1x ZOTAC E350-ITX WiFi A :
brauchbar
2x Kingston KVR1066D3S7/2G
bedingt brauchbar
3x Lexar Jumpdrive S50 16GB
nicht brauchbar
1x Patriot XporterXT 16GB
nicht brauchbar
1x PicoPSU 125Watt (incl Passendem Netzteil)
sehr gut brauchbar, wenn es funktioniert
3x WD Caviar Green 2TB (20EARS)
brauchbar, aber unbedingt Firmware der Festplatten auf Update prüfen
Bei den USB-Sticks habe ich ein "nicht brauchbar" reingeschrieben, weil USB-Devices generell als extrem heikel im Bereich Datenspeicherung zu betrachten sind (das bezieht sich übrigens auch auf deinen Plan des Backups auf eine externe HDD, aber dazu später mehr).
Im Prinzip hast du bereits alles beisammen, um ein funktionierendes NAS aufzubauen. Beim RAM würde ich eine Aufrüstung auf 8GB empfehlen, aber die vorhandenen 4GB reichen erstmal aus.
Mit deiner vorhandenen Hardware kannst du ein sog. RaidZ1 aufbauen. Das bedeutet, das du 4TB freien Speicherplatz hast, und dabei eine beliebige Festplatte ausfallen könnte, ohne, daß du deine Daten verlierst. Als Basis dient dabei das Dateisystem
ZFS. Einen deiner USB-Sticks kannst du dazu verwenden, um die Firmware von NAS4Free als sog. "Embedded-Installation" zu speichern, d.h. dein NAS startet vom USB-Stick und deine Festplatten werden ausschließlich zur Datenspeicherung benutzt.
WLAN: Inwieweit NAS4Free die WLAN-Funktionalität deines Boards unterstützt, kann ich nicht sagen.
Übertragungsrate: Ich könnte jetzt sagen, daß dein Board 60 MB/s schafft, aber das kann sich in der Praxis auch ganz anders darstellen. Das Problem ist, daß man sowohl mit verschiedenen Protokollen (SMB/CIFS, NFS, FTP, RSYNC, usw.) als auch verschiedenen Betriebssystemen auf das NAS zugreifen kann, und das alles einen Einfluss auf die Übertragungsrate hat. Dazu kommen noch die richtigen BIOS-Einstellungen, Firmware-Stände, usw.
Bedeutet: Ausprobieren. Generell kann man sagen, daß das Dateisystem ZFS beim Schreiben
etwas langsamer ist als andere Dateisysteme, was allerdings durch die extrem hohe Datensicherheit mehr als ausgeglichen wird.
Verschlüsselung: Pauschal würde ich sagen, daß die Datenrate durch den Einsatz von Verschlüsselung bei dieser Hardware ungefähr halbiert wird. Allerdings sollte man das Thema Verschlüsselung vorab sehr sorgfältig durchdenken, denn es hat starke Auswirkung auf das normale Handling.
Pauschal gesagt: Nur wenn man für die Daten in den Knast wandern würde, oder die eigene Existenz gefährdet wäre, lohnt sich das mit der Verschlüsselung (also für die normalen Raubmordkopien lohnt es sich nicht).
Es gibt natürlich noch die Möglichkeit, das Dateisystem selbst unverschlüsselt zu lassen, und darauf Truecrypt-Container abzulegen. Das dürfte in vielen Fällen die sinnvollste Variante sein.
externer Zugriff: Das ist ein Punkt, der nur mit sehr viel Geduld zu erklären ist. JA, du kannst auf deine Daten jederzeit extern zugreifen, du bist nicht an NAS4Free gebunden, und NEIN, du kannst deine Festplatten nicht einfach in einen Windows-Rechner reinschieben, und dann auf die Daten zugreifen.
Angenommen, du hast mit NAS4Free einen RaidZ1-Verbund aus deinen drei Festplatten gemacht, dann kannst du auf diesen Datenpool auch mit FreeNAS, ZFS-Guru, SystemRescueCD, FreeBSD, PCBSD, und jedem Linux mit Fuse-ZFS zugreifen (Liste unvollständig). Der besondere Kick dabei: du bist von der Hardware vollkommen unabhängig, d.h. du baust die Festplatten einfach in ein beliebiges System ein, und kannst wieder auf die Daten zugreifen, dabei ist sogar die Reihenfolge der Anschlüsse völlig egal.
Backup-Lösung: Vergiss das mit dem Backup auf die externe USB-Festplatte. N4F ist ein System, welches extrem auf Datensicherheit ausgelegt ist. Es macht wenig Sinn, seine Daten auf ein relativ unsicheres Medium auszulagern, wenn man für schmales Geld ein einfaches Backup-NAS aufbauen kann. Mit N4F kann man sogar ein richtiges OffSite-Backup einrichten, dagegen sind externe USB-Festplatten reine Zeit- und Geldverschwendung (als reines Trägermedium sind sie allerdings durchaus brauchbar).
Meine Antworten beziehen sich immer auf die englischsprachige GUI. ECC-RAM ist Pflicht beim Einsatz von ZFS.