. So hatte ich das verstanden da die Snapshots ja inkremmentell erstellt werden.
Also wird bei jedem Snapshot der gesamte Datenbestand erfasst und zwischenzeitlich gelöschte Daten wären nur über einen früheren Snapshot wieder herstellbar.
Habe ich es jetzt so richtig verstanden?
Grüsse
XPUser
so langsam Dämmert es mir. Nachdem ich heute nachmittag ausgiebig zu verschiedenen Begriffen recherchiert hatte um zumindest nicht über falsche
Begriffsverständnisse zu stolpern, reifte in mir die Erkenntnis an welcher Stelle ich von falschen annahmen ausgegangen bin.
Ich hatte erwartet, dass wenn ich einen Snapshot erstelle, dieser auf dem vorherigen aufbaut und neu hinzugekommene Daten in den neuen Snapshot aufnimmt.
Aus diesem Grund würde ich somit gelöschte Daten immer weiter beibehalten. So hatte ich das verstanden da die Snapshots ja inkremmentell erstellt werden.
Also wird bei jedem Snapshot der gesamte Datenbestand erfasst und zwischenzeitlich gelöschte Daten wären nur über einen früheren Snapshot wieder herstellbar.
Habe ich es jetzt so richtig verstanden?
Grüsse
XPUser
NAS-A HP N54L 16GBECC-Ram 4x4TB WD-Red RaidZ1 XigmaNAS 12.1.0.4.7542 embedded
NAS-B HP N54L 8GBECC-Ram 4x4TB WD-Red RaidZ1 XigmaNAS 12.1.0.4.7542 embedded
NAS-B HP N54L 8GBECC-Ram 4x4TB WD-Red RaidZ1 XigmaNAS 12.1.0.4.7542 embedded
- Princo
- Forum Moderator

- Posts: 1080
- Joined: 15 Jul 2012 01:21
- Location: Berlin, Germany
- Status: Offline
Re: Snapshots - Verständnisfragen
XPUser wrote:Ich hatte erwartet, dass wenn ich einen Snapshot erstelle, dieser auf dem vorherigen aufbaut und neu hinzugekommene Daten in den neuen Snapshot aufnimmt.
Aus diesem Grund würde ich somit gelöschte Daten immer weiter beibehalten. So hatte ich das verstanden da die Snapshots ja inkremmentell erstellt werden.
Ja, genau so ist es richtig.XPUser wrote:Also wird bei jedem Snapshot der gesamte Datenbestand erfasst und zwischenzeitlich gelöschte Daten wären nur über einen früheren Snapshot wieder herstellbar.
Habe ich es jetzt so richtig verstanden?
Snapshots werden übrigens nicht inkrementell erstellt, aber man kann sie für inkrementelle Backups/Abgleiche nutzen.
Klingt etwas haarspalterisch, aber diese Unterscheidung ist wichtig.
Weil du gerade so gut im Thema bist, gebe ich dir ein konkretes Beispiel:
Du hast auf deine Haupt-NAS 100GB Daten. Dein Backup-NAS ist noch leer.
Du erstellst auf dem Haupt-NAS den Snapshot A (die genaue technische Bezeichnung lasse ich mal weg).
Du machst einen Abgleich von Snapshot A auf dein Backup-NAS.
Beide NAS haben jetzt die 100GB Daten.
Nun löschst du auf dem Haupt-NAS 10 GB Daten, und machst dort einen Snapshot B, gleichst aber die beiden NAS noch nicht miteinander ab.
Auf dem Haupt-NAS sind immer noch 100GB belegt, weil sich die gelöschten 10GB Daten immer noch im Snapshot A befinden.
Nun kopierst du weitere 50GB Daten auf dein Haupt-NAS, und macht dort einen Snapshot C, gleichst aber die beiden NAS noch nicht miteinander ab.
Auf dem Haupt-NAS befinden sich jetzt 150GB (inkl. der gelöschten 10GB Daten).
Jetzt löschst du nochmal 10GB aus dem Anfangsdatenbestand, und von den neu rauf kopierten Daten (den 50GB) löschst du 30GB weg, und erstellst einen Snapshot D.
Auf dem Haupt-NAS sind immer noch 150GB belegt, wobei 10GB+10GB+30GB=50GB an Daten gelöscht wurden.
Wir haben aber auch vier Snapshot-Stände, welche sich wie folgt aufteilen:
Snapshot A referenziert auf 100GB
Snapshot B referenziert auf 90GB
Snapshot C referenziert auf 140GB
Snapshot D referenziert auf 100GB
Im Prinzip haben wir jetzt rein mengenmäßig die gleiche Datenmenge wie am Anfang (100GB), real belegt sind aber (durch Zu- und Abgänge in den Snapshots) 150GB auf dem Haupt-NAS.
Wenn man das jetzt mit dem Backup-NAS abgleichen möchte, gibt es zwei grundsätzliche Wege:
1. Man gleicht alle Zwischenstände mit ab. Dabei werden alle Snapshots (B,C,D) übertragen, und hinterher sind auch auf dem Backup-NAS 150GB belegt und auch die Snapshots A,B,C,D verfügbar. Dafür müssen 50GB Daten übertragen werden.
2. Man gleicht nur die Differenz zwischen Snapshot A und Snapshot D ab. Dabei werden dann nur 20GB übertragen, weil nur die effektiv hinzugekommen sind.
Auf dem Backup-NAS sind dann die Snapshots A und D enthalten. Auf dem Backup-NAS würden damit auch nur 120GB belegt werden.
Egal für welche der beiden Wege man sich entscheidet: Nach dem Abgleich stellt der Snapshot D die Verbindung zwischen den beiden Systemen dar, und darf vorerst nicht gelöscht werden.
Wenn man keinen Wert auf die alten Stände legt, kann man danach auf dem Haupt-NAS die Snapshots A, B undC löschen.
Dann werden auf dem Haupt-NAS auch nur noch 100GB belegt, d.h. alle gelöschten Dateien sind dort auch real verschwunden.
Falls man dann auf dem Haupt-NAS einen Snapshot E anlegt, und einen Abgleich von Snapshot D und E durchführt, werden auf dem Backup-NAS auch die Snapshots A, B und C gelöscht.
Weshalb erkläre ich das so haarklein?
Weil das hier verwendete Backup-System ein gewisses Umdenken voraussetzt. Falls man mal versehentlich eine Datei gelöscht hat, wird man sie nicht vom Backup-NAS wiederherstellen, sondern man wird sich diese Datei aus einem Snapshot des Haupt-NAS zurückholen.
Daher ist es sehr sinnvoll, sich auf dem Haupt-NAS eine ausreichende Anzahl von Snapshot-Ständen aufzuheben.
Platz dafür ist ja genug da.
Aber wenn man gelöschte Dateien mit den Haupt-NAS zurückholen kann, wozu dann noch das Backup-NAS?
Ganz einfach: Wenn man das Haupt-NAS regelmäßig auf das Backup-NAS abgleicht, hat man eine sehr hohe Sicherheit beim Ausfall von Festplatten.
Das Backup-NAS ist kein riesiges Datei-Archiv im Hintergrund, sondern ein reines System-Backup
Angenommen, es fällt im Haupt-NAS beim RaidZ1-System eine Festplatte aus.
Dann macht man sofort einen Abgleich auf das Backup-NAS.
Wenn man das immer regelmäßig gemacht hat, dauert dieser Vorgang nur wenige Minuten.
Dann sind die Daten auf dem Backup-NAS "safe", und man kann in aller Ruhe die defekte Festplatte im Haupt-NAS austauschen.
Der dazu notwendige Resilvering-Prozeß dauert einige Stunden, und die Gefahr, daß dabei noch eine weitere Festplatte im Haupt-NAS aussteigt, ist relativ hoch, weil die Platten hierbei sehr stark belastet werden.
Wenn alles gut geht, dann ist dein Haupt-NAS hinterher wieder heile, und du brauchst das Backup-NAS gar nicht.
Wenn es aber schief geht (weil dir z.B. im Haupt-NAS währenddessen noch eine weitere Festplatte abraucht), dann wären deine Daten ohne das Backup-NAS unrettbar verloren.
Grüße
Princo
Meine Antworten beziehen sich immer auf die englischsprachige GUI. ECC-RAM ist Pflicht beim Einsatz von ZFS.
-
XPUser
- experienced User

- Posts: 119
- Joined: 04 Nov 2013 16:45
- Location: Bei Köln
- Status: Offline
Re: Snapshots - Verständnisfragen
Danke Princo,
genau die Erklärungenen hatte ich mir erwünscht.
Ich werde mir das morgen noch mal in aller Ruhe durchlesen und sacken lassen.
Wenn jetzt noch Fragen offen sind werde ich mich noch mal melden, denke aber dass damit alles gesagt ist.
Grüsse
XPUser
genau die Erklärungenen hatte ich mir erwünscht.
Ich werde mir das morgen noch mal in aller Ruhe durchlesen und sacken lassen.
Wenn jetzt noch Fragen offen sind werde ich mich noch mal melden, denke aber dass damit alles gesagt ist.
Grüsse
XPUser
NAS-A HP N54L 16GBECC-Ram 4x4TB WD-Red RaidZ1 XigmaNAS 12.1.0.4.7542 embedded
NAS-B HP N54L 8GBECC-Ram 4x4TB WD-Red RaidZ1 XigmaNAS 12.1.0.4.7542 embedded
NAS-B HP N54L 8GBECC-Ram 4x4TB WD-Red RaidZ1 XigmaNAS 12.1.0.4.7542 embedded
-
XPUser
- experienced User

- Posts: 119
- Joined: 04 Nov 2013 16:45
- Location: Bei Köln
- Status: Offline
Re: Snapshots - Verständnisfragen
Hi Princo,
habe doch noch eine Frage zu folgender Beschreibung aus dem Oracle-Beschreibungen.
Snapshots werden mithilfe des Befehls zfs destroy gelöscht. Beispiel:
# zfs destroy tank/home/ahrens@now
Ein Dataset kann nicht gelöscht werden, wenn Snapshots dieses Datasets vorhanden sind. Beispiel:
# zfs destroy tank/home/ahrens
cannot destroy 'tank/home/ahrens': filesystem has children
use '-r' to destroy the following datasets:
tank/home/ahrens@tuesday
tank/home/ahrens@wednesday
tank/home/ahrens@thursday
Wenn von einem Snapshot Klone erstellt wurden, müssen diese zuerst gelöscht werden, bevor das Löschen des Snapshots möglich ist.
Ich denke irgendwann im nächsten Jahr wenn ich die Rohversionen meiner Videos fertig geschnitten habe, kann ich nämlich das ganze Dataset löschen.
Weil ich nun mal gerade in der Snapshot Problematik drinhänge, würde ich auch gerne dies schon mal geklärt wissen.
1. In einem Snapshot sind ja auch die einzelnen Datasets vorhanden. Ist obiges Beispiel so zu verstehen, dass ich zuerst dieses Dataset aus
dem Snapshot löschen muss um dieses Dataset zu löschen? Selbst wenn ich dann einen neuen Snapshot erstellen würde, wäre ja der letzte Snapshot mit dem ein Abgleich zum Backup-NAS gemacht wurde von beiden NAS nicht mehr gleich??
2. Oder ist obiges Beispiel so zu verstehen, dass zuerst die täglichen Unter-Snapshots gelöscht werden sollten?? Aber danach müsste man ja auch wie ich schon in Punkt1 beschrieben habe weiter vorgehen?
Oder habe ich dies gänzlich Missverstanden?
Wie muss man in einem solchen Fall vorgehen?
Grüsse
XPUser
habe doch noch eine Frage zu folgender Beschreibung aus dem Oracle-Beschreibungen.
Snapshots werden mithilfe des Befehls zfs destroy gelöscht. Beispiel:
# zfs destroy tank/home/ahrens@now
Ein Dataset kann nicht gelöscht werden, wenn Snapshots dieses Datasets vorhanden sind. Beispiel:
# zfs destroy tank/home/ahrens
cannot destroy 'tank/home/ahrens': filesystem has children
use '-r' to destroy the following datasets:
tank/home/ahrens@tuesday
tank/home/ahrens@wednesday
tank/home/ahrens@thursday
Wenn von einem Snapshot Klone erstellt wurden, müssen diese zuerst gelöscht werden, bevor das Löschen des Snapshots möglich ist.
Ich denke irgendwann im nächsten Jahr wenn ich die Rohversionen meiner Videos fertig geschnitten habe, kann ich nämlich das ganze Dataset löschen.
Weil ich nun mal gerade in der Snapshot Problematik drinhänge, würde ich auch gerne dies schon mal geklärt wissen.
1. In einem Snapshot sind ja auch die einzelnen Datasets vorhanden. Ist obiges Beispiel so zu verstehen, dass ich zuerst dieses Dataset aus
dem Snapshot löschen muss um dieses Dataset zu löschen? Selbst wenn ich dann einen neuen Snapshot erstellen würde, wäre ja der letzte Snapshot mit dem ein Abgleich zum Backup-NAS gemacht wurde von beiden NAS nicht mehr gleich??
2. Oder ist obiges Beispiel so zu verstehen, dass zuerst die täglichen Unter-Snapshots gelöscht werden sollten?? Aber danach müsste man ja auch wie ich schon in Punkt1 beschrieben habe weiter vorgehen?
Oder habe ich dies gänzlich Missverstanden?
Wie muss man in einem solchen Fall vorgehen?
Grüsse
XPUser
NAS-A HP N54L 16GBECC-Ram 4x4TB WD-Red RaidZ1 XigmaNAS 12.1.0.4.7542 embedded
NAS-B HP N54L 8GBECC-Ram 4x4TB WD-Red RaidZ1 XigmaNAS 12.1.0.4.7542 embedded
NAS-B HP N54L 8GBECC-Ram 4x4TB WD-Red RaidZ1 XigmaNAS 12.1.0.4.7542 embedded
- Princo
- Forum Moderator

- Posts: 1080
- Joined: 15 Jul 2012 01:21
- Location: Berlin, Germany
- Status: Offline
Re: Snapshots - Verständnisfragen
Hi XPUser,
Endlich liest mal jemand die Doku zu ZFS
Wenn du das Dataset löschst, sind auch die dazugehörigen Snapshots weg.
Es kann aber sein, daß das Web-GUI das Löschen eines Datasets verweigert, wenn dazu noch Clone oder Snapshots existieren.
Über die Kommandozeile sollte das mit den entsprechenden Parametern aber möglich sein.
Allerdings halte ich das Löschen eines Datasets auf diese Art nicht für besonders ideal, dazu schreibe ich weiter unten etwas.
2. Oder ist obiges Beispiel so zu verstehen, dass zuerst die täglichen Unter-Snapshots gelöscht werden sollten?? Aber danach müsste man ja auch wie ich schon in Punkt1 beschrieben habe weiter vorgehen?
Ja, im Prinzip ist das so richtig, aber im Fall zweier per Snapshot gekoppelter NAS nicht sinnvoll.
Konkret auf deinen Fall bezogen, empfiehlt es sich, daß du einfach nur die Video-Daten löschst, aber das entsprechende Dataset ansonsten bestehen lässt.
Wenn du immer schön mit rekursiven Snapshots arbeitest, dabei immer den letzten gemeinsamen Snapshot auf dem Haupt-NAS stehen läßt, und ggfs. alte Snapshots auf den Haupt-NAS löschst, dann "schleichen" sich die gelöschten Dateien nach zwei Abgleichen komplett aus beiden NAS heraus.
ZFS bietet dir nicht nur technische, sondern eben auch organisatorische Möglichkeiten.
Momentan hängst du wohl dem Irrglauben an, daß du deine gelöschten Dateien nicht los wirst, weil die sich noch irgendwo im System verstecken.
Das ist insofern falsch, da diese Dateien tatsächlich gelöscht werden, wenn sie nicht mehr im aktiven Datenbestand, oder in einem Snapshot enthalten sind.
Das Erstellen oder Löschen von Datasets bei zwei miteinander gekoppelten NAS (Backup), ist aber immer ein kritischer Vorgang.
"Kritisch" bedeutet hierbei nicht etwa ein technisches Risiko, sondern man muß die organisatorischen Konsequenzen beachten.
Wichtig!: So muß man beim Erstellen eines Datasets gleich nach der Erstellung einen rekursiven Snapshot auf den Pool machen, bevor man Daten in dieses Dataset kopiert. Daten, welche man vorher in dieses Dataset kopiert, werden nicht abgeglichen.
Will man ein Dataset löschen, dann löscht man zuerst die Daten daraus, und mancht dann ganz normal die regelmäßigen Abgleiche, wie oben beschrieben.
So hat man, zumindest ein paar Tage lang, die Möglichkeit, doch noch mal an die Daten zu gelangen.
Daher lasse ich "leere Datasets" einfach im System, entferne aber Freigaben o.ä. welche auf dieses Dataset zeigen.
Sollte ich mal ein neues Dataset im System benötigen, nehme ich dafür einfach ein "altes, leeres Dataset", und benenne es über die Kommandozeile einfach um.
Das hat den Vorteil, daß ich dann den Zwischenschritt mit dem sofortigen rekursiven Snapshot nicht machen muß, denn das Dataset ist ja bereits die ganze Zeit schon im System eingebunden, und daher auch in den regelmäßigen Snapshots enthalten.
Daß das Dataset auf einmal anders heißt, bringt ZFS nicht in Schwierigkeiten, denn ZFS verwaltet die Datasets über ihre internen IDs.
Natürlich muß man nach einer solchen Umbenennung die ZFS-Konfiguration neu syncen, damit das Web-GUI diese Änderung auch mitbekommt.
Hoffe, daß ich das einigermaßen verständlich erklärt habe
Grüße
Princo
Endlich liest mal jemand die Doku zu ZFS
Nein, ein Snapshot ist immer nur eine Zustandsbeschreibung eines Datasets zum Zeitpunkt X.XPUser wrote:Ich denke irgendwann im nächsten Jahr wenn ich die Rohversionen meiner Videos fertig geschnitten habe, kann ich nämlich das ganze Dataset löschen.
Weil ich nun mal gerade in der Snapshot Problematik drinhänge, würde ich auch gerne dies schon mal geklärt wissen.
1. In einem Snapshot sind ja auch die einzelnen Datasets vorhanden. Ist obiges Beispiel so zu verstehen, dass ich zuerst dieses Dataset aus
dem Snapshot löschen muss um dieses Dataset zu löschen? Selbst wenn ich dann einen neuen Snapshot erstellen würde, wäre ja der letzte Snapshot mit dem ein Abgleich zum Backup-NAS gemacht wurde von beiden NAS nicht mehr gleich??
Wenn du das Dataset löschst, sind auch die dazugehörigen Snapshots weg.
Es kann aber sein, daß das Web-GUI das Löschen eines Datasets verweigert, wenn dazu noch Clone oder Snapshots existieren.
Über die Kommandozeile sollte das mit den entsprechenden Parametern aber möglich sein.
Allerdings halte ich das Löschen eines Datasets auf diese Art nicht für besonders ideal, dazu schreibe ich weiter unten etwas.
2. Oder ist obiges Beispiel so zu verstehen, dass zuerst die täglichen Unter-Snapshots gelöscht werden sollten?? Aber danach müsste man ja auch wie ich schon in Punkt1 beschrieben habe weiter vorgehen?
Ja, im Prinzip ist das so richtig, aber im Fall zweier per Snapshot gekoppelter NAS nicht sinnvoll.
Konkret auf deinen Fall bezogen, empfiehlt es sich, daß du einfach nur die Video-Daten löschst, aber das entsprechende Dataset ansonsten bestehen lässt.
Wenn du immer schön mit rekursiven Snapshots arbeitest, dabei immer den letzten gemeinsamen Snapshot auf dem Haupt-NAS stehen läßt, und ggfs. alte Snapshots auf den Haupt-NAS löschst, dann "schleichen" sich die gelöschten Dateien nach zwei Abgleichen komplett aus beiden NAS heraus.
Jepp, so ist es.XPUser wrote:Oder habe ich dies gänzlich Missverstanden?
ZFS bietet dir nicht nur technische, sondern eben auch organisatorische Möglichkeiten.
Momentan hängst du wohl dem Irrglauben an, daß du deine gelöschten Dateien nicht los wirst, weil die sich noch irgendwo im System verstecken.
Das ist insofern falsch, da diese Dateien tatsächlich gelöscht werden, wenn sie nicht mehr im aktiven Datenbestand, oder in einem Snapshot enthalten sind.
Das Erstellen oder Löschen von Datasets bei zwei miteinander gekoppelten NAS (Backup), ist aber immer ein kritischer Vorgang.
"Kritisch" bedeutet hierbei nicht etwa ein technisches Risiko, sondern man muß die organisatorischen Konsequenzen beachten.
Wichtig!: So muß man beim Erstellen eines Datasets gleich nach der Erstellung einen rekursiven Snapshot auf den Pool machen, bevor man Daten in dieses Dataset kopiert. Daten, welche man vorher in dieses Dataset kopiert, werden nicht abgeglichen.
Will man ein Dataset löschen, dann löscht man zuerst die Daten daraus, und mancht dann ganz normal die regelmäßigen Abgleiche, wie oben beschrieben.
So hat man, zumindest ein paar Tage lang, die Möglichkeit, doch noch mal an die Daten zu gelangen.
Daher lasse ich "leere Datasets" einfach im System, entferne aber Freigaben o.ä. welche auf dieses Dataset zeigen.
Sollte ich mal ein neues Dataset im System benötigen, nehme ich dafür einfach ein "altes, leeres Dataset", und benenne es über die Kommandozeile einfach um.
Das hat den Vorteil, daß ich dann den Zwischenschritt mit dem sofortigen rekursiven Snapshot nicht machen muß, denn das Dataset ist ja bereits die ganze Zeit schon im System eingebunden, und daher auch in den regelmäßigen Snapshots enthalten.
Daß das Dataset auf einmal anders heißt, bringt ZFS nicht in Schwierigkeiten, denn ZFS verwaltet die Datasets über ihre internen IDs.
Natürlich muß man nach einer solchen Umbenennung die ZFS-Konfiguration neu syncen, damit das Web-GUI diese Änderung auch mitbekommt.
Hoffe, daß ich das einigermaßen verständlich erklärt habe
Grüße
Princo
Meine Antworten beziehen sich immer auf die englischsprachige GUI. ECC-RAM ist Pflicht beim Einsatz von ZFS.