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Neuling: ZFS Stuktur, Pool, Dataset, Volumen

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Werner
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Neuling: ZFS Stuktur, Pool, Dataset, Volumen

Post by Werner »

Hallo,

ich hab Null Ahnung und will einen Netzwerkspeicher für 35 Mitarbeiter und 40 Hilfskräfte in verschiedenen Projekten in einem heterogenen Netzwerk, inkl Zugriffsverwaltung, einrichten. Ausfallsicher und Redundant natürlich...

Null Ahnung stimmt, aber der Rest ist gelogen. ;)
Mein 10jähriger Sohn hat entdeckt, das sich auf meiner Fritz.NAS viele spannende Sachen befinden und wie er darauf zugreifen kann. Meine Frau und ich finden es verständlicher Weise nicht so prickelnd, wenn er beim Abendbrot Szenen aus Resident Evil zitiert, daher muss was anderes her, bei dem "Wir" (Meine Frau meint mich damit) vorgeben können worauf er zugreifen kann und worauf nicht.

Ich denke NAS4free ist da nicht die schlechteste Wahl und die ersten Hürden hab ich imo auch genommen.
Da sind: das OK von der Cheffin, Installation der Embedded-Version auf 'nem HP-N54L, Formatieren einer Festplatte mit ZFS, anlegen eines Pools und einrichten einer Windows-Freigabe.

Dabei ist mir aufgefallen, dass mir nicht wirklich klar ist, was der Unterschied zwischen Pool, Dataset und Volumen ist.

Ich glaube zu wissen, ein Pool ist die oberste Ebene im ZFS.
In Pools werden Physikalische Speicher zusammengefasst, die dann als Einheit verwaltet werden. Das kann eine einzelne Platte, oder ganze Speicherfarmen sein. In einem Pool kann ich Daten Speichern, Rechte vergeben, Freigaben einrichten. Praktisch alles was auch mit einer lokalen Festplatte machen kann.

Aber dann geht es los:
Ein Dataset ist ein File-System innerhalb des Pools. Also ein File-System im File-System. ???
- Wieso, weshalb, warum... ?

Ein Volume ist ein virtuelles Laufwerk innerhalb des Pools.
- Ist das nicht identisch mit einem Dataset? Ein File-System im File-System?

Und dann gab es da während dem einrichten des Pools noch etwas, dass nannte sich "virtual Device", danach imo aber nie wieder auftauchte außer als ich den Pools löschen und wieder neu anlegen wollte. Jedenfalls ging das nicht und ging dann doch irgendwie. Jedenfalls habe ich völlig die Orientierung verloren.

Wäre toll, wenn mir jemand helfen könnte die Begriffe und Funktionen in eine sinnvolle Ordnung zu bringen und mir erklären kann, warum das sinnvoll ist.

Bildlich gesprochen sind das für mich alles Gläser aus denen ich Trinken kann. Wann nehme ich ein Weinglas, wann ein Bier oder Wasserglas? Und warum überhaupt die Unterscheidung. Bier könnte ich ja auch aus einem Weinglas trinken.

Grüße
Werner

P.S. Die 10 Minuten meinem Sohn den Umgang mit der Fritz-NAS zu erklären haben sich echt gelohnt :mrgreen:

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shakky4711
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Re: Neuling: ZFS Stuktur, Pool, Dataset, Volumen

Post by shakky4711 »

Hallo Werner,
ich hab Null Ahnung und will einen Netzwerkspeicher für 35 Mitarbeiter und 40 Hilfskräfte in verschiedenen Projekten in einem heterogenen Netzwerk, inkl Zugriffsverwaltung, einrichten. Ausfallsicher und Redundant natürlich..
Bitte nimmes nicht persönlich, aber die einzig korrekte Antwort auf diese Konstellation lautet "Lass es bleiben und heuere einen Storage Experten an".

Aber für zu Hause die ZFS Erläuterungen:

Ein Pool is das Sammelbecken, das Gefäß wo Du alles an Platten und Arrays reinwerfen kannst.

Ein VDEV ist ein Verbund mehrere Platten, zum Beispiel bildest Du ein raid-z1 (entspricht einem Raid5 Array) Array aus 3 Platten à 2TB, dann hat dieses etwa 4TB Kapazität. Dieses VDEV bekommt unter NAS4Free auch einen Namen, nennen wir er Anton. Dann hast Du noch einen Spiegel aus zwei 3TB Platten, dieses VDEV nennst Du Berta.

In Deinen Pool fügst Du jetzt die zwei VDEV hinzu und hast dann in etwa 7TB Speicherkapazität. Du kannst jederzeit ein neues VDEV hinzufügen, wobei irgendwann der Kosten-Nutzen Faktor nicht mehr so optimal ist und es sinnvoller wäre Platten in einem VDEV Stück für Stück auszutauschen und jeweils ein Rebuild (RESILVER) zu fahren. Am Ende nach dem Austausch und Resilver der letzten Platte hat das VDEV die neue Gesamtkapazität und diese steht dem gesamten Pool gleich zur Verfügung.

Ein VDEV kann auch aus einer einzelnen Festplatte bestehen, da hier allerdings die Ausfallsicherheit des ganzen Pool flöten geht macht man das grundsätzlich nicht. Was Sinn macht, einen Pool "backup" mit einer einzelnen Platte zu erzeugen, beim Anklemmen dieser Platte wird der Pool automatisch gemountet, super fürs Backup.

Ein Dataset ist ein eigenständiges Dateisystem innerhalb des Pools wo Du tausende individueller Einstellungen tätigen kannst. Du kannst jedem Dataset individuelle Berechtigungen, Freigaben,Quotas und und und zuweisen, Datasets lokal oder per Netzwerk bequem sichern, Snapshots machen und und und. Wer auf seinem 20TB Stoprage nur Videodateien lagert braucht das nicht unbedingt, aber bei Heimatverzeichnissen ist das schon eine super Sache, der Chef darf zum Beispiel alles, der Praktikant hingegen nur 1GB vollmüllen :lol:

Ein Volume ist eine besondere Form, etwa wenn Du Client Rechnern per ISCSI Speicher zur Verfügung stellen willst der nicht wie ein Netzlaufwerk, sondern wie eine lokale Festplatte aussieht. Zu Hause in der Regel überflüssig.


Gruß
Shakky

Werner
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Re: Neuling: ZFS Stuktur, Pool, Dataset, Volumen

Post by Werner »

Hallo Shakky,

das ich das mit dem Groß-Server nicht ernst gemeint hatte, ist hoffentlich klar gewesen.
Ich fange ganz klein an. 250G Platte zum spielen + z.Z. in Anschaffung eine 3TB Platte als Speicher für die NAS. Ich brauch keine Hochverfügbarkeit und keinen schnellen Speicher. Gegen Datenverlust reichen mir BackUps. Wichtige Daten gehen auf eine weitere Festplatte, statische und wiederbeschaffbare Daten auf Cloud-Speicher.


Ok, VDEVs sind jeweils eine Speicher-Array, wie auch immer das Array aufgebaut ist. Eine Festplatte, ein RaidX, ein Spiegel.

Ein Pool fasst ein oder mehrere VDEVs zu einer Einheit zusammen.
Aber macht es Sinn unterschiedliche VDEVs, die ja i.A. unterschiedliche Sicherheitsniveaus aufweisen, in einem Pool zusammen zu fassen? Die Gesamtsicherheit gegen Ausfall eines Pools ist ja immer kleiner-gleich der des schwächsten VDEVs.

Das mit den Datasets muss ich vermutlich einfach mal ausprobieren. Mit den dort möglichen Einstellungen habe ich mich noch nicht beschäftigt.


Gruß
Werner

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crowi
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Re: Neuling: ZFS Stuktur, Pool, Dataset, Volumen

Post by crowi »

Hallo Werner,
Aber macht es Sinn unterschiedliche VDEVs, die ja i.A. unterschiedliche Sicherheitsniveaus aufweisen, in einem Pool zusammen zu fassen? Die Gesamtsicherheit gegen Ausfall eines Pools ist ja immer kleiner-gleich der des schwächsten VDEVs.
ZFS wurde für große Storagelösungen entwickelt und ist dank der relativ einfachen Konfiguration und den vielen Features auch für Heimanwendungen eine super Sache.
Natürlich ist es nicht sinnvoll ein schwaches Glied in die Kette einzubauen.
Ein redundantes System ersetzt auch ein Backup nicht.
z.Z. in Anschaffung eine 3TB Platte als Speicher für die NAS. Ich brauch keine Hochverfügbarkeit und keinen schnellen Speicher. Gegen Datenverlust reichen mir BackUps. Wichtige Daten gehen auf eine weitere Festplatte, statische und wiederbeschaffbare Daten auf Cloud-Speicher.
Wenn Dir eine 3TB Platte reicht, dann benötigst Du auber auch nicht unbedingt NAS4free, da reicht irgendein NAS Laufwerk auf dem Du die Zugriffsrechte vergibst, fertig - und Du sparst Dir das rumfrickeln mit ZFS etc. :)

Wenn Dir jedoch das Basteln und Erforschen Spaß macht, wird Dir eine 3TB Platte bald nicht reichen und Du wirst bei einem RIADZ System landen. :-D

Bin gespannt wie sich das entwickelt.

Viele Grüße und viel Erfolg,

Crowi
NAS 1: Milchkuh: Asrock C2550D4I, Intel Avoton C2550 Quad-Core, 16GB DDR3 ECC, 5x3TB WD Red RaidZ1 +60 GB SSD for ZIL/L2ARC, APC-Back UPS 350 CS, NAS4Free 11.0.0.4.3460 embedded
NAS 2: Backup: HP N54L, 8 GB ECC RAM, 4x4 TB WD Red, RaidZ1, NAS4Free 11.0.0.4.3460 embedded
NAS 3: Office: HP N54L, 8 GB ECC RAM, 2x3 TB WD Red, ZFS Mirror, APC-Back UPS 350 CS NAS4Free 11.0.0.4.3460 embedded

Buhu
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Re: Neuling: ZFS Stuktur, Pool, Dataset, Volumen

Post by Buhu »

Sorry, aber für mich liest sich das als " to much to run" .

Für deinen Fall Werner würde ich eine 1-Platten-Nas (Synology) kaufen und eine externe USB Platte für Backups, fertig.

Ach ja, nicht das PW deinem Sohn geben :)
The new one : 9.1.0.1 - Sandstorm (revision 847) on USB 8GB Verbatin, ASRock A75M-HVS and A4-3300 CPU, BeQuiet 350 Watt , 8 GB DDR3 Ram. 4 x 2TB HD204UI RaidZ1, 1x WDRED 3TB UFS Singlestore. HP Procurve Switch 1810 G8 - 8-Port. That's all about 11 TB of pure fun.

Werner
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Re: Neuling: ZFS Stuktur, Pool, Dataset, Volumen

Post by Werner »

Hallo
Bubu wrote:Für deinen Fall Werner würde ich eine 1-Platten-Nas (Synology) kaufen und eine externe USB Platte für Backups, fertig.
Klar würde 'ne Synology meine aktuellen Anforderungen abdecken, aber...
In spätestens 'nem Jahr würde ich die zweite kaufen, irgendwann 'ne 3te. Oder ich greif tief in die Tasche, kauf 'ne 4er Syn oder so... Da kann ich dann zwar nach bedarf Platten nachrüsten, aber das war es dann auch. Und gelernt hätte ich auch nichts.
crowi wrote:Wenn Dir jedoch das Basteln und Erforschen Spaß macht, wird Dir eine 3TB Platte bald nicht reichen und Du wirst bei einem RIADZ System landen. :-D
Wenn es mir nur darum ginge eine NAS ans laufen zu bekommen, die meine derzeitigen Anforderungen erfüllt, hätte ich nicht fragen müssen. Das ist Anhand der Beispiele und der Tipps aus dem Forum kein Problem. Ich weiß aber immer auch gerne warum etwas funktioniert, warum es günstig ist etwas so und nicht anders zu machen. Und dieses "Warum" erschloss sich mir bei Pool, Dataset und Volumen einfach nicht.

Das schöne ist halt, Nas4free ist soweit vorkonfiguriert, dass man mit wenig Wissen ein lauffähiges System konfigurieren kann. Und mit wachsendem Wissen und Erfahrung, kann dann auch das System wachsen.


Grüße
Werner

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b0ssman
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Re: Neuling: ZFS Stuktur, Pool, Dataset, Volumen

Post by b0ssman »

das problem ist wenn du deine 2. oder 3. platte gekauft hast merkst du das du das zfs system nicht so einfach erweitern kannst.

du kannst nicht mit einer platte anfangen. dann mit der 2. das system redundant machen und den speicherplatz redundant auf 3 platten erweitern.
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shakky4711
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Re: Neuling: ZFS Stuktur, Pool, Dataset, Volumen

Post by shakky4711 »

Hallo die Damen und Herren,
du kannst nicht mit einer platte anfangen. dann mit der 2. das system redundant machen
Doch, geht mit ZFS

Code: Select all

zpool attach DEINPOOL bestehende_platte zusatz_platte
Und schon hat man einen Mirror, ZFS ist und bleibt der Hammer :D

Noch ein Tip, man kann dem Mirror noch eine dritte Platte hinzufügen und beliebig wieder entfernen, geile Sache fürs Backup ohne Tools wie rsync und co :idea:

Gruß
Shakky

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b0ssman
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Re: Neuling: ZFS Stuktur, Pool, Dataset, Volumen

Post by b0ssman »

i stand corrected.
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