Hallo, beim Aufräumen eine 60GB SATA-3 SSD gefunden, und diese in meinen Fileserver als Cache eingebaut.
Mein subjektiver Eindruck: auch bei sehr vielen kleinen Dateien ist keine Verbesserung der Übertragungsgeschwindigkeit zu bemerken.
Ist bei einem Gbit-Netz und einer eher schmalbrüstigen CPU ( siehe Signatur ) überhaupt eine Verbesserung zu erwarten?
Vielleicht kann sich mal ein Fachmann äußern.
MfG Mike
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SSD als Cache sinnvoll ?
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Mike
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Re: SSD als Cache sinnvoll ?
Hallo Mike,
ob ein SD-Cache bei dir sinnvoll ist, hängt davon ab, wie du dein NAS nutzt.
Wenn es bei dir ein reiner Datenbunker (z.B. für Filme, Musik, Fotos, etc.) ist, wird dir der SSD-Cache kaum einen praktischen Nutzen bringen.
Anders kann sich die Situation darstellen, wenn du mit dem NAS z.B. eine Reihe von ThinClients betreibst.
Generell bringt dir dieser Cache nur dann etwas, wenn du immer wieder lesend auf die gleichen Dateien zugreifst.
Das sind Einsatzgebiete, die wohl bei den wenigsten NAS-Nutzern zutreffen werden.
Oder anders gesagt: ein SSD-Cache wird eher in echten Multi-User-Umgebungen seine Stärken ausspielen können.
Wenn alle diese Bedingungen zutreffen, dann kann der SSD-Cache durchaus eine etwas lahme CPU ausgleichen.
Das Problem bei der Angelegenheit ist, daß dir hier kein Benchmarktest eine sinnvolle Entscheidungsgrundlage gibt.
Es hängt einfach ganz stark davon ab, wie du mit deinem NAS umgehst.
Ich selbst hatte das auch mal vor einiger Zeit getestet, setze es aber derzeit nicht ein. Der Performance-Gewinn war so minimal, als daß es sich dafür gelohnt hätte, einen SATA-Port zu opfern.
Hoffe, daß dir das etwas weiterhilft.
Probiere es ruhig mal aus, aber nimm dafür keine Benchmarks, sondern eine stinknomale Stopp-Uhr zur Hilfe
Grüße
Princo
ob ein SD-Cache bei dir sinnvoll ist, hängt davon ab, wie du dein NAS nutzt.
Wenn es bei dir ein reiner Datenbunker (z.B. für Filme, Musik, Fotos, etc.) ist, wird dir der SSD-Cache kaum einen praktischen Nutzen bringen.
Anders kann sich die Situation darstellen, wenn du mit dem NAS z.B. eine Reihe von ThinClients betreibst.
Generell bringt dir dieser Cache nur dann etwas, wenn du immer wieder lesend auf die gleichen Dateien zugreifst.
Das sind Einsatzgebiete, die wohl bei den wenigsten NAS-Nutzern zutreffen werden.
Oder anders gesagt: ein SSD-Cache wird eher in echten Multi-User-Umgebungen seine Stärken ausspielen können.
Wenn alle diese Bedingungen zutreffen, dann kann der SSD-Cache durchaus eine etwas lahme CPU ausgleichen.
Das Problem bei der Angelegenheit ist, daß dir hier kein Benchmarktest eine sinnvolle Entscheidungsgrundlage gibt.
Es hängt einfach ganz stark davon ab, wie du mit deinem NAS umgehst.
Ich selbst hatte das auch mal vor einiger Zeit getestet, setze es aber derzeit nicht ein. Der Performance-Gewinn war so minimal, als daß es sich dafür gelohnt hätte, einen SATA-Port zu opfern.
Hoffe, daß dir das etwas weiterhilft.
Probiere es ruhig mal aus, aber nimm dafür keine Benchmarks, sondern eine stinknomale Stopp-Uhr zur Hilfe
Grüße
Princo
Meine Antworten beziehen sich immer auf die englischsprachige GUI. ECC-RAM ist Pflicht beim Einsatz von ZFS.
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Mike
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Re: SSD als Cache sinnvoll ?
Danke für die Antwort. Nun, wie ich oben schon schrieb, habe ich gefühlt keinen Unterschied feststellen können. Stoppuhr nehme ich gern an Stelle von Benchmarks, es wird aber, wie Du schon andeutest, minimal bleiben.Die SSD mit 60GB lag sowieso rum, ist auch mit dieser Größe schon etwas veraltet.
Steckplatz war noch frei, Erweiterung ist nicht vorgesehen, also stört die SSD nicht.
Generell muß ich leider feststellen, daß mein Fileserver immer mehr zum Erst-Backup-Server mutiert ( keine 24/7 Platten), der eigentliche Backup dient dann nur noch der zusätzlichen Sicherheit. Ist auch Bequemlichkeit dabei, der Fileserver im Keller muß über Funksteckdosen gestartet werden, außerdem ist die Bootzeit doch beträchtlich.
Mir fiel beim Lesen im Netz auf, daß bei NAS-Cache zwischen Read und Write-Cache unterschieden wird, dem zu Folge 2 Cacheplatten eingesetzt werden müßten. Kannst Du da ein paar erklärende Worte zu schreiben?
Gruß Mike
Steckplatz war noch frei, Erweiterung ist nicht vorgesehen, also stört die SSD nicht.
Generell muß ich leider feststellen, daß mein Fileserver immer mehr zum Erst-Backup-Server mutiert ( keine 24/7 Platten), der eigentliche Backup dient dann nur noch der zusätzlichen Sicherheit. Ist auch Bequemlichkeit dabei, der Fileserver im Keller muß über Funksteckdosen gestartet werden, außerdem ist die Bootzeit doch beträchtlich.
Mir fiel beim Lesen im Netz auf, daß bei NAS-Cache zwischen Read und Write-Cache unterschieden wird, dem zu Folge 2 Cacheplatten eingesetzt werden müßten. Kannst Du da ein paar erklärende Worte zu schreiben?
Gruß Mike
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Re: SSD als Cache sinnvoll ?
Nicht unbedingt. Bei der Nutzung als Lese-Cache braucht man keine riesigen SSDs. Bei der Nutzung als Schreib-Cache sogar noch weniger (~0,5 x RAM).Mike wrote:Danke für die Antwort. Nun, wie ich oben schon schrieb, habe ich gefühlt keinen Unterschied feststellen können. Stoppuhr nehme ich gern an Stelle von Benchmarks, es wird aber, wie Du schon andeutest, minimal bleiben.Die SSD mit 60GB lag sowieso rum, ist auch mit dieser Größe schon etwas veraltet.
Wenn du sowohl Lese- als auch Schreibcache nach den offiziellen Empfehlungen betreiben möchtest, brauchst du dafür sogar drei Anschlüsse, aber dazu später mahr.Mike wrote:Steckplatz war noch frei, Erweiterung ist nicht vorgesehen, also stört die SSD nicht.
"Ein Tick zu viel Bequemlichkeit", ist der sichere Killer jeder Backup-Strategie.Mike wrote:Generell muß ich leider feststellen, daß mein Fileserver immer mehr zum Erst-Backup-Server mutiert ( keine 24/7 Platten), der eigentliche Backup dient dann nur noch der zusätzlichen Sicherheit. Ist auch Bequemlichkeit dabei, der Fileserver im Keller muß über Funksteckdosen gestartet werden, außerdem ist die Bootzeit doch beträchtlich.
Es ist richtig, daß davon abgeraten wird, den Lese-Cache und den Schreib-Cache auf der gleichen SSD zu betreiben, und über das Web-GUI von NAS4Free kann man das auch gar nicht so einrichten.Mike wrote:Mir fiel beim Lesen im Netz auf, daß bei NAS-Cache zwischen Read und Write-Cache unterschieden wird, dem zu Folge 2 Cacheplatten eingesetzt werden müßten. Kannst Du da ein paar erklärende Worte zu schreiben?
Du wirst aber auch immer jemanden finden, der dir erzählen wird, daß das gar kein Problem wäre.
Rein technisch ist ein gemeinsamer Betrieb möglich, aber ob das sinnvoll ist, ist eine andere Frage.
Dazu kommt, daß es empfohlen wird, den Schreibcache (ZIL, oder auch Log-Device genannt), als Mirrored-Device einzurichten (also zwei SSDs, nur für den Schreibcache!).
Auch hierüber wird irgend jemand anderer Meinung sein...
Es gab früher mal eine recht gute Zusammenstellung unter dem Namen "ZFS Best Practices Guide" auf den solarisinternals-Seiten. Leider ist diese Seite mittlerweile abgeschaltet, und es existieren nur noch diverse PDF-Kopien davon im Netz (einfach danach googeln).
Ich zitiere daraus mal auszugsweise zur Frage "Wann lohnt sich ein Schreib-Cache (ZIL, oder auch Log Device)?:
Und zum Thema "Weshalb sollte der Schreib-Cache als Mirrored-Device eingerichtet werden?":- If your server hosts a database, virtual machines, iSCSI targets, acts as a NFS server with the clients mounting in
"sync" mode, or in any way has heavy synchronous write requests, then you may benefit by using a dedicated log device
for ZIL.
- The benefit of a dedicated ZIL depends on your usage. If you always do async writes, it won't matter at all, because the
log device can only accelerate sync writes to be more similar to async writes. If you do many small sync writes, you will
benefit a lot. If you do large continuous sync writes, you may see some benefit, but it's not clear exactly how significant.
Das ist jetzt ein Punkt, wo ein klassischer Systemadministratur und ein engagierter Home-Nutzer völlig anders ticken.- During normal operation, a log device is normally only written. It is normally only read during bootup, or
zpool import. It is possible for a drive to fail in such a way that it does not report any errors during all those
writes, and only reports failure during the first read.
- If you're unluck y enough to have that situation, and discover it after an ungraceful shutdown, while there was data supposedly in the log device... If your device was unmirrored, then you will lose the sync writes that
were supposedly in the log device. This means you could possibly lose up to several seconds worth of writes
that were thought to be complete before the crash.
Beide wollen natürlich richtig Speed auf ihren Maschinen haben, aber der Systemadministrator wird die Sicherheit immer höher bewerten.
Das führt dann dazu, das der Systemadministrator tatsächlich drei SSDs in seine Kiste baut, während der Home-Nutzer ganz stolz darauf ist, mit nur einer SSD auszukommen.
Der Systemadministrator ist übrigens derjenige, der hinterher noch seine Daten verfügbar hat (Anmerkung: in früheren ZFS-Versionen konnte man seinen kompletten Datenbestand verlieren, wenn der Schreib-Cache fehlerhaft war).
Worauf ich hinaus will:
Der Einsatz von SSD-Caches kann durchaus Performance-Vorteile ergeben, aber es stellt sich die Frage, ob es sich im praktischen Betrieb auch tatsächlich lohnt.
Auf der Gegenseite steht, daß man sich damit eine zusätzliche Fehlerquelle ins System holt.
Noch etwas darf man nicht vergessen: Der Cache sorgt nicht dafür, daß die Daten tatsächlich schneller auf dem angeschlossenen Pool landen. Er signalisiert dem sendenden System nur eher, daß die Daten jetzt eingegangen sind.
Im Normalfall, also ohne Kenntnis der genauen Nutzungsweise, rate ich daher von der Einrichtung von SSD-Caches ab. Das bedeutet jedoch nicht, daß ich grundsätzlich dagegen wäre.
Ein NAS4Free-System arbeitet imho bereits in der Standard-Einstellung flott genug.
Sollten sich dennoch Performance-Probleme einstellen, so bedarf dies einer genaueren Betrachtung. Als Ergebnis kann dabei heraus kommen, das ein zusätzlicher Cache sinnvoll ist, aber es kann sich auch zeigen, daß das Problem an einer völlig anderen Stelle liegt.
Grüße
Princo
Meine Antworten beziehen sich immer auf die englischsprachige GUI. ECC-RAM ist Pflicht beim Einsatz von ZFS.
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Mike
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Re: SSD als Cache sinnvoll ?
Nochmal danke für die sehr ausführliche Antwort.Die Ausführung zur Größe einer SSD bezog sich auf Windows-Systemplatten, da ist man mit 60GB schon mal an der Kante ( mußte ich bei einem HTPC beim Upgrade auf W10 feststellen ).Nun, ich lasse das Teil erstmal im System, es stört dort nicht.
Die englischen Zitate kann ich leider nicht im Überfliegen verstehen, man hat mich in jungen Jahren statt mit englisch mit Latein traktiert, da habe ich heute noch dran zu knabbern.
Nutzungsweise meines NAS besteht darin, daß sowohl sehr große als auch oft eine Menge sehr kleiner Dateien ( z.B. WEB-Seiten ) geschrieben werden.
Grüße
Mike
Die englischen Zitate kann ich leider nicht im Überfliegen verstehen, man hat mich in jungen Jahren statt mit englisch mit Latein traktiert, da habe ich heute noch dran zu knabbern.
Nutzungsweise meines NAS besteht darin, daß sowohl sehr große als auch oft eine Menge sehr kleiner Dateien ( z.B. WEB-Seiten ) geschrieben werden.
Grüße
Mike