raaalf wrote:ECC-DRAM halte ich für den Einsatzzweck für unnötig (siehe Signatur). Deshalb habe ich darauf vezichtet. Sollte ja kein Problem sein, oder?
Du setzt ZFS ein. Dann brauchst du ECC-RAM. Dein System unterstützt ECC-RAM.
Ich halte es für falsch, gerade an dieser Stelle zu sparen.
raaalf wrote:Wegen der Virtual-KVM-Funktion bin ich ein großer Anhänger der Remote-Management-Karten. So kann ich mir LC-Display, Maus und Tastatur sparen und alle administrativen Dinge, die direkt am Server durchgeführt werden müssen (Zugriff auf das BIOS z. B.), bequem vom Notebook aus erledigen. Finde ich sehr, sehr praktisch.
Praktisch ist das schon, aber nutzen tut man das nur für die Einrichtung und danach kaum noch.
Wichtiger wäre es, ECC-RAM im System zu haben.
raaalf wrote:Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn das "NAS-IMAGES" auf der NAS4Free-Version 9.1.0.1 aufbaut. Wichtig ist in erster Linie die Funktion und nicht, dass die aktuellste NAS4-Free-Version verwendet wird. Kannst Du mir bitte die entsprechende *.img-Datei zukommen lassen?
Das Wochenende habe ich dazu genutzt, die aktuelle NAS4Free Version 9.3.0.2.1391 zu testen.
Sieht sehr gut aus, es hat alles funktioniert. Auch das Einbinden der Backup-Images als Freigabe funktioniert, und das war meine größte Sorge bei der neuen Version.
Daher glaube ich, daß wir die aktuelle Version für dein NAS-IMAGES nehmen können. Dies ist insofern von Vorteil, da wir dann auch die neue Kompressionsmethode lz4 einsetzen können, was sehr sinnvoll ist.
raaalf wrote:Bitte berichtigen wenn ich Unsinn erzähle: Die Firmware moderner ATA-/SATA-Festplatten hat ein Bad-Block-Management. Deshalb kann mit "badblocks" nur mit der Option -w bzw. -n erst dann ein Bad Block erkannt werden, wenn die von der Festplatte vorgehaltenen Reserveblöcke aufgebraucht sind.
So gesehen ist der mehrtägige Durchlauf mit "badblocks" mehr ein Burn-in. Bzw., wenn Bad Blocks gefunden werden sollten, ein klares Zeichen dafür die Festplatte zu ersetzen, da die Reserveblöcke aufgebraucht sind.
Das kann man so nicht pauschal sagen. Es macht bei ZFS nichts aus, wenn eine Festplatte Badblocks aufweist, solange der Pool mit ausreichender Redundanz betrieben wird. Es wird nur dann kritisch, wenn permanent neue Badblocks hinzukommen.
Das ist die Besonderheit bei ZFS: Es kommt auch mit schlechten Festplatten klar. Umso wichtiger ist es übrigens, daß man sein System mit ECC-RAM betreibt.
raaalf wrote:Ja, alles 32-Bit-Systeme und - leider - nur Fast-Ethernet. Ob es 32- oder 64-Bit-Systeme sind spielt eine Rolle für die verwendete Linux-Distribution die per PXE gebootet wird und nicht für das Imagen als solches, oder?
Richtig, und sehr gut beobachtet.
Die Linux-Distribution, die ich für das Backup verwende, ist sowohl für 32Bit- als auch für 64Bit-Systeme geeignet.
Das Einzige, was man bei 32Bit-Systemen eher antrifft, ist evtl. etwas wenig Arbeitsspeicher. Aber das schätze ich nicht als kritisch ein. Da muß man dann halt etwas rumprobieren.
raaalf wrote:Sollte sich herausstellen, dass die zur Verfügung stehenden 4 x 3 TByte Festplatten zu viel des Guten sind, dann kann ich immer noch hergehen und die vierte Festplatte in das NAS-PRODUKTIV einbauen, dort als RAID-Z2 konfigurieren und anschließend alle Daten vom NAS-BACKUP zurückspielen. "Backup" meint hier Backup vom NAS-PRODUKTIV und nicht NAS zur Speicherung der Images/Backups eines PCs bzw. Notebooks. Meine Namensgebung ist:
NAS-PRODUKTIV
NAS-BACKUP (Backup vom NAS-PRODUKTIV)
NAS-IMAGES (Images/Backups von PCs bzw. Notebooks)
Dieses "Sollte sich herausstellen, dass", ist ein Knackpunkt.
Wie definiert man diesen Punkt?
Im Kern geht es darum, ob du für die Backups 3TB, oder 6TB Platz brauchst, und mit welcher Sicherheitsstufe (RaidZ1 oder RaidZ2) das NAS betrieben werden sollte.
Das kann man tatsächlich erst im praktischen Betrieb herausfinden.
Dabei muß man berücksichtigten, daß man gerade in der Anfangsphase recht abnorme Werte erreicht, welche sich später (im dauerhaften Betrieb) drastisch nach unten verändern werden.
Mein "NAS-IMAGES" besteht aus 4x1TB Platten im RaidZ1-Verbund, also nutzbare 3TB. Davon sind ~2TB belegt. Darauf sind mehr als fünf Rechner abgespeichert. Allerdings bin ich bemüht, die Datenmenge auf diesen Rechnern möglichst gering zu halten. Daten sollten möglichst nur auf dem Haupt-NAS gespeichert werden. Auf den "anderen" Rechnern sollten sich immer nur die aktuell benötigten Daten befinden.
raaalf wrote:In der Vergangenheit erstellte ich monatlich ein Festplattenimage mit TrueImage und speicherte so viele Images, bis die Kapazität der externen USB-Festplatte (2 TByte) erschöpft war um dann das älteste Image zu löschen.
Ja, genau so habe ich das früher auch gemacht.
Dabei fand ich es aber schwierig, die Balance zwischen dem Speicherplatz für die Image-Backups und dem, was für die File-by-File-Backups zur Verfügung stehen soll, zu finden. Das trifft es aber nicht ganz. Eher hatte ich Probleme damit, das programmtechnisch umzusetzen. Ich bin leider kein guter Programmierer
Noch komplizierter wird es, wenn man nur eine externe Backup-Platte für mehrere Rechner hat.
Gibt es Rechner, die wichtiger als die anderen sind? Wie regelt man es, welche alten Backup-Sätze zuerst gelöscht werden?
Die Problematik ist nicht ganz trivial.
Ich habe hier einen Rechner, der seit vielen Jahren jeden Tag sein File-by-File-Backup auf eine externe Festplatte (750 GB) macht. Das ist so ein Langzeit-Experiment von mir. Falls der Platz zu klein wird, werden automatisch so viele alte Backup-Stände gelöscht, daß die Sicherung durchgeführt werden kann.
In der Praxis hat sich gezeigt, daß ich damit ein ganzes Jahr lückenlos backuppen kann. Man kann jederzeit den Systemzustand zu einem bestimmten Datum des letzten Jahres wiederherstellen.
Aber,
das habe ich tatsächlich noch nie gebraucht...
Wenn ich doch mal auf das Backup zurückgreifen mußte, dann betraf es entweder das letzte, oder in ganz seltenen Fällen, das vorletzte Backup.
Da ich die Backups zentral auf dem NAS haben wollte, dabei aber auch alle Vorzüge von ZFS ausnutzen wollte, brauchte ich eine Lösung, wie man das mit den verschiedenen Backup-Ständen handhabt.
Ich habe daher zuerst nach einer Notlösung gegriffen, indem ich dafür die Autosnapshot-Funktion von NAS4Free genutzt habe.
Dabei wird jeden Tag um 20 Uhr ein Autosnapshot auf die jeweiligen Backup-Verzeichnisse gemacht.
Da man bei den Autosnapshots individuell einstellen kann, wie lange sie aufgehoben werden, (1 Woche, 2 Wochen, 30 Tage, 60 Tage, 180 Tage, oder "für immer") kann man das so einstellen, daß die Kapazität des NAS gut ausgenutzt wird.
Das, was ursprünglich eine Notlösung war, hat sich in der Praxis aber ausnehmend gut bewährt. so daß ich dabei geblieben bin. Das System eignet sich gut für tägliche File-by-File-Sicherungen, und für regelmäßige Image-Backups des Windows-Systembereichs.
Der Ansatz klingt sicher etwas schräg, aber er funktioniert in der Praxis sehr gut.
princo wrote:Wenn du da einen frei verfügbaren PC hast, dann könntest du dort doch sicher auch mal eine Linux-Installation vornehmen, oder?
raaalf wrote:Kein Problem. Eine Ubuntu-14.04-LTE-Installation steht zur Verfügung.
...
Das Booten über PXE ist auch kein Problem. Ubuntu 14.04 LTE wurde auf dem Notebook Asus X51RL - auf einer extra Festplatte - installiert. Ich muß nur die Festplatten tauschen. Diese etwas ungewöhnliche Lösung wählte ich deshalb, weil ich kein Dual-Boot-System (Linux/Windows) einrichten wollte und ausreichend große 2,5-Zoll-Festplatten für die Installation zur Verfügung habe.
Ein Dualboot mit Windows/Linux ist eigentlich keine schlechte Sache, wenn man tatsächlich viel mit Linux arbeitet. Auf den Rechnern, bei denen bei mir noch ein Windows vorhanden ist, habe ich ich überall ein Dualboot mit Linux eingerichtet. Das Liegt aber auch daran, daß ich zu mehr als 99,9% mit Linux arbeite.
raaalf wrote:Nach dem leider enttäuschenden Test mit einem PowerLine-Adapter vor ein paar Wochen wäre meine Überlegung, zwei Access-Points im Client-Mode zu verbinden und den PC dann per Fast-Ethernet an dem Access-Point anzuschließen. So müsste PXE eigentlich funktionieren, da die WLAN-Verbindung transparent ist?
Uups, das ist natürlich schade. Normalerweise sollten die Powerline-Adapter sauber funktionieren, wenn sie direkt in die Wandsteckdosen gesteckt werden. Diese Dinger verwende ich hier selber für meinen Hauptrechner, um das Internet anzubinden.
Geschwindigkeitsrekorde kann man nicht erwarten, aber besser (stabiler) als WLAN sollte es schon sein. Zuerst war ich auch skeptisch, aber die Teile funktionieren bei mir.
raaalf wrote:Princo, langsam aber sicher werde ich immer neugieriger, wie das Erstellen der Images bzw. Backups real abläuft, funktioniert.
*lach*
Du, das ist viel einfacher als du denkst

Das Brimborium drumherum dient eigentlich nur dazu, daß das Ganze sehr bedienerfreundlich wird.
Und wenn "Backup" bedienerfreundlich ist, dann wird man es auch regelmäßig durchführen.
Wie geht es weiter?
Wenn wir hier alle offenen Fragen abgehandelt haben, würde ich zu dem Thema "PXE gestütztes Backup" eine neuen Thread aufmachen.
Dort würde ich die Ausgangslage zusammenfassen, und auf die Rahmenbedingungen für dieses Projekt hinweisen (Notwendigkeit eines PXE-Servers).
Als nächsten Schritt werden wir die PXE-Funktionalität einrichten, und testen.
Wenn das geklappt hat, werden wir die Backup/Restore Funktionalität für deine einzelnen Rechner definieren und natürlich auch ausprobieren.
Was kann schiefgehen?
"Kritisch" ist das Nichtvorhandensein von Gigabit-Ethernet, und daß bei der Übertragung WLAN-Strecken mit im Spiel sind.
Dazu kommt, daß wir es mit relativ großen Datenmengen zu tun haben.
Warum kann das trotzdem klappen?
Du hast darauf geachtet, daß dein System und die Daten auf getrennten Partitionen liegen. Dadurch bekommen wir ein kleines System-Image, und können die Daten als File-by-File-Backup sehr elegant (zeitsparend) übertragen.
Du hast bereits eine bestehende Backup-Lösung, und dir ist klar, daß fehlende Übertragungskapazität durch "Zeit" ausgeglichen wird.
Dazu kommt, daß du über das ausreichende technisches Verständnis, sowie die notwendige Geduld und Übersicht verfügst, um so etwas durchzuziehen.
Ich bin da sehr optimistisch.
Grüße
Princo