variousos wrote: ↑28 May 2017 14:12
Innerhalb des Systems werden mir schon zwei verschiedene Informationen angezeigt:
1. Im ZFS-Poolmanagement werden als Größe 10.9TB...Benutzt 6.08TB...Frei 1.57TB angezeigt.
2. Auf der "Startseite" werden ebenfalls 10.9TB...Benutzt 8.37TB...Frei 2.50TB angezeigt.
Rechne ich nach dem Mounten des NAS auf dem iMac alle Daten zusammen, komme ich auf 3.5TB .
Wo sind die TB´s geblieben? Wir sprechen ja hier nicht von ein paar GB...sondern von 2,5TB...respektive fast 5TB Unterschied.
Auf der "Startseite" wird dir ein Wert angezeigt, der den Speicherverbrauch
inklusive der Parity-Daten berücksichtigt. Dieser Wert sagt dir aber nicht direkt, wie viel realer Speicherplatz dir noch zur Verfügung steht.
Im "ZFS-Poolmanagement" wird dir ein Wert angezeigt, der dir die "echte" verfügbare Speicherkapazität angibt.
Wärest du den Links gefolgt, die ich dir bereits mehrfach gegeben habe, dann wüßtest du, wie man bei NAS4Free die Anzeige so einstellt, daß dir auch auf der "Startseite" der reale belegte und freie Speicherplatz angezeigt wird. Also die gleichen Werte, die dir auch im ZFS-Poolmanagement angegeben werden.
Aber egal. Kommen wir lieber zu einem wirklich interessanten Punkt:
Du monierst, daß die angezeigte Datenmenge auf deinem iMac und die auf dem NAS voneinander differiert.
Kann es sein, daß du die Daten von deinem iMac immer wieder auf das NAS kopierst, und das NAS quasi einen Spiegel deines iMac darstellt?
Nun, das wäre eine hilfreiche Information gewesen.
Dein iMac organisiert die Datenablage anders, als es ein Server (z.B. NAS4Free) macht.
Sehr vereinfacht gesagt: dein iMac benutzt wahrscheinlich 4k-Blöcke, während dein NAS mit 128k-Blöcken operiert.
Noch vereinfachter dargestellt: eine Datei mit einem einzigen Zeichen Inhalt, belegt auf deinem iMac 4k an Platz, und auf dem NAS belegt es 128k an Platz.
Diese Aussage muß ich allerdings gleich wieder relativieren, denn sowohl auf deinem iMac, als auch auf den NAS kommen Techniken zum Einsatz, die dieser Platzverschwendung entgegenwirken sollen.
Du merkst, daß sich die Frage nicht auf einfache Art beantworten läßt?
Mit der Vereinfachung als Grundlage, könnte man behaupten, daß ein gemischter Datenbestand auf dem NAS mehr Platz in Anspruch nehmen wird, als auf dem lokalen Gerät (iMac).
Könnte man daran etwas ändern?
Ja, denn man kann die sog. Recordsize auf dem NAS anders einstellen.
Würde das etwas bringen?
Nein, denn es handelt sich um einen gemischten Datenbestand, wenn man einen Client-Rechner einfach auf ein NAS spiegelt.
"Gemischter Datenbestand" bedeutet, daß sich einige sehr große und viele sehr kleine Dateien gemeinsam auf einem Dateisystem befinden.
Man kann entweder auf die eine, oder auf die andere Sache optimieren. Beides zusammen geht nicht.
Und wenn man das System einfach auf die Blockgröße des sendenden Systems einstellt?
Dann würde die Performance des ZFS-Systems rapide in den Keller gehen, da bei einer so kleinen Blockgröße irrsinnig viele Checksum-Operationen durchgeführt werden müßten.
Was sollte man daher idealerweise tun?
Zuerst einmal sollte sollte man sich entscheiden, ob man serverzentriert, oder rein lokal arbeiten möchte.
Bei einer serverzentrierten Arbeitsweise liegt der Haupteil der Daten auf dem NAS und ist dort in passend konfigurierten Datasets organisert.
So werden z.B: Filme in Datasets mir einer großen Recordsize, und Textdokumente in Datasets mit einer eher kleinen Recordsize abgelegt.
Auf diese Art und Weise kann man ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Performance und Speicherplatzverbrauch herstellen.
Und wenn einem das zu kompliziert ist?
Dann nehmt einfach die Standardwerte. Euer System wird damit prima funktionieren. Ihr braucht dann zwar mehr Speicherplatz als nötig, dafür müßt ihr euch aber nicht mit statistischen Auswertungen und Reorganisation eures Datenbestandes herum plagen. Das ist völlig ok. Das kann man so machen.
Grüße
Princo
Meine Antworten beziehen sich immer auf die englischsprachige GUI. ECC-RAM ist Pflicht beim Einsatz von ZFS.