Hi Joerg,
Die grundsätzliche Antwort auf deine Frage findet sich (leider ziemlich versteckt) in dieser FAQ, ganz am Anfang:
http://wiki.nas4free.org/doku.php?id=documentation:faq
Question: What you are trying to find an answer for.
Level: Refers to NAS4Free / *nix knowledge and experience.
Basic - You are a NAS4Free novice and have administered *nix systems for a year or less.
Advanced - You are on your 3rd NAS4Free server and have administered *nix systems for more than 2 years.
Es wird eigentlich vorausgesetzt, das man sich mit Unix/Linux schon auskennt, bevor man sich an dieses Projekt heranwagt.
Was dort nicht mit aufgeführt ist: Kenntnisse der englischen Sprache sind nötig, sowie die Fähigkeit und der Biss, sich in die Materie einzuarbeiten.
NAS4Free ist kein Turn-Key-System.
Es funktioniert nicht mit jeder Hardware (muß zu FreeBSD kompatibel sein).
Die Hardwareanforderungen beim Einsatz von ZFS sind nochmal wesentlich spezieller (ECC-RAM nötig).
Manchmal muß das BIOS oder auch der Raid-Controller mit speziell angepassten Versionen umgepatcht werden. Darum muß man sich selber kümmern.
Es ist ein reines Storage-System, und das sollte es, meiner Meinung nach, auch bleiben. Riesige Änderungen sind hier nicht zu erwarten.
Das UPNP/DLNA Protokoll ist besonders speziell, da es mit einigen Endgeräten Probleme geben kann.
Neuere NAS4Free Versionen sind nicht zwangsläufig "besser", sie können durchaus Einschränkungen gegenüber vorherigen Versionen haben. Da muß man immer ganz genau hinschauen.
Es ist ein relativ kleines Projekt, mit wenigen Entwicklern. Hier ist übrigens der Spendenlink:
viewtopic.php?f=78&t=8058
Für ganz spezielle Zwecke kann das Web-Gui nicht genutzt werden, und man muß per Terminal-Session ran.
Das Ganze mag sich jetzt nach einer Reihe von
Einschränkungen anhören, aber wenn man sich das tatsächlich genauer betrachtet, dann stellt sich das, langfristig betrachtet, als
Vorteil heraus.
Selbst wenn NAS4Free irgendwann mal sterben sollte (was ich nicht hoffe), könnte man mit seinem Datenbestand auf ein Alternativ-Projekt, oder direkt auf FreeBSD wechseln (Backup-Server vorausgesetzt/hilfreich).
Zudem hat man dann auch eine extrem verlässliche Hardware im Einsatz, und man ist nicht von einem einzelnen Anbieter abhängig.
Das sind die Kriterien, welche für mich bei einem langfristigen Einsatz relevant sind. Ich möchte mich auch zukünftig auf neue Situationen einstellen können, und das ist bei den aktuellen "Kauf-NAS" einfach nicht gegeben.
Grüße
Princo